News Rückschlag beim VDSL-Ausbau im Norden

Gummert schrieb:
nene... 4,99€ für 3 Sender... Sci-Fi, Comedy Central, und einer der mich nicht interessiert.. Sky will dafür 20€ haben, du hast 10 Kanäle noch dabei die sich kein Sack ansieht, und du hast nen jahresvertrag bzw zwei Jahre an der Backe..

Unitymedia gibt es für einen ähnlichen Preis diverse Pakete - hier sind allerdings auch wieder 50%-75% der Sender die man bekommt uninteressant (je nach Paket und Person). Ich hoffe das man bald mal die Sender einzeln zu einem Festpreis (der sich von Sender zu Sender leicht unterscheiden kann) bestellen kann damit das ganze endlich mal attraktiver wird.

Comedy Central ist aber doch im Normalen Kabelnetz schon drin oder verwechsle ich hier Sender?

eimer_MS schrieb:
also ich wohne in Münster und laut breitbandatlas sollte ich meinem stadtteil komplett 50~ mbit verfügbar sein! aber kein anbieter kann mir hier mehr als 16mbit liefern! wen sollte ich jetzt verklagen? -.-

Wo schaust du denn?
Ich denke das hier auch Kabelanbieter zählen - hast du das mal gecheckt?
 
Was die Telekom anbelangt, so profitiert sie doch von dem Netz, dass aus Staatskosten aufgebaut wurde. Das Netz existierte doch schon bevor die Telekom privatisiert wurde.

Das ist SOWAS on falsch.
Die Kupferkabel in der Erde - bis zum Kunde - sind großteils von der Post. Soweit richtig.
Aber wer hat da DSL implementiert? Als einziger Anbieter großflächig? Wer entstört die Leitungen?
Wenn die Telekom in die angenehme Postition kommt, die Leitungen zu Dumpingpreisen anzumieten, wie es die anderen Anbieter tun, wären die Preise der Telekom auch billiger. Aber investieren würde dann kein Anbieter mehr. Das müsste dann diese "dubiose staatliche Institution" tun. Würde die es machen? Ohne was zu dafür zu bekommen? Oder wären dann die Leitungen einfach teurer, als es die Regulierungsbehörde der Telekom nun vorschreibt?! Denk mal darüber nach. Das ist einfach nicht sinnvoll, was du von dir gibst.
 
ich frage mich, wieso sind wir mit dem internet hier in deutschland soweit zurück im vergleich zu anderen ländern wie z.B. japan?
 
In Japan auf dem Land haben die auch kein Bomben Internet, sonst musst du die mal anschauen wie und wo die wohnen. Das sind Ballungsgebiete mit 34 Millionen Einwohnern, mehrere Städte wo du nicht merkst wenn du in die nächste Stadt fährst. Da haben die bombig ausgebautes Internet, geh aufs hügelige Land und du hast da gar kein Internet.
Hier bei uns siehts so aus: Ein 200- 1200 Einwohnerkaff nach dem anderen, was meinst du was nun teurer zum ausbauen ist?
Ist nicht immer so wumpe mit der Privatisierung, hier wieder Japan: Fahr da mal Autobahn, für deine paar Km biste da schnell 10 euro los. Einmal von Tokyo zum Flughafen Narita kostet an Maut alleine 40 Euro da die Autobahnen von externen Firmen betrieben werden.

Und ich schließe mich der allgemeinen vorhersschenden Meinung an : Für jeden Dsl überhaupt ermöglichen wär schon cool, im Bereich von 1-6 Tausend.
Alles darüber stufe ich als Luxus ein.
 
I-HaTeD2 schrieb:
Unitymedia gibt es für einen ähnlichen Preis diverse Pakete - hier sind allerdings auch wieder 50%-75% der Sender die man bekommt uninteressant (je nach Paket und Person). Ich hoffe das man bald mal die Sender einzeln zu einem Festpreis (der sich von Sender zu Sender leicht unterscheiden kann) bestellen kann damit das ganze endlich mal attraktiver wird.

Comedy Central ist aber doch im Normalen Kabelnetz schon drin oder verwechsle ich hier Sender?



Wo schaust du denn?
Ich denke das hier auch Kabelanbieter zählen - hast du das mal gecheckt?


Unity media sagt nix mehr als 16.000 verfügbar :|
und der verfügbarkeits check vom grossen T geht zZ irgendwie nicht
 
Zudem wird befürchtet, dass sich die Investitionen nicht auszahlen, da man die Infrastruktur auch anderen Anbietern zugänglich machen müsse.

Allein bei dem Satz kommt mir die gülle hoch.
Zugegeben, ich kann mich über fehlende Bandbreite bei mir nicht beklagen.

ABER:
Das hat die Bundesregierung bei der Privatisierung der Post anfang der 90er verschissen.
Anstatt die komplette Infrastruktur in Staatl. Hand zu belassen und diese lediglich an 'interessenten' zu vermieten, haben die alles abgedrückt.
Riesen großer Fehler auf dem all diese Probleme nun aufbauen.

Es ist unfassbar wie inkompetent einige Personenkreise in der Regierung waren und nach wie vor sind.
 
Da bin ich echt froh als Schweizer.^^ In Bern gibts 100mbite/s Leitung die ich mir natürlich sofot gekrallt hab. Für etwa 50 Euro/Monat. (7mbite/s up)

Und selbst im grössten Kaff gibts noch EDGE Abdeckung, meistens allerdings 3G. Soviel zum mobile I-Net ~
 
Da gehöre ich wohl noch zu einer der Kommunen ganz aus der Nähe derer, die hier genannt wurden, die sich glücklich schätzen darf (Gemeinde Schiffdorf).

Denn an diesem Freitag wird mein VDSL 35000 (nach Wunsch auch 50mbit) frei geschaltet. Und unser Dorf hat gerade mal 2100 Einwohner.

Danke EWETel!
 
Sind die kleineren Gemeinden dermaßen geizig, dass sie sich kein zeitgemäßes Breitbandnetz leisten können?
Nein, nicht geizig, sie können die hohen Kosten aber nicht selbst schultern. In unserer Gemeinde, die inklusive umgebener Ortsteile ca. 1100 Einwohner hat gibt es nur in der Hauptgemeinde in zwei bis drei Straßen noch DSL (light und eine Straße bekommt maximal bis DSL 2000). Der Rest und vor allem die Ortsteile sind ohne DSL, Kabel oder UMTS Versorgung. Ein Ausbau wäre sehr teuer, wir haben den Bürgermeister schon häufig darauf angesprochen und er hat sich auch dafür eingesetzt. Allein eine Glasfaseranbidung der Hauptgemeinde (450 Einwohner) würde Erdarbeiten in Höhe von ca. 300.000 Euro verursachen. Allein die Erdarbeiten! Das kann die Gemeinde nicht selbst tragen. Außerdem gibt es weitere Schwierigkeiten: Eine Gemeinde kann auch gar nicht so ohne weiters möglich Geld für etwas bezahlen und erhält dafür quasi keine Gegenleistung. Die Leitungen gehören ja nach wie vor dem Provider und nicht der Gemeinde. Das ist alles nicht so einfach und muss von allen Seiten betrachtet werden. Und Fördergelder gibt es so gut wie keine, weil ja einige Straßen Breitbandversorgt sind.
 
Schon lustig was hier teilweise gejammert wird.
Mir reicht meine 16Mb Leitung auch oft nicht mehr . Dennoch bin ich mir bewusst das ich dies durch den Umzug in einen wirklichen Ballungsraum ändern könnte und jammere daher nicht über den Ausbau der Netzanbieter.
Es liegt am Mangel der eigenen Flexibilität wenn man eine langsame Netzanbindung hat (dennoch wird die Schuld immer bei anderen gesucht).
Da könnten die Hinterwäldler ja auch gleich den Einschlägigen Discountern ankreiden warum diese ihnen keine Filiale in ihre 1000 Seelen WG stellen.

Über die Jahrhunderte haben sich die Menschen auch ganz natürlich an Wasserläufen und sonstigen günstigen Gegebenheiten niedergelassen und nicht umgekehrt..
 
Zuletzt bearbeitet:
Mangel an Flexibilität? Hm, eine schnelle Internetleitung hat für mich persönlich eine geringere Priorität als etwa ein (schuldenbelastetes) Eigenheim, persönliches Umfeld, Freundeskreis von mir und vor allem der Kinder, Schule, geringere Lebenshaltungskosten usw.

Ich bin auch nicht so blauäugig anzunehmen, dass ländliche Gebieten ähnlich gut ausgebaut werden wie Ballungsräume. Das kann niemand erwarten, das rentiert sich einfach nicht. Niemand sollte davon ausgehen dass mittelfrisitg kleine Gemeinden wie die unsrige in ähnliche Breitbandregionen vorstoßen wie die Städte. Darüber braucht man sich auch nicht beschweren, die Provider sind nicht die Wohlfahrt. Ich persönlich wäre aber etwa bereit für schnelleres Internet deutlich mehr zu bezahlen als im bundesdeutschen Providervergleich. Die meisten sind das aber wohl eher nicht. Außerdem gibt es diese Möglichkeit ja mangels Infrastruktur sowieso nicht.
 
Tut mir leid , ich habe das etwas sehr überspitzt ausgedrückt. Es ist nur so das hinter der Netzabdeckung in Deutschland nun mal Wirtschaftsunternehmen stehen welche in erster Linie an ihren Profit denken.
Da wird recht kühl durchgerechnet was sich lohnt und was nicht.
 
Tja begrenzt hat er recht. Bei meiner Wohnungswahl war das ein Kriterium.
Es hat seinen Grund, dass städtische Wohnungen und/oder Häuser teurer sind. Die Infrastruktur als ganzes ist ein Grund.
Wenn einer in die Pampa zieht, dann weiss er doch auch, dass es da mit dem Bus nicht so prall aussieht, wie in der Stadt. Ist das die Schuld der Busunternehmen? Die Nutzer dieser Verkehrsmittel in der Stadt zahlen somit dieses ländliche Minusgeschäft mit.
So ist es auch mit dem Internet.


*edit1:
@GunnyHartman: Nein. Natürlich hast du Recht. Man muss dafür nicht umziehen. ISDN reicht ja für zB Lerninhalte, wiki usw. SDSL (extreme Kosten) mit 2MBIT geht auch oft. Oder SkyDSL. Alles alternativen.
Du erwartest ja auch nicht, dass Sie dir nen Autobahnzubringer vor die Tür bauen. Wenn Sie DSL ausbauen - gut. Wenn sie es nur in Städten tun => Aus sicht eines Konzerns: Schlau. Denn da macht man das Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:
.mojo schrieb:
Ich glaub ich kotz ins Essen.
Ja klar. Scheiß ich halt auf meine Heimat. ist ja eh nen dreckskaff.
Das macht mich grad richtig wütend. Geh Obermann den Arsch lecken!

Erstmal wünsche ich mir eine andere Wortwahl.

Zum Thema : Es wird erwartet (und seltsamerweise auch von einem Großteil der Bevölkerung legitimiert) das man bei einem Stellenverlust und perspektivlosigkeit in der Region bereit ist Haus und Hof aufzugeben um sich Deutschlandweit einen neuen Job zu suchen.
Auf der anderen Seite wird sich beschwert wenn man mal ein paar Kilometer weiter ziehen muss um eine adequate I-Net Anbindung zu bekommen (wobei einen dazu nicht mal jemand zwingt).
Irgendwie fällt da bei mir nicht ganz der Groschen.Entweder das I-Net ist den Leuten so wichtig wie bei den Unterschriftensammlungen usw. immer getan wird (Stichwort: als Grundrecht verankern) - in diesem Falle sollte ein Umzug wohl drin sein ohne mit der Wimper zu zucken.
Oder es ist eben nur ein "Nice-to-have" und man bleibt ohne zu klagen in der Walachei wohnen und lebt damit (bzw. ohne ;) ) .

Wenn man es ganz nüchtern anhand der Fakten betrachtet wäre es das Volkswirtschaftlich sinnvollste wenn alle Menschen in Ballungszentren leben würden. Wenn man das ganze weiterdenkt (und mal ohne moralische Aspekte wertet) ist es sogar recht egoistisch auf dem Land zu leben da (wie Merle bereits schrieb) die unverhältnismäßigen Kosten dort eine Infrastruktur (der verschiedensten Bereiche) aufzubauen und zu erhalten vom Rest der Bevölkerung mit getragen wird.
Das ist allerdings -wie geschrieben- nur eine nüchterne Analyse (muss man ja dazu sagen bevor man von den aufgebrachten Rednecks an die Schweine verfüttert wird :D ).
 
Zuletzt bearbeitet:
sorry, war etwas aufgebracht.

Zum Thema : Es wird erwartet (und seltsamerweise auch von einem Großteil der Bevölkerung legitimiert) das man bei einem Stellenverlust und perspektivlosigkeit in der Region bereit ist Haus und Hof aufzugeben um sich Deutschlandweit einen neuen Job zu suchen.

tja dann kuck mal wieviele Menschen wirklich dazu bereit sind. Ich kenne ein paar. Ich kenne aber mehr die dazu nicht bereit sind. Die dies nicht sind machen sich nicht bemerbar. Die dies sind, ziehen um, das merkt man dann.

Ausserdem hat das eine mit dem anderen wenig zu tun.


Wenn man es ganz nüchtern anhand der Fakten betrachtet wäre es das Volkswirtschaftlich sinnvollste wenn alle Menschen in Ballungszentren leben würden.
Menschen denken nicht nüchtern (sie sind keine CPUs) sie denken mit Emotionen. Wir sind keine Volkswirtschaft, wir sind ein Volk.
Ich hoffe dir ist bewusst wohin uns dein Denkansatz führt "wenn man es ganz nüchtern betrachtet".
Nüchtern betrachtet müssten wir die EU auflösen und uns China und Indien angliedern.
Dazu auch bereit?


Aber ich fang jetzt nicht damit an..
 
Lustig das hier recht viele meinen das DSL Lite oder DSL 6000 schlecht wären.
Ich habe da noch Familienmitglieder, die nur ISDN haben, weil kein DSL angeboten wird.
Das ist die Qual:
-Updates von 15 MB und mehr ziehen
-Seitenaufbau (mit oder ohne Flash) wird zur geduldsprobe, da man von Optimierung von Grafiken scheinbar nie was gehört hat
-E-Mails abrufen mit HTML Inhalt
 
Entweder das I-Net ist den Leuten so wichtig wie bei den Unterschriftensammlungen usw. immer getan wird (Stichwort: als Grundrecht verankern) - in diesem Falle sollte ein Umzug wohl drin sein ohne mit der Wimper zu zucken.
Oder es ist eben nur ein "Nice-to-have" und man bleibt ohne zu klagen in der Walachei wohnen und lebt damit
Da gebe ich dir Recht. Die meisten jammern nur und fordern eine Grundversorgung. Am besten DSL 16k aufwärts. Aber die wenigsten sind auch bereit dafür entsprechend zu zahlen. Ich wäre etwa bereit mehr zu zahlen. Aber natürlich auch wieder nicht so viel, dass sich für die Telekom der Ausbau allein wegen mir rentieren würde :D
 
Und genau da liegt der Hund begraben.

Wo hört ein Grundrecht auf und fängt Luxus an? Ob es damals als das Telefonnetz aufgebaut wurde auch ähnlich zuging?

Die Bürger hätten es gerne, ich denke die ISPs hätten prinzipiell auch nichts gegen einen Ausbau aber wer soll erst mal den Ausbau tragen? Wie lange dauert es bis sich solche Projekte amortisieren?
 
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