News Samsung: Massenfertigung der 2. Generation HBM gestartet

Volker

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#1
Ein halbes Jahr nach der Präsentation zum IDF 2015 hat Samsung jetzt mit der Massenproduktion von HBM der zweiten Generation begonnen. Die Chips mit einer Kapazität von 4 GByte sollen in den Bereichen High-End-Grafik, High Performance Computing (HPC) und im Server-Sektor zum Einsatz kommen.

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#3
Gibts denn irgendwo schon mal preislich ein paar genaue Werte wie viel HBM gegenüber GDDR5 mehr kostet? Wenn es jetzt z.B. 30% sind kann man ja fast getrost sagen "sch**ß drauf", die Vorteile überwiegen. Wenn es jetzt aber das 10x kostet, ist die Zurückhaltung eher erklärbar.

Ich hoffe jedenfalls HBM nicht nur in den absoluten Top-Produkten zu sehen, sondern auch in den höheren Kategorien des Mainstream-Levels, praktisch was heute die Geforce 960 bedienen würde. Für die zukünftigen 970/980/Titan-Äquivalente ist es ohnehin Pflicht.
 
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#4
Bei Nvidia kann ich es mir leider vorstellen, dass Nvidia genau zwischen der GTX 970 und GTX 980 die Grenze zieht. Da die GTX 970 ein sehr gutes P/L-Verhältnis hat. Wird Nvidia versuchen, die Käufer mit HBM2 auf eine GTX 980 zu locken. Ich meine jetzt natürlich die Nachfolger von Pascal.

Bei AMD kann ich es nicht einschätzen. Aber wenn z.B. die Nachfolger der 390 und 390X beide HBM2 haben, dann hat AMD ein super Argument, wieso man eher nach AMD wechseln sollte.

Ich bin mal gespannt, was kommt. Aber ich denke durch HBM2 und auch als Speicher, wird die Performance deutlich steigern. Da wären auch die iGPUs der CPUs sehr interessant, da man diese ja direkt an 8 GB oder 16 GB anbinden könnte.
 

Herdware

Fleet Admiral
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#5
Ich hoffe jedenfalls HBM nicht nur in den absoluten Top-Produkten zu sehen, sondern auch in den höheren Kategorien des Mainstream-Levels, praktisch was heute die Geforce 960 bedienen würde. Für die zukünftigen 970/980/Titan-Äquivalente ist es ohnehin Pflicht.
Ich sehe das größte Potential für HBM sogar gerade im Low End, speziell bei APUs.

Bei High-End-Grafikkarten war die Speicheranbindung zuletzt auch mit GDDR5 nicht der Flaschenhals und dass die Karten etwas kompakter werden ist zwar nett, aber letztlich für die Masse der Kunden auch kein Killerfeature.

Aber APUs mit HBM könnten gleich in mehrerer Hinsicht glänzen. Der seit Jahren limitierende Speicherflaschenhals (den sich ja GPU und mehrere CPU-Cores teilen müssen) würde wegfallen, so dass die GPU-Leistung deutlich gesteigert werden könnte. Den gesamten Arbeitsspeicher mit in ein Chip-Paket zu packen, wäre für kompakte Mobilgeräte (Ultrabooks, Tablets, aber auch Spielkonsolen usw.) ein großer Vorteil.
Das einzige, was im Weg steht, sind Preis und Verfügbarkeit in großen Stückzaheln. Aber ich denke, dass sich das beides mit der Zeit erledigen wird.
 

Weby

Lieutenant
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#6
NVIDIA wird wieder alte umgelabelte Karten für den Mainstream Bereich verkaufen. HMB2 wird es höchstwahrscheinlich erstmal beim Highend Produkt geben.

Was soll HBM jedoch bei den Mainstream Karten bringen, wenn die Leistung schon jetzt nicht am Limit ist? GDDR5 ist bei einer 950-960 doch nicht der Flaschenhals?
 
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#7
Mangels Konkurrenz und entsprechender Menge ist das wohl im Moment schwer abzuschätzen (wird bestimmt über 100% teurer sein).

Wenn aber ein Schwergewicht wie Samsung die Massenproduktion einleitet, dann geht der Preis schnell in den Keller. Wird dann wohl auf 25-50% Mehrpreis hinauslaufen, was für Gamer nur ein geringer Aufpreis wäre. Alle anderen kaufen halt GDDR5.
 
E

eruanno

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#8
Es ist nicht die 2. Generation, sondern die 1. Samsung hat zuvor keinen HBM gebaut.

Es gibt auch keine HBM2-Spezifikation. Der Artikel dazu ist immer noch voller Fehler und nicht korrigiert.

Und weil die Presse es überall falsch darstellt, nennt sogar Samsung in ihrer PM "HBM2" :freak:
 
D

Don Kamillentee

Gast
#9
NVIDIA wird wieder alte umgelabelte Karten für den Mainstream Bereich verkaufen. HMB2 wird es höchstwahrscheinlich erstmal beim Highend Produkt geben.
Nicht nur nVidia, auch AMD wird (wieder) umlabeln.

Was soll HBM jedoch bei den Mainstream Karten bringen, wenn die Leistung schon jetzt nicht am Limit ist? GDDR5 ist bei einer 950-960 doch nicht der Flaschenhals?
Hat er ja erklärt. I.d.R. war bei den AMD APUs der verbaute DDR3 RAM der Flaschenhals für die Grafikeinheit. Gerade im Notebookbereich sparten die Hersteller doch am RAM und anstelle einigermassen schnellem 2133er wird meist 1600er RAM verbaut. Man weiß aus dem Desktopbereich, das schnellerer RAM bei den APUs auch einiges mehr an Leistung bringt. Eine neue APU mit HBM wäre also durchaus mehr als interessant. Muss ja nicht direkt HBM2 sein. Ein mobiler R9 380X Chip mit 4GB HBM... Wow!
 

TheMetalViking

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#10
Man eine etwas andere frage.

Wenn auf einer APU 16GB HBM drauf sind, braucht man doch theoretisch keinen RAM auf dem MB mehr oder?

Wenn man sich dann den RAM sparen kann und board ohne infrastruktur dafür günstiger wären, könnte man den (Mehr)Preis von HBM doch sicher wieder runterdrücken.

Ein kleines mITX System mit 4 Zen Kernen, 2048 GCN 1.2/4.0 Cores und 16GB HBM.
Eine m.2 SSD rein, kein optisches laufwerk. Ein Gehäuse was Praktisch nur so groß ist wie das board, blos als würfel.
Riesen kühlblock drauf, vorne und hinten je 1 140mm Lüfter für guten luftzug. Perfektes System. (für mich, wollte auch mal träumen)
 
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#11
Mir geht es auch so, dass ich den Ansatz es nur für Grafikkarten zu nutzen befremdlich finde.

Aktuell dümpeln CPUs mit DDR4 immer noch bei sehr kleinen Speicherbandbreiten umher. Dabei müssen hier die Teile gepuffert werden die eine Grafikkarte in ihren oft kleineren Speicher nicht puffern kann. Die höchste DDR4 Bandbreite die mir bekannt ist sind 102GB/s vom Intel Xeon E7-8890 v3.

Mit HBM könnte man auch den Arbeitsspeicher mächtig voran bringen. Wegen der nähe zum Chip wäre auch eine Art HBM als L4 Cache durchaus denkbar. Ich meine 16GB HBM2 mit 4096-Bit und ~600GB/s sind besser als 16GB DDR4 XY OC Speicher mit 40-50GB/s.

Man kann den Speicher danach ja immer noch mit langsamen DDR4 für große Aufgaben puffern. APUs würden von einem solchen Vorgehen ab aller meisten Profit haben. Alle Grafikdaten könnten in den HBM und der weniger performante Kram kann in einen DDR3/DDR4 RAM gelagert werden.

Bin gespannt, welche Produkte damit mittelfristig möglich werden. Es dürften alle Anwendungen die auf schnellen, großen Speicher angewiesen sind erheblich profitieren.
 
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#12
Wenn NV umlabelt, dann eventuell für OEM Grafikkarten. Aber eher wird es durch die Bank eine 14nm Generation geben. Erst dann wird es wieder Rebands geben und AMD oder NV eventuell neue Generation nur durch die Einführung eines Big Chip einläuten.

Speziell hat AMD bereits einen ca 120 mm^2 Chip vorgestellt, somit wird es ein umlabeln wohl maximal in der unteren Performance-Klasse geben. Wobei AMD den Notebook Markt angreifen möchte, könnte es noch eine kleinere Grafikkarten Generation geben, glaube aber eher, AMD wird sich für 2017 auf APU konzentrieren, die den unteren Segment dann völlig abdeckt.

Ein kleines mITX System mit 4 Zen Kernen, 2048 GCN 1.2/4.0 Cores und 16GB HBM.
Realistischer sehe ich, 4 Zen Cores, 1024 Shader GCN 4 (Carrizo hat bereits 3) und 1 GB HBM + Dual Channel DDR4. Das würde völlig ausreichen, wenn man an Intel mit den 128mb eDRAM denkt.

Aber 8 GB HBM wäre schon ein Traum, wenn man bedenkt, dass man aktuell mit 8 GB RAM super auskommt.

Was noch interessant ist :
http://wccftech.com/amd-coherent-interconnect-fabric-gpus-cpus-apus/
Currently, AMD only provides a software based multi-GPU framework added in their recent Boltzmann Initiative but moving forward, AMD knows that an update to their multi-GPU solution, also known as CrossFire, is needed to provide a hardware based multi-GPU solution that aims to deliver a robust scaling across AMD’s GPUs. For this matter, they are developing their own open Interconnect fabric that will not only allow AMD GPUs to run in tandem with one another but also allow third-party solutions (GPUs, FPGAs).
Im Vergleich NV Link arbeitet mit 200 GB/s zwar doppelt so schnell (AMDs Version 100 GB/s, auch für Zen APU zukünftig verwendet und auch für die Opteron wahrscheinlich wichtig), funktioniert aber aktuell nur für NV Grafikkarten im Verbund mit IBM Prozessoren.

Wäre schön, wenn so ein neuer schnellere Standard PCIE ablösen könnte. Es muss auch nicht von AMD kommen.
 
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sHx.Shugo

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#13
Mir geht es auch so, dass ich den Ansatz es nur für Grafikkarten zu nutzen befremdlich finde.

Aktuell dümpeln CPUs mit DDR4 immer noch bei sehr kleinen Speicherbandbreiten umher. Dabei müssen hier die Teile gepuffert werden die eine Grafikkarte in ihren oft kleineren Speicher nicht puffern kann. Die höchste DDR4 Bandbreite die mir bekannt ist sind 102GB/s vom Intel Xeon E7-8890 v3.

Mit HBM könnte man auch den Arbeitsspeicher mächtig voran bringen. Wegen der nähe zum Chip wäre auch eine Art HBM als L4 Cache durchaus denkbar. Ich meine 16GB HBM2 mit 4096-Bit und ~600GB/s sind besser als 16GB DDR4 XY OC Speicher mit 40-50GB/s.

Man kann den Speicher danach ja immer noch mit langsamen DDR4 für große Aufgaben puffern. APUs würden von einem solchen Vorgehen ab aller meisten Profit haben. Alle Grafikdaten könnten in den HBM und der weniger performante Kram kann in einen DDR3/DDR4 RAM gelagert werden.

Bin gespannt, welche Produkte damit mittelfristig möglich werden. Es dürften alle Anwendungen die auf schnellen, großen Speicher angewiesen sind erheblich profitieren.
Ich dachte mir auch beim lesen der News "Wann wohl der erste Mainboard-Hersteller auf die Idee kommt 32GByte HBM2 fest auf das Board zu löten wo sonst die RAM-Slots sitzen".
Bist also nicht der Einzige ;)
 

strex

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#15
Wenn auf einer APU 16GB HBM drauf sind, braucht man doch theoretisch keinen RAM auf dem MB mehr oder?
Wie war das mit dem Geheule als Apple den RAM verlötete. Das soll jetzt toll sein?

Mit HBM könnte man auch den Arbeitsspeicher mächtig voran bringen. Wegen der nähe zum Chip wäre auch eine Art HBM als L4 Cache durchaus denkbar. Ich meine 16GB HBM2 mit 4096-Bit und ~600GB/s sind besser als 16GB DDR4 XY OC Speicher mit 40-50GB/s.
Wie das aussieht, sieht man mit dem Hybrid Mode (Cache Modes) der KNL. Das kann man in nächsten Jahren auch bei den Xeons erwarten, besonders in der Kombination mit xPoint.
 
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#16
Es ist nicht die 2. Generation, sondern die 1. Samsung hat zuvor keinen HBM gebaut.

Es gibt auch keine HBM2-Spezifikation. Der Artikel dazu ist immer noch voller Fehler und nicht korrigiert.

Und weil die Presse es überall falsch darstellt, nennt sogar Samsung in ihrer PM "HBM2" :freak:
Ist doch vollkommen unerheblich ob Samsung davor HBM gebaut hat oder nicht, jetzt haben sie mit der Fertigung der zweiten Generation von HBM begonnen. Und natürlich nennt man das eher HBM 2, und nicht wie die JEDEC, "JESD235A". Jeder weiß, was gemeint ist, Haarspalterei braucht es da nicht ;-)
 
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TheMetalViking

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#17
Weis zwar nicht wer da rumgeheult hat, aber ich sicher nicht ;) Und es geht mir auch völlig am A vorbei, was diese Firma mit ihren Produkten macht.

Außerdem hab ich den speicher lieber fest an der CPU/APU hängen, als fest am board, zwecks aufrüstbarkeit.

Prinzipiell würde ich aber auch direkt auch genug speicher setzen, dass man nicht aufrüsten muss, solange die CPU/APU leistung noch reicht.
 

rentex

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#18

strex

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#19
Weis zwar nicht wer da rumgeheult hat, aber ich sicher nicht ;) Und es geht mir auch völlig am A vorbei, was diese Firma mit ihren Produkten macht.
Es ging um die Menge aller hier beim Thema verlötete RAMs sich ausgekotzt haben und das nun feiern. Nicht exklusive nur an dich.

Außerdem hab ich den speicher lieber fest an der CPU/APU hängen, als fest am board, zwecks aufrüstbarkeit.

Prinzipiell würde ich aber auch direkt auch genug speicher setzen, dass man nicht aufrüsten muss, solange die CPU/APU leistung noch reicht.
Supi, ein Defekt eines Memory Modules ist dann die teure Kombination aus CPU+CPU+HBM futsch. Was ist genug 32GB, 64GB,..? In diesen Größen wird das aber kaum bezahlbar sein.
 
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#20
sher gut, war in meinen Augen einer der größten Unschärfefaktoren bei den next Gen.
 
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