Seagate (mal wieder) Controller wechseln

PDogg

Cadet 3rd Year
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Wie sagt man so schön: Sie gate oder sie gate nicht... und leider hat sich meine "Seagate Barracuda 7200.11 ST3500320AS" gestern verabschiedet. Nach ein bisschen Googlen bin ich natürlich auf die Massenausfälle gestoßen und hab mich schon gefreut, dass ich ne kostenlose Datenrettung bekomme... Doch Pustekuchen... der Support meint meine Platte sei vom Firmware Bug nicht betroffen.
Die Platine weist an zwei silbernen Quadraten (sorry für die etwas stümperhafte Ausdrucksweise) scheinbare Schmorstellen auf. Das Laufgeräusch der Platte ist normal aber sie wird nicht im Bios erkannt und auch an einem anderen Rechner tut sich nichts. Nach Rücksprache mit i365 (Datenrettungsfirma) und Seagate ist der Controller wohl nur aufgesteckt und angeschraubt.
Meine Frage: Kann das jemand bestätigen? Ich hätte bei Ebay die Möglichkeit eine identische Platte zu bekommen (Produktionsnummer ist gleich). Allerdings besitzt die Ebay Platte eine andere Firmware als meine. Kann dies zu Problemen führen? Ich hoffe es kennt sich jemand mit dem Thema aus. :freak:

MfG PDogg
 
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Die Disk sollte aus der gleichen Serie stammen, das sollte reichen!

Die Drive-Electronic wird i. d. R. mit Torx-Schrauben befestigt, die Verbindung zwischen Electronic und Drive-Mechanic wird über eine Pfostensteckverbindung oder ein sogen. Band-Flex-Cable hergestellt. Bei letzterem sind die kleinen Buchsen mit einem kleinen Schieber verriegelt, den man in Richtung des Kabels lösen muss. Wenn man vorsichtig vorgeht und keine linken Hände hat sollte es kein Problem sein, den Austausch vorzunehmen.
 
Die Disk sollte aus der gleichen Serie stammen, das sollte reichen!

Die Drive-Electronic wird i. d. R. mit Torx-Schrauben befestigt, die Verbindung zwischen Electronic und Drive-Mechanic wird über eine Pfostensteckverbindung oder ein sogen. Band-Flex-Cable hergestellt. Bei letzterem sind die kleinen Buchsen mit einem kleinen Schieber verriegelt, den man in Richtung des Kabels lösen muss. Wenn man vorsichtig vorgeht und keine linken Hände hat sollte es kein Problem sein, den Austausch vorzunehmen.

Danke dir für die schnelle Antwort. Da warte ich mal noch ab ob sich von den anderen Ebaylern jemand meldet und wenn nicht werde ich wohl die mit gleicher Produktionsnummer und Firmware nehmen und dann hilft hoffentlich beten und ein ruhiges Händchen.

Wie konnte das denn passieren?

Wenn ich das wüsste... Ich habe den Rechner in den Standby versetzt und daraus wollte er nicht mehr aufwachen... Zuerst habe ich wie gesagt auf den Firmware Bug getippt, aber "leider" ist diese Platte davon nicht betroffen. Am Steckschuh vom Stromkabel ist etwas weggebrochen, was jedoch schon seit Anfang an der Fall war, somit kommt dies nicht in Frage, da der Rechner während der Standby Zeit nicht angefasst wurde.

Gruß PDogg
 
Die Disk sollte aus der gleichen Serie stammen, das sollte reichen!

Würde ich gerade bei Seagate's vorherigen Firmwareproblem nicht unterschreiben. Des weiteren werden Firmware Änderungen vorgenommen, wenn z.B. ein zusätzlichen Lieferant von diversen Platinenkomponenten zur Produktion hinzukommt, auf die die Firmware abgestimmt werden muss. Hier sollte also die Firmware Version auch übereinstimmen.

Wenn die Platte über E-Bay ergattert werden kann, sollte man den Verkäufer nach der Revisionsnummer und Partnumber der Platine fragen, um sicherzugehen. Das ist meist ein Aufkleber auf der Platine selbst.

Des weiteren wird bei der Herstellung der Festplatte die Spannung für die Leseköpfe auf einen optimalen Operationspunkt eingestellt. Die Werte dafür werden auf der Festplatte im reservierten Bereich abgelegt. Das bedeutet, eine neue Platine braucht andere Korrekturwerte und deshalb kann es sein, dass der Operationspunkt der Leseköpfe sich soweit verschiebt, dass ein Lesen der Platteninformation nicht funktioniert. Mit Glück liegen die Werte in der Nähe, dann kann man die Daten retten.

Also keine 100% Erfolgsaussicht, aber einen Versuch wert.

Da die Platte andreht, liegt das Problem nicht auf der 12 Volt Schiene, die für die Motorsteuerung zuständig ist, sondern auf der 5V bzw. 3.3V Schiene. Da kann der Kurzschluss durchaus auf die Köpfe in der Platte durchgeschlagen sein. Dann hilft nur Actuatortausch.

Gruss Pete
 
Da die Platte andreht, liegt das Problem nicht auf der 12 Volt Schiene, die für die Motorsteuerung zuständig ist, sondern auf der 5V bzw. 3.3V Schiene. Da kann der Kurzschluss durchaus auf die Köpfe in der Platte durchgeschlagen sein. Dann hilft nur Actuatortausch.

Du machst mir Angst :( ... Habe bei Ebay eine baugleiche Platte aufgetrieben, die über die gleiche Firmware verfügt... müsste morgen oder übermorgen hier eintreffen... Da werde ich wohl nebenbei mal noch beten und schwitzen müssen... Ich geb dann mal Feedback ob es funktioniert hat.

Gruß PDogg
 
Die Initialisierungsphase (Hochdrehen und ein paar Seeks) der Disk kann man mit einem angelegten Ohr (am Case der Disk) oder mit einem Schraubenzieher (angelegt an die Mechanik, den Knauf am Ohr, die Geräusche übertragen sich via Schraubendreher an das Ohr) ermitteln, wenn dies 'normal' ist, scheidet die Drive-Mechanic eigentlich aus, weil dann selbst der Teil der Read-Write-Logic, der sich dort befindet funktioniert (sonst würde sie nicht initialisieren). Wenn Pads (Lötstellen, 'kleine silberne Quadrate', die zum fixieren der Bauteile dienen) verschmort sind, sollte auch ein Bauteil (Block-C, IC, Überspannungsschutz-Diode / -Bauteil etc.) durchgebrannt sein, was man i. d. R. erkennen kann (hoch aufgelöstes Photo). Nach meiner Erfahrung (mehr als 30 Jahre in dem Business) ist zu etwa 99% die Drive-Electronic die Ursache für einen totalen Ausfall einer Disk (keine Erkennung mehr im BIOS).
 
Wenn Pads (Lötstellen, 'kleine silberne Quadrate', die zum fixieren der Bauteile dienen) verschmort sind, sollte auch ein Bauteil (Block-C, IC, Überspannungsschutz-Diode / -Bauteil etc.) durchgebrannt sein, was man i. d. R. erkennen kann (hoch aufgelöstes Photo). Nach meiner Erfahrung (mehr als 30 Jahre in dem Business) ist zu etwa 99% die Drive-Electronic die Ursache für einen totalen Ausfall einer Disk (keine Erkennung mehr im BIOS).

Interessantes Feedback. Ich würde einfach mal ein Foto hochladen (ich hoffe dass ich es ordentlich hinbekomme). Kannst du mir dann sagen, ob es Sinn hat die Platine auszutauschen? Soll das Foto von Vorder und Rückseite sein oder reicht die sichtbare Platinenseite? Wollte mit dem Abschrauben noch warten bis ich die andere Platte habe.

Gruß PDogg
 
Es wären die Seiten interessant, auf denen verschmorte Leiterbahnen / Bauteile zu sehen sind, besser sind aber schon beide Seiten, da man dann u. U. auch die Quelle oder das Ziel ermitteln kann. Je nachdem wie gut die Bilder sind, kann man abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Austausches der Platine ist.
Ich habe hier noch ein Laufwerk (Demonstrationsobjekt :D ) liegen, bei dem der Strom so groß war, dass ein 'Beinchen' eines SMD-IC's richtig weg gebrannt ist, wo man auch recht gut verfolgen kann, wie die Leiterbahnen förmlich geglüht haben müssen, weil sich dabei der Lötstopplack auf der Platine verfärbt hat.
 
Also das mit den Fotos habe ich nicht geschafft (hatte keine ordentliche Kamera - die Bilder ließen nicht wirklich was erkennen). Habe nun eine baugleiche Platte bekommen. Platine umgebaut... schade... naja ich höre ein klackerndes Geräusch (klack klack klack klack...) dann beruhigt es sich ... ein leichtes "schleifen" und dann folgt ein ruhiges laufgeräusch...) ich habe die platte im externen Gehäuse. Mit defekter Platine wird nichts erkannt und mit der getauschten Platine kommt wenigstens das Zeichen für "Hardware sicher entfernen" in der Tray. Im Explorer wird kein Laufwerk angezeigt. Platte im Kühlschrank hatte ich schon... hast du noch eine Idee Mueli???

MfG PDogg
 
Führe jetzt mal eine Diagnose mit Testdisk wie folgt aus.
Lade Dir dazu Testdisk 6.12.

Nach dem Start von Testdisk beantwortest Du die Frage nach einer Logdatei mit Y. Den Partitionstyp solltest Du mit Intel beantworten. Dann wird Analyse aus dem dann erscheinenden Menü gewählt. Mit Quick Search wird dann der Vorgang fortgeführt (bei Vista mit Y antworten, wenn die Partitionierung unter diesem OS gemacht wurde).

Wichtig:
Wenn jetzt Partitionen gefunden wurden, kannst Du sie jeweils mit den Pfeiltasten anwählen und mit P deren Inhalt sichtbar machen. Mit Q geht es zurück ins Menü. Sollten keine Partitionen in der ersten Suche gefunden worden sein, wird mit Enter weiter gemacht, hier ist dann im Menü [ Quit ] [ Deeper Search ] [ Write ], die tiefere Suche mit Deeper SEARCH auszuwählen (dieser Vorgang kann dann schon eine Weile dauern).

Wenn jetzt Partitionen (sie sollten jetzt u.U. grün dargestellt werden) gefunden werden, solltest Du sie wieder mit den Cursor Tasten auswählen und mittels P deren Inhalt kontrollieren, also ob alle Daten sichtbar werden. Mit den Cursor-Tasten kann gescrolled werden. Aus dem Menü, beim listen des Inhalts kann man mit c Files und ganze Partitionen kopieren.

Nach jedem elementaren Schritt (also nach der ersten Analyse, nach dem Quick Search mit der Abfrage ob die Disk unter Vista eingerichtet wurde oder nicht und nach dem deeper SEARCH) solltest Du einen Screendump (oder Photo) machen und hoch laden, alternativ kann auch die Logdatei gepostet werden.

Bilder und andere Dateien kannst Du unter Anhänge verwalten (unter dem Edit Feld) hochladen.

Der Weg einer Diagnose ist hier recht anschaulich beschrieben.

Fiona hat auch den folgenden Artikel Beratung: Datenrettung mit „TestDisk“ verfasst, um den Usern das Programm etwas näher zu bringen.
 
Danke erst einmal für die schnelle Antwort. Testdisk zeigt mir schonmal, dass die Platte erkannt wird (HDD erkannt.jpeg) Wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist wird jedoch kein Dateisystem gefunden bzw. keine Partitionen. Bei der Analyse kommt bei jedem "Analyse Zylinder" auch ein "read error".
Was kann ich denn jetzt tun? werde die Analyse mal durchlaufen lassen,.... weiß aber nicht ob das was bringt, da die Platte an sich keinen Muxer macht und auch die Status LED stumm bleibt.

MfG PDogg

EDIT: so die bilder sind nun dran, hab versucht mit "Partition Table Doctor" die Partitionstabelle wieder herzustellen... keine chancel...

EDIT²: achja nochwas: testdisk ist der meinung die platte wäre 2TB groß und nicht 500GB
 

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    Read error.JPG
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Die Geometry stimmt nicht, gehe also vor Analyse ins Menü Geometry und ändere Heads auf 255 und Sektors auf 63 und dann gemäß Anleitung.
 
unnötiges Zitat entfernt ... Forenregeln beachten!
Ok habe ich gemacht. Es wird jedoch immernoch "2199GB" angezeigt als Volumengröße. Bei Quick Search und Deeper Search läuft Read Error gleichzeitig mit "Analyse Cylinder" in die Höhe...
Ich mag irgendwie nicht daran glauben dass es nicht wieder herzustellen ist. Für jeden weiteren Tipp wäre ich echt verdammt Dankbar.

Schönen Abend und MfG PDogg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wir brauchen schon die Screens mit der Analyse unter der geänderten Geometrie.
 
Vorneweg: Sorry.

Hier der Screen. Wie man sieht hab ich die Werte in 255 und 63 geändert. Die Read Errors treten parallel zu den überprüften Zylindern auf. Was ich noch dazu sagen kann: Die Platten LED ist immer noch stumm - außer beim Anlaufen. Während Testdisk läuft höre ich kein "Festplattenrattern" oder ähnliches - sie läuft konstant ohne jegliche Anzeichen von Aktivität.
 

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Installiere mal diee Smartmontools und poste das Ergebnis von 'SMART all info' aus dem Kontextmenü einer Partition der Disk (Explorer - > Rechtsklick auf eine Partition der Festplatte). Fenster weit aufzieheen und Alt + Druck (Fensterdump) ausführen.
 
Im Explorer wird die Disk wie gesagt nicht erkannt. Nur Testdisk führt sie als Device auf. Wenn ich Smartmontools installiere, habe ich keine zusätzlichen Kontextmenus bei einem Rechtsklick auf meine funktionierende Platte.
 
Du hast doch ein Kontextmenü mit Formatieren, Explorer usw., hier tüteln sich die Smartmontools mit ein oder etwa nicht? Hast Du sonst mal ein anderes SMART-Tool ggetestet, wie z. B. Active Smart oder Victoria, auch Hdat2 könntest Du probieren, letzteres bietet auch die Option, die Kapazität zu setzen (es ist ein Image, was gebrannt und dann davon gestartet wird).
Die Smartmontools erlauben auch ein direktes ansprechen der Hardware über Device-Files, dazu müsste man wissen, wo die besagte Disk angeschlossen ist.
smartctl -a /dev/hda gibt z. B. die Informationen des des primary Masters aus.

(CMD oder Powershell sstarten - > Start - > Ausführen - > CMD eingeben und abschicken, dann je nach Drive smartctl -a /dev/hd? oder smartctl -a /dev/sd? - ? ist ein Wildcard und kann a, b, c, d, e usw. sein).
 
Ich hatte bei der Installation den Haken bei "Context Menu Eintrag" vergessen ;)... smartmon erkennt die Platte im Gegensatz zu Testdisk nicht. In der Übersicht von Testdisk sieht man, dass dev/sdb die defekte Platte ist. Bei Smartmon gibt er an dass er die Platte nicht findet (smartctl -a dev/sdb) :(

EDIT: Active Smart zeigt mir nur an "not supported"... schlechtes gefühl :(
 

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