Rentendiskussion

@Tomi:
Ich habe verstanden, dass sich bei dir alles nur ums Geld dreht ...
Für mich geht es um Freizeit und ihre Finanzierung ... deswegen arbeite ich ... momentan nicht viel, aber es wird mehr. Mein Ziel ist es natürlich zunächst, nicht mehr vom Jobcenter abhängig zu sein ... ein Etappenziel, dem ich mich nun langsam wieder annähere.
Natürlich hätte ich auch gerne einen super bezahlten Job in genau meinem Ausbildungsbereich ... aber da ich den momentan nicht finde MUSS ich alternative Wege nutzen.
Oder fändest du es "sozialer", wenn ich einfach nichts tue, bis ich einen Job in der Sozialforschung (oder einem vergleichbaren Bereich) gefunden habe?

Wenn ich mein Leben mit 20 Stunden Unterricht pro Woche finanziert bekomme, dann ist das für mich ein guter Deal ... auf jeden Fall besser, als für die gleiche Kohle 35-40 Stunden zu arbeiten.
Kapitalismus bedeutet eben auch, seine Zeit effizient zu nutzen ... Die eine Variante ist, so viel wie möglich, für möglichst viel Geld zu arbeiten. Dann hast du am Ende ein dickes Konto, und könntest dir alles mögliche leisten ... Das ist nicht mein Ziel.
Mein Ziel ist es eben, mit so wenig Arbeit wie möglich, mein Leben zu finanzieren (und zwar OHNE staatliche Hilfe aber MIT Sozialabgaben) ... der Lohn ist am Ende zwar kein dickes Konto, Haus, Auto oder was auch immer, aber Zeit, die ich z.B. nutzen kann, um mich weiter zu bilden, meine Unterrichtsmethoden zu verfeinern, mein Portfolio zu erweitern, mir über Schüler Gedanken zu machen oder auch einfach Menschen mit meiner Musik bei ihrer Entspannung zu helfen (ein Beitrag zur Reproduktion ihrer Arbetskraft).
Kein Beitrag zur Gesellschaft my ass ... Du opferst der Gesellschaft Geld ... ich opfere ihr Zeit.

Und ob du es nun glaubst oder nicht, die Rente ist ebenfalls eine Finanzierung von Freizeit ... also scheint es dir am Ende auch nur darum zu gehen, möglichst lange NICHT arbeiten zu müssen.
Ich kann mir vorstellen, zu unterrichten, bis ich es körperlich oder geistig nicht mehr KANN ... wahrscheinlich auch wieder asozial, schließlich nehme ich dann jüngeren ein paar Schüler weg ;)

Wozu eigentlich noch posten? Du hast mich ja eh schon eingetütet ... arbeitsunwilliger Schmarotzer ohne Arsch in der Hose ... vollkommen asozial.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich kann man der Gesellschaft auch viel mehr, als nur Geld zurückgeben. Wobei ich gerade bei Ehrenamt skeptisch bin, da der Staat bei bestimmten Bereichen diese gerne nutzt, um sich aus der Affäre zu ziehen. Sehe ich hier in Berlin ganz deutlich mit den Tafeln.

Lass dir auch nicht einreden, dass du schmarotzt. Wieso denn? Du stockst doch "nur", wenn ich es richtig verstehe, auf. Du unterrichtest Schüler und zahlst auf diese Einnahmen Steuern, Sozialabgaben oder reden wir von schwarzarbeit (will jetzt nichts unterstellen).
Mich wundert nur, dass du dir diesen Schuh mit dem Schmarotzertum teilweise anziehst. Aufstocker zahlen ebenso steuern. Die Lohnsteuer ist übrigens bei weitem nicht die wichtigste Steuer.
Es ist die Umsatzsteuer.
https://www.bundeshaushalt-info.de/#/2017/soll/einnahmen/einzelplan/6001.html

Die zahlst du auch. Die zahlt sogar ein Hartz4 Empfänger. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass ALG2 aus Steuereinnahmen finanziert wird und es daher nur von eine in die andere Tasche geht, aber genauso ist es bei Beamten oder anderen Leistungen, die auch Erwerbstätige erhalten z.B. Kindergeld, Riesterförderung, diverse Freibeträge auf Einkommen z.B. Werbungskosten, Sonderausgabe; und was noch alles in der Steuererklärung möglich ist, Wohngeld. Alles steuerfinanzierte Leistungen.
Solange also nicht alle hier über der Bemessungsgrundlage verdienen, erhalten sie wohl mehr als sie einzahlen - tja und wie nennt man dies?

Der einzige Unterschied, der hier wohl gemacht wird ist, dass Leistungsbringer zu 100% mit Geld verdienen gleichgesetzt wird.
Ein ALG2 Empfänger, der sich freiwillig engagieren würde (wenn er denn dürfte), wäre genauso ein Leistungsbringer.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Ich habe verstanden, dass sich bei dir alles nur ums Geld dreht ...
Selbstverständlich geht es hier in unserer Rentendiskussion nur um Geld, um was soll es sonst gehen ?
Wenn Menschen Rente bekommen sollen dann muss dafür Geld vorhanden sein und woher kommt das Geld ?

DerOlf schrieb:
Für mich geht es um Freizeit und ihre Finanzierung
Soviel dazu wie sozial du gegenüber der Gesellschaft/Gemeinschaft bist, du bist dir selber der wichtigste.
Ich bin wenigstens ehrlich und gebe zu egoistisch zu sein, vor allem erarbeite und finanziere ich mein Leben und meine Rente selber.

DerOlf schrieb:
Kein Beitrag zur Gesellschaft my ass ... Du opferst der Gesellschaft Geld ... ich opfere ihr Zeit.
Du opferst nur Zeit für eine ganz kleine Gruppe von Menschen (Familie/Freunde/Bekannte/Schüler/etc.), da du von deinen Schülern bezahlt wirst opferst du auch nichts, du tauscht Zeit gegen Geld.
Du opferst keine Zeit für die Gesellschaft/Gemeinschaft die dich (mit)finanziert oder machst du irgend etwas ehrenamtliches für die Gesellschaft/Gemeinschaft ?
Ich zahle ziemlich viel in das Sozial-/Rentensystem der Gesellschaft/Gemeinschaft ein und helfe aktiv mit das System am Leben zu halten.

DerOlf schrieb:
Und ob du es nun glaubst oder nicht, die Rente ist ebenfalls eine Finanzierung von Freizeit
Richtig aber woher kommt das Geld für diese Finanzierung ? Woher kommt das Geld für deine Rente/Grundsicherung ?
Sag ich doch, es dreht sich bei unserer Rentendiskussion alles nur um Geld, mit Freizeit und Spaß können wir nichts finanzieren.

DerOlf schrieb:
Wozu eigentlich noch posten? Du hast mich ja eh schon eingetütet ... arbeitsunwilliger Schmarotzer ohne Arsch in der Hose ... vollkommen asozial.
Was soll ich denn von jemandem denken der behauptet ganz doll Arbeit zu suchen aber Menschen die arbeiten als Roboter und Ihre Arbeit als Roboteralltag bezeichnet ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Du opferst nur Zeit für eine ganz kleine Gruppe von Menschen (Familie/Freunde/Bekannte/Schüler/etc.), da du von deinen Schülern bezahlt wirst opferst du auch nichts, du tauscht Zeit gegen Geld.
Du opferst keine Zeit für die Gesellschaft/Gemeinschaft die dich (mit)finanziert oder machst du irgend etwas ehrenamtliches für die Gesellschaft/Gemeinschaft ?
Du gehst davon aus, dass ich NUR Unterrichte ... hättest du etwas gründlicher gelesen, dann wüsstest du, dass dem nicht so ist.
Ich schlage mir z.B. ganze Tage um die Ohren, um auf einem Dorf-, oder Stadtteilfest für ein musikalisches Rahmenprogramm zu sorgen ... oft für nicht viel mehr als ein warmes Essen und die Kosten für die Anfahrt ... vielleicht denkst du mal daran, wenn du das nächste mal einen Spielmannszug oder ähnliches siehst ... die meisten tun das nicht für das Geld, denn davon kommt dabei wahrlich nicht viel rum.

Unsere "Kultur" lebt von Menschen, die auch für umme arbeiten ... die kannst du jeden Abend beobachten ...
Kneipenkonzert für €5,- bei 3 Bands ... man muss davon ausgehen, dass das für die Bands eine "Nullnummer" ist (es kommen höchstens die Fahrtkosten bei rum). Das Publikum freut sich über den günstigen Eintritt und bekommt dafür Musik geboten, in der hunderte von Arbeitsstunden stecken.

Aber es wird ja auch dabei angeblich nichts produziert, was ver-wert-bar wäre ... aber die Gestaltung von Freizeit erfüllt in unserer Gesellschaft eine Funktion, denn sie gehört in den Teil deiner Lebenszeit, in der du dein EINZIGES Kapital (Arbeitskraft) reproduzierst.
Ich helfe dabei und verlange dafür nichtmal viel Geld ... und du möchtest mir gerade daraus einen Vorwurf basteln?

Tomislav2007 schrieb:
Was soll ich denn von jemandem denken der behauptet ganz doll Arbeit zu suchen aber Menschen die arbeiten als Roboter und Ihre Arbeit als Roboteralltag bezeichnet ?
Ist das der eigentliche knackpunkt? Habe ich dich damit persönlich angegriffen ... hast du schonmal am Fließband gestanden? Ich habe ... 8 Stunden am Tag 4 Wochen lang ... glaub mir DAS IST Roboteralltag gewesen. Und an genau diese Art von Arbeit dachte ich dabei.
Du warst damit nicht unbedingt gemeint (ich kenne deine Arbeitsbedingungen und deinen Alltag nicht gut genug, um ihn irgendwie bewerten zu können) ... wenn, dann hast du dir diesen Schuh selbst angezogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

DerOlf schrieb:
Du gehst davon aus, dass ich NUR Unterrichte ... hättest du etwas gründlicher gelesen, dann wüsstest du, dass dem nicht so ist.
Ich schlage mir z.B. ganze Tage um die Ohren, um auf einem Dorf-, oder Stadtteilfest für ein musikalisches Rahmenprogramm zu sorgen
Das ist auch nur eine kleine Gruppe von Menschen und nicht die Gesellschaft/Gemeinschaft.

DerOlf schrieb:
Ich helfe dabei und verlange dafür nichtmal viel Geld ... und du möchtest mir gerade daraus einen Vorwurf basteln?
Ich lebe im Kreis Neuss, das ist eine der beklopptesten Gegenden wenn es um Schützenfeste/Schützenvereine geht.
Wir haben hier sehr viele die dabei ehrenamtlich helfen, fast alle haben eine Vollzeitarbeit und machen das Ehrenamt nebenbei in Ihrer Freizeit.
Ich selber mache auch Musik, die mache ich auch nebenbei in meiner Freizeit.

Du machst nur Dinge die dir Spaß machen, auch wenn diese Dinge kein Geld einbringen, du erwartest von der Gemeinschaft/Gesellschaft das diese dir das finanziert, ohne zu fragen ob wir das überhaupt wollen.
Was hälst du davon mal Dinge zu machen die dir keinen Spaß machen aber Geld einbringen ? Wenn du genau so viel Zeit und Kraft in die Arbeitssuche investieren würdest wie in die Dinge die dir Spaß machen dann hättest du Arbeit.

DerOlf schrieb:
Ist das der eigentliche knackpunkt?
Nein, was der hauptsächliche Knackpunkt ist weißt du.

DerOlf schrieb:
Habe ich dich damit persönlich angegriffen
Du hast jeden der arbeiten geht angegriffen und ausgelacht.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du glaubst, dass es "nur Spass" macht, drei Stunden lang eine Basstrommel zu tragen (egal bei welchem Klima), dabei noch gut gelaunt auszusehen obwohl einem ALLES wehtut, oder als Vegetarier im Steakhouse auf der küchennahen Bühne lächelnd seichte Musik zu präsentieren, obwohl man bei dem Leichengeruch am liebsten kotzen gehen würde, dann hast du eine seltsame Definition von Spass. Wenn ich an sowas Spass hätte, würde ich mich nicht drüber aufregen, dass das so scheiße bezahlt wird.
Sich den ganzen Abend mit Besoffenen herumzuschlagen, die die Instrumente befingern wollen (oder die Musiker) ist auch ganz toll ... als Kind von Kneipenbesitzern weißt du das hoffentlich selber.
... oder machst du mir einen Vorwurf daraus, dass mir meine Arbeit ab und zu auch Freude bereitet? Darf "echte Arbeit" etwa keinen Spass machen? Mach dir keine sorgen, mehr als 75% meiner Arbeitszeit machen KEINEN Spass.

Ich beende dieses Theater jetzt ... es scheint deiner Meinung nach ohnehin neben der (nicht mal wirklich freiwilligen) Zahlung von Geld keine Möglichkeit eines gesellschaftlichen Beitrages zu geben.
Und damit hat sich meiner Meinung nach jede Diskussion über Gesellschaftsbeiträge erübrigt, denn "Beitrag" bedeutet für dch nichts anderes als "Betrag".
Und ja ... in einer Diskussion um Rente geht es um Geld, und ... weiter?

Tomislav2007 schrieb:
Du hast jeden der arbeiten geht angegriffen und ausgelacht
Wenn das bei dir so angekommen ist ... mein Beileid.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich zahle ziemlich viel in das Sozial-/Rentensystem der Gesellschaft/Gemeinschaft ein und helfe aktiv mit das System am Leben zu halten.
zahlst du freiwillig mehr in die systeme ein?
wenn nicht ist das erstmal auch keine besondere leistung sondern nur dem hohen verdienst geschuldet.
so gut wie jeder würde gern mehr verdienen und dauraus folgend zwangsweise mehr einzahlen, die beiträge steigen ja auch mit dem einkommen.
 
..auch keine besondere leistung..
Wenn ich mir das Gejammere der Niedrigverdiener hier im Thread so ansehe, inkl. Dir, dann scheint das doch schon eine besondere Leistung zu sein!

Bei den Einzahlungen der Niedrigverdiener ins System, bei dem nicht einmal deren Grundrente selbst verdient wird und deshalb mit staatlichen Zuschüssen auf die Altersgrundsicherung später aufgestockt werden muss, wäre mehr Eigenleistung/Eigenbeitrag schon wünschenswert.
Wer sich z. Bsp. mit schlecht bezahlten Arbeitsplätzen zufrieden (!) gibt, weil er z. Bsp. dort Lamborghini fahren kann, sollte auch mit den Ergebnissen im Alter (=Grundsicherung) leben können. Ich habe z. Bsp. hier noch nichts davon gelesen, dass Du Dich intensiv um einen anderen Arbeitsplatz mit mehr Verdienst oder intensiv um eine Lohnsteigerung in Deinem jetzigen Job bemüht hast.

Ohne Lohnsteigerung im Arbeitsleben keine Steigerung der Rentenansprüche!
Diesen Grundzusammenhang scheinen noch nicht alle verinnerlicht zu haben.
Egal welche zukünftige Partie an der Regierungsmacht sein wird, an diesem Grundzusammenhang wird sich in diesem deutschen staatlichen Rentensystem nichts ändern!
 
wer was leistet und sich auch ordentlich dafür gebildet hat soll auch gut verdienen keine frage.
was mir aber auch extrem gegen den strich geht ist das extreme lohngefälle in ein und dem selben job. in meinem bereich gibt es da unterschiede von über 200%, es kommt nur darauf an wo man beschäftigt ist und wieviel glück man mit dem arbeitgeber hatte, vitamin b gehört auch noch dazu.

das lambo fahren sehe ich nicht als anreiz oder belohnung, nein es ist eine EXTREME zusätzlich körperliche belastung die nicht extra vergütet wird.
versuch mal 8 std. am tag son wilden stier auf ausgefahrenen nassen rutschigen strassen im zaum zu halten, nein nicht einfach nur kein vollgas geben teils sind 15% gaspedal schon zu viel und die kiste kommt mit dem arsch.

in em job kann ich erstmal nicht mehr tun als mich woander zu bewerben, nur ist die auswahl an firmen die besser zahlen extrem gering, es gibt ganze 2 und 1 davon wird nie leute direkt einstellen, bei der anderen habe ich mich schon 4 mal erfolglos beworben.

klar weiterbilden sagt sich immer so leicht, ich wüsste nur nicht direkt zu was, da ich selbst wohl am besten weiss was ich kann und nicht kann fällt dank rechenschwäche jeder weitere weg in dem bereich komplett aus.
 
ThomasK_7 schrieb:
Bei den Einzahlungen der Niedrigverdiener ins System, bei dem nicht einmal deren Grundrente selbst verdient wird und deshalb mit staatlichen Zuschüssen auf die Altersgrundsicherung später aufgestockt werden muss, wäre mehr Eigenleistung/Eigenbeitrag schon wünschenswert.

Da sollte man sich mal fragen, warum jemand überhaupt für so wenig Geld arbeiten darf...
Die untere Einkommensgrenze ist, wie du über Umwege feststellst offensichtlich zu niedrig.
 
@ThomasK_7:
Selbstverständlich sollte man sich um einen besseren Job bemühen (besserer Lohn, bessere Arbeitszeiten, kürzere Anfahrt, oder einfach bessere Zusatzsleistungen oder Boni).
Allerdings machst du die Rechnung hier ohne die Arbeitgebergemeinschaft, denn die versucht grundsätzlich nicht mehr zu zahlen, als für Qualifikation XY marktüblich ist.
Und was machst du, wenn in deiner branche nur wenige unternehmen mehr als Mindestlohn zahlen ... logisch wäre es wohl, die Branche zu wechseln. Quereinsteiger werden allerdings in DE sehr ungern eingestellt, also dürfte die suche etwas dauern. Auch das Alter spielt dabei eine Rolle ... Ältere suchen auch einfach mal etwas länger.
Ich denke, du bist dir im klaren darüber, dass es gut und schlecht bezahlte Jobs gibt, dass das nicht unbedingt mit den Individuen zu tun hat, die diese Jobs machen, dass dabei aber gleichzeitig NOTWENDIGE Arbeiten erledigt werden.
Nicht jeder, der im Krankenhaus arbeitet, kann entlohnt werden wie Stationsleiter oder Chefärzte (wäre dem so, könnten sich in dieser Gesellschaft nur noch sehr wenige einen Krankenhausaufenthalt leisten). Und Arbeitskräfte in der Produktion die genauso viel verdienen wie die Vorstandsmitglieder?
Wenn wir alle und in jedem Job super verdienen könnten, dann wäre ein gut bezahlter Job tatsächlich keine Leistung mehr ... vielleicht hast du es auch schon bemerkt, unsere Gesellschaft funktioniert nur deswegen, WEIL wir nicht alle Topverdiener sind.
Du bewertest ein gutes Gehalt (oder den Job mit selbigem) nur deswegen so hoch, weil diese Jobs relativ selten gesäht sind ... NUR deswegen sind sie so wertvoll.
hallo7 schrieb:
Da sollte man sich mal fragen, warum jemand überhaupt für so wenig Geld arbeiten darf...
Die untere Einkommensgrenze ist, wie du über Umwege feststellst offensichtlich zu niedrig.
Ich könnte mir vorstellen, dass er genau diese Aussage für einen unzulässigen Schluss hält ... die hängen sich alle nur nicht genug rein.
Allerdings gebe ich dir in diesem Punkt recht ... ich gehe sogar noch weiter, und behaupte, dass das untere Ende zu tief hängt, WEIL das obere Ende zu hoch hängt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei man das nicht generell sagen kann. Ich kenne selbst auch kleine Unternehmen die zahlen ihren Mitarbeitern eben was sie zahlen können und da hat der Chef auch nichts großartiges. Grundsätzlich ist das Lohnniveau allerdings zu gering, aus verschiedensten Gründen.
 
Was soll ich denn von jemandem denken der behauptet ganz doll Arbeit zu suchen aber Menschen die arbeiten als Roboter und Ihre Arbeit als Roboteralltag bezeichnet ?

er hat doch recht? diese roboter tätigkeiten gibt es in fast jeder firma mit produktion. das sind meistens die zeitarbeiter jobs.
und vor dem mindestlohn war es möglich das ein facharbeiter für 6,50€(netto) die stunde, solche roboter tätigkeiten zu verichten hat.
da ist nicht viel mit rente. selbst der mindestlohn ist zuwenig um eine vernünftige rente für ein leben arbeit zu erhalten. das ist das größte versäumnis mehrerer generationen fehlgeleiteter lobby-politik.

Ein Problem, das in Zahlen ausgedrückt bereits 408 Milliarden Euro schwer ist. Fast eine halbe Billion Euro, so hoch waren laut Bundesfinanzministerium 2014 die Rückstellungen, die der Bund bildete, um künftig die Beamtenpensionen noch bezahlen zu können. Jahrzehntelang hat er hohe Pensionszusagen gegeben, "aber zunächst lange keine Rücklagenbildung" betrieben, stellt eine Studie fest, die Professor Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag des Bundes der Steuerzahler erstellt hat. Seine Berechnungen sagen: Bis zum Jahr 2050 wird der Staat 1,3 bis 1,4 Billionen Euro für Pensionen berappen müssen.
quelle: www.zeit.de

finde ich interessant das der normale angestelle nur 48% von seinem einkommen als rente bekommt, während der beamte 71% seiner bruttoeinahmen als pension bekommt.

Du hast jeden der arbeiten geht angegriffen und ausgelacht.

empfinde ich nicht so. mich reizt deine aussage mehr da du untersellst das es nicht so wäre.
 
Auch wenn es hier in dem Thread natürlich um die Rente geht, würde ich gerne nochmal auf meinen alten Beitrag (#161) verweisen.
https://www.computerbase.de/forum/threads/rentendiskussion.1629714/page-9#post-19565572


Ich kann es also durchaus verstehen, wenn man aus verschiedenen Gründen eben nicht einen gut bezahlten Job nachgeht, nur um eine gute Rente zu erwirtschaften.
Der größte Teil des Lebens besteht nunmal aus der Arbeit und trotz steigender Lebenserwartung, stellt der Rentenbezug hier nur einen kleinen Teil dar.
Für die paar Jahre soll man/ich sich hier durch etwas durchquälen, am besten irgendein MINT-Fach oder?, nur damit die Rente gut wird?
Also ich kann alle verstehen, die eher freischaffend sind, aber vielleicht wenig verdienen oder mit wenig Geld auskommen. Selbst ich werde wohl bald ein Studium (neben den Beruf oder Ganztags ist noch nicht klar) anfangen - und zwar nicht in meiner aktuellen Branche, obwohl hier ganz gutes Geld verdient werden kann.
 
culo schrieb:
finde ich interessant das der normale angestelle nur 48% von seinem einkommen als rente bekommt, während der beamte 71% seiner bruttoeinahmen als pension bekommt.
Wenn du ein Brechmittel suchst, dann informiere dich mal über unserer lieben Politiker:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitglied_des_Deutschen_Bundestages
Wenn das mal kein attraktiver Job ist ... und das beste daran: Über "Lohnerhöhungen" entscheiden sie selbst ... im gleichen Atemzug wie über eine weitere "Nullrunde" bei der normalen Rente oder über wirklich lustige neue Schikanen für H4-Empfänger und deren Vermieter (z.b. Doppelbestätigungen für bereits vorliegende und rechtskräftig unterschriebene Dokumente ... da fühlt man sich nicht nur als Hartzer verarscht, meinem Vermieter fehlt da auch jegliches Verständnis).
Und als Bonbon sichert einem die Lobby-Arbeit auch noch gute Zusatzeinkünfte und eine wahrlich rosige Zukunft in der Wirtschaft ... nur sein Gewissen lässt man als Politiker wohl besser zuhause ...

@Beitrag unter diesem:
damn80 schrieb:
dass ne krankenschwester kein arztgehalt bekommt steht wohl ausser frage aber diese diskrepanz für gleiche beschäftigung ist einfach unmöglich.
Das meinte ich auch nicht, aber wenn ich Tomi folge, ist sie selbst Schuld ... sie hat sich anzustrengen und Arzt zu werden ... aber wer macht dann die Arbeit der Krankenschwester ... eben, irgendein anderes Blödchen, bei dem es für den Dr. nicht gereicht hat.
Die Hauptschule wird gerade abgeschafft, und was bedeutet das? Genau, die Realschüler werden die neuen "Hauptschüler" sein ... dann die Gesamtschüler ... und am Ende die, die ihr Studium "nur" mit "gut" abgeschlossen haben (als Pädagoge habe ich dafür einen Fachbegriff: "Entwertung von Bildung" ).
Unsere Sozialstruktur ist auf ein "oben" und ein "unten" angewiesen ... und das hat Folgen, die sich z.B. bei den Gehaltsunterschieden zeigen ... mit Unterschieden in Bildung, Anstrengung oder der geforderten Leistung sind die nämlich nicht zufriedenstellend zu erklären (aber genau das scheinen hier einige zu denken).
 
Zuletzt bearbeitet:
er hat doch recht? diese roboter tätigkeiten gibt es in fast jeder firma mit produktion. das sind meistens die zeitarbeiter jobs.
und eben da gibt es auch sehr krasse unterschiede.
nehmen wir mal als beispiel hans und franz

hans hat nen hauptschulabschluss, hatte das riesenglück ne lehrstelle bei nem grossen automobilhersteller zu bekommen und durfte nach der lehre so eine "robotorstelle am band besetzen", nur bekommt er dort weil er direkt bei dem hersteller angestellt ist eben 30€ std. + satte schichtzulagen + betriebsrente und und und.

franz hat abi gemacht aber wegen diverser umstände ne lehre in nem handwerksbetrieb gemacht, welcher ihn leider danach nicht übernehmen konnte. zum "glück" darf er über einen dienstleister bei dem laden wo hans ist arbeiten, nur blöderweise bekommt er dort nur 12,50 std. + geringere gesetztl. schichtzulagen.

beide machen das selbe nur wer ist jetzt der depp!?

du machst die gleiche arbeit wie andere (die zeitarbeiter buckeln meist viel mehr) und bekommst nur nen bruchteil von dem was der andere für die selbe arbeit bekommt, nur das hier noch diverse hände mitverdienen. TOLL , für die firmen.

das ne krankenschwester kein arztgehalt bekommt steht wohl ausser frage aber diese diskrepanz für gleiche beschäftigung ist einfach unmöglich.
 
hahaha ja sicher jemand mit Hauptschulssabschluss und null foortbiuldung erhält nach ausbildung 30 die STunde plus schicht und Betriebsrente für ne Bandstelle. XD

In welcher Welt lebst du?
 
Es gibt aber durchaus Szenarien, in denen das möglich wird ... z.B. haben wir keine Informationen zum Dienstalter der beiden, vielleicht ist franz erst seit 5 Jahren mit dem Abi fertig, und hans hat nurnoch 5 Jahre bis zur Rente, und arbeitet seit 35 Jahren in der gleichen Firma (auf einen uralten Arbeitsvertrag, der ihn faktisch unkündbar macht).
Und wenn die Differenz nur 5 Euro beträgt, dann ist das bei gleichem Stellenprofil, gleicher Stundenzahl und gleicher Arbeitsleistung trotzdem nur dann logisch herleitbar, wenn man bedenkt, dass von der Arbeit des einen noch die Verwaltung der Zeitarbeitsfirma mitfinanziert wird ... wäre das ganze ein biologisches Szenario, dann würde man wohl von eher parasitären Existenzen sprechen, als von "Personaldienstleistern".

Meiner Meinung nach sollten Zeit- und Leiharbeit ins StGB aufgenommen werden. Die Beschäftigung von Zeit- und Leiharbeitern sollte genau wie die Schaffung ähnlicher Systeme unter Strafe gestellt werden. Aber da spielt die Wirtschaft einfach nicht mit ... dafür ist dieses System von Personaldienstleistung und Scheinselbstständigkeit viel zu profitabel.
Leider kommen dabei dann auch Aufstocker mit Vollzeit-Arbeitsvertrag heraus. es wird also Geld umverteilt ... und zwar aus den Sozialsystemen in die Unternehmensbilanzen.
Gefickt eigeschädelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
^^
naja gehen wir mal davon aus die sind beide gleichalt, macht ja kein sinn n anfänger mit nem fast-rentner zu vergleichen.


gab es nicht vor einiger zeit ne reglung das die zeitarbeiter das gleiche verdienen müssen, per gesetz!?
naja falls das durch gegangen ist hat sich sicher wieder ne andere möglichkeit gefunden das zu umgehen.
die eine krähe hackt der anderen ja kein auge aus. ;)


hahaha ja sicher jemand mit Hauptschulssabschluss und null foortbiuldung erhält nach ausbildung 30 die STunde plus schicht und Betriebsrente für ne Bandstelle. XD

In welcher Welt lebst du?
ich lebe in wolfsburg, na weisste jetzt bescheid!
und bevor es anfing hier alles den bach runter zu gehen ich sag mal um 2000 war das so. auf die absolutenz ahlen will ich mich aber nicht festlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dem so ist kannst du sicher quellen liefer. ich glaube nicht, dass ein HAuptschulabsolvent mit Ausbildung auf 4800 Brutto, mit Schicht alos bei fast 6000 Brutto kommt und dann noch BEtriebsrente erhält.

72000 Brutto im Jahr mit Betriebsrente. Ist klar...
Ganz ehrlich? WENN es das so gegeben haben sollte, dann bin ich froh, dass es das nicht mehr gibt...

und so jemand wie du redet von Lohngefälle und wie unfair das sei... :rolleyes:
 

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