Rechner schaltet sich unter Last (Furmark) ab, Lüfter drehen weiter

Hydrochinon

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Hallo Leute,
nachdem google am häufigsten bei ähnlichen Problemstellungen auf dieses Forum verwiesen hatte, probiere ich mal mein Glück, ob jemand mir zu folgender Problemstellung helfen kann:

Problemstellung:
Der Rechner schaltet bei Last ab. Der Bildschirm wird schwarz und zeigt kein Signal mehr an, Sound geht zeitgleich aus. Allerdings drehen alle Lüfter (Gehäuselüfter, Grakalüfter, CPU-Lüfter, Netzteil-Lüfter) mit der gleichen Geschwindigkeit weiter. Die Gehäusebeleuchtung bleibt an, der Power-Knopf ist weiterhin beleuchtet. Weder Reset- noch Powerknopf reagieren. Der Rechner lässt sich nur mehr über Strom-Aus des Netzteils ausschalten und man muss einige Minuten warten bevor man den Rechner wieder starten kann. Ansonsten drehen nur die Lüfter und der Rechner startet nicht.
Last bedeutet: "aktuelle" Spiele oder Furmark (ca 60 min Left4Dead, 2-4 min Dead Island, Furmark 2min).
Das ganze Problem bestand schon letzten Sommer und verschwand im Herbst spurlos. Es trat aber erst wieder nach der Hitzewelle im Juli auf. Lüfter (Graka oder CPU) auf maximum stellen, verschiebt das Problem nur zeitlich etwas (wenige Minuten). Allerdings steht der Rechner Souterrain, hier wird es nie mehr als 25 °C im Sommer, aber doch ein deutlicher Unterschied zu den Wintermonaten.

Das System:
AMD Phenom II X4 940 mit Scythe Kabuto Kühler
Gigabyte GA-MA770-UD3
OCZ 4096MB KIT PC2-6400U DDR2-800 CL4 Titanium
Nvidia GTX 260 Palit
be quiet Straight Power BQT E6-500W
Gehäuse: Enermax Phoenix Neo
Windows XP
Alter: 4 Jahre

Auswertetools: (Speedfan, GPU-Z, Everest, V-Tune)
CPU: Lüfter auf automatisch im Bios: 48-54 °C Lüfter auf max im BIOS: 38-42 °C - prime95 läuft ohne Probleme
GPU: Furmark: obwohl Hitzeplateau erreicht wird oder durch Lüftersteuerung gesenkt wird, schaltet sich der Rechner hin und wieder aus. Temperaturen bei 40% Lüfter: idle 48 °C, geht bei Last über 70 °C bis ca 78 °C Temperaturen bei 100% Grafiklüfter ca. max 69 °C (Furmark) - zweimal laufen gelassen, einmal schaltete der Rechner nach 2min ab (ca 70°C) und einmal lief er ca 15min durch, nachdem er sich bei 69 °C eingependelt hatte.

bisher getan:
Rechner ausgesaugt und entstaubt (Gehäuselüfter): keine Veränderung
CPU-Kühler mit Pinsel gereinigt und entstaubt: keine Veränderung
Grafikkarte ausgebaut, neue Wärmeleitpaste auf zw. Headspreader und Kühler. Lüfter entstaubt. Die metallene Headsink ließ sich trotz Schrauben entfernen nicht entfernen (?): keine Veränderung
Neuster Treiber für die GTX260: Nun geht Rechner noch schneller aus und schon bei Vollbild youtube. (ob da ein Zusammenhang besteht, weiß ich aber nicht).
Viel Staub war aber nicht zu finden.

Da das Problem nur im Sommer auftritt, vermute ich ein Hitzeproblem und keinen Gerätedefekt? Direkt nach Abschalten fühlt sich die Grafikkarte sehr warm bzw heiß (70-80°C) an den Kontakten an. Ist der CPU-Kühler voll an, merkt man keine Wärme am Kühler oder Netzteil, nur die Grafikkarte ist warm. Ich lese nun hier von a) Hitzeprobleme bei GTX 260 Grafikkarten b) Problem zw. be quiet Netzteilen und GTX260/280. Letzteres dürfte ja nicht sein, da der Rechner die ganze Zeit lief. Sollte bei a) aber nicht höhere Temperaturen auftreten? Sucht man nach "Rechner schaltet sich ab und Lüfter drehen weiter" so findet man als Ursachen (sofern beschrieben) alles von Netzteil, Arbeitsspeicher, Mobo, Grafikkarte...

Meine persönliche Einschätzung wäre die Grafikkarte, da diese anscheind die CPU mitbeheizt. Ein baugleicher Rechner liefert eigtl. die gleichen Temperaturen (keine groben Unterschiede feststellbar), schaltet sich aber nicht ab. Leider steht dieser nun 450 km entfernt, sonst hätten wir die Bauteile der Reihe nach vertauscht um die Ursache zu finden.

Also wenn jemand Rat hat, würde ich mich sehr freuen. Oder was ich anstellen kann, um das Problem zu lokalisieren.
Viele Grüße
 

Häschen

Admiral
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Netzteil schon ausgetauscht?
las mal Prime95 laufen, und starte gleichzeitig furmark.

wenn der pc direkt ausgeht kannste mit 99%iger Sicherheit sagen das es am Netzteil liegt

edit:

ok wenn es nur im *sommer* passirt dann kannste davon ausgehen das es an der Grafikkarte liegt.
die Lamellen könnten auch nur verstopft sein, beim Referenz Design sehr üblich weil man den Staub nicht sieht, oder ist das diese hier http://images.bit-tech.net/news_images/2009/01/palit-launches-the-first-55nm-custom-designed-nvidia-graphics-card-palit-gtx260-sonic-216sp/Palit_GTX260_Sonic_216SP_-0.jpg?

hast du die kühl Einheit bei der GPU komplett auseinander genommen?

wenn er nach dem Austausch der WLP noch schneller ausgeht, dann hast du was falsch gemacht, vielleicht zu viel oder zu wenig WLP Paste verwendet, oder die alte nicht gründlich entfernt
 
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Hydrochinon

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hallo,
habe direkt einmal die Kombination Prime95 und Furmark ausprobiert:
1. Durchlauf:
CPU-Kühler BIOS automatisch eingestellt. Temp. CPU idle 50 °C - Prime95 Start, direkt auf 59 °C hoch, Furmark dazu, Rechner nach ca 15 sek aus.
2. Durchlauf:
CPU-Kühler BIOS auf max. CPU-Temp-idle 42 °C - Prime95 Start, auf ca. 48-50 °C; nach starten von Furmark ca noch 25 sek angeblieben.
3. Durchlauf:
CPU-Kühler max, idle wieder 42 °C, Prime95 Start, ging nach ca. 15 min bis auf 54 °C. Danach ging der Rechner ebenfalls aus.

Zur Grafikkarte:
es ist die abgebildete. Nach Entfernen des Kunststoffgehäuse und Abklemmen des Lüfterkabels konnte ich die Headpipe abschrauben, so dass der Heatspreader freilag. Diesen haben ich komplett von der Wärmeleitpaste befreit und anschließend erneuert. Die darumliegende Heatsink, die auch diese Wärmepads beinhaltet, habe ich nicht abbekommen, wollte auch keine Gewalt anwenden. Da diese die Grafikkarte nahezu bedeckt, weiß ich nicht wie es darunter aussieht. Die ganze Aktion hat aber nichts bewirkt, weder positiv noch negativ. Wenigstens konnte ich so die Lamellen der Heatpipe säubern, auch wenn der Staubgehalt sehr gering war.

Nach den jetztigen Tests würde ich ja fast die CPU vermuten. Nach BIOS schaltet sie den Rechner ab 60 °C ab, laut Hersteller sind max 62 °C. Ein Bereich > 50 °C empfinde ich für die CPU ebenfalls zu viel. Dachte zuerst es ist die Grafikkarte, da die CPU in einem Bereich um die 40- 50 °C lag, egal ob Last oder nicht. Nun wird sie aber auch immer wärmer. Evtl vom ganzen Rechner auf und zuschrauben? Werde nun mal den Kühlklotz abbauen und nachsehen. Würde dass das Problem eventuell erklären? Oder doch Netzteil oder etwas anderes?
 

Häschen

Admiral
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wenn er unter Prime95 auch ausgeht, kann man die Grafikkarte als Übeltäter definitiv ausschließen.

Jetzt bleibt nur noch die CPU, RAM oder Netzteil.
Ich tippe auf CPU.

Aber es könnte auch wiederum der Arbeitsspeicher sein.
Erstmal abwarten.
 

Hydrochinon

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hey, sry hat etwas länger gedauert.
CPU-Kühler abgebaut, alte Wärmeleitpaste weg, sauber gemacht, neue WLP wieder drauf und Kühler wieder aufgesetzt. Jetzt ist die CPU ein paar Grad kühler, aber das Problem hat es nicht gelöst. Dafür habe ich ein paar neue Erkenntnisse sammeln können:
- schaltet sich der Rechner aus, so reagiert nun nach kurzer Zeit die CPU-Lüfter Steuerung und nach ein paar Minuten wackelt der CPU-Lüfter nur noch und dreht nicht konstant weiter. Nur die anderen Lüfter drehen noch weiter. Der Kühlklotz fühlt sich nicht warm an. Es wundert mich doch gar sehr, dass noch die Lüftersteuerung aktiv ist?

- schaltet sich einmal der Rechner unter Last ab, so kann er anschließend bei jeder Kleinigkeit erneut abschalten (youtube, office, idle), erst nach einer längeren Pause (z.b. über Nacht) läuft er stabil, solange man kein furmark oder Spiel laufen lässt.

Kann man die Grafikkarte als Übeltäter doch wieder in Betracht ziehen, oder zieht sich die Schlinge um das Netzteil als Übeltäter enger? Defekter Arbeitsspeicher äußert sich nach meiner Erfahrung i.d.R. in BSODs?
Viele Grüße und vielen Dank für die Diskussion :-)
 

bttn

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Hydrochinon

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Hallo, ich wollte nochmal Feedback geben,
das Problem trat in den letzten Tagen nicht mehr auf. Es scheint, wie im Jahr davor, wieder zu verschwinden. Die Temperaturen sind nun auch wesentlich besser, CPU max 50 °C, GPU max 56 °C (Maximalwerte der letzten 48h mit HWMonitor verfolgt). Es ist meiner Meinung nach ein Hitzeproblem, aber woran es genau nun liegt, weiß ich leider immer noch nicht.


Edit.:
nach ein paar Tagen trat das Problem dann doch wieder auf. Neues Netzteil geordert. Seitdem ist Ruhe.
Also war es doch das Netzteil. Vielen Dank euch :)
 
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