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NewsZähne ausbeißen auf Chinesisch: HBM3 für Made-in-China-Chips von CXMT erneut verschoben
Seit Jahren versuchen sich chinesische Speicherhersteller an High Bandwidth Memory. Die Einführung von modernem HBM3 wird nun jedoch erneut weiter verschoben, während die westliche Welt zu HBM4 wechselt und HBM4e in der Zertifizierung ist. Doch für eigene AI-Lösungen braucht China nun bald mehr.
Die Chinesen können aktuell beim Highend nicht mithalten. Aber die können Ihre eigene Volkswirtschaft komplett versorgen meines Wissens können die Ihre Systeme ohne Hardware Backdoors haben. Außer natürlich die eigenen der (Kommunistische Partei Chinas).
Respekt, wie verbissen sie am Ball bleiben. Das wird sich langfristig extrem auszahlen. Nichts ist für eine Volkswirtschaft besser als Unabhängigkeit. Damit schafft man sich machtpolitischen Spielraum und zementiert seine Rolle als Weltmacht.
In einer Diktatur wie China lässt sich so eine Forschung ohne Rücksicht auf Verluste eben leicht befehlen. Da die EU keine Diktatur ist, haben wir diese Vorteile nicht - müssen dafür aber eben auch nicht in China leben.
Wenn man sich mal überlegt, wo China noch vor 5 - 10 Jahren war und wo sie jetzt sind, wäre die Fähigkeit heimischen HBM3 herzustellen, mehr als nur beeindruckend. Wenn ihre heimischen KI-Beschleuniger nur einen Bruchteil von dem kosten, was wir zahlen, dann betreiben sie den Wettbewerb eben mit Masse statt Klasse. Der wahre Vorteil hier ist, unabhängig von Sanktionen agieren zu können.
Am Beispiel Intel sollte man sich immer in Erinnerung rufen, wie schnell Giganten fallen können.
Mein Punkt ist eher der, dass die EU keine weitsichtige Wirtschaftspolitik fährt. Wir hängen in KI hinterher, was Förderung und Wertschöpfung anbelangt. Selbiges lässt sich von anderen Branchen sagen, Zukunftstechnologien kommen nicht in dem Maße, wie sie anhand bestehender Strukturen eigentlich machbar gewesen wären. Während USA und Ostasien die technologischen Trends setzen, geraten unsere Industrien zunehmend ins Hintertreffen.
Das ist keine politische Systemfrage, sondern eine wirtschaftspolitische Ausrichtungsfrage - Autoritäre Staatsform hin oder her.
Ich sag nur "Hocheffizienter Verbrenner" — anstatt nach vorne zu schauen, wird in der Abstellkammer nach Lösungen gesucht.
In China muss man sich aber trotzdem die Frage stellen, wie teuer es ohne Subventionen wird!
Das ist eine Fehleinschätzung. Gerade bei der Forschung zu Halbleiter sind chinesische Universitäten breit vertreten. Ohne IMEC sähe es in Europa ganz mies aus.
Das Problem für China ist das sie alles selbst machen müssen um mit dem Rest der Welt mithalten zu können. Die Halbleiterfertigung benötigt Know-how aus der ganzen Welt. Kein Land kann es heute noch alleine stemmen.
Und China stößt nun an einigen Stellen auf Probleme, weil sie das Know-how nicht mehr wie die anderen kaufen könne.
Avatoma schrieb:
In einer Diktatur wie China lässt sich so eine Forschung ohne Rücksicht auf Verluste eben leicht befehlen.
Das ist Unsinn. Diktaturen sind in der Forschung immer ineffektiv. Da werden zentral Entscheidenungen getroffen und die sind eben nicht besser als andere Entscheidungen. Es gibt einen Grund warum der Standard Rat bei der Geldanlage ist nicht alles auf eine Aktie zu setzen. Bei der Forschung ist es dasselbe. Was heute die beste Option zu sein scheint kann sich morgen als Sackgasse entpuppen.
Wenn mehrere Akteure unabhängig voneinander entscheiden und eigene Wege gehen ist es letztendlich immer effektiver.
Zentral Entscheidenungen haben auch das Problem das sie die ideale Brutstätte für Korruption sind.
Avatoma schrieb:
Da die EU keine Diktatur ist, haben wir diese Vorteile nicht - müssen dafür aber eben auch nicht in China leben.
Das Problem von Europa ist das viel zu wenig Halbleiter Unternehmen in Europa gegründet werden. Viele Europäer gehen in die USA und gründen dort ihre Unternehmen.
1) Ja, Forschung durch kopieren und anpassen.
2) Ineffizient, nicht ineffektiv. China kann einfach enorme Ressourcen ohne Gnade auf Verluste auf Projekte werfen.
3) Aufgrund der Bürokratie. Erst danach kommt gerade in Deutschland die gesellschaftliche Abneigung gegenüber Scheitern und Probieren.
@Avatoma Zu 1) so fängt es an. Dann kommen die verbesserten Lösungen. Und schlussendlich wird neues Entwickelt. Von wem hat zum Beispiel CATL zum Beispiel die Natrium Batterie kopiert?
Zu 2) ineffektiv. Wenn man enorme Ressourcen falsch eingesetzt kommt nichts raus.
Zu 3) Die Bürokratie ist nur ein Mittel zum Zweck. In Deutschland hat man eine geschäftliche Abneigung gegen Erfolg. Und so wird die Bürokratie eingesetzt um Erfolg zu verhindern.