Rechner plötzlich aus - kein Neustart möglich

hardy38

Cadet 4th Year
Registriert
Nov. 2005
Beiträge
82
Hallo Leute,

vor etwa drei Wochen habe ich meinen Rechner umgebaut und mit neuem MB, CPU, Graka und Festplatte versehen. Nach ein paar anfänglichen Problemen mit der Windowsinstallation läuft der Rechner seit fast zwei Wochen zur vollsten Zufriedenheit.

Bis heute zumindest: Ich hatte den Rechner den ganzen Tag schon an und war dann mal kurz weg. Als ich wieder zurück kam, war der Monitor dunkel. "Standby-Betrieb" dachte ich zuerst, weil ich ihn so eingestellt hatte. Aber als sich nach Betätigung von Maus und Tastatur immer noch nichts tat, sah ich auf den Rechner und bemerkte, dass die LEDs aus sind.
Naja, Netzschalter aus und wieder ein und der Rechner wird wieder starten -
hoffte ich jedenfalls, aber folgendes passiert seitdem nach jeder Netzzuschaltung:
  • CPU-Kühler läuft nicht
  • Lüfter von der Graka läuft nicht
  • Lüfter vom Netzteil läuft nicht (auch bei einem Ersatznetzteil nicht)
  • LEDs leuchten nicht
  • Kontrolleuchten von angeschlossenen USB-Geräten leuchten (Empfänger von Maus und Tastatur und USB-Umschalter)
  • keine Netzwerkanbindung am Switch, auch keine LED an Netzwerkausgangsbuchse an
Ich habe es auch mit einem Ersatznetzteil (300W) probiert, aber nur das MB angeschlossen. Doch nichts passiert. Also schließe ich ein defektes Netzteil aus. Auch ein anderes Netzkabel brachte nichts.

Welche Fehler, außer ein defektes MB, könnten es noch sein?

Hinzuzufügen wäre vielleicht auch noch, dass ich kein DVD-Laufwerk geöffnet bekomme, obwohl die Netzspannung eingeschaltet ist.
 
Zuletzt bearbeitet: (Korrektur in der Fehlerbeschreibung)
Ich tipp mal auf genau das defekte Board!

<edit>
Vermutlich willst du ne Begründung:
Da das Board scheinbar an einzelne Komponenten (USB) noch Strom durchlässt und an manche nicht, deutet für mich so ziemlich alles darauf hin.
</edit>
 
Zuletzt bearbeitet:
ähm
is jetzt nur ne idee,
vl. hat sich der Power Knopf Stecker vom mainboard gelöst,
hat dabei den kontakt überbrückt, dass er ausgeht und nun
lässt es sich nich mehr anschalten?
 
Tho schrieb:
ähm
is jetzt nur ne idee,
vl. hat sich der Power Knopf Stecker vom mainboard gelöst,
hat dabei den kontakt überbrückt, dass er ausgeht und nun
lässt es sich nich mehr anschalten?

Dürfte nicht die Ursache sein, da ich den PC im BIOS auf Neustart nach PowerOff eingestellt habe, der Rechner also nach Zuschaltung der Netzspannung sofort selbständig hochfahren sollte.
 
k0m4 schrieb:
Ich tipp mal auf genau das defekte Board!

<edit>
Vermutlich willst du ne Begründung:
Da das Board scheinbar an einzelne Komponenten (USB) noch Strom durchlässt und an manche nicht, deutet für mich so ziemlich alles darauf hin.
</edit>

Das habe ich befürchtet!! :(
Andererseits stelle ich mir auch die Frage:
Wie würden die Situation aussehen, wenn die CPU defekt wäre? Fände ich dann ähnliche oder sogar die gleichen Ausfälle vor, wie eingangs beschrieben? Oder würde dann wenigstens der CPU-Lüfter laufen - auch wenn es nichts zu kühlen gibt?
 
hardy38 schrieb:
Das habe ich befürchtet!! :(
Andererseits stelle ich mir auch die Frage:
Wie würden die Situation aussehen, wenn die CPU defekt wäre? Fände ich dann ähnliche oder sogar die gleichen Ausfälle vor, wie eingangs beschrieben? Oder würde dann wenigstens der CPU-Lüfter laufen - auch wenn es nichts zu kühlen gibt?

Wenn die CPU defekt wäre, würde der CPU-Lüfter meiner Meinung nach trotzdem drehen - mindestens auf Mindest-Drehzahl.
Auch der Grafikkartenlüfterausfall weistr NICHT auf die CPU hin - vielleicht ist bei Deinem neuen MT ein Teil der Stromführungen defekt und Dein Referenz-NT hat einfach nicht genug Power? Ist ein wilder Schuss, aber vielleicht...
Oder Kann es sein, dass sich einer der beiden Stromanschlüsse auf den MB gelöst hat?

iiblum
 
Danke erstmal dür den Tip:
iiblum schrieb:
..., dass sich einer der beiden Stromanschlüsse auf den MB gelöst hat?

Ich habe nämlich total vergessen, dass das Board zwei Stromanschlüsse hat.:rolleyes: Ich hatte nur den 20poligen Stecker abgezogen und auch das Ersatznetzteil nur daran angeschlossen.
Jetzt wollte ich es allerdings nochmal probieren und musste feststellen: Mein altes Netzteil (=Ersatznetzteil) hat gar keinen 4poligen Würfelstecker dran! Werde wohl doch noch ein neues NT kaufen müssen, um es ausprobieren zu können.:(

Aber was mich wundert ist, dass bei keinem der beiden Netzteile der Lüfter läuft.:o Arbeiten die temperaturgesteuert?
Edit: Habe inzwischen herausgefunden, dass sie leistungs-oder temperaturgesteuert betrieben werden. Da keine Leistung abgefordert wird, brauchen sie auch nicht laufen! Logisch! ;)
 
Zuletzt bearbeitet: (Frage selbst beantwortet)
Hallo,

schau mal, ob irgendwelche LEDs vielleicht leuchten. Ein Freund hatte mal ein ähnliches Problem, bei ihm ist plötzlich während des Betriebes der PC ausgegegangen. Anfags hatte ich auch das Motherboard in Verdacht, als ich das dann gegen eine neues getauscht hab, ging der PC immernoch nicht an. Hab dann das Netzteil getauscht und siehe da, das Ding ging wieder. Komisch war halt, dass trotz defekten Netzteil die Motherboard LED geleuchtet hat.
Erst kürzlich hatte ich dann dasselbe Problem mit meinem AthlonXP 3000+ auf einem ASUS A7N8X Deluxe. Nur die Motherboard LED brannte, der PC wollte aber nicht booten. Netzteil getauscht und er ging wieder.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

mfg
kleinjose
 
kleinjose schrieb:
Hallo,

schau mal, ob irgendwelche LEDs vielleicht leuchten.

Ich habe keinerlei LEDs auf dem MB. Auch die LEDs auf der Gehäuse-Frontseite, sowie die PowerLED, die sich im Frontpanel (CardReader, USB-, FIWI-Anschlüsse, usw.) befindet, leuchten nicht. Das Einzige, was noch zu sehen ist, ist, wie schon beschrieben, die LED-Anzeige beim USB-Verteiler und meinem USB-ChipDrive.

kleinjose schrieb:
Hallo,
...Netzteil getauscht und er ging wieder.

Das ist meine Hoffnung, weil schneller realisierbar. Ein Austausch des defekten MBs kostet mich 2-4 Wochen, bis ich die Ersatzplatine erhalte. Andererseits will ich auch nicht einfach mal schnell ein NT kaufen - ohne zu wissen, ob das der Grund allen Übels ist.
 
das ist 100% das netzteil. da ja nirgents strom anliegt. du kannst ja mal den 20 poligen stecker überbrücken, so das es auf dauerstrom läuft. welche beiden kontakte man überbrücken muss, musst du mal googeln. das weiß ich auch nicht. wenn sich dann das laufwerk immer noch nicht öffnen lässt, ist es das netzteil.
 
schau doch mal im handbuch deines mainbaords nach, viele boards unterstützen 20 und 24 pin stromanschlüsse. ist also möglich 4 wegzulassen evtl!

tippe auf das board, weil wenn 2 netzteile nicht gehen....

andererseits weiß ich nichtmal welchen sockel du hast, weil bei den alten p4 sockeln 479 bricht doch gerne mal das retentionsmodul, d.h. cpu lüfter liegt total schief auf und board startet nicht (mir im betrieb passiert.. / bruder auch schon selbe problem gehabt).


allerdings solltest du mal ALLE komponenten vom mainboard entfernen, d.h. cpu, ram, graka und so alles weg. dann nur netzteil anschliessen. sollte sich dann auf dem board nichts tun anderes netzteil testen, geht da auch nichts ist das board hin. funktioniert das board hingegen, solltest du per POST (audio, leds) anweisungen bekommen, was als nächstes zu tun ist, sprich wenn da steht CPU FEHLT dann bauste cpu ein und startest wieder, dann fehlt graka, baust die ein...

edit: am besten board ausgebaut vor dir auf nen sauberen tisch legen und mit schraubenzieher den power-jumper überbrücken falls du dir das zutraust
 
Zuletzt bearbeitet:
bigboss14 schrieb:
du kannst ja mal den 20 poligen stecker überbrücken, so das es auf dauerstrom läuft.

Genau damit habe ich mich unter anderem jetzt auch in den vergangenen 2,5 Stunden beschäftigt.

Übrigens, die Pinbelegung des 20poligen Steckers findet man hier
oder auch hier

und die Anleitung, wo die Brücke zu legen ist hier.

Nachdem ich dies gemacht habe, passierte folgendes:


  • Netzteillüfter läuft
  • CPU-Lüfter läuft
  • Graka-Lüfter läuft
  • Hardware-LED an (PowerLED ist nicht angeschlossen, da die Buchse am Anschlusskabel statt 2polig 3polig ist. Aber auch der Test mit dem 2poligen HardwareLED-Anschluss brachte die PowerLED nicht zum Leuchten. Eine anschließende Spannungsmessung an den Anschlusspins auf dem MB brachte eine Spannung von 0,044V zum Vorschein - ein bisschen wenig für eine LED, selbst wenn es eine LowCurrent-Variante wäre)
  • PowerLed im Frontpanel (CardReader usw.) leuchtet
  • es gibt scheinbar keinerlei Aktivitäten auf den Festplatten (keine variirende Helligkeit bei der HardwareLED)
  • kein Signal über die Grafikkarte zum Monitor. Daher auch keine Überprüfung möglich, ob BIOS gestartet

Dann habe ich am ATX-Stecker die einzelnen Kontakte (außer Masse) gemessen.
Hier nun die Messergebnisse:


  • an den Pins 1,2 und 11 liegen jeweils 3,38V an
  • am Pin 10 liegen 12,1V an
  • am Pin 9 liegen 5,14V an
  • am Pin 8 liegen 4,25V an
  • am Pins 4, 6, 19 und 20 liegen jeweils 5,16V an
  • am Pin 18 liegen -5,00V an
  • am Pin 12 liegen -12,31V an

Wenn ich dies mit den Normmassen vom ATX-Format vergleiche, kann ich nicht behaupten wollen, dass mein NT im Eimer ist, eher im Gegenteil, oder?;)

Ich tippe also eher auf einen Leiterbahn- oder Kontaktschaden um den ATX-Steckeranschluss hin. Laut den Infos von PC-Erfahrung überbrückt die Powertaste von der Gehäusefront direkt den PowerOn-Pin (Pin 14) mit Masse, um das Netzteil zu starten. Da dies bei mir aber auch nicht funktioniert, sondern nur über Drahtbrücke, vermute ich eher auf einen Layoutschaden auf der Platine. Was mich allerdings ein bisschen verwundert, ist, dass der Fehler erst jetzt auftritt und nicht schon innerhalb kürzester Zeit nach dem Zudsammenbau.:confused_alt:

Beim Durchlesen der Lexikonseite von CB habe ich auch gelesen, dass der -5V-Anschluss nach ATX-2-Standard fehlt bzw. im Stecker nicht belegt ist. Bei meinem Netzteil ist dies aber nicht der Fall (siehe Messprotokoll). Ich kann es mir zwar nicht vorstellen (von wegen Standard), aber kann dadurch ein Schaden auf dem MB ausgelöst werden? Dürfte aber eigentlich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Lexikon-Link korrigiert)
Zurück
Oben