Richtig und vollständig testen. (Trotz Fehler und 64GB RAM nicht auf QVL)

ultimatte

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Einen schönen guten Tag,

Ich habe gerade mein neues System zusammengebaut (3930k, Asus P9X79 Pro, 64GB RAM) und Windows 7 Pro 64 aufgesetzt.

Da es leider keine Alternativen gab (wegen der Heatspreader), habe ich RAM, bestehend aus 4 16GB Kits (also nicht für 64GB garantiert) verbaut, der nicht auf der QVL steht (das steht fast nix...).
Mein großes Interesse ist jetzt natürlich, herauszufinden, ob der stabil läuft.

Ich habe gerade Memtest 4.0 Pro unter Win am laufen. Er ist noch nicht ganz durch, aber fast, und es gibt insgesamt zweimal den Fehler:
memory error found copying between .... (hier stehen dann zwei Adressen) ... difference =8

Freundlich möchte ich euch hier um Hilfe und Rat bitten:

- Wie habe ich den Fehler einzuschätzen? Ist ein Modul hinüber?
- Welches Programm nutze ich am besten zum testen? Goldmemory, Memtest, Memtest86+?
- Wie kann ich zu 100% zuverlässig testen, ob der Speicher stabil läuft, obwohl er z.B. nicht auf der QVL steht und aus einzelnen Kits besteht?
- Kann ich diesen Test auch durchführen, wenn ein Riegel defekt ist? Also könnte ich Fehler, die aufgrund von QVL und Kit entstehen, von Fehlern am Riegel unterscheiden?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!!!
Daniel
 
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dedavid95

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hast du mal geschaut ob die ramspannung im bios auf der herstellerangabe steht?

sind alles die gleiche rammodule?

evtl. könntest du einfach erstmal mit 4 modulen testen und noch mal memtest86+ durchlaufen lassen...
 

HisN

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Teste die Module einzeln, dann weißte ob eins defekt ist.
Teste nicht unter Windows (wie soll ein Programm den Speicher testen wenn es gar nicht an den Speicher rankommt, weil er virtualisiert ist, und noch mehrere GB davon mit Windows belegt sind).

Alternativ empfehle ich Dir die Forums-Suche (DRINGEND), häng Dich nicht an Deinem Board/Speicher auf. Es gibt genug User die schon gefragt haben wie man den Speicher am besten testet.
Ein Test läuft immer gleich ab, egal welche HW vorhanden ist.
 
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Hc-Yami

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Dementsprechend lad' dir MemTest86+ auf einen USB Stick oder lade dir Ubuntu auf einen USB Stick und teste jeden einzelnen Riegel damit.
 

chriss_msi

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> - Wie habe ich den Fehler einzuschätzen? Ist ein Modul hinüber?
- Welches Programm nutze ich am besten zum testen? Goldmemory, Memtest, Memtest86+?
- Wie kann ich zu 100% zuverlässig testen, ob der Speicher stabil läuft, obwohl er z.B. nicht auf der QVL steht und aus einzelnen Kits besteht?
- Kann ich diesen Test auch durchführen, wenn ein Riegel defekt ist? Also könnte ich Fehler, die aufgrund von QVL und Kit entstehen, von Fehlern am Riegel unterscheiden?


1) Gar nicht einschätzen, Memtest darf nicht unter Windows ausgeführt werden, da ist der Ram in Benutzung
2) Memtest 86+
3) Gar nicht. Ob der Ram stabil läuft, oder nicht, merkst du nur daran, ob dein System stabil läuft, oder eben mit BSODs abschmiert
4) Riegel einzeln testen.

Also nochmal: Mit Memtest wird nur auf Databit-Errors geprüft, ob Lese- und Schreibvorgänge korrekt ablaufen. Kompatibilität zwischen Ram und Mainboard kannst du nicht prüfen, sondern nur feststellen.
 

ultimatte

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Hallo!
Und schon mal vielen Dank für die Hilfe!

Die Suche habe ich benutzt, aber da mein Problem (von wegen 64GB etc.) recht speziell ist...

Spannung etc. stehen alle auf 'auto'.

Es sind alle die gleichen Module.

Ich kann nicht testen, ob der RAM stabil läuft?!
Das überrascht mich jetzt...
Was sind das denn dann für Fehler, die durch Inkompatibilität entstehen und einen Absturz verursachen, dass ich auf die nicht testen kann?
 

Qarrr³

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Es ist vollkommen egal, obs 64GB oder nur 4GB sind. Testen tust dus immer gleich. Jedes Modul einzeln, nicht in Windows. Wenn keine Fehler, dann alle zusammen, nicht in Windows, wenn dann Fehler, dann inkompatibel mit Board oder miteinander. (Bios Update vorher nicht vergessen)
 

Bueller

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Mit einer Software ist es nicht hinreichend möglich, Speicher zu testen. Ganz einfach aus dem Grund, weil zu viele weitere Komponenten mit dran hängen und das Ergebnis verfälschen. Speicher kann man sicher nur dann testen, wenn man ihn in speziellen Hardwaremodulen separat betreibt.

Dazu kommt, dass Memtest eines der unsinnigsten Programme überhaupt ist. Ich habe schon Speicher gesehen, der unter Memtest laufend Fehler zeigte, aber klaglos jahrelang funktionierte und umgekehrt. Da kann man auch raten.
 

wupi

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Ich hatte das auch schon anders herum, der Speicher war defekt und Memtest hat nichts gefunden.
Von daher sollte man sich nicht zu sehr auf die Software verlassen.
 

ultimatte

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Okay,
Ich werde dann heute Abend Memtest86+ laufen lassen.

Aber könnt ihr mir trotzdem noch einen Tipp geben, wie ich am besten ausprobiere, ob Mainboard und Speicher nun so kompatibel und stabil sind oder nicht?
Ich hab ja noch das Rückgaberecht und würde gerne, falls es möglich ist, bis das abgelaufen ist, alle Eventualitäten ausprobiert haben.

Danke!
 

ultimatte

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Das tue ich. :)
Nur hab ich selbst nicht alle Tage 64GB RAM ausgelastet... ;)
Ich dachte vielleicht gibt es noch was anderes.
 

Bueller

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Du hast keine Möglichkeit, das zu testen. Außer es eben: zu testen.

Die Kombination Board+Speicher+Windows kann dir völlig andere Ergebnisse liefern als Board+Speicher+Memtest. Schon eine andere Einstellung im Bios kann ein Problem lösen oder es erst verursachen. Es gibt Kombis, die laufen unter Linux stabil, nicht aber unter Windows.

Deshalb ist Memtest auch so unsinnig. Man weiß nicht, was es testet, wie es das macht und ob das hinterher überhaupt relevant ist. Genau aus diesen Gründen kauft man auch bei solchen Ausstattungen zertifizierten Speicher.
 

HisN

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ultimatte

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:)
Okay ich habs jetzt auch endlich geschluckt.

Eine Frage hätte ich diesbezüglich noch und entschuldigt bitte einen Anfänger:
Wie testen das dann die Hersteller der Speicher? :confused_alt:
 

HisN

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Wir hatten im Laden einen RAM-Tester.
Modul rein, Knopf drücken, auf das Ergebnis warten.
Allerdings waren wir keine Hersteller sondern nur Vertrieb :-)

Da heute praktisch kein RAM-Hersteller seine Chips selbst baut (bis auf Samsung z.b.) kann ich mir da zwei Stufen vorstellen.
Test beim Chip-Hersteller, Test beim RAM-Riegel-Bauer.

WIE die es aber genau machen ... hab ich leider keine Antwort.
 
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Bueller

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Man muss trennen zwischen Funktionsfähigkeit und Kompatibilität. Ein Hersteller kann nichts weiter tun, als ein Speichermodul in sein Mainboardbios einzupflegen, damit genau dieses Modul mit bestimmten Timings und Werten angesprochen wird. Defekte Module erkennt auch ein Hersteller so schnell nicht. Dazu gibt es Hardwarespeichertester, die aber auch nichts anderes machen, als in einer definierten Umgebung den Speicher vollzuschreiben. Immerhin geschieht das dabei, anders als bei Memtest, nach definierten Kriterien.

Bei nicht zertifizierten Modulen garantiert dir der Hersteller keine Funktion. Da liefert das Modul xy vielleicht Werte, die das Mainboard anders interpretiert oder aufgrund seiner Programmierung zu scharf einstellt. Das kann wieder zu Abstürzen oder sonst etwas führen. Dieser Prozess kann sehr langwierig und teuer sein und hängt davon ab, wie standardgemäß Hersteller von Speicher und Mainboard arbeiten. Deshalb ist zertifizierter Speicher auch so teuer und in Mainboardlisten so wenige zu finden. Denn jedes Modul, was der Mainboardhersteller zertifizieren möchte, kostet ihn Geld.

Große Hersteller wie Kingston leisten sich den Aufwand, ihren Speicher für bestimmte Systeme zu optimieren. So gibt es "Kingston für HP"-Speicher, der dann auch garantiert läuft, aber eben etwas teurer ist. Je mehr Module im System stecken und je größer der Speicher, desto wichtiger wird das. Bei deiner Speichermenge würde ich es ehrlicherweise als Glückssache bezeichnen, wenn es aus dem Stand läuft.

Edit:
Stell dir die Zertifizierung so vor. Du hast bestimmt schon mal eine vCard-Datei exportiert und woanders eingelesen. Für jeden Wert, der übergeben wird, muss Kompatibilität herrschen. Sonst landet Telefonnummer 1 hinterher als Faxnummer im Programm. Ähnlich ist das auch bei Speicher. Der Hersteller des Speichers hält sich an Standards, etwa die der JEDEC und das möglichst genau. Der Hersteller des Mainboards macht das ebenso. Man sollte meinen, dass das selbstverständlich ist, aber je genauer die Speicher bestimmte Grenzwerte einhalten, desto teurer sind sie. Denn der Ausschuß, den man damit erzeugt, läuft wahrscheinlich in 90% aller Mainboards auch. Da herrschen gewisse Toleranzgrenzen. Je weiter man aber in die Grenzbereiche der Toleranz gerät, desto sensibler reagieren Mainboard und Speicher auf Abweichungen vom Standard. Werden diese dann überschritten, kann das zu Abstürzen führen. Kann, muss aber nicht. Viele User schreiben dann, wie toll ihr Speicher sei, weil er funktioniere. Aussagen tut das aber nichts, denn schon bei einer anderen Biosversion sieht es möglicherweise anders aus.
 
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ultimatte

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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung!

Aber ich würde gerne noch einmal fragen:
Wie testen denn die Hersteller auf Funktion, bzw. ob sie zertifizieren?
Die werde sich ja nicht hinsetzen und eine Woche lang ein Spiel spiele oder Premiere benutzen?!
Ergänzung ()

Guten Abend!

Memtest86 läuft gerade.
Im Normalbetrieb gab es bisher keine Probleme.
Hab schon After Effects und Photoshop beansprucht, wobei immer der ganze RAM genutzt wurde.

Ich hab mal im BIOS geschaut und, obwohl da alles auf 'auto' steht und ich achtmal die gleichen RAM-Riegel nutze, sind etwas andere Latency Timings für die Kanäle eingestellt.
Also einmal 37 anstatt sonst 35. Oder auch verschiedene wie 3, 4, 5.
Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob das so seine Richtigkeit hat?
Oder soll ich alles per Hand auf die gleichen Werte setzen?

Vielen Dank im Voraus!
Ergänzung ()

Hallo!

Memtest86+ läuft jetzt zum zweiten Mal durch.
Es zeigt mir insgesamt 3 Fehler an.
Beim zweiten Durchlauf, wenn ich das richtig verstehe bis jetzt einen (bei 90%): 8 Error-Bits.

Ich werde die Module einzeln testen,
wollte euch aber vorher fragen, ob es sinnvoll ist, vorher Volt und Latency Timings manuell einzustellen, bzw. anzupassen?
Wie oben geschrieben steht alles auf 'auto', was aber dazu führt, dass ich unterschiedliche Werte habe.
Ist das so korrekt oder ein Fehler, da ich ja achtmal die selben Riegel habe...

Danke für eure Hilfe!
 
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