News Roboter: Amazon will Arbeit von 600.000 Menschen automatisieren

Kaufmannsladen schrieb:
Die Lösung: Sich qualifizieren. Es gibt viele Jobs, die immer mehr gebraucht werden und die sich nicht einfach automatisierne lassen.
Geht leider nicht bei allen.
Gibt bei jedem Menschen ein Maximallevel.
Sei es Intelligenz, Motivation, Durchhaltevermögen, ... irgend was limitiert auf dem Weg nach Oben.
Sonst wären wir ja alle Vorstandsvorsitzende.
Und da die Pyramide unten dicker ist als oben, sind das verdammt viele die man nach oben qualifizieren müsste.

Ich habe mich im Beruf auch weiterqualifiziert und auch andere motiviert es zu tun.
Aber irgend wann ist halt Schluß.
Und das kann bei einigen schon ganz früh sein.

Aber Panik schiebe ich deswegen jetzt nicht.
Ist ein langfristig sich selbst regulierendes System.
 
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wagga schrieb:
Die Arbeitslosigkeit wird die nächsten 10-15 Jahren explodieren
Du musst aber auch bedenken, dass in den nächsten 10-15 Jahren in den meisten Industrieländern viele ältere Arbeitnehmer in Rente gehen. Wir bekommen eher das Problem, dass Arbeitskräfte an allen ecken und Enden fehlen werden.

Was auf uns zurollt, kannst du dir anschauen, wenn du nach Japan blickst.
 
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AssassinWarlord schrieb:
Was ich mich immer frage - ein einzelner Roboter Kostet doch schon alleine sicherlich wieder 1 Mio Euro, dazu noch die Wartungsverträge...ich kann mir nicht vorstellen, dass es günstiger ist, als ein Menschlicher Mitarbeiter...
Auf lange Sicht nicht, kurzfristig kann der Manager aber seine Headcount-Kosten halt stolz mit "NULL" angeben... :(
 
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@iSight2TheBlind Ich teile deine Befürchtung. Natürlich entstehen auch Jobs für entsprechend qualifizierte Menschen, das sind aber wenige und durch die Fortschritte in der KI kann ein senioriger Softwarearchitekt viele Dinge ohne großes Team erledigen. Ich sehe überhaupt nicht, dass hier massig neue Jobs entstehen, die in der Quantität nur annähernd die wegfallenden Jobs substituieren.

Ich war beruflich vor Kurzem in LA. Die Waymos sieht man quasi an jeder Strassenecke. Das ist alles bereits da und keine Zukunftsmusik mehr.
Im Grunde müsste man sich jetzt hinsetzen und überlegen, wie man die Gewerke der Zukunft staatlich organisiert, damit man nicht wieder in die Abhängigkeit gegenüber den großen US-Konzernen gerät. Leider kaum realistisch...
 
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Caramelito schrieb:
Der schlauste Satz hier im Thread.
Sage ich immer wieder.
Wenn wir "alle", wo es möglich ist, ersetzen, wer bezahlt dann das ganze Zeug? Arbeitslose, die um ihre Existenz fürchten?
Ich widerspreche: Die kennen den Widerspruch. Aber was sollen sie machen? Wenn sie nicht effizienter bzw. produktiver werden, kommt ein neuer Wettbewerber, der viel mehr automatisiert hat und löst die alten, fetten Konzerne ab. Gewonnen hat die Gesellschaft dadurch recht wenig. Ist also ein spieltheoretisches Problem.

Ist ähnlich wie die China-Beteiligungen der deutschen Automobil-Konzerne: Die wussten alle vorher, dass sie irgendwann ausgebootet werden. Warum haben sie es trotzdem gemacht? Weil es sonst ein anderer gemacht hätte, und in der Zeit viel mehr Profite eingestrichen hätte. Durch Skaleneffekt etc. kann man dann auch mal schnell zu einem Übernahmekandidaten werden.
Da kann nur ein Staat sagen: "Nein, das will ich nicht und keiner von euch macht da mit!".
 
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incurable schrieb:
Warum bei nur 600.000 Mitarbeitern aufhören? Amazon hat über 1,5 Millionen Mitarbeiter. Da wird man nicht auf halbem Wege stehen bleiben wollen.
Ich erinnere mich gerade an "Das fünfte Element": Die Manager wollen 500.000 Taxifahrer rausschmeißen, aber Zorg meinte "Feuert eine Million!"
 
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Boulettendieb schrieb:
Wie soll das einer plötzlich das vierfachen verdienen, wenn der Chef im Centbeträge im Stundenlohn feilscht?
Keine Ahnung. Vielleicht muss die Politik eingreifen, vielleicht setzt aber auch ein Umdenken (haha, ja klar) bei den Chefs ein. Ich kann keine vollumfängliche Lösung bieten. Ich wollte nur darauf verweisen, dass es schon mal eine Zeit gab, in der es funktionierte, dass nur einer im Haushalt arbeiten "musste".

Und eventuell ist das auch wieder ein Modell für die Zukunft.
 
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M@tze schrieb:
Ich kaufe mittlerweile immer weniger dort ein, da mir der Aufwand zu groß ist, die guten Produkte von den ganzen Plagiaten zu unterscheiden. 🤷‍♂️ 😖
Andere kaufen dafür dort mehr ein. Ich kaufe meinen Wocheneinkauf zu 90% über Sparabos bei Amzon ein und bin günstiger wie Rewe und Co
 
Boulettendieb schrieb:
Die Konzerne wissen schon jetzt was richtig und falsch ist, es juckt sie nur nicht, weil sie über der Moral stehen.
Schon auch. Aber durch die Marktwirtschaft unterstehen sie vielen spieltheoretischen Abwägungen. Da ist es eben fast egal, ob nun ein Bestandskonzern die "Innovation" einführt, oder ein Emporkömmling den alten, fetten Dino-Konzern ausbootet. Und wenn du das als Wirtschaftsraum insgesamt unterbindest, "vernichtet" dich dein Nachbar wirtschaftlich. Da kannst du dann mit Zöllen gegensteuern - auch selten ideal.
 
Alphanerd schrieb:
Nein. Sie haben aber in wenigen Jahrzehnten die Produktivität eines MA um den Faktor 3 erhöht.
Der MA bekommt jetzt auch inflationsbereinigt 3* soviel Geld.... Oh wait, das landete doch nur bei einer Handvoll eh schon reicher Menschen sagt Google.
Was für eine Rechnung. Die Rendite in den Betrieben hat sich also ebenfalls einfach mal so verdreifacht...

Nein hat sie nicht. Der Wettbewerb hat nämlich Innovation verlangt und die Preise gedrückt.
 
Kaufmannsladen schrieb:
Die Lösung: Sich qualifizieren. Es gibt viele Jobs, die immer mehr gebraucht werden und die sich nicht einfach automatisierne lassen.
Außer Kranken und Altenpflege fällt mir nichts mehr ein. Und nicht mal das wird eintreffen. Wenn die Welt soweit ist, dass vieles Automatisiert abläuft, werden auch die Jobs in dieser Branche wegfallen. Seien wir doch mal ehrlich: Wenn die Ware automatisiert produziert, verkauft, versendet und geliefert wird, dann sind die Roboter auch soweit, dass sie die Jobs in der Alten- und Krankenpflege übernehmen können ( +1 Menschliche Person die Entscheidungen trifft).

Wenige hochspezialisierte Jobs werden sicherlich durch den Wandel entstehen. Aber aus einem Lageristen wirst du nie einen Fluxkompensator-Spezialisten machen können. Egal wie er sich anstrengt in der Weiterbildungsmaßnahme des Arbeitsamtes.
 
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Ein rotes Auto schrieb:
Direkt mal eine Gewerkschaft für Roboter gründen. Ich denke das kriege ich hin, KI sei Dank! 🧐
Der Vorsitzende heißt dann Bender...
 
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Wie heißt es in der Meldung: wegen 30 US-Cent pro Artikel.

Ich zahle diesen Betrag gerne mehr, wenn dadurch Menschen ihren Job behalten.

Man fragt sich ohnehin, wozu der Mensch heute überhaupt noch nütze ist.
Zum Konsumieren – richtig. Und wer nicht konsumiert, gilt als wertlos.

Doch wenn es irgendwann nicht mehr genug Arbeit gibt, gibt es auch weniger Konsumenten.
Denn, ohne Arbeit kann man sich nichts leisten.

Die wenigen, die dann noch arbeiten, können nicht alle anderen mitversorgen.
In der Folge brechen ganze Sozialsysteme und Wirtschaftskreisläufe zusammen.
Es wird doch jetzt schon darüber gejammert, dass zu wenig Arbeitende zu viele Rentner zu versorgen haben.

Hinzu kommt: wenn Produkte nicht mehr in großer Stückzahl gefertigt und abgenommen werden, steigen die Preise.

Wovon träumen eigentlich die großen Konzerne? Davon, irgendwann allein auf der Welt zu sein – der größte, aber auch der einsamste? Zudem: Zu viel Ungleichheit schafft unweigerlich Konfliktpotenzial. Wollen wir alle hinter Mauern leben und in der Angst, man könnte uns und unseren Wohlstand angreifen?

Ich denke, es wäre an der Zeit, darüber nachzudenken, eine gewisse Balance im Sinne aller zu wahren.
 
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AssassinWarlord schrieb:
Was ich mich immer frage - ein einzelner Roboter Kostet doch schon alleine sicherlich wieder 1 Mio Euro, dazu noch die Wartungsverträge...ich kann mir nicht vorstellen, dass es günstiger ist, als ein Menschlicher Mitarbeiter...
"Der Gerät wird nie müde,
der Gerät schläft nie ein,
der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft Lager und
schneidet das Dönerfleisch verpackt die Ware schweißfrei. 😉

Es ist den Konzernen egal, da die sowieso genügend Geld haben. Steuerverminderung/vermeidung ist halt an erster Stelle und Mitarbeiter sind halt sowieso einer der größten Kosten für Firmen. Für denen ist der Schritt nachvollziehbar. Nur schlecht für die Mitarbeiter.

Ich glaube da gab es letztens mal ein Bericht gesehen, dass in China teilweise schon Autos ohne Personal hergestellt werden.
 
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Die Utopie: Roboter erschaffen den meisten Wohlstand, welcher in der Gesellschaft fair verteilt wird.
Die Dystopie: Roboter erschaffen den meisten Wohlstand, welcher einigen wenigen zufällt.

Ich wäre optimistisch, dass wir die Utopie schaffen. Es kann aber sein, dass wir vorher durch die Dystopie durch müssen. Wäre schön, wenn wir da nicht stecken bleiben.
 
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Ich kann dieses typisch deutsche, beinahe ludditenartige Gejammer bei der Einführung neuer Technologien nur schwer ertragen. Kaum kommt etwas Neues auf den Tisch, wird es reflexartig zerredet. Mögliche Risiken – ob realistisch oder rein hypothetisch – werden dramatisiert, als stünde der Weltuntergang bevor.

Diese technikskeptische Grundhaltung hat längst Konsequenzen: Deutschland verliert zunehmend den Anschluss an internationale Entwicklungen und fällt technologisch immer weiter zurück. Während andere Innovationen vorantreiben, debattieren wir hierzulande endlos über Worst-Case-Szenarien, selbst in einem IT-Forum.

Wenn alle Menschen so vorsichtig, skeptisch und innovationsscheu gewesen wären wie viele Kommentatoren hier, würden wir vermutlich noch immer in Höhlen leben.

Deshalb finde ich es ausdrücklich positiv, was Amazon hier plant. Solche Initiativen können der Forschung und Entwicklung im Bereich Automatisierung erheblichen Auftrieb geben – und genau das braucht es jetzt.

Ich würde außerdem keinem Menschen wünschen, einen so monotonen und eintönigen Job wie in der Lagerlogistik ausüben zu müssen. Das sollen lieber Roboter machen.
 
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chillipepper schrieb:
Wegen 30 US Cent pro Artikel.
Also ich zahle gerne diesen Betrag mehr, wenn Menschen dadurch ihren Job nicht verlieren.

Dann ist es ja einfach für dich, einfach nicht bei Amazon bestellen.
 
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phanter schrieb:
Hier wird sicher wieder das Geheule groß sein, aber ist doch gut. Lagermitarbeiter ist jetzt sicher kein Job der von Menschen gemacht werden muss. Die frei werdende Arbeitskraft kann man besser einsetzen.
Aha. Es können nicht alle Doktoren und Ingenieure werden, schon mal gar nicht durch Umschulung.
Die frei werdende Arbeitskraft kannst Du dann als Sozialhilfeempfänger eher einordnen.
 
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Botcruscher schrieb:
Für die Linken hier: Die DDR hat jeden Roboter als Schritt in den Sozialismus gefeiert.
Seltsam, dass die DDR in der Produktivität der BRD um 60 % hinterherhinkte, trotz der ganzen angeblichen Roboter...
 
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