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NewsRoboter: Amazon will Arbeit von 600.000 Menschen automatisieren
Roboter produzieren Roboter, die Roboter produzieren. Die Preise werden schnell im Bereich um die 10k Dollar liegen und ein Mensch kostet dann über eine Lebenspanne Faktor 25-50 mehr als die Maschine. Frage ist eher, wofür die dann arbeiten sollen, weil für das Geld, was die Menschen erwirtschaften kann es dann ja nicht sein.
Ich hoffe, dir ist bekannt, das GPT in seinen Internetfähigkeiten beschränkt wurde, weil es menschliche Verhaltensweisen adaptierte, und rassistisch etc.. wurde?=)
ChatGPT kann das Web eigenständig browsen und basiert auf einem trainierten LLM, während Tay ein regelbasiertes Dialogsystem war, das direkt aus Nutzereingaben lernte.
Technisch ein Unterschied wie zwischen einem Starship und einer Wasserrakte. Beides fliegt hoch und stürzt sofort ab. Eines davon ist aber viel neuer und viel, viel teurer.
Was ich mich immer frage - ein einzelner Roboter Kostet doch schon alleine sicherlich wieder 1 Mio Euro, dazu noch die Wartungsverträge...ich kann mir nicht vorstellen, dass es günstiger ist, als ein Menschlicher Mitarbeiter...
Das kommt stark auf die Region an. In Mitteleuropa und den USA kostet ein Mitarbeiter viel mehr als in beispielsweise Südamerika. Auch arbeitsrechtlich gibts große Unterschiede, in Schweden zB darf ein Mensch pro Tag nur ein gewisses Gewicht heben, d.h. man braucht viele Mitarbeiter zum durchrotieren.
Der Roboter kostet überall +/- das gleiche und kennt kein Arbeitsrecht.
Ich arbeite in einem weltweit führenden Intralogistik Unternehmen und die Rechnung FTEs (full time equivalent) vs Automatisierung ist bei jedem größeren Projekt obligatorisch.
Ich finde es spannend, dass Amazon so stark auf Automatisierung setzen will, wir setzen nämlich auch viele Projekte für Amazon in Mitteleuropa um, aber da gibts fast keine Automasierung sondern hauptsächlich manuelle Prozesse.
Hier wird sicher wieder das Geheule groß sein, aber ist doch gut. Lagermitarbeiter ist jetzt sicher kein Job der von Menschen gemacht werden muss. Die frei werdende Arbeitskraft kann man besser einsetzen.
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von YouTube, der den Forumbeitrag ergänzt. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
Amazon will Arbeit von 600.000 Menschen automatisieren. Die Maßnahme soll Amazon zu Einsparungen von 30 US-Cents auf jeden einzelnen Artikel verhelfen, den das Unternehmen für Kunden im Lager auswählt, verpackt und verschickt.
Ich widerspreche: Die kennen den Widerspruch. Aber was sollen sie machen? Wenn sie nicht effizienter bzw. produktiver werden, kommt ein neuer Wettbewerber, der viel mehr automatisiert hat
Da kann nur ein Staat sagen: "Nein, das will ich nicht und keiner von euch macht da mit!".
Hier wird sicher wieder das Geheule groß sein, aber ist doch gut. Lagermitarbeiter ist jetzt sicher kein Job der von Menschen gemacht werden muss. Die frei werdende Arbeitskraft kann man besser einsetzen.
Da stimme ich voll zu. Das Problem, dass nur richtig gelöst werden muss, ist, wie man die Menschen auffängt und fortbildet.
Es darf auf Grund dieser Entlassungswellen nicht zu massenhafter Verarmung kommen.
Warum soll das ein Roboter machen, der eine eierlegende Wollmilchsau ist? Das machen am Ende im Verbund 5 günstige Roboter mit jeweils einer Aufgabe, die in Summe deutlich weniger kosten als ein solch extrem hochkomplexer Roboter.
Entweder ich verstehe deine Antwort oder, oder ich habe mich falsch ausgedrückt.
Ich bin eigentlich dafür, dass Menschen solche unterbezahlte und körperliche ungesunde Arbeit nicht mehr machen müssen, sondern diese durch Maschinen/AI ersetzt werden.
Ich wollte nur deutlich machen, dass wir als Gesellschaft/Staat alle je Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten, in Zukunft nicht im Stich lassen dürfen, wenn es um Weiterbildung/Umschulung usw. geht.
Meiner Meinung nach muss sich unser gesamtes System, wie wir mit Menschen umgehen, die arbeitslos sind, ändern. Weg von "so schnell wie möglich zurück in einen Job", hin zu "wie kann man die Menschen langfristig bei der Weiterblindung unterstützen".
Ich habe nur geschrieben, dass wir nicht vor einer Arbeitslosenschwemme stehen, weil Amazon auch nur mit Wasser kocht.
chris103 schrieb:
Ich wollte nur deutlich machen, dass wir als Gesellschaft/Staat alle je Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten, in Zukunft nicht im Stich lassen dürfen, wenn es um Weiterbildung/Umschulung usw. geht.
Da stimme ich dir zu. Erwachsenenbildung und Umschulungsangebote sind heutzutage wichtiger denn je.
Ergänzung ()
Weyoun schrieb:
Warum soll das ein Roboter machen, der eine eierlegende Wollmilchsau ist? Das machen am Ende im Verbund 5 günstige Roboter mit jeweils einer Aufgabe, die in Summe deutlich weniger kosten als ein solch extrem hochkomplexer Roboter.
Steile These! Du kennst den Lebenslauf ALLER ComputerBase-Forenteilnehmer?
Ich lebe zudem als Elektronik-Entwickler nicht vom Jobabbau durch Automatisierung sondern von der Nachfrage nach Autos.
Dann frage ich dich: Wenn ich weiss, dass die Arbeitsbedingungen bei Amazon scheisse sind, wieso fang ich dann da an? Wenn ich eine Bezahlung wie bei Rewe und co will, dann bewerbe ich mich halt bei Rewe und co.
Dummerweise hat Rewe nicht 1 Millionen offene Jobs und somit landet auch nicht jeder bei Rewe und Co.
Tici schrieb:
Und als IGM in seinem Elfenbeinturm sollte man mMn ganz ruhig sein und nicht über "Och die Armen" schwätzen. IGM-Konzerne sind i.d.R. die Definition von Industriebeamtentum par excellence.
Ich bin froh, nach IG Metall Tarif bezahlt zu werden und über zahlreiche Arbeitnehmerrechte zu verfügen, die im Manteltarifvertrag geregelt werden. Deshalb würde ich niemals zu ein Unternehmen wie Tesla oder Amazon wechseln, die Betriebsräte und Gewerkschaften wie der Teufel das Weihwasser fürchten.
Tici schrieb:
Ich habe selbst sowohl während als auch nach dem Studium bei einigen IGM Unternehmen gearbeitet und kenne auch einige, die dafür tätig sind. Von meinen 35h Pro Woche waren es vielleicht 3-5, wo wirklich gearbeitet wurde. Oder willst mir da widersprechen?
Ich arbeite jetzt 35 Stunden (angefangen habe ich mit 40 Stunden, allerdings lässt die Wirtschaftslage derzeit nur 35 Stunden Verträge zu). Natürlich ist da viel "Overhead" mit dabei, aber ich arbeite als HW-Entwickler deutlich mehr als 3 bis 5 Stunden mit echten HW-Themen.
Hier wird sicher wieder das Geheule groß sein, aber ist doch gut. Lagermitarbeiter ist jetzt sicher kein Job der von Menschen gemacht werden muss. Die frei werdende Arbeitskraft kann man besser einsetzen.
Selten so einen kurzsichtigen Beitrag gelesen. Na klar, einfach die Lagermitarbeiter woanders einzusetzen, als wäre Qualifikation beliebig austauschbar. Das ignoriert, dass viele dieser Beschäftigten nicht die besten Abschlüsse haben. Wo sollen sie hin, wenn einfache Jobs ebenfalls wegrationalisiert werden? Das wird einen gewaltigen sozialen Sprengstoff in den nächsten Jahren geben.
@Frank80 Aber sind diese teils deutlich unterbezahlten Job nicht langfristig so oder so sozialer Sprengstoff?
Wie ich bereits in einem Beitrag hierzu geschrieben habe, muss daher, meiner Meinung nach, der Fokus weg von reiner Arbeitsvermittlung zu einer aktiven Förderung für Ausbildung und Umschulung auch im gehobenen Alter.
Es sollte einem Arbeitnehmer auch mit Familie finanziell möglich sein eine Ausbildung zu machen, zum Beispiel.
Ja wenn man nichts vorzuweisen hat dann muss man sich eben mit dem was da ist zufrieden geben.
Weyoun schrieb:
Ich bin froh, nach IG Metall Tarif bezahlt zu werden und über zahlreiche Arbeitnehmerrechte zu verfügen, die im Manteltarifvertrag geregelt werden. Deshalb würde ich niemals zu ein Unternehmen wie Tesla oder Amazon wechseln, die Betriebsräte und Gewerkschaften wie der Teufel das Weihwasser fürchten.
Ja, eben. Warum interessiert es dich dann wie die Arbeitsbedingungen bei Tesla oder Amazon sind? Anscheinend sind die nicht so schlecht wenn sich doch immer Leute für finden.
Weyoun schrieb:
Ich arbeite jetzt 35 Stunden (angefangen habe ich mit 40 Stunden, allerdings lässt die Wirtschaftslage derzeit nur 35 Stunden Verträge zu). Natürlich ist da viel "Overhead" mit dabei, aber ich arbeite als HW-Entwickler deutlich mehr als 3 bis 5 Stunden mit echten HW-Themen.
Ich würde unnötige Meetings, die Teils auch 1-2h dauern können, jetzt nicht als Arbeitszeit betiteln. Ja, vielleicht arbeitet man ab und zu effektiv mehr als die 3-5h am Tag, aber auch viele Studien behaupten sogar, dass nach circa 3h Schicht im Schacht ist (mit der Produktivität). Das deckt sich auch stark mit meinen Erfahrungen und Erzählungen aus dem Umkreis.
Ich bin auch im Betrieb 8,5h am Tag anwesend, aber von den 8,5h sind 4-5h Bereitschaft bzw. passiv etwas abarbeiten, was irgendwie/irgendwann erledigt werden muss. Nur würde ich das jetzt nicht als Arbeit bezeichnen.