Leserartikel RetroDesk ein GUI für den IBM XT

RetroDesk 1.0:
Es gibt zig einzelne Programme, die einem das Leben mit einem Retro PC leichter machen, die den PC mit in die Moderne heben. Keines der Programme war für mich bisher so richtig befriedigend. Entweder war es eines das einen Dateimanger bringt, der immerhin die Shell unnötig macht. Der konnte aber keine Schnellstart Funktion für Programme bieten. Dafür gab es was anderes. Dann ein extra Programm für FTP oder IRC usw.

RetroDesk läuft ab DOS 5 mit einem 8088 / 8086 mit 4,7 MHz. (Mindestens DOS 3.3 und 256 kB RAM)

alle Features

Allgemein

  • GEM-artiger Maus-Desktop für PC XT (8088, 640 KB, DOS 5)
  • CGA (640x200 mono) und VGA (640x480 mono), gemeinsamer 1-Bit-Renderer
  • Startparameter /CGA, /VGA, /SPK, /NOSND
  • Programmstart über die BAT-Schleife (RETRO.BAT), dadurch haben Programme die vollen 640 KB
  • Desktop-Zustand wird gesichert und danach wiederhergestellt (RDESK.STA: Ordner, Fenster, Scrollposition, Maus, Sound)
  • Komplett mit Tastatur bedienbar (F10, Alt+D/P/N, Pfeile, Tab, Enter, Esc)
  • Uhr in der Menüleiste
  • Startmeldung mit Version und Copyright, die Info zeigt Version, 8087 und IP/Gateway
  • Fehlende Diskette ergibt eine Meldung statt „Abbrechen, Wiederholen, Ignorieren“
  • Hinweisfenster statt DOS-Bildschirm beim Wechsel zu RDEDIT/RDNET und beim Laden von Treiber/DHCP
  • Sparsames Zeichnen: Listen scrollen per Speicherkopie, Dialoge stellen den Hintergrund wieder her
  • Fonts: VGA nimmt den 8x16-Font der Karte, CGA den 8x8-ROM-Font. Umlaute kommen bei CGA aus GRAFTABL, sonst aus dem eingebauten Font.
Menüs
  • Desk: Info, Uhr, Notizblock, Rechner, Optionen, Netzwerk, Beenden
  • Datei: Dateimanager, 2. Fenster, Editor, Kopieren, Verschieben, Umbenennen, Neuer Ordner, Löschen
  • Programme: eigene Programmliste aus RDESK.INI (bis 12 Einträge)
  • Netzwerk: FTP, IRC, Netz starten
  • Menütitel anklicken öffnet das Menü und es bleibt offen. Gedrückt halten und loslassen geht auch.
Optionen (Desk > Optionen)
  • Systemklänge an/aus
  • Autostart nach dem Booten: trägt sich in die AUTOEXEC.BAT ein, mit Sicherung als AUTOEXEC.RDA
  • Häkchen in Dialogen per Klick oder Leertaste
Dateimanager
  • Laufwerksknöpfe, sortierte Liste (Ordner zuerst, mit Größe), Statuszeile mit freiem Platz
  • Zwei Dateifenster, Tab wechselt
  • Kopieren (F5), Verschieben (F6), Umbenennen (Shift+F6), Neuer Ordner (F7), Löschen (F8/Entf), Ordner jeweils mit Inhalt
  • Mehrfachauswahl mit Leertaste, Einfg oder Shift+Klick
  • Ziehen und Ablegen: gleiches Laufwerk verschiebt, anderes kopiert, Strg/Shift erzwingt Kopieren bzw. Verschieben
  • Rückfrage vor dem Überschreiben, Datum und Uhrzeit bleiben erhalten
  • Esc bricht ab, halb kopierte Dateien werden gelöscht
  • Rechtsklick-Kontextmenü (Shift+F10): Öffnen, Im Editor, Kopieren, Verschieben, Umbenennen, Löschen, In Programme anheften/lösen
  • Doppelklick öffnet Ordner, startet EXE/COM/BAT und öffnet Textdateien
  • Buchstabe springt zum nächsten passenden Eintrag, F2 wechselt das Laufwerk
Zubehör
  • Uhr: große Digitalanzeige mit Datum, Zeit und Datum stellbar (wichtig beim XT ohne Echtzeituhr)
  • Notizblock: 80 Zeilen x 60 Zeichen, Speichern mit Strg+S, Rückfrage beim Schließen
  • Rechner: Grundrechenarten, Wurzel, Prozent, Vorzeichen, nutzt den 8087 falls vorhanden (sonst Emulator)
Sound
  • AdLib-Erkennung, Systemklänge über AdLib oder PC-Speaker
RDEDIT (Editor, eigene EXE)
  • Bis 8000 Zeilen mit je 250 Zeichen, Dateien bis mehrere 100 KB
  • Markieren mit Shift, Maus oder Shift+Klick, Ausschneiden/Kopieren/Einfügen
  • Suchen, Weitersuchen, Alle ersetzen, Gehe zu Zeile
  • Öffnen-Dialog mit Laufwerken, Einfüge-/Überschreibmodus, automatische Einrückung
  • Sicheres Speichern über eine Temp-Datei
  • Sicherung von AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS als .BAK vor dem ersten Speichern
  • Zu große Dateien werden nur lesend geöffnet
Netzwerk (eigener TCP/IP-Stack, ohne mTCP)
  • ARP, IP, ICMP-Echo, TCP und DHCP direkt auf dem Crynwr-Packet-Treiber
  • Treiber wahlweise beim DOS-Start (NETBOOT.BAT) oder erst bei Bedarf, beim Schließen von FTP/IRC wird er wieder entladen
  • RDDHCP.EXE: Adresse ohne Oberfläche holen (z. B. für Netzwerkspiele), /TEST prüft danach die Verbindung zum FTP-Server
  • Letzte IP in RDIP.CFG, sie gilt weiter, wenn kein DHCP-Server antwortet
  • Upload mit Schiebefenster bis 4 KB, MSS und TXWIN einstellbar, Protokoll mit NETLOG=1
  • Netzwerkprogramme in RDESK.INI (* vor dem Pfad) bekommen den Treiber automatisch
RDNET (Netzwerk-Einstellungen)
  • Karten: NE1000, NE2000, 3C501, 3C503, 3C509, WD8003/SMC, NI5210 oder eigener Treiber
  • Einstellbar sind Treiberdatei, Paket-INT, IRQ, I/O und Speicher. Ein schon geladener Treiber wird erkannt.
  • DHCP oder feste IP (IP, Maske, Gateway, DNS), Hostname
  • FTP-Server, Port, Benutzer, Passwort (als Sternchen angezeigt)
  • IRC-Server, Port, Nick, Kanal
  • Testknopf mit Protokoll (NETTEST.LOG)
FTP (RDFTP.OVL)
  • Server als zweites Dateifenster (FTP:\)
  • Kopieren in beide Richtungen, auch mit Ordnern, außerdem Verschieben, Löschen, Umbenennen, Neuer Ordner und Ziehen
  • Rechtsklick-Menü, lange Dateinamen in der Liste, Größen in K/M
  • Geschwindigkeit in KB/s in der Statuszeile
  • Esc bricht ab, halbe Uploads werden auf dem Server gelöscht
IRC (RDIRC.OVL)
  • Für einen Bouncer oder BitlBee auf dem NAS (Discord und andere Messenger)
  • Befehle /join, /part, /msg, /me, /nick, /chan, /quit, /hilfe, andere gehen roh an den Server
  • Verlauf mit 128 Zeilen zum Blättern
  • Umlaute werden zwischen UTF-8 und CP437 umgewandelt
  • Ist der Nick vergeben, wird ein _ angehängt
Sound und kommentarloses Video zu den Features und Performance auf realer 4,7MHz Maschine:


Was noch kommen soll:
Zeit über NPT ziehen
Englische Version
DOS Shell im GUI


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Die eigentliche Frage ist doch eigentlich: Can it run Crysis? :D
 
dermoritz schrieb:
gibts den quellcode auch irgendwo oder ist der (noch) geheim :-P
Zum einen muss ich mich mal mit dem Lizenzthema beschäftigen damit ich entscheiden kann wie ich den Code veröffentliche, aber bisher ist der Code nur ausgewählten Zugänglich.

@Ultra_Force wohl eher: Can it run Doom ;)

Nein, das wird mit 4,7 MHz und 256kB bis 640kB nichts. Ist ja auch kein OS, ist „nur“ ein GUI.
 
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