News Ryzen X3D und mehr betroffen: Patentfirma Adeia verklagt AMD wegen zehn Verletzungen

Creeping.Death schrieb:
Es handelt sich hier nicht, wie in diesem Thread oft unterstellt wurde, um eine Firma, die hauptsächlich günstig irgendwo Patente einkauft und sich dann durch Klagen an den armen Megakonzernen eine goldene Nase verdient.
Lt. eigenen Angaben ist Rechtsdurchsetzung & Schutz des IP-Bestandes sowie Durchsetzung von Patentrechten ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells.
Also DOCH, um genau so eine Firma handelt es sich.
Das sie nebenbei auch noch Patente verwalten was ja eigentlich Aufgabe der jeweiligen Patentämter sein sollte ist zur Kenntnis genommen.
Und das die AG eben einen sehr großen Anteil seiner Ressourcen nur fürs "trollen" einsetzt zeigt eben der Einbruch der Aktie um 17%. Wären die anderen Säulen der Gesamtfirma tragender dann hätte es vielleicht ein 3%-Schnupfen gegeben.
 
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Saint81 schrieb:
"aber immerhin hat er Autobahnen bauen lassen".
Was für ein absurder Vergleich und ja ich kenne den Unterschied zwischen Gleichsetzen und Vergleichen. Aber auch wenn ich es nicht irgendwie persönlich nehme, wäre da ja der Punkt "er" war ein Monster bzw das ganze System die Idee das es nur 1 Mensch war und alle anderen irgendwie gut, ist ja auch absurd, aber da ist ja das Argument alles war maximal schlecht ABER er hat Autobahnen gebaut was gut ist, hier ist ja das Argument das das Autobahnbauen böse sei um beim Vergleich zu bleiben und das die Firmen außer das Autobahn bauen nichts böses machen.

Daher hinkt der Vergleich einfach, neben dem Punkt das man schon Richtung Verharmlosung von was geht.

Ich kann verstehen das diese Firmen sehr unbeliebt sind, aber das ist letztlich ein Sündenbock, die Gesetze erlauben das, wenn ich morgen als Gesetzgeber Mord legal mache, sollte ich mich auch primär über den Gesetzgeber aufregen.
 
MariaDocks schrieb:
Lt. eigenen Angaben ist Rechtsdurchsetzung & Schutz des IP-Bestandes sowie Durchsetzung von Patentrechten ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells.
Wo haben sie das geschrieben?
Dass sie ihre Rechte durchsetzen - ja. Dass dies wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells sein soll habe ich so noch nicht gelesen.
MariaDocks schrieb:
Und das die AG eben einen sehr großen Anteil seiner Ressourcen nur fürs "trollen" einsetzt zeigt eben der Einbruch der Aktie um 17%. Wären die anderen Säulen der Gesamtfirma tragender dann hätte es vielleicht ein 3%-Schnupfen gegeben
Dir ist bekannt, wie eine AG funktioniert und wie Aktienkurse reagieren?
 
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mae schrieb:
So mag es gedacht sein, aber so funktioniert das in vielen Faellen gerade im Computer- und Software-Bereich nicht.
Stimmt. Trotzdem kann man nicht jede Firma gleich pauschal als Patent-Troll bezeichnen, nur weil sie ein Patent verwertet. Genau darum geht es mir.

Dass im Patent-System einiges Verkorkst ist und überarbeitet gehört, da gehe ich gerne mit.
 
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Hybrid Bonding ist ein breites Feld, Adeia zielt aber explizit auf die Umsetzung von AMD beim 3D V-Cache, wie er in X3D-Gaming-CPUs und den Epyc-X-Server-Prozessoren zum Einsatz kommt, ab.

Ich frage mich wohl warum.... Könnte es sein, dass da am meisten zu holen ist, weil die sich wie geschnitten Brot verkaufen!? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Solche Patenttrolle sollten zerschlagen werden.
 
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Cabranium schrieb:
Also wie genau wird fest gemacht, dass es ein Troll ist und keine gerechtfertigte Patentklage?
Die entwickeln und produzieren nichts. Sie kaufen Patente mit dem Ziel auf, andere Firmen zu verklagen und so Geld zu verdienen.
 
Creeping.Death schrieb:
Dir ist bekannt, wie eine AG funktioniert und wie Aktienkurse reagieren?
Durchaus genug um zu verstehen das ein Sprung nach oben oder unten von 17% ausgelöst durch einen einzigen NoDeal zeigt das die angeblich so lukrativen IP ud Patentverwaltungs-Deals es nicht auffangen.
Was ja wohl die Wichtigkeit dieser Säule für das Unternehmen zeigt.
17% ist auch an der Börse nicht wenig auch wenn man da schon ganz anderes erlebt hat.
Hätte man das verbrannte Geld tatsächlich in eine sinnvolle IP und Patentverwertung investiert wäre das wahrscheinlich besser für alle Beteiligten.
 
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piccolo85 schrieb:
Eine Erfindung, die zum sogenannten Stand der Technik gehört, kann nicht patentiert werden. Patente werden aber viel zu oft trotzdem erteilt.
Man darf durchaus etwas erfinden und es der Welt schenken, ohne dass es hinterher jemand patentieren kann, nur weil es noch kein Patent gibt.

Dem Stimme ich uneingeschränkt zu und würde mir auch wünschen, dass dies die Realität wäre.

Ltcrusher schrieb:
@Cabranium

Da ist in der Regel nichts auf dem wirklich eigenen Mist gewachsen, wo jetzt etwas eingeklagt wird. Und wenn der alte Rechtinhaber nicht mehr existiert, sind auch Abmachungen mit diesem hinfällig.

Welche Auswirkungen so etwas haben kann, hatten wir auch vor recht kurzer Zeit gesehen, wo Amazon seinen FireTV Stick auf Eis legen musste, da Nokia eine Patentverletzung (in Deutschland) durch den verwendeten HEVC sah.

Das kann natürlich rechtlich nicht sein, erteilte Lizenzen und Abmachungen müssen natürlich beim Kauf mit vererbt werden. Wenn dem nicht so ist, dann ist das jedoch wieder ein Punkt wo im Patentrecht eine änderung durchgeführt werden muss.


Balikon schrieb:
Die entwickeln und produzieren nichts. Sie kaufen Patente mit dem Ziel auf, andere Firmen zu verklagen und so Geld zu verdienen.

Das ist erst einmal nicht schlimm, wenn diese Firmen nie Lizenzen oder andere Verträge zur nutzung abgeschlossen haben. Das ist im Orinzip das selbe Konzept wie es Firmen gibt die AGs durchleuchten um Schwarze Schafe zu finden. Jene die Billanzen fälschen und so. Diese Setzten dann auf Fallende Kurse und veröffentlichen den Betrug und Profitieren von den Kurssturz. Ein gutes Beispiel wäre Wirecard.

Aber wie gesagt, wenn die Firma bereits korrekte Lizenzen mit dem Vorbesitzer des Patents hatte, dann sollte da auch keine Klage während der Laufzeit möglich sein. Sollte es jedoch wirklich so sein wie @Ltcrusher sagt, dass Lizenzen bei Verkauf/ Besitzerwechsel des Patentes ihre Gültigkeit verlieren und diese Firmen das Gezoelt ausnutzen, dann ist das eine schwere Lücke in der Patent Gesetztgebung. Allerdings immer noch kein Trollen. Moralisch fragwürdig, aber da Moral nur ein Wort ist und es keine allgemeingültige Definition dafür gibt, ist sogar das unrelevant. Soe haben einfach ein schlaues Geschäftsfeld, begründet auf schlechter Gesetzgebung.

Nicht das ich das selbst gut finde, aber wen dem so ist, dann haben die sich einfach die Arbeit gemacht und Gesetze gelesen.
 
Pheenox schrieb:
Ich frage mich immer, wie die Mitarbeiter der Patenttrollfirmen mit sich selbst leben können in dem Wissen, dass sie ein gesellschaftlicher Parasit sind, der allseits verachtet wird.
Man muss auch die andere Seite der Medaille sehen. Wenn eine Firma Konkurs geht und ihre Gläubiger wenigstens etwas Geld bekommen sollen, dann sind die Gläubiger froh, dass eine Patentverwaltungsfirma, die Patente der insolventen Firma aufkäuft. Dies wäre nicht möglich, wenn die Patentverwaltungsfirma die Patente später nicht zu Geld machen könnte....
 
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blackiwid schrieb:
Das halten? Das Problem ist das man oft nicht so leicht schnell heraus findet das jemand was macht das das eigene Patent verstößt das sind ja keine Patente für X3D CPUs oder so...
Ich glaube du verstehst nicht, was diese Firmen tun. Die haben nicht vor die Technologie selber zu nutzen und wollen die Patente auch nicht verkaufen. Sie wollen sie nur halten und daraus Profit schlagen. Am besten durch eine Einigung unter dem Druck drohender Strafen oder Verkaufsverbote, weil dann potenziell höhere Gebühren durchsetzbar sind. Zweiteste Option wären gewonnene Prozesse nach Verletzungen durch andere, weil dann noch eventuelle Strafen dazukommen. Und wenn es unbedingt sein muss, dann zur Not durch ganz normale Lizenzgebühren ohne Drama und Druck. Aber wirklich nur im Notfall.
 
DevPandi schrieb:
Das ist so weitgehend falsch und hier wird auch einiges falsch eingeordnet.
Nein, das ist wirklich ein großes Problem.

Es gibt hier in Deutschland ja dem berühmten Fall, wo ein Entwickler im Bereich der Styroporherstellung einen wichtigen Produktionsschritt erfunden hat und trotzdem nie zu seinem Recht gekommen ist. Er hat vor Gericht fast ein dutzend Mal gewonnen und es hat ihm nichts genutzt. Die Gegenseite hat immer wieder dafür Gründe gefunden, dass die Verfahren neu aufgerollt werden mussten.
Nach über drei Jahrzehnten und hunderttausenden Euro an Gerichtskosten ist der Mann dann verstorben und hatte nichts erreicht.

Jetzt haben seine Erben das Patent an einem Patentroll verkauft.
Das ist die einzige Möglichkeit!
 
MariaDocks schrieb:
Durchaus genug um zu verstehen das ein Sprung nach oben oder unten von 17% ausgelöst durch einen einzigen NoDeal zeigt das die angeblich so lukrativen IP ud Patentverwaltungs-Deals es nicht auffangen.
Wenn ein Unternehmen seine Ziele nach unten korrigieren muss, dann hat das natürlich große Auswirkungen. In diesem Fall handelt es sich um eine Umsatz-Korrektur von ursprünglich geplanten 390-430 Mio auf 360-390 Mio.
Wie üblich reagiert der Kapitalmarkt prozentual gesehen wesentlich stärker.

Natürlich ist das mögliche Patentabkommen für die Firma ein dicker Fisch, aber nicht überlebenswichtig.
 
„Umgangssprachlich werden solche Firmen auch „Patenttroll“ genannt.“

Irgendwie macht sich ComputerBase hier selber lächerlich. Wenn Geschädigte als Troll bezeichnet werden.
Sry, aber geistiges Eigentum was rechtlich geschützt ist, darf auch hier nicht missbraucht werden, auch wenn es AMD betrifft. Man sollte natürlich erstmal abwarten, wie hier die Gerichte entscheiden, aber wenn AMD hier geklaut hat, dann ist das auch beim Namen zu nennen und man sollte so etwas nicht klein reden.
 
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Moep89 schrieb:
Sie wollen sie nur halten und daraus Profit schlagen. Am besten durch eine Einigung unter dem Druck drohender Strafen oder Verkaufsverbote, weil dann potenziell höhere Gebühren durchsetzbar sind.
Ja wenn das möglich ist sind doch die Gesetze das Problem nicht?
Moep89 schrieb:
Zweiteste Option wären gewonnene Prozesse nach Verletzungen durch andere, weil dann noch eventuelle Strafen dazukommen. Und wenn es unbedingt sein muss
Strafen zahlt man in der Regel nicht an den Konkurrent sondern an ein Gericht, sonst sinds Gebühren keine Strafen.

Wieso sollten Firmen die damit eigenes Zeug bauen nicht das gleiche tun, gabs da nicht letztens irgend ein Prozess Qualcomm vs Apple z.B.
Der Chipkonzern hatte im Dezember mit einem anderen Patent ein Verkaufsverbot für mehrere ältere iPhone-Modelle in Deutschland erzielt.
https://www.watson.ch/digital/apple/330939936-qualcomm-verliert-patent-prozess-gegen-apple

Also "echte Firmen" machen offenbar genau das selbe.
 
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H6-Mobs schrieb:
„Umgangssprachlich werden solche Firmen auch „Patenttroll“ genannt.“
Irgendwie macht sich ComputerBase hier selber lächerlich.
Sry, aber geistiges Eigentum was rechtlich geschützt ist, darf auch hier nicht missbraucht werden, auch wenn es AMD betrifft.
Im Prinzip richtig. Man übersieht dabei aber leicht, dass so etwas auch versehentlich geschehen kann. Im Halbleiterbereich werden aktuell mehr als 80.000 Patentanmeldungen jährlich eingereicht (Quelle). China ist gerade besonders fleißig dabei.
Da kann schon mal was übersehen werden. Rechne mal die Arbeitsstunden zusammen, um die alle zu durchforsten und auch nur einen Bruchteil davon auf Relevanz zu prüfen. Und schau Dir mal einen Patentanspruch an, dann siehst Du, dass so etwas nicht in 5 Minuten erledigt ist.
Manchmal sind da auch Details geschützt, bei denen es "unerwartet" ist, dass hierfür ein Patent erteilt werden könnte. Patentanwälte sind sehr kreativ.
Im Endeffekt darf dann AMD schlimmstenfalls keine Chips mehr verkaufen, weil da leider mal was "durchgerutscht" ist.
 
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blackiwid schrieb:
Ja wenn das möglich ist sind doch die Gesetze das Problem nicht?
Durchaus. Strengere Regeln zur Nutzung der Patente wären sicher hilfreich.
blackiwid schrieb:
Strafen zahlt man in der Regel nicht an den Konkurrent sondern an ein Gericht, sonst sinds Gebühren keine Strafen.
Nicht jedes Rechtssystem funktioniert gleich. In vielen anderen Ländern kommen Strafen auch den Geschädigten zugute, nicht dem Staat. Beispielsweise beim Stichwort Strafschadensersatz.
blackiwid schrieb:
Also "echte Firmen" machen offenbar genau das selbe.
Klagen? Natürlich. Patente missbrauchen um bessere Konditionen rauszuholen? Sicher auch das.
Ändert aber nichts am Problem der Patenttrolle. Das ist eher nur ein weiterer Aspekt, der die Fehler im derzeitigen System aufzeigt.
 
finnischeruhu schrieb:
Im Endeffekt darf dann AMD schlimmstenfalls keine Chips mehr verkaufen, weil da leider mal was "durchgerutscht" ist.
Ja extremen Schlimmstenfalls, dauerhaft unrealistisch, und dann eben nur kurz im Zweifel muss man halt nen kleinen Teil an den Wegelagerer abgeben und dann gehts weiter.
 
Wie kann man denn jemand auf Patente verklagen, die man selbst gar nicht inne hat?
 
H6-Mobs schrieb:
Irgendwie macht sich ComputerBase hier selber lächerlich.
Adeia / Xperi war vor ein paar Jahren medienwirksam durch eine Patentklage gegen Elon Musk bzw. Twitter / X in den Schlagzeilen.

Da wurde ein wenig aufgerollt, gegen wen und was das Unternehmen so in den letzten Jahren geklagt hat. Und da braucht es nicht Computerbase, denn sehr viele Redaktionen haben das Unternehmen als Patentroll eingestuft, weil es in der jüngeren Vergangenheit in diesem Bereich eine der aktivsten Firmen war. IPs kaufen, verwerten und klagen.

Man muss diese Auffassung natürlich nicht teilen. Aber nur weil CB das aufgreift, macht man sich garantiert nicht lächerlich.
Ergänzung ()

Ach schau mal einer an

2019
NVIDIA Hit With Patent Infringement Lawsuit From Xperi Corp
 
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