Bei Ascaron geht das Licht aus
Rettung gescheitert - Land bürgt mit sieben Millionen Euro
Von Stephan Rechlin
Gütersloh (WB). Die Gesellschafter der insolventen Ascaron Entertainment GmbH fallen weich. Schulden und Außenstände des Unternehmens werden unter anderem aus Steuermitteln bezahlt. Das Land bürgt für Ascaron mit sieben Millionen Euro.
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Doch die Bürgschaft reicht nicht aus, um alle Schulden zu bezahlen. Neben dem bilanziellen Fehlbetrag in Höhe von 8,8 Millionen Euro wies das Unternehmen zuletzt Verbindlichkeiten in Höhe von 10,7 Millionen Euro aus - bei einem Jahresumsatz von nur noch 2,8 Millionen Euro.
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Am Stammsitz an der Verler Straße sind am Freitag die Bildschirme zum letzten Mal ausgeknipst worden. Ein Investor sei nicht gefunden worden, das Unternehmen werde abgewickelt. Ob die von Ascaron entwickelten Markenspiele »Anstoss«, »Port Royale« oder »Darkstar One« an anderer Stelle weiterentwickelt werden, vermochte Welsch nicht zu beantworten.
Weiter geht es jedoch mit »Sacred«. Ein anderes Unternehmen wolle das Aachener Entwicklungsstudio von Ascaron übernehmen und dort weitere Versionen des Erfolgsspiels entwickeln. Die erste Variante solle bereits im Herbst auf den Markt kommen. Gut 20 Arbeitsplätze seien dadurch gerettet worden. Zuletzt arbeiteten etwa 55 Software-Entwickler für Ascaron.
Artikel vom 30.05.2009 (Westfalenblatt Güthersloher Ausgabe (epaper))