News Ryzen X3D und mehr betroffen: Patentfirma Adeia verklagt AMD wegen zehn Verletzungen

Viper816 schrieb:
Quatsch.
Schliesslich geht es hier um Patentroll-Firmen.
Geh ich nicht mit, die "Patenttroll-Firma" würde dann einfach als "Underdog mit berechtigtem Patent" klassifiziert & wahrgenommen werden, der gegen den "Gierkonzern Nvidia" ankämpft, und schon passt das...
 
Ich dachte das sei was ernstes als ich den Titel las, aber gleich im ersten Absatz...
Artikel schrieb:
Adeia hatte in den vergangenen Jahren unter anderem bereits X, Disney und viele weitere verklagt.
Alles klar, mehr braucht man über diese "Firma" denke ich gar nicht zu wissen.
Es sind Parasiten, die nur davon leben das sie Anwälte auf andere Firmen hetzen.
Die an jedem Baum rütteln, hoffen das etwas für sie herunterfällt.
Im Land der unbegrenzten Anwälte, ist das leider eine unausrottbare Krankheit.
 
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Yosup schrieb:
Und dieses - dann Deiner Meinung nach zu Recht erworbene Patent - kann diese Firma dann auch verkaufen, oder?
Der Unterschied zu normalen Firmen ist doch, dass Patenttrolle die "eigenen" Patente ja nicht für eigene Produkte einsetzen, sondern lediglich dafür, anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Letztendlich kann man für jeden Mist Patente anmelden, ohne deren Funktion und Nutzen überhaupt ausreichend getestet zu haben. Oder - wie in diesem Fall - günstig Patente von anderen einkaufen.

Irgendwann wird es jemanden geben, der tatsächlich ein Produkt entwickelt, das mit diesem Patent kollidiert, und dann kommen die Geier, die du hier so "edel" verteidigst. Rechtlich gesehen mag die Strategie solcher Patenttrolle vielleicht legitim sein, aber moralisch ist deren Verhalten verachtenswert. Solche Menschen sind eine Seuche.
 
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Yosup schrieb:
Sie verklagen AMD, einen Sympathiegträger. Würden sie gegen den gierigen Unsympath NVidia vorgehen wäre hier Feixen und Häme angesagt
@TheInvisible übernehmen sie.

Hier geht es um Gerechtigkeit!
 
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@Alphanerd Wieso sollte ich, gibt genügend User hier die einen klaren Kopf haben und nicht rot gefärbt sind.
 
Wenn man eine neue Glühbirne erfindet, dann verletzt man keine Patente
Es gibt Firmen welche absichtlich tausende Patente regiestrieren, um später jemanden zu verklagen
 
SaschaHa schrieb:
Oder - wie in diesem Fall - günstig Patente von anderen einkaufen.
Was ja auch anderen Firmen Anreize setzt, in Forschung zu investieren. Auch durchaus mit Absicht auf "reale Produkte" (also Deiner Ansicht nach ja legitim), aber dann geht das Geld aus oder es scheitert sonst noch wo dran. Solche Produkte werden dann verkauft aka von anderen "günstig" (warum eigentlich "günstig"? Woher weisst Du das? Vielleicht war es ja teuer? Und warum verkauft es der Inhaber unter Wert?) gekauft.
SaschaHa schrieb:
Irgendwann wird es jemanden geben, der tatsächlich ein Produkt entwickelt, das mit diesem Patent kollidiert,
Er kann es ja auch einfach lizenzieren und sich so die Entwicklungskosten für diesen Teilaspekt sparen. Genau so ist das auch gedacht.
 
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Creeping.Death schrieb:
Die Frage ob das moralisch verwerflich ist, was Adeia da tut, spielt keine Rolle. Es handelt sich hier um ein Unternehmen, das unter anderem mit einem Patentportfolio Geld verdient, welches übrigens hauptsächlich aus Eigenentwicklungen besteht.
Sie haben so viele Eigenentwicklungen und produzieren so viel, dass die klage hier als dicker Faktor im Geschäftsbericht ausgewiesen wird?
Ergänzung ()

TheInvisible schrieb:
Ich bin enttäuscht
 
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SaschaHa schrieb:
Der Unterschied zu normalen Firmen ist doch, dass Patenttrolle die eigenen Patente ja nicht für eigene Produkte einsetzen, sondern lediglich dafür, anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Mal abgesehen davon, dass Adeia auch eigene Entwicklung betreibt und nicht nur zukauft, ist Handel mit Patenten doch durchaus legitim (und das meine ich nicht nur im rechtlichen Sinn).
Man entwickelt etwas(oder investiert in die Errungenschaften Dritter), ohne vorher zu wissen, ob es sich auszahlen wird. Manches endet als Fehlschlag, manches wird vielleicht zu Gold.

Sehr viele namhafte Firmen (darunter Samsung, SK hynix, Intel, Mediatek, Micron, ...) bezahlen übrigens für ihre Lizenzabkommen an Adeia. Es geht also nicht vorrangig darum, haltlose Behauptungen in den Raum zu werfen um - mit viel Glück - ordentlich abzusahnen.

Ich kenne den aktuellen Fall nicht und es sind auch zu wenige Details öffentlich. Aber dieses stupide (wenn auch vorhersehbare und vom Autor beabsichtigte) "böser Patent-Troll"-Gebashe finde ich ein wenig zu "einfach". 99% aller User springen dann einfach auf den "Hate-train" auf.

Alphanerd schrieb:
Sie haben so viele Eigenentwicklungen und produzieren so viel, dass die klage hier als dicker Faktor im Geschäftsbericht ausgewiesen wird?
Wo ist das Problem? Hier handelt es sich - sollte Adeia im Recht sein - offensichtlich um ein sehr wertvolles Patent.
 
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Es wird ja immer darauf geschimpft wie Regulierungen oder Standarts die innovation ausbremsen.
Kann unter Umständen sein, aber Patenttrolle sind die, die das schlimmste ausmachen.
Klar Patente sind grundsätzlich gerechtfertigt, aber nicht immer (Siehe Nintendo)
 
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Winder schrieb:
Kleine Firmen können so viele Patente anmelden wie sie wollen, gegen die Großen können sie diese aber trotzdem nicht durchsetzen.
Das ist so weitgehend falsch und hier wird auch einiges falsch eingeordnet.

Ein Hauptproblem des heutigen Patentsystems ist zum Beispiel, dass alle soviel Patente anmelden können, wie sie wollen und Patente in der Regel erst mal auf Formalien und bedingt auf Bagatellen geprüft wird. Darüber hinaus findet jedoch keine Prüfung statt, es kann also vieles eingereicht werden und andere müssten jedes eingereichte Patent prüfen und widersprechen.

Das macht jedoch kaum einer, weswegen Patent erst mal gültig werden und im Nachgang für nichtig erklärt werden müssen.

Dazu kommt in den USA, das man selbst einfachste „Ideen“ bereits patentieren kann, selbst wenn kein Produkt dahinter ist.
ETI1120 schrieb:
Anstatt vor Zuteilung der Patente auf Patentwürdigkeit zu prüfen, überlässt man es im Nachhinein den Gerichten.
Oh, das findet schon statt, jedoch im Rahmen der Möglichkeiten. Deswegen werden Patente heute auch „vorab“ veröffentlicht und eine Widerspruchsfrist beginnt.

Nur sind das so viele, dass da quasi keine Firma durchsteigt.

Deswegen gibt’s ja quasi unter den Großenfirmen das Gentlemensaggrement, das man sich nicht verklagt.
 
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Moep89 schrieb:
Mit Patenten an sich Geld zu machen, besonders durch ständige Klagen ist nunmal mindestens genauso schlimm. Patente sollen Innovatoren absichern bzw. Belohnen und nicht als Ware zur Profitmaximierung dienen.
Neodar schrieb:
Solche "Unternehmen" halten diese Patente eben ausschließlich um mit Klagen Geld zu machen.
Die entwickeln nichts selbst und stellen auch nichts selbst her, wofür sie diese Patente bräuchten.
HeidBen schrieb:
Wenn ich es richtig verstanden habe, haben sie dieses Patent niemals eingereicht, sondern nur erworben.

Heißt es ist nicht mal eine Idee von Ihnen.
mae schrieb:
Daran, dass sie nichts produzieren, sondern nur von produktiven Firmen abkassieren wollen.

Auch an @Volker gerichtet:

Ich will jetzt keinen Shitstorm lostreten, aber macht ihr es Euch eventuell etwas zu einfach diese Firma als Patenttroll zu bezeichnen? Zumindest wenn es um diesen konkreten Fall hier geht? Laut Artikel lese ich das nicht so, da steht:

Vielmehr geht es um Know-How, welches unter anderem von einem der Vorgängerunternehmen Tessera entwickelt wurde, berichtet Reuters. Tessera existiert seit 1990, nach einigen Übernahmen inklusive Zugehörigkeit DTS hört das Unternehmen seit 2017 auf den Namen Xperi. Adeia ist nun die Sammelstelle, die 2022 aus ViVo, Rovi und Xperi ausgekoppelt wurde und seitdem IP anhäuft und mit dem Einfordern von damit verbundenen Ansprüchen Geschäfte macht.
Das Patent wurde also von Tessera entwickelt, welches nach einer Übernahme in Xperi umbenannt wurde. Xperi hat mit ViVo und Rovi die ausgelagerte Firma Adeia gegründet, welche zentral die Rechte dieser 3 Firmen verwaltet und Patente überwacht. Ich sehe darin nichts Falsches. Bei Firmenübernahmen sind natürlich auch Patente enthalten, welche den Wert einer Firma ausmachen. Warum diese kaufen, wenn man danach kein Geld damit verdienen will.

Es gibt genügend Ideenschmieden, die nur davon leben "gute Einfälle" zu haben, um diese dann entsprechend zu patentieren und damit Geld zu verdienen. Warum sollten diese die Güter dann selbst produzieren müssen, um ihr Patent einzusetzen, das ist doch Quatsch?! Die Firma, welche das Patent dann erwirbt und einsetzt, hat sich doch das Geld gespart um selbst auf diese Idee zu kommen. R&D Kosten sind nicht umsonst bei den großen Firmen ein beachtlicher Posten am Budget.

Vielleicht interpretiere ich das auch falsch, bin für (sachliche) Diskussionen offen... ;)
 
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Cabranium schrieb:
Warum wird es Patentroll genannt, wenn sie das Patent besitzen und AMD möglicherweise ohne Lizenz dieses Wissen einsetzt?
Also wie genau wird fest gemacht, dass es ein Troll ist und keine gerechtfertigte Patentklage?
AMD fertigt seit vielen Jahren nicht mehr selbst, das macht TSMC.

Wäre so, wenn ein Autobesitzer verklagt würde, weil VW ein Patent bei der Verschraubung verletzt hat - also wie das Patent für M5 Kreuzschlitz-Schrauben.
 
Alphanerd schrieb:
Sie haben so viele Eigenentwicklungen und produzieren so viel, dass die klage hier als dicker Faktor im Geschäftsbericht ausgewiesen wird?

Ja eben. Im Quartalsbericht geht es ausschließlich um Lizenzdeals. Das liest sich von vorne bis hinten wie ein Patenttroll.

Davis continued, “Since early 2021 we have successfully signed approximately 145 license agreements with customers who recognize the value of our IP. While we always prefer to find a mutually acceptable resolution without litigation, disputes occasionally arise that require us to take a different path to achieve fair value for our innovations. Today we filed patent infringement litigation against AMD for its extensive and unauthorized use of our semiconductor portfolio across its product lines, particularly our patents related to hybrid bonding and advanced process nodes. While we remain open to a mutually beneficial resolution, we are fully prepared to proceed through the entirety of the legal process and we are confident in our ability to achieve a positive outcome. While we still have paths to achieve our original revenue guidance range for the year, we have taken a prudent approach and adjusted our 2025 full-year guidance primarily to reflect that the license agreement we had been pursuing with AMD is now unlikely to close in the fourth quarter of this year as we had previously expected.”
 
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Ok, ihr defeniert einen Patenttroll so “Wenn jemand ein Patent besitzt, aber selbst damit nichts anfängt, ausser damit Geld zu machen. Indem man Lizenzgebühren bzw Ersatzschädigungen bei Gericht einfordert, wenn jemand es UNERLAUBT benutzt.“

Wo ist da bitte das Trolling? Die Personen sind in Besitzes des Patentes. Sie haben dafür gezahlt. Und das ist Rechtlich nicht strafbar. Sie scheinen sogar mit AMD darüber verhandelt zu haben, ihnen eine Lizenz zu verkaufen. AMD lehnte das ab und jetzt geht es vor Gericht.

Ich sehe da nichts falsches drin. Wenn mir einer das Patent für einen Fusionsrrakror verkauft und ich selbst mit den Bau von Fusionsrraktoren nichts am Hut habe, dann haben dir mir Geld zu zahlen, wenn die einen nach meinem Patent bauen. Fertig und Punkt.

Wenn das kritisiert wird, dann muss das Patentrecht komplett abgeschaft werden und Wissen hat frei zu sein.

Nach eurer Definition wäre ich auch ein Patentroll, wenn ich einen Akku erfinde der mit einem Wirkungsgrad von 100% Energie Speichert. Mir das Patent sichere und damit nichts anfange ausser Leute zu verklagen, die das Ding ohne eine Lizenz von mir bauen, weil ich keine Lizenzen davon verkaufen will.

Oder wenn AMD vergisst seine erfindung zu patentieren und ich mache das dann und verlange Lizenzgebühren.

Ihr seht da ist kein Unterschied. Der Besitzer hat nach Recht die Entscheidungsgewalt. Wenn euch das nicht gefällt, dann müsst ihr Grundsätzlich das Patentrecht kritisieren. Aber nicht die Leute die so schlau sind und sich mit dem Recht beschäftigen und damit Geld machen. Dann muss man Gesetze ändern, dass dies nicht mehr möglich ist.


Vielleicht sollte man mal über das Patent an für sich und seinen Rechtlich definierten Sinn debatieren und schauen was daran geändert werden muss um es Fair und für die Menschheit zu gestalten.
 
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DriveByFM schrieb:
Solche Patenttroll Firmen sind wie ein Krebsgeschwür.

Einerseits stimme ich zu, andererseits hat eine Firma wie AMD eine anständige Patentrecherche zu machen während man ein Produkt entwickelt.
Ergänzung ()

Cabranium schrieb:
Wenn euch das nicht gefällt, dann müsst ihr Grundsätzlich das Patentrecht kritisieren.
Ich kritisiere nicht das Patentrecht sondern seine Anwendung.
Cabranium schrieb:
Oder wenn AMD vergisst seine erfindung zu patentieren und ich mache das dann und verlange Lizenzgebühren.
Genau so etwas zum Beispiel, da hier keine Erfindungsleistung vorliegt dürfte auch kein Patent erteilt werden. Das ist der Grundsatz der Neuheit (§3 PatG). Eine Erfindung, die zum sogenannten Stand der Technik gehört, kann nicht patentiert werden. Patente werden aber viel zu oft trotzdem erteilt.
Man darf durchaus etwas erfinden und es der Welt schenken, ohne dass es hinterher jemand patentieren kann, nur weil es noch kein Patent gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Cleric schrieb:
Ja eben. Im Quartalsbericht geht es ausschließlich um Lizenzdeals.
Könnte unter anderem daran liegen, dass genau das (Lizenzdeals) ihr offizielles Hauptgeschäft darstellt.

Du könntest dich ja mal informieren, was die Firma so macht:
Adeia Inc. ist ein Unternehmen, das Forschung und Entwicklung betreibt und geistiges Eigentum lizenziert.
...
Das Unternehmen lizenziert seine Portfolios für verschiedene Märkte, wie z.B. Multikanal-Videoprogrammverleiher, Anbieter von Over-the-Top-Videodiensten, Unternehmen aus dem Bereich der sozialen Medien, der Unterhaltungselektronik und der Halbleiterindustrie.
Quelle: MarketScreener
 
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Yosup schrieb:
Er kann es ja auch einfach lizenzieren und sich so die Entwicklungskosten für diesen Teilaspekt sparen. Genau so ist das auch gedacht.

So mag es gedacht sein, aber so funktioniert das in vielen Faellen gerade im Computer- und Software-Bereich nicht. Da sind in jedem Computerchip oder Programm tausende von Ideen drinnen, die halt Ingenieure, die mit dem Stand der Technik vertraut sind (und damit meine ich das, was sie auf der Uni gelernt haben und was in der wissenschaftlichen Literatur so zu finden ist), im Zuge der Entwicklung einsetzen, und von denen sie Variationen entwickeln. Oft ergibt sich das, was da entwickelt wird, aus einer Problemstellung, die gerade aktuell ist (z.B. Spectre), oder aus anderen Entwicklungen (z.B. weil jetzt mehr metal layers verwendet werden koennen, geht auf einmal etwas, das in der vorigen Generation noch nicht ging.

Jetzt kann man hingehen, und versuchen, diese Ideen, die in den verschiedensten Firmen unabhaengig voneinander entwickelt werden, zu patentieren, und im Idealfall wird das erste von diesen eingereichten Patenten auf dieselbe Idee erteilt und alle anderen nicht. Die anderen haben die Entwicklungskosten aber trotzdem genauso, und zusaetzlich dann noch die Lizenzkosten, nur weil sie nicht schnell genug beim Einreichen waren.

Dazu kommt, dass die Beschreibung "die Idee" oben eine stark vereinfachte Darstellung ist. Patentprozesse waeren nicht so exorbitant teuer, wenn man so einfach sagen koennte, ob das, was in einem Patent steht, von dem, was eine andere Firma entwickelt hat, verletzt wurde oder nicht. Umgekehrt kann man sich im Normalfall keine Entwicklungskosten ersparen, indem man einfach eine Idee aus einem Patent uebernimmt, weil man das dann sowieso an das eigene Projekt adaptieren muesste, und das aehnlich aufwendig wie die Eigenentwicklung ist.

Dazu kommt, dass zumindest in den USA Ingenieure von ihren Firmen grundsaetzlich verboten wird, Patente zu lesen, damit man der Firma nur ja nicht absichtliche Patentverletzung vorwerfen kann, denn das wuerde die Schadenersatzansprueche verdreifachen.

Dazu kommt, dass Patente so geschrieben sind, dass kaum ein Ingenieur sich das antut, sowas zu lesen, selbst wenn er es duerfte. Ich habe einmal ein Patent in einem Bereich gelesen, zu dem ich ein paar Jahre frueher publiziert hatte; es war sehr schwer, zu verstehen, was fuer Ideen in dem Patent drinnensteckten, und das, obwohl ich Experte in dem Gebiet war (in dem Patent war mein Paper zitiert worden).

Zusammenfassung: Entwicklungskosten sparen durch Lizensieren von Patenten funktioniert nicht, zumindest fuer die meisten Patente im Hardware- und Software-Bereich. Leider ist es kein Kriterium fuer die Patenterteilung, ob ein Patent Entwicklungskosten bei einem typischen Hardwareprojekt ersparen koennte. Wenn es das waere, gaebe es viel weniger Patente.
 
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treky-tom schrieb:
Möchte wohl jemand "Geld verdienen" :kotz:
Abscheulich, du arbeitest für lau?
Ergänzung ()

HeidBen schrieb:
Wenn ich es richtig verstanden habe, haben sie dieses Patent niemals eingereicht, sondern nur erworben.
Ja, richtig schlimm. Die haben dem Erfinder für seine Arbeit Geld bezahlt. Ist natürlich unerhört.
 
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piccolo85 schrieb:
andererseits hat eine Firma wie AMD eine anständige Patentrecherche zu machen während man ein Produkt entwickelt.

Haben sie vermutlich eh gemacht, alleine schon um solche Risiken zu minimieren; dass dann trotzdem noch jemand etwas von ihnen will, und dabei schwache Argumente hat und relativ dazu mehr Geld verlangt, als AMD zu zahlen bereit ist, allein um die Sache loszuwerden, das beweist diese Meldung.

Allgemein finde ich das Patentsystem fuer den Fortschritt hinderlich (zumindest bei Hard- und Software), denn es bewirkt offenbar Deiner Meinung nach, dass eine produktive Firma "eine anständige Patentrecherche zu machen" hat (im Vergleich dazu sind die vielbeschworenen buerokratischen Hindernisse fuer Firmen laecherlich), dass sie dann, wenn sie da etwas findet, in vielen Faellen Extraaufwand hineinsteckt, um das Patent zu umgehen; und selbst wenn eine Firma all das macht, ist sie immer noch nicht sicher vor solchen Angriffen und Vorverurteilungen wie der obigen, also besser gar nichts produzieren, sondern selbst Patent-trollen.
 
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