Ryzen 3600 oder Intel 10400F welcher läuft kühler?

Shiranai

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Welcher Prozessor ist besser für ein leises Mini ITX System mit Schwerpunkt auf Grafik- und Videobearbeitung sowie Cinema4D?

Ich habe hier bei Techpowerup ne Grafik gefunden, bei der der Ryzen 5 viel schlechter bei den Temps abschneidet als der i5 10400f. Was mich ehrlich gesagt etwas verwirrt, weil der Ryzen ja eigentlich die bessere Strukturbreite hat.
Eine kühlere Temperatur wäre für mich persönlich für ein leiseres Mini ITX System wichtiger als ein paar Prozent mehr Performance.
https://www.techpowerup.com/review/intel-core-i5-10400f/19.html

Auch bei der PowerConsumption scheint er besser abzuschneiden:
https://www.techpowerup.com/review/intel-core-i5-10400f/18.html

Was haltet ihr davon? Ist das Quatsch und man kriegt nen Ryzen genausogut gekühlt oder bestätigt sich immer noch das alte Vorurteil, dass AMD Prozessoren heißer werden.
 
Die Temperatur hat mit der abgegebenen Wärmemenge nichts zu tun. Eine CPU kann mit 100°C laufen und nur 20Watt abgeben. Die andere läuft bei 40°C und gibt 100Watt ab.
Schau dir Benchmarks an, welche auch die Leistungsaufnahme betrachten. Nimm den Prozessor der in deinem Scenario mehr Leistung/Watt bringt oder halt weniger Verbraucht.
 
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Die 3000er Ryzen haben zwar eine geringe Strukturbreite, sind aber relativ schlecht zu kühlen. Du hast da keinen zentralen Wärmehotspot mehr sonder eher mehrere kleine Punkte am Heatspreader die aufgrund der geringen Strukturbreite eben auch recht klein sind.
 
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Der 3600 ist halt "Ausschussware" im Binning. Das klingt jetzt mieser, als es gemeint ist. :) Nutze ihn ja selbst. Aber was die Auslese in Sachen Takt und Temps angeht, gehen halt die X-Modelle vor. Dafür ist er günstig und hat eine Top-Leistung. Das Problem ist also nicht, das AMD-Prozessoren generell heißer werden, sondern es kommt auf das Modell an.

Den 10400f kenne ich nicht in Aktion, aber wenn ich mir auch andere Tests ansehe, denke ich auch, das er kühler bleibt unter Volllast.
 
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Der Hotspot ist aber kein wirkliches problem, im schlimmsten fall stellt man seine Lüftersteuerung passend ein, also so, dass sie nicht laut wird. Ansonsten halte dich direkt an die perf/w so wie @LukS schon schrieb.
 
einfach einen test zu rate ziehen:

https://www.computerbase.de/artikel...e-3#abschnitt_temperatur_zeigt_keine_probleme

intel i5-10400F ist ~ 20°C kühler:

1593019047962.png
 
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Am ende geht es in so einem kleinen System eben darum wieviel Watt der verbaute Lüfter Leise abführen kann.
Also wegen der Grafik und Videobearbeitung würde ich da auf einen Ryzen setzen, weil die gerade unter Belastung eine bessere Performance/watt haben derzeit.
 
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Shiranai schrieb:
Was mich ehrlich gesagt etwas verwirrt, weil der Ryzen ja eigentlich die bessere Strukturbreite hat.
die kleinere strukturbreite bedeutet aber auch weniger fläche auf der sich die wärme verteilen kann. relevant für die abwärme ist der verbrauch, nicht die temperatur des chips. da tun sich die beiden CPUs wenig. Zen2 wurde oft auf X570-brettern gebencht, die schlucken relativ viel strom. muss man bedenken wenn verbräuche des gesamten systems verglichen werden.
 
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Es gibt einen nativen i5 10400f und einen auf Basis des 10-Kerners.

Welcher Kühler passt denn in welches Mini-ITX-Gehäuse?
 
Kleinere Strukturbreite = Weniger Fläche = Schlechtere Wärmeübertragung = Wärmer bei gleicher verlustleistung und Kühlung.
 
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Shiranai schrieb:
Auch bei der PowerConsumption scheint er besser abzuschneiden:

Minimal, und die 10 Watt mehr sind vermutlich dem X570-Chipsatz zuzuschreiben.

Dafür 17% mehr Leistung bei Cinebench:

https://www.techpowerup.com/review/intel-core-i5-10400f/6.html

Der 3700X rendert mit weiteren 11 Watt Zuschlag gleich 54% schneller als der 10400F.

Man kann die CPUs im Ryzen Master auch eine TDP-Stufe tiefer konfigurieren:

https://www.pcgameshardware.de/Mati...den-im-Forum-mit-Tipps-und-Messungen-1337613/
 
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En3rg1eR1egel schrieb:
Das sagt nichts über die abgegebene Wärmemenge aus und damit wie gut man die CPU in einem ITX Gehäuse kühlen kann. Dazu muss man den Verbrauch ansehen. Der TE muss sich also eine CPU suchen, welche für ihn genug Leistung in seinen Scenarien liefert und dabei möglichst wenig verbraucht. Er muss sich also zuerstmal überlegen, wie viel Leistung man dem ITX Gehäuse zumuten kann. Danach muss er sich eine passende CPU für seine Scenarien suchen.

Zum Beispiel, wenn der TE multicore Leistung braucht, dann kann er auch eine Ryzen 7 oder 9 nehmen und den einfach über die TDP einbremsen. Dabei Verbraucht die CPU sehr viel weniger und verliert kaum Leistung. Das muss der TE aber selber wissen, was er mit der CPU anstellen will. Ich kenne Cinema4D auch nicht und kann deshalb nicht helfen. Ich weis nicht ob Cinema4D für AMD optimiert wurde. Schau mal bei budgetsystems vorbei. Die machen oft auch von solchen Anwendungen test. Schau einfach welche CPU in deinem Preisbereich am besten performed.
 
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Shiranai schrieb:
Ich habe hier bei Techpowerup ne Grafik gefunden, bei der der Ryzen 5 viel schlechter bei den Temps abschneidet als der i5 10400f. Was mich ehrlich gesagt etwas verwirrt, weil der Ryzen ja eigentlich die bessere Strukturbreite hat.
Eine kühlere Temperatur wäre für mich persönlich für ein leiseres Mini ITX System wichtiger als ein paar Prozent mehr Performance.

Warum?
Die Temperatur, die vom Board/Bios ausgelesen bzw. angezeigt wird, hat nicht zwingend etwas mit der realen Temperatur zu tun. Es stellt sich eher die Frage, welcher Sensor wird abgefragt und gibt es ein Temperatur-Offset oder nicht?
Solange eine CPU wenig Strom verbraucht und ihr Temperatur-Maximum nicht so hoch ist, dass sie dadurch ins Throtteling gerät, würde ich eher auf den realen Verbrauch schielen und die Lüfterkurve anpassen, statt die Temps als Maßstab zu nehmen. ;)
 
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@LukS
Das ist die korrekte Antwort. Willst du wissen wieviel ein Prozessor an Abwärme produziert musst du nur gucken, was er an Leistung zieht. Punkt. Das wird alles in Wärme umgewandelt, da beisst die Maus keinen Faden ab! Was an Strom reingeht (in Watt) muss auch genauso gekühlt werden. Da der 3600 da potentiell weniger zieht als der 10400 bin ich da pro amd, das ist aber auch irgendwo Quatsch weil die Fragestellung bescheuert ist! Effektiv fährt kein Prozessor 100%, das wäre Quatsch selbst beim Rendern. Also im Zweifel 3600 weil da die Renderleistung höher ist.
 
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wie schon einige geschrieben haben ist die temperatur nur bedingt das resultat der cpu. die lüftersteuerung ist für die temperatur mitverantwortlich und auch für die lautstärke. am ende musst du eigentlich nur wissen wie viel watt verlustleistung abgeführt, also "weggekühlt" werden müssen.
da ich persönlich kein problem mit dem geräusch vom lüfter habe, stelle ich bei mir im bios die temperatur immer ziemlich niedrig ein, das heist der lüfter dreht recht früh hoch, dafür bleibt die temperatur niedriger.

also vergleiche welche der cpus bei deinen anwendungen am wenigsten verbraucht, denn die lässt sich unterm strich am besten kühlen.
 
Shiranai schrieb:
Welcher Prozessor ist besser für
Da zu den erhöhten CPU-Kerntemperaturen der Ryzen 3000 - Serie bereits die von 16/14 auf 7 nm verkleinerte Fertigungsstruktur als Ursache genannt wurde , könntest Du Dir alternativ auch mal die Ryzen 7 - 2700X für Deine Anwendungszwecke ansehen .

Da Du primär ja Videos rendern , schneiden und bearbeiten möchtest , hättest Du mit der R7 - 2700X da schon mal in multicore - Anwendungen die höchste Rechenleistung .

Computerbase Performancerating CPU in Anwendungen :

- Ryzen 7-2700X = 23
- Ryzen 5 - 3600 = 20
- Core i5 - 10400 = 18
( - Ryzen 7 - 3700X = 27 )

Im STOCK - Zustand liefert die R7-2700X mit ihrer TDP von 95 Watt zwar zunächst bei Temperaturen und Leistungsaufnahme die schlechteste Vorstellung ab , aber mit etwas Feintuning am " Package Power Tracking " läßt sich bei Leistungsaufnahme und Temperaturentwicklung ( jeweils unter Last ) da noch ganz ordentlich was herauskitzeln . ( siehe Werte des Ryzen 2700 in untenstehendem Test )

https://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/intel-core-i5-10400f-test.72193/seite-3

Damit wäre die Ryzen 5 - 3600 ( STOCK ) auf jeden Fall schon mal klar abgehängt . Da die Kernstruktur der Ryzen 7 - 2700X vermutlich eine höhere ASIC-Qualität als bei der " 2700 - non X " haben dürfte , könnten die Leistungs - / Temperatur - / und Verbrauchswerte einer optimierten 2700X vermutlich noch etwas besser als bei einer
2700 STOCK ausfallen .

Shiranai schrieb:
Eine kühlere Temperatur wäre für mich persönlich für ein leiseres Mini ITX System wichtiger als ein paar Prozent mehr Performance.

in diesem Fall würde hingegen alles für eine Core i5 - 10400 sprechen . ( siehe oben verlinkter Test )
Ein passendes Mini-ITX - Board bekämst Du dafür auch schon knapp über 100 Euro mit vernünftigem Phasenkühler .
 
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Klüngels-22 schrieb:
in diesem Fall würde hingegen alles für eine Core i5 - 10400 sprechen . ( siehe oben verlinkter Test )

Nicht unbedingt, wenn mit der Temperatur die abzuführende Wärme im Gehäuse gemeint ist. Die hängt nicht von der Kerntemperatur ab, sondern von der verbratenen Leistung, und die kann man leicht ohne große Einbußen reduzieren, siehe oben.

Der einzige Haken beim Ryzen 3000: die Kerntemperatur taugt nicht als Regelgröße für die Lüftergeschwindigkeit, weil das zu viele Fehlalarme (unnötiges Hochdrehen) produziert.

Am besten wäre IMHO eine Lüfterregelung nach der Kühlkörpertemperatur, die zwischen 40°C und 50°C aufdreht. Einfache Alternative ist Kühler-Overkill und Drehzahlbegrenzung, nur bei einem Minigehäuse wird das etwas schwieriger. Sollte mit dem Eco-Mode im Ryzen Master aber machbar sein.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Die hängt nicht von der Kerntemperatur ab, sondern von der verbratenen Leistung, und die kann man leicht ohne große Einbußen reduzieren, siehe oben.
Genau auf den Faktor des elektrischen Leistungsverbrauches des gesamten Systems bezog ich mich dabei .
Gerade in den sehr kompakten Mini-ITX - Gehäuseformaten ist je nach exakter Gehäuseabmessung mit einem gewissen Wärmestau zu rechnen , womit sich ein möglichst sparsames Gesamtsystem nebst möglichst kühl arbeitender CPU im Lastbetrieb ( STOCK ) für eine möglichst geräuscharme Kühlung ( niedrigere Drehzahlen ) besser eignen .

Jeder CPU- (Luft-) Kühler benötigt halt ein gewisses Temperaturgefälle , um die ihm zugeführte Wärmemenge auch weiterhin abführen zu können . Schafft er das nicht , wird er zum Ausgleich wärmer , womit die CPU auch entsprechend wärmer wird . Bis schlimmstenfalls zu dem Punkt , wo sie sich selber drosseln muß .
 
Klüngels-22 schrieb:
Genau auf den Faktor des elektrischen Leistungsverbrauches des gesamten Systems bezog ich mich dabei .

Der Unterschied ist aber nicht wirklich der Rede wert (125 vs. 135 Watt bei Cinebench), und ist, wie gesagt, vermutlich auf den X570 zurückzuführen, den man nicht unbedingt verwenden muss.

Dazu kommt noch die Möglichkeit, im Ryzen Master die TDP-Klasse herunterzusetzen, womit der Ryzen 3000 klar gewonnen hätte.
 
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