@Hotzenplotz
Ich denke, du hast aus "relevant" zu viel geschlussfolgert, dass alle Geburten außerhalb dieser Altersspanne nicht mit erfasst würden, was sie aber wohl werden (15-49 Jahre).
@MasterXTC
Ich zitiere mal von ihm aus einem
Artikel der SZ:
SZ schrieb:
Selbst wenn die Produktivitätssteigerung je Arbeitnehmer jährlich nur ein Prozent beträgt, könnte jeder Beschäftigte im Jahre 2060 dreißig Prozent Rentenbeitrag zahlen und gleichzeitig noch sein verbleibendes Einkommen um über vierzig Prozent steigern, nach Abzug der Preissteigerung. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die erhöhte Produktivität auch ausgezahlt wird, die Verteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich nicht zugunsten der Arbeitgeber ändert. Auch bei der Finanzierung der Renten ist das Hauptproblem also nicht die demographische Entwicklung. Die Umverteilung zugunsten der Unternehmer wirkt viel stärker.
Ja klar, wenn man das deutsche Lohnmodell ändert, dann kann der deutsche Arbeitnehmer auch problemlos 30% Rentenbeitrag zahlen.
Kommen Dir die 30% Rentenversicherungsbeitrag bekannt vor, ich schrieb sie bereits weiter oben als Prognose !
Auch Gerd Bosbach ist ein beachtenswerter Fachmann, der rechnen kann.
Ich finde auch, seine Meinung, wie die anderer Gleichdenkender, wird bei uns nicht unterdrückt.
In wie weit seine Forderung nach deutlich höheren Löhnen für Deutschland in der Praxis im Rahmen der Globalisierung und europäischen Harmonisierung realistisch erscheint, daran scheiden sich wohl unsere Erwartungen. Du sagst, alles kein Problem, alles per Gesetz mit einer links beherrschten Regierung machbar. Ich sage, es wird keine links beherrschte Regierung in Deutschland kommen und falls doch, dann werden ihre Lohngesetze zukünftig ins Leere laufen, weil die produzierenden Betriebe noch viel stärker ins Ausland verlagern werden.
Ich glaube auch, dass die von Dir kritisierten anderen Sachverständigen (Raffelhüschen usw.) sagen, das Rentenniveau muss gesenkt werden,
wenn keine Systemänderung statt findet. Du unterstellst Ihnen aber, dass sie alleinig auf Rentenniveauabsenkung aus wären. Dabei betonen sie oft, das Änderungen am System möglich sind, aber politisch offenbar (außer Linke) nicht gewillt sind. Sie sprechen nur die Wahrheit aus.
Artikel der SZ schrieb:
Die Beobachtungen zur alternden Gesellschaft waren in der Tat auch schon damals korrekt. Im vergangenen Jahrhundert stieg die Lebenserwartung um mehr als 30 Jahre. Der Jugendanteil reduzierte sich von 44 auf 21 Prozent. War 1900 noch fast jeder Zweite unter 20 Jahre alt, war es 2000 nur noch jeder Fünfte; der Anteil der über 65-Jährigen verdreifachte sich in der gleichen Zeit. Die Zahlen klingen katastrophal - doch die Katastrophe ist ausgeblieben
Es gab wenig Globalisierung, keine europäische Einheitswährung, die Reallöhne stiegen und das Wirtschaftswachstum war deutlich höher. Ich finde, die allgemeinen Rahmenbedingungen haben sich im neuen Jahrhundert erheblich geändert und müssen zwingend Berücksichtigung finden.
Keine Frage, unser Rentensystem kann mit einer Systemumstellung ordentlich die nächsten 100 Jahre überstehen.
Politik
agiert aber selten,
zumeist reagiert sie nur auf finanziell notwendige Anforderungen. Das ist aber nicht nur in Deutschland so. Erst wenn das Geld in der Rentenkasse wirklich knapp wird, bequemten sich die Politiker, sich der Problematik anzunehmen. Bis dahin werden immer wieder freigiebig Wahlgeschenke verteilt (Rente mit 63 z. Bsp.). Darin wird sich auch in Zukunft wohl nichts ändern. Wer anderes erwartet, ist meiner Meinung nach etwas lebensfremd.
Warum man als Durchschnittsverdiener ab der letzten Rentenreform privat vorsorgen
muss, ist deshalb so, weil ansonsten der persönliche Rentenbeitrag in der GRV um exakt die 4% Privatvorsorgeempfehlung gestiegen wäre. Alle die sich das bis heute aus was für Gründen auch immer erspart haben, denen fehlen schon einmal für rd. 16 Jahre 10% Rentenbeitragszahlungen (4% im Verhältnis zu rd. 19% GRV-AN-Beitrag bei gedeckeltem AG-Beitrag), was sich später bei der eigenen Altersrente bemerkbar machen wird.