Schreibrate beim Kopieren auf SSD bricht massiv ein - und bleibt auch danach niedrig?

King_Rollo

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Hallo zusammen.

Dass die Schreibraten beim Kopieren von großen Datenmengen auf eine SSD nach einiger Zeit massiv einbrechen (können), ist soweit bekannt.

Aber wie "resetet" man diesen Zustand wieder? Ich hatte neulich bei nem Kumpel das Problem, dass die ersten 10 GB mit 300-400 MB/s kopiert wurden, danach brache es auf 40-100 MB/s ein und noch einige Zeit später pendelte es um die 10 MB/s.

Doch auch wenn der Kopiervorgang abgeschlossen war und man einige Zeit später wieder einen startete, kamen die Übertragungsraten nicht wieder an die anfänglichen 300-400 MB/s ran. Selbst ein Neustart des System änderte daran nichts.

Woran liegt das? Kann man das irgendwie beeinflussen?
 
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Warum nennt hier niemand Details, was ist daran so schwer???

Wie soll hier jemand etwas kommentieren, ohne Details zu kennen, nicht mal die Bezeichnung der SSD wird genannt!?!?!
 
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Von was für einer SSD sprechen wir hier überhaupt? Wie sieht die restliche Hardware aus?
 
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King_Rollo schrieb:

am Karma? jk - das kann man nicht sagen mit den spärlichen Informationen

bitte mehr Details zur Hardware

ansonsten ist einfach der SLC Cache der Billigschrott SSD aufgebraucht und es geht halt nicht schneller dann, weil die SSD voll ist.
 
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Ja, ich verstehe. Tut mir ja auch leid! :) Aber ich habe weiteren Daten gerade nicht zur Hand.

Es ging mir eher um die grundsätzliche Frage, ob es z. B. einen Windows-Befehl gibt, der den Cache der SSD (SATA, QLC) leert oder ähnliches. Ich fand es einfach super merkwürdig, dass selbst nach einem Neustart die Schreibraten nicht wieder hoch gingen...

Und tatsächlich war ich auch massiv entsetzt, dass sich die Schreibraten beim Kopieren irgendwann auf nur 10 MB/s einpendeln. Das finde ich absolut unterirdisch!
 
Gibt auch einfachere SSDs die einbrechen bei hohen Datenübertragungen. Ändern kann man da nicht unbedingt was.
 
Lt. dem Systemprofil des TE könnte es eine Samsung 850 Pro oder eine Samsung 870 Evo sein.
Wenn dem nicht so ist, gehört das Profil aus der Signatur raus oder angepasst.
Es sind aber keine schlechten "Billig"-SSDs hier im Spiel.


Edit:
Falsche Annahme, somit nicht brauchbarer Post von mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja erster Gedanke ssd ist fast voll, dann bleibt auch kein Platz, für Cache mehr. Aber ohne Daten, ist das einfach nur raten.
 
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Bitte gib die exakte Bezeichnung der SSD an sowie ob sie intern oder extern angeschlossen ist. Ausserdem wäre wichtig zu wissen, von welcher SSD oder HDD auf die genannte SSD kopiert wird und was genau kopiert werden soll.

Aktuell ist meine Glaskugel leider überfordert.
 
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prian schrieb:
Lt. dem Systemprofil des TE könnte es eine Samsung 850 Pro oder eine Samsung 870 Evo sein.
Wenn dem nicht so ist, gehört das Profil aus der Signatur raus oder angepasst.
Es sind aber keine schlechten "Billig"-SSDs hier im Spiel.

[ ] du hast den Eingangspost gelesen und verstanden

Es geht um die SSD seines Bekannten, nicht seine eigene

King_Rollo schrieb:
Ich hatte neulich bei nem Kumpel das Problem,
 
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@prian
King_Rollo schrieb:
bei nem Kumpel das Problem

@King_Rollo
Einen "Befehl" gibt es nicht, das ist dem Speichercontroller auf der SSD überlassen, der macht das in Eigenregie, ist (soweit ich weiß) nichtmal für Windows ersichtlich.
Ein Reboot kann das Problem nicht lösen, es löst sich nur 'von selbst' wenn die SSD Zeit hatte, die Daten vom SLC Modus in den MLC/TLC/QLC Modus umzuschreiben, und wieder SLC-Cache freizuarbeiten.
 
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King_Rollo schrieb:
ob es z. B. einen Windows-Befehl gibt, der den Cache der SSD (SATA, QLC) leert oder ähnliches
diskpart clean all 👹das löscht halt gnadenlos alles.

Den RAM Cache muss man nicht löschen und den SLC Cache kannst du nicht löschen, diese Daten müssen ja noch weggeschrieben werden.
Genau dieses nachträgliche wegschreiben des SLC Puffers in die QLC Zellen macht das Schreiben von neuen, zusätzlichen Workloads so langsam.

Aber auch dann sollte da am Ende keine 10MB/s stehen, bei KEINER SSD, selbst bei wild zusammengewürfelter Intenso-Rotze nicht.

King_Rollo schrieb:
Aber wie "resetet" man diesen Zustand wieder?
Einfach abwarten und das "Datenträger" Diagramm im Taskmanager beobachten.
 
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Danke für die Antworten und sorry nochmal für die wirklich nur sehr groben Angaben. Ich schaue mal, dass ich an die Details rankomme und melde mich bei Bedarf wieder! :)
 
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Sebbi schrieb:
[ ] du hast den Eingangspost gelesen und verstanden

Es geht um die SSD seines Bekannten, nicht seine eigene
Oh verfl......., das habe ich glatt überlesen.
Dann halte ich mich zurück, liegen ja keine verwertbaren Infos vor um was dazu sagen zu können.
Stochern im Nebel und Polieren der Glaskugel reichen nicht aus.
 
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h00bi schrieb:
das "Datenträger" Diagramm im Taskmanager beobachten.
erkennt das die Tätigkeiten des SSD-Speichercontrollers? Ich dachte das würde nur die Aktivitäten aus Windows anzeigen.
 
King_Rollo schrieb:
ob es z. B. einen Windows-Befehl gibt, der den Cache der SSD (SATA, QLC) leert oder ähnlichesE
Da hat er sich selber ja die Erklärung für die lahme Geschwindigkeit gegeben.
Dass es nach dem Kopiervorgang so langsam bleibt liegt bestimmt am Füllstand der SSD.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gab in der Vergangenheit SSDs, bei denen nach Füllen des SLC-Caches dieser nicht wieder richtig freigegeben wurde und somit Schreibzugriffe langsam blieben, bis die SSD per Secure Erase etwa komplett gelöscht wurde. War allerdings meiner Meinung nach ein Firmware-Bug, da so ein Verhalten nicht auftreten sollte.
Daß die SSD eine Weile noch langsamer als üblich bleibt verwundert jetzt wieder nicht, es braucht schließlich eine gewisse Zeit, bis der Inhalt des SLC-Caches in den TLC oder QLC Bereich verschoben wird.
Ein Neustart hilft oder beschleunigt dabei übrigens gar nichts.
 
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King_Rollo schrieb:
Windows-Befehl gibt, der den Cache der SSD (SATA, QLC) leert oder ähnliches
Nein, das ist auch nicht deine Aufgabe, das macht das System alleine, bzw. die Firmware und der Treiber. Da kann und muss man nichts selbst machen.
 
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King_Rollo schrieb:
Ja, ich verstehe. Tut mir ja auch leid! :) Aber ich habe weiteren Daten gerade nicht zur Hand.

Es ging mir eher um die grundsätzliche Frage, ob es z. B. einen Windows-Befehl gibt, der den Cache der SSD (SATA, QLC) leert oder ähnliches. Ich fand es einfach super merkwürdig, dass selbst nach einem Neustart die Schreibraten nicht wieder hoch gingen...

Und tatsächlich war ich auch massiv entsetzt, dass sich die Schreibraten beim Kopieren irgendwann auf nur 10 MB/s einpendeln. Das finde ich absolut unterirdisch!

Smily schrieb:
Nein, das ist auch nicht deine Aufgabe, das macht das System alleine, bzw. die Firmware und der Treiber. Da kann und muss man nichts selbst machen.

Es gibt tatsächlich den TRIM Befehl etc zum cleanen, müsste ich aber auch googlen. Im Normalfall managed das aber wie @Smily sagt der Controller der SSD selbst und das wird dein Problem nicht lösen.

Das Verhalten, dass Du beschreibst, kenne ich sehr gut von meiner Crucial P3.

Solche SSD/NVME haben keinen DRAM Cache und on top dann langsamen QNAND verbaut. Diese NVME gehen direkt auf den SLC und wenn der vorbei ist, bist du irgendwo zwischen guter HDD und SSD mit den QNAND Zellen. Das alles findest Du hier gut erklärt und beschrieben

https://www.computerbase.de/artikel...1563/#abschnitt_testergebnisse_und_benchmarks

tl;dr
Die ersten 25% sind OK, danach wirds gruselig. Ich habe mir die M2 damals trotzdem gegönnt weil sie für die Speichermenge günstig war und die 4TB mir rein als Datengrab für "Linux ISOs" und weiteres dienen. Da stört es mich ehrlich gesagt Null. Auf die Platte wird im Hintergrund runtergeladen, entpackt und dann ist die als Netzlaufwerk im Heimnetz eingebunden. Für diesen Zweck funktioniert sie ganz hervorragend. Ich wollte schlicht 4GB "Datengrab" in Form eines kleinen (M2) Formfaktors, da keine Lust auf SATA im Gehäuse. Genau dafür sind die gemacht. Für alles andere - eher nicht.

Niemals aber würde ich die Platte für Windows oder auch nur Spiele verwenden. Wobei letzteres leicht gelogen ist. Ein paar ältere Steam-Spiele, bei denen mich die Ladezeiten Null interessieren, sind hier noch abgelegt. Aber operativ wird die Platte trotzdem nicht benutzt, so zusagen.
 
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