Schwierigkeiten bei der Jobsuche als Junior Softwareentwickler (Remote)

Servus WegwerfAccount (?)

WegwerfAccount schrieb:
Ist es in meiner Situation realistisch, direkt einen Remote-Job zu bekommen, oder sollte ich mich besser darauf einstellen, erst einmal im Büro anzufangen?
Stellen suchen und bewerben- einfach machen - ist keinerlei Option?

Gleich vom Anfang an Remote ist eben wie eine Soldatenehe wenn es an Referenzen mangelt.

Anektdotische Erfahrungen: ich als "Alt"-mitarbeiter muss aktiv noch mehr Zeit investieren - wenn nicht - macht jemand das alles später nochmals neu/richtig.
D.

P.S. Was oft gut ging - Einarbeitungszeit im Team später Remote
 
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WegwerfAccount schrieb:
Ist es in meiner Situation realistisch, direkt einen Remote-Job zu bekommen, oder sollte ich mich besser darauf einstellen, erst einmal im Büro anzufangen?
Wer soll dich denn einstellen? Du hast 0 Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung. Was möchtest du Remote machen? YouTube Tutorials abschreiben?

Erfahrung sammelt man im Büro in dem man die Kollegen über die Schulter schaut und beim Kaffee trinken mit den Kollegen.
 
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WegwerfAccount schrieb:
Ist es in meiner Situation realistisch, direkt einen Remote-Job zu bekommen, oder sollte ich mich besser darauf einstellen, erst einmal im Büro anzufangen?

Was soll man Dir dazu sagen? Das kommt einzig auf Dich an. Was Du kannst, wie Du Dein Können vermarktet bekommst. Finde es heraus und bewerbe Dich weiter.
 
Würde ich auch so einschätzen: Du hast mit Ausbildung und Studium sehr gute Voraussetzungen geschaffen, jetzt ist es wichtig, diesen Weg vor Ort mit Berufserfahrung zu ergänzen.

Geh zunächst weg von den reinen Remote-Jobs, gegen die Konkurrenz dort kommst du aktuell ohnehin kaum an. Gut bezahlte Remote-Stellen will jeder, gerade in der IT. Lerne zunächst die Arbeitsprozesse kennen, sieh dir an, wie Projekte in der Privatwirtschaft in der Softwareentwicklung tatsächlich angegangen und umgesetzt werden. Suche den Austausch mit erfahrenen Kollegen und lerne von ihnen.

Wenn das sitzt und du Projekte beziehungsweise Referenzen vorweisen kannst, kannst du dich gezielt auf Remote-Only Jobs bewerben.
 
Also ich würde kein Junior einstellen, der komplett Remote arbeitet. Dass ist weder für dich sinnvoll noch für das Unternehmen. Du brauchst deutlich mehr Betreuung, als wenn du schon jenseits der 5 Jahre Berufserfahrung hättest.

Sollte es Stellen geben, als Junior und 100% Remote, dann wirst du dort verbrannt. Den Chefs ist deine Entwicklung an der Stelle nämlich dann egal, entweder du lieferst direkt oder du fliegst.
 
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WegwerfAccount schrieb:
Ist es in meiner Situation realistisch, direkt einen Remote-Job zu bekommen, oder sollte ich mich besser darauf einstellen, erst einmal im Büro anzufangen?
Vielleicht ja, vielleicht nein.
Individualerfahrungen (Anekdotische Evidenz) bringen dir genau Null.

Bewerben - entweder klappt es oder eben nicht.
Eine andere sinnvolle Antwort gibt es imo nicht.

MfG, R++
 
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Ich schließe mich da an. Als Junior mit wirklich 0 Erfahrung on meinen Augen völlig illusorisch
 
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Ist bei mir schon 15 Jahre her, als ich auf Jobsuche gegangen bin als Softwareentwickler. Die Arbeitsmarktsituation war aufgrund der Finanzkrise auch etwas anders.

Als frischer Absolvent musste man damals erst mal irgendwo unterkommen. Fast alle Juniorstellen waren mit 3-5 Jahren Berufserfahrung ausgeschrieben. Softwareentwicklung ist Handwerk. Das lernt man normalerweise erst nach der FH/Uni.

Den Wunsch nach 100% Remotetätigkeit halte ich in vielerlei Hinsicht für kontraproduktiv.
 
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Wie es ein guter Freund von mir mit Personal Verantwortung genau im IT/Entwicklungs Bereich in einem großen DAX Konzern mal so schön beschrieb. Wer nicht ins Büro kommen will und nur per Remote arbeiten will, ist für ihn genauso viel wert wie ein eingekaufter ITler aus Fernost. Der macht nämlich das Gleiche auch per Remote. Ob die besser oder schlechter sind als du ist erstmal egal. Das ist deine direkte Konkurrenz.

D.h. Du müsstest dich genauso billig machen wie irgend ein namenloser Entwickler aus Fernost. Das will man mit hiesigen Lebenshaltungskosten nicht.
Oder du müsstest Referenzen haben die einem Arbeitgeber zeigen, dass du mehr wert bist als irgendein namenloser Entwickler aus Fernost. Hast du aber nicht/bist du derzeit nicht.

Den Wert bekommst du im Erfahrung sammeln mit den Kollegen im Büro.

Als Berufsanfanger ist vielleicht noch realistisch und angebracht mit dem Wunsch nach 1-2x Woche Homeoffice ins Renne zu gehen. Natürlich erst nach der Probezeit.
 
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Was funktionieren könnte wäre bei verschiedenen Leihbuden (Ferchau oder ähnliches) unter zu kommen.
Das ist für den Start okay und du kannst viel Erfahrung sammeln.

Leider ist es aktuell so, dass seeeehr dezent eingestellt wird. Und gerade Juniors kann man leicht ersetzen, gerade die remote
 
Es kommt doch ganz auf die Firma an. Wenn die Firma Remote Arbeiten wirklich "lebt" dann macht das kein Unterschied. Wir haben auch Werksstudenten oder Praktikanten die rein Remote arbeiten.

Ich wüsste nicht was mir heutzutage Kollegen ausschließlich vor Ort beibringen können.
 
Es geht nicht darum, was die Kollegen können, sondern viel mehr, dass die Junior Leute teilweise nicht so sichtbar sind. Sie gehen einfach unter, stellen nicht so häufig Fragen, sind noch nicht so mutig und präsentieren ihre Ideen ... es braucht da seine Zeit, eh die Juniors wirklich aufgetaut sind und gut im Team - auch Remote - mitarbeiten können.

Weiterhin muss man ein Junior - wenn man ihn gut einarbeiten will - auch gut einarbeiten. Technische Helferlein sind ja meist ganz nett ... aber manchmal ist ein schnödes Whiteboard ganz gut um Sachen zu skizzieren. Schaut man sich die digitalen Lösungen von Teams und Webex dazu an, merkt man schon größere Unterschiede.

Es wird sicherlich Unternehmen geben, die absolut zu 100% Remote verstanden haben und wo die Mitarbeiter auch so arbeiten können. Dass sind aber sehr, sehr, sehr wenig Unternehmen. Primär sind diese dann doch noch auf die Kombi Lösung HO/Office ausgerichtet.

Wer also als Junior zu 100% Remote sucht - der muss damit leben, dass es extrem wenig Jobs in diesem Bereich gibt. Da darf man dann wirklich nicht der Durchschnitt sein - sondern muss der Überflieger mit entsprechenden tollen Praktikas sein.

Und die Angaben vom TE sind dann doch eher so, dass das jemand ist - der deutlich mehr Einarbeitungen braucht. Wenn man als Entwickler extrem wenig Erfahrung hat, keine eigenen Projekte vorweisen kann (=Motivation) - dann würde ich als Arbeitgeber definitiv von 100% Remote Abstand nehmen. Solche Profile landen sofort im Absagen-Stapel. Ist leider so.
 
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Zum Berufseinstieg halte ich das auch für eher kontraproduktiv.

Die nonverbale Kommunikation geht einfach remote verloren. Vor Ort kann ich einem deutlich besser auf den Zahn fühlen ob er das jetzt wirklich verstanden hat oder nicht. Vor allem kann er sich nicht einfach ins nächste Meeting whatever verabschieden weil er im wesentlichen greifbar ist.

Ist das immer nett? Nö aber dafür wird man auch nicht bezahlt.
 
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WegwerfAccount schrieb:
Mein Hintergrund:
  • Alter: Mitte 20
  • Informatikstudium an einer FH (Note 1.x)
  • Berufsausbildung als FISI
  • 1 Jahr Berufserfahrung im IT-Support
  • Werkstudententätigkeit mit etwas Python-Programmierung
  • GitHub-Projekte aus dem Studium
Herausforderungen:
  • Keine direkte Entwickler-Berufserfahrung
  • Mehrmonatige Lücke nach dem Studium (wegen Reise)
  • Keine privaten Projekte neben dem Studium

Meine Antworten beziehen sich auf das Profil des TEs. Er erhält Absagen auf 100% Remote Stellen, einfach weil ihm da schlicht die Erfahrungen fehlen. Auch, weil man nicht sieht, dass dort nebenberuflich aus eigener Motivation was gemacht wird in Richtung Software-Entwicklung.

Es mag wirklich Leute geben, den kann man als Junior auch ne 100% Remote Stelle geben ... dann sieht das Profil aber auch deutlichst besser aus.
 
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