Rentendiskussion

man müsste nur die vermögenssteuer wieder einführen dann wäre das rentenloch zumindest nicht mehr bodenlos.
 
tollerweise (für die steuerverschwender) sind steuern ja nicht zweckgebunden und wird steuerverschwendung ja auch nicht bestraft. man kann zudem ja auch immer davon ausgehen das sehr viel geld sinnlos ausgegeben wird oder anderweitig verpufft.
 
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Ja genau, mir wurde auch angst gemacht, unbedingt privat vorsorgen und ganz ganz früh anfangen!!!! ich hatte einen finanzberater, der eher an seiner provision interesssiert war und jetzt hänge ich in ner lebensversicherung drin, die man nicht kündigen kann, außer man zahlt vertragsstrafe und die ist anscheinend unseriös und der letzte müll- also lieber zehn verschiedene berater fragen und informieren!!!!
 
Wer einen Finanzverkäufer als Finanzberater ansieht, muss noch viel für das Leben lernen.
Sicher schadet es nicht, 10 Finanzverkäufer statt nur einem zu kontaktieren/fragen, so erhält man wenigstens etwas Überlick.

Wenn man es selber aber nicht auswerten kann, dann doch mal Geld in die Hand nehmen und einen echten Finanzberater kontaktieren!
Ältere Bekannte sind oftmals schon ganz vernünftige Finanzberater für den ersten Einstieg!
 
Na ja, zum unterschreiben gehören immer 2 Mann. Wer etwas unterschreibt, was derart eklatante Nachteile hat (ich nehm jetzt anhand der spärlichen Infos mal einfach an es handelt sich nicht um ein RüRup Rente), der sollte die Schuld nicht nur beim Verkäufer suchen, der angeblich nur seine Provosion kassieren wollte. Wer sich nicht durchliest, was er unterschreibt, bzw. vor dem unterschreiben nicht sicher ist, das er verstanden hat was er da unterschreibt und wofür es gedacht ist, der trägt die Schuld auch selbst.

PS: Kündigen nur gegen Vertragsstrafe kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Entweder geht's oder nicht. Außerdem kann man eine Lebensversicherung immer noch stilllegen. Wenn auch das nicht geht, muss man schon an was sehr unseriöses geraten sein. Kenne jetzt nennenswertes Unternehmen, was derartiges anbietet.
 
Naja, ganz so einfach isses auch wieder nicht. Meine Eltern haben auch schonmal etwas bei ihrem Finanz"berater" unterschrieben und als ich gefragt habe wo der referenzierte Vertrag war, gabs nur Fragezeichen. Interessanterweise gabs die auch beim Finanz"berater" als ich wissen wollte was da eigentlich genau unterschrieben wurde...
Es hat jedenfalls ein paar Telefonate gekostet um den Vertrag vorlegen zu können. Glücklicherweise konnte man noch zurücktreten, da ja der Vertrag erst beginnt, wenn er mit der Post zugestellt wird oder so ähnlich, jedenfalls wurde es zurückgezogen.

Meine Eltern sind aus einer Zeit, in der man seinem Bankberater vertraut hat und der einem auch keinen Blödsinn gesagt hat und eingehalten wurde was auf der Brochüre stand. Die Zeiten sind leider vorbei und manche Bankberater wissen lustigerweise auch nicht mehr als auf der Brochüre steht.
Was ich sagen will, nicht jeder weiß das da noch viel Papierwerk im Hintergrund mitläuft, welches man zwar theoretisch lesen müsste praktisch aber oftmals *vergessen* wird. Es gibt ja ziemlich viele Verfahren rund um Finanzprodukte bei denen sich Kunden beschweren, dass sie nie komplett aufgeklärt wurden und nur die Brochüren bekamen. Die meisten dieser Verfahren wurden von den Kunden gewonnen, weil ihnen gewisse Informationen nicht mitgeteilt wurden.
 
Verständlich, man holt sich so einen Berater ja schließlich ins Haus, damit man selbst eben nicht den Papierkram mit all seinen Schlupflöchern und Winkelzügen lesen und vor allem verstehen muss.

Hätte ich Interesse daran, wie diverse Produkte funktionieren oder es zumindest vorgeben, hätte ich auch selbst Bankkaufmann oder Versicherungsheini werden können.
 
Man muss diese Infos aber eben mal überfliegen. Nur so kann man sicher sein, dass man bekommt, was man erwartet. Es muss ja nicht gleich arglistige Täuschung sein, sondern einfach auch, dass der Kunde meint, er hat korrekt formuliert was er will, der Berater hat aber etwas ganz anderes verstanden. Oder Vice versa. Man muss nicht jedes Details lesen, aber das wichtige, wie eben Kündigungsformalitäten, sollte man immer lesen, egal bei welchem Vertrag und dazu ist auch konkret bei solchen Produkten hier kein Fachwissen im Bereich Bank/Versicherung haben.

Und ja, nach VVG sind Verträge nur nach Zusendung sämtlicher Vertragsbestandteile gültig. Rausreden mit, ich konnts nicht lesen kann der Kunde dann nicht, außer er hat es tatsächlich nicht bekommen und der Vertrag ist damit quasi unwirksam.
 
All das beweist doch das eine gute gesetzliche Rente für die allermeisten normal verdienenden Arbeitnehmer die beste Altersversorgung ist, anstatt das man die Rente zur Privatangelegenheit erklärt und die Menschen privaten Finanzhasardeuren überlässt die in erster Linie in die eigene Tasche wirtschaften wollen. Die gesetzliche Rente ist von den Kosten her die beste Altersversorgung da sie privaten hier weit überlegen ist. Private Anbieter haben viel höhere Kosten weil diese in erster Linie Kasse machen wollen und ihre Aktionäre bedienen wollen oder hohen Provisionen im Vertrieb decken müssen. Diese Kosten zahlt der Kunde bzw. in der Riester Rente sogar der Steuerzahler.

Ich muss meinen Beitrag weiter oben mit dem Rentensystem in Österreich nochmal ins Gedächtnis rufen. Warum klappt es dort mit einer sehr guten gesetzlichen Altersversorgung (um die 40% höhere Rente als in Deutschland, plus 14 Rentenzahlungen im Jahr !) und hier nicht ? Warum hat die Rente dort einen starken Rückhalt in der Bevölkerung und warum wohl sind dort kaum Kürzungen politisch durchzusetzen ? Die Antwort kann sich wohl jeder geben: Weil dort ALLE einzahlen müssen und von der Rente betroffen sind ! Dort gibt es keine Privilegierten Ausnahmen in Form von Beamten, Politikern oder "freier Berufe". Alle zahlen ein, alle erhalten was heraus. Da gibt es solche Diskussionen wie hier in Deutschland nicht. Dort herrscht das Bewusstsein vor das die Rente eben keine Privatangelegenheit ist, sondern ein gesamtgesellschaftliche Angelegenheit.
 
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Es gibt in Ö noch ein paar Beamten überbleibsel die noch anders abegrechnet werden, aber das sollte sich in ein paar Jahren erledigt haben. Irgendwann hat man ja anfangen müssen. (Mit ein paar Jahren sind durchaus Jahrzehnte gemeint, bis Jahrgang 1976 gehts glaub ich)

Das Ziel ist allerdings gesteckt und wenn niemand was ändert wird jeder in die selbe Kasse einzahlen, das selbe System haben und eine Höchstgrenze gibts auch (Erreichbar glaub ich, wenn man 29 Jahre lang über 4000 Brutto verdient hat - sprich die können sich auch eine private Vorsorge leisten, falls ihnen die Pension zu wenig sein sollte^^). Alles in allem nicht so schlecht.
 
@hallo7

Ist ja auch sinnvoll das es im österreichischen Rentensystem eine Obergrenze gibt. Das Rentensystem ist dort darauf angelegt dem Normalverdiener, also die jenigen die ja das Rückrad, gerade auch in der Arbeit, einer Gesellschaft bilden, eine auskömmliche Rente zu sichern. Die die überdurchschnittlich verdienen können ja zusätzlich privat vorsorgen, schaffen das ja in der Regel auch aufgrund ihres hohen Einkommens.

Ich halte dieses System für sehr gerecht. Niemand der gering oder normal verdient ist dort auf private Altersversorgung angewiesen. Die die es können, können es ja machen und es sich auch leisten.

Hier mal einen Artikel dazu: http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...iel-mehr-geld-bekommen-als-deutsche-1.2818161

Solange die Sinns und Raffelhüschens aus ihren Elfenbeintürmen (bei verbeamtete Professoren ohne Rentenprobleme) mit ihrer Panikmache von der Demografie und "unfinanzierbarkeit" jedoch die Renten Diskussion hier in Deutschland bestimmen, wird das nichts mir wirklichen Reformen. Raffelhüschen wird hierzulande ja sogar als "Rentenpapst" gehandelt. Da wundert es nicht mehr in welche Richtung hier diskutiert wird.
 
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MasterXTC schrieb:
Solange die Sinns und Raffelhüschens aus ihren Elfenbeintürmen (bei verbeamtete Professoren ohne Rentenprobleme) mit ihrer Panikmache von der Demografie und "unfinanzierbarkeit" jedoch die Renten Diskussion hier in Deutschland bestimmen, wird das nichts mir wirklichen Reformen. Raffelhüschen wird hierzulande ja sogar als "Rentenpapst" gehandelt. Da wundert es nicht mehr in welche Richtung hier diskutiert wird.
Das wird lustig werden, wenn hier in 2035 die Hälfte der Alten von quasi heutigen 800 Euro leben soll/muss, viele davon bei Beihalten des jetzigen Systems sich noch vorher wirklich komplett nackig machen und aufzehren müssen, bevor sie dann regelmäßig den Antrag auf unterstützende Grundsicherung beantragen können, und das dann von deutschen Eliten als Naturgesetz verkauft wird. Während rings um Deutschland es diametral anders aussieht. Das sorgt für Zündstoff. Gut, dass Murksel bis dahin nicht mehr da ist.
Hier wird wohl das Experiment gefahren, wie lange kann man das Volk ausbluten und verarschen bis es letztendlich ausflippt.
 
@Applollons Axle
ganz genau, aber Merkel und Co müssen es ja auch nicht ausbaden. Deren Pensionen sind ja sicher und hoch. Ich verstehe wirklich diesen kaltschnäuzigen Zynismus nicht das man einem Großteil der Arbeitnehmer auskömmliche Renten verweigert nachdem diese jahrzehntelang ihre Arbeitskraft und Lebenszeit für die Wirtschaft und auch Gesellschaft gegeben haben. Aber dann wenn man alt ist hat meine seine Schuldigkeit getan und kann dann möglichst schnell mit wenig Rente abtreten. Das ist dann der Dank dafür das man einen Großteil seines Lebens für diese Gesellschaft gearbeitet hat. Teilweise ja auch mit körperlichen Gebrechen aufgrund der Arbeit.

Das man damit rechten Rattenfängern den Boden bereitet scheint denen, trotz AfD, Rechtspopolismus und Nationalismus noch immer nicht bewusst zu werden.

Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich bin nicht der populären, weit verbreiteten aber oberflächlichen Meinung das Politiker generell zu viel verdienen und faul sind. Ein Bundeskanzler verdient sicher nicht zu viel. Ich möchte mit Merkel z.B. nicht tauschen wollen. Ich respektiere und achte dieses Amt, auch wenn Merkel gewiss nicht meine Politik vertritt. Von mir aus könnten die auch in ihrem aktiven Dienst auch mehr bekommen, plus Übergangsgeld wenn Sie ausscheiden. Aber sie sollen verflucht nochmal im Interesse derer arbeiten die die weitgrößte Mehrheit in unserer Gesellschaft darstellen und auf ihre überbordenden Altersbezüge verzichten die einem normalen Menschen wirklich nicht zu erklären und äußerst ungerecht sind. Vor allem auch weil sie 100% vom Steuerzahler aufgebracht werden. Wundert man sich da noch über die viel diskutierte Politikverdrossenheit ?
 
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@MasterXTC
Das ist die blinde unstillbare Gier, der jedes Mittel recht ist und jedes Elend dafür in Kauf nimmt, vor allem weil die Elite sowieso völlig realitätsfremd und abgeschirmt in Neuschwansteins lebt. Denen wäre es sogar lieber, den 100. Lambo vor dem Untergang im Großbunker und wenn es dafür Wasserstoffbomben über den ganzen Globus regnen muss.
 
Hat mich jetzt 30 Sekunden googlen gekostet um herauszufinden, dass Oesterreich eine ausgeglichene Altersstruktur besitzt und damit das Vergleich der beiden Rentensysteme hinten und vorne nicht passt.

Nicht, dass mich das von der hier geschilderten Beschreibung im leisesten gewundert haette. Man muss den Aluhut schon recht tief ins Gesicht gezogen haben um zu glauben, dass es allein an Beamten und Politikern liegt, dass hier das Rentenniveau 40% niedriger liegt. :freak:

Aber natuerlich ist Demographie bestenfalls Panikmache, wenn nicht erfunden - und die Politiker wollen euch eh ausbluten lassen. Na wenns ins Weltbild passt. :rolleyes:
 
Ich seh da jetzt nicht so viel Unterschied zu Deutschland (Bevölkerungspyramiden schnell verglichen)? Vielleicht such ich aber auch falsch...
 
Klar ist die die Demografie Panikmache und hat wenig mit der Rente zu tun. Denn ob eine Gesellschaft nun mehr Kinder ohne Einkommen unterhalten muss oder mehr alte Menschen mit der Rente, in beiden Fällen werden Menschen die nicht selber für sich sorgen können von der Produktivität der Gesellschaft finanziert. Die Wertschöpfung den die Wirtschaft abwirft kann das aber ohne Problem finanzieren, unabhängig vom Verhältnis Arbeitnehmer/Rentner. Und natürlich gibt es in Österreich eine ähnliche Bevölkerungsentwicklung wie hier in Deutschland. Beide Länder kann man sehr gut vergleichen.

Das Problem ist ein anderes. Die kapitalistische Wirtschaft will die Wertschöpfung aus unser aller Arbeit möglichst für sich haben. In ihrer zynischen Verwertungslogik ist ein Rentner nichts mehr wert weil er ja nicht mehr für die Wirtschaft zur Verfügung steht. Er soll möglichst selber für sich aufkommen und nicht lange dem Rentensystem zur Last fallen. Daher wird mit diversen sogenannten "Rentenexperten" die Sau von der Demografie und der "Generationengerechtigkeit" durch das Dorf getrieben um den Leuten zu suggerieren das die Renten nicht mehr zu finanzieren seinen. Alles Stimmungsmache um die Menschen auf noch mehr Kürzungen und noch längeres Arbeiten einzustimmen. Eigentlich wäre bei der langfristig weniger werdenen Arbeit eine Verkürzung der Arbeitszeit angebracht. Aber genau das will die Wirtschaft natürlich nicht weil sie ja von dem Arbeitskräfte Überschuss profitiert in dem sie die Löhne drücken kann.

Des Weiteren habe ich nie behauptet das es allein an Politikern und Beamten liegt das die Renten hier so niedrig sind. Jeder der meine Zeilen richtig liest wird verstehen was ich gemeint habe. Es geht um den gesellschaftlichen Rückhalt zur gesetzlichen Rentenversicherung in Österreich der dadurch das alle einzahlen viel höher ist als hier in Deutschland durch die Privilegierung einzelner Gruppen wie z.B. der Beamten, freien Berufen und natürlich gerade auch der Politiker die über die Renten entscheiden.

Andererseits, klar liegt es alleine an der Politik und der dahinter stehenden Politikern das die Renten so niedrig sind weil es in erster Linie politische Entscheidungen waren die unsere Rente kaputt gemacht hat. Das Rentensystem an sich hat damit nichts zu tun.
 
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Prosaft schrieb:
Aber natuerlich ist Demographie bestenfalls Panikmache, wenn nicht erfunden - und die Politiker wollen euch eh ausbluten lassen. Na wenns ins Weltbild passt. :rolleyes:

Wenn 's in 's Weltbild passt, dass alle die eine andere Meinung haben oder sich von der Regierung nicht alles erzählen lassen, Aluhüte sind...
Unser Rentensystem dient primär der Privatwirtschaft. An erster Stelle, weil die Arbeitgeber bei ihrem Anteil kräftig sparen, an zweiter Stelle, weil private Rentenversicherer das Geld kassieren. Auf der einen Seite gibt es Verlierer und Gewinner, auf der anderen Seite nur Gewinner.
 
Konservativ/Völkische Kreise haben schon vor hundert Jahren das Ende der Deutschen prognostiziert und hochgerechnet. Letztendlich waren da alle Unkenrufe wie immer Panikmache. Wenn die Abnahme der Bevölkerung ein Probelm würde könnte man auch mit einer geregelten Einwanderung entgegen wirken. Aber das wollen ja genau die Konservativen nicht. Die haben ja Angst um ihre "Deutschen" :freak:

Ich halte es für nicht schlimm wenn die Bevölkerung abnimmt, zumal es global gesehen ja einfach nicht stimmt. Unsere Welt hat kein Problem mit zu wenig Menschen, sondern eher mit zu vielen Menschen. Und ob "wir Deutsche" tatsächlich aussterben ist mir ehrlich gesagt sch... egal.
 
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Mir auch, aber wir Deutschen sollten der Welt ein gerechtes Rentensystem erst mal vorleben, und dann hinterlassen.
Das möchte ich noch erleben, und dann kann ich beruhigt aussterben.:)
Aber solange die vom jetzigen System privilegierten das "Sagen" haben, bleibt noch nicht mal Hoffnung.
Denn ob die SPD unter dem neuen Vorsitz von Herrn Schulz den Mut aufbringt etwas ändern zu wollen,
möchte ich bezweifeln.
Dann doch lieber in der Toskana bei einem Glas Rotwein den wohl verdienten Ruhestand genießen.
Den Ast, auf dem man sitzt, sägt man nicht ab.
 
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