Selbstbau - Subwoofer

Also unter deinem Link gibt es eine Bemerkung:
...
Nachtrag: Er gefällt mir immer noch, hab aber ein bisschen herum experimentiert und bin beim Gehäuse bei 115l und 44hz thomann Tuning stehen geblieben

Das zum einen, es gibt ein Programm, mit dem man spielen kann. Ich meine es hieß "Basscalc", einfach mal googlen und ausprobieren. Da kannst du unterschiedliche Tests machen mit Bassreflexrohren etc...
 
Zum Berechnen kann man auch die Alpha von WinISD nehmen (Beta rechnet einige Parameter falsch)

Mal ne Frage aus interesse: Wie betreibt man denn einen 12-Zoll Sub auf einem Bollerwagen im Freien?
Generator vorhanden? Mit ner Autobatterie wird das auf jeden Fall ein kurzes Vergnügen ;)
 
Also Bauform sollte wahrscheinlich Bassreflex werden, da geschlossene Subwoofer deutlich im Wirkungsgrad runter gehen und mehr Leistung brauchen. Andere Bauformen, z.B. Bandpass sind hier glaub nicht sinnvoll, zumal schwerer zu berechnen.

Dahingehend sprechen auch Qts und fs/Qts für ein Bassreflexgehäuse mit diesem Chassis.


Zur Simulation des Gehäuses kann man für eine grobe Abschätzung BassCADe nehmen, um die Resonsanzfrequenz des Gehäuses in Abhängigkeit von Ventilation und Volumen zu ermitteln.
Wenn's dann etwas weiter gehen soll, kann man z.B. Boxsim verwenden. um das Chassis an sich und Elektronik mit einzubeziehen.

Um das benötigte Volumen zu bestimmen muss dir aber erstmal klar sein, was mit dem Lautsprecher erreicht werden soll (Tiefgang, Wirkungsgrad, Maximalpegel) und was das Chassis überhaupt ab kann (elektrische/mechanische Belastbarkeit, Auslenkung, Resonanzfrequenz etc..).
Dazu brauchst du eigentlich die TS-Paramter des Chassis, die hier im Datenblatt angegeben sind.

Da du ja Freiluftbeschallung machen möchtest, ist eigentlich ein hoher Wirkungsgrad anzustreben, damit der Lautsprecher nicht überlastet wird und nicht sofort die Batterie leersaugt. Das Chassis hat ca. 95dB.
Es sollte mit möglichst geringer elektrischer Belastung und geringer Auslenkung eine möglichst hohe Lautstärke erreicht werden.
Je nach BR-Abstimmung, minimaler Übertragungsfrequenz (-3dB) und Konzeption der Frequenzweiche wird der Wirkungsgrad des Lautsprechers am Ende <95dB sein.

Worüber du dir Gedanken machen solltest, ist auch die Verstärkung bzw. Stromversorgung.
Eine Autobatterie liefert ja nur Gleichstrom. Für Subwoofer gibt es bereits recht praktikable fertige Aktiv-Module mit eingebauten, verstellbaren Filtern.
Die mir bekannten laufen aber nur mit 240V/120V Wechselstrom. Mit einer Autobatterie benötigt man doch dann noch einen Umrichter und einen Trafo oder Alternativen.


Zum Nachlesen und groben Verständnis kannst du ja mal hier durchlesen:

Lautsprechergeäuse"]
TS-Paramter
Bassreflexgehäuse
Bassreflex
TSP, Vorgehensweise LS-Entwicklung und mehr
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm... warum nicht einen passiven Subwoofer bauen? Satelliten in irgendeiner Form wirst du ja haben oder noch bauen. Das System könnte man dann über einen der kleinen Class-D Amps (Tripath etc) betreiben, welcher sich mühelos an eine Autobatterie anschließen lässt - für mehr Leistung brauchen die allerdings eine höhere Eingangsspannung als 12V und dann kann man zwei Autobatterien in Reihe schalten und mit 24V rein gehen.

Alternativ sind aber KFZ-Stromwandler recht günstig, Beispiel mit 100W
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Car-Hifi Endstufe würde wohl auch generell funktionieren... Die kommen Bauartbedingt mit 12V Gleichstrom zurecht. Die Frage ist eher, wie lange das funktioniert. Selbst eine LKW-Batterie mit 200Ah+ dürfte bei einer derartigen Anlage nicht allzu lange funktionieren.
 
Hi,

ich hatte damals das JBL DS120 Chassis in ca. 40Liter geschlossen.
Eine 88AH Batterie und eine 4Kanal Endstufe von Ground Zero.
Das ganze ging verdammt laut und spielte sogar ganz ordentlich.
UNd das wichtigste es ging verdammt lang. Ich hatte nie Probleme, sei es der Vatertag
oder sämtliche Nächte, ausgegangen ist er nie. (natürlich immer davor geladen)

gruß Tobi
 
Zum Thema Strom. Wir haben ein Aggregat, also dürfte es an Strom nicht scheitern.

Was wir für Bass wollen?
Einer der sozusagen in die Magengrube geht.
 
Bass auf Bollerwagen an Akku, der in die Magengrube geht? Vergiss es.

Dafür brauchst du ja schon im geschlossenem Hörraum im Wohnzimmer ein dicken Subwoofer mit mehreren hundert Watt Leistung...
 
Ack, ups.

Trotzdem, Bass in Magengrube im Freien... das braucht mMn eine ziemlich dicke PA-Anlage wie du sie nicht auf einen Bollerwagen bekommen wirst. Schall breitet sich vom Sub her kugelförmig aus und auf freiem Feld wird nichts zurück reflektiert... da kommt nur ein winziger Bruchteil der Energie bei dir an, wenn du nicht direkt vorm Sub sitzt.
Ich war mal ein einer Schulband und da hat eine PA-Anlage mit 1kW Leistung (echte Leistung!) so grade für den Schulhof gereicht. Die riesigen Lautsprecher-Wände bei großen Outdoor-Veranstaltungen sind seltenst überdimensioniert.

Einfach nur laut aufspielen ist dagegen schon richtig einfach, das lässt sich auch mit deutlich moderateren Mitteln lösen.
 
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Mich würde es nicht wundern, wenn der 12" von Thomann mehr Alarm macht als der von dir verlinkte Sondermüll von Conrad.
 
Würde ich nicht drauf wetten, PA-Boxen zeichnen sich allgemein durch einen guten Wirkungsgrad aus.
Wie das Ganze allerdings klingt ist eine andere Frage.
 
Rickmer schrieb:
Würde ich nicht drauf wetten, PA-Boxen zeichnen sich allgemein durch einen guten Wirkungsgrad aus.
Wie das Ganze allerdings klingt ist eine andere Frage.

Wir reden hier über PA. Da gibt's eh keinen "Klang".
Da geht's darum, dass es in der Magengegend drückt.

Rein rechnerisch könnte die Chinabox aus Conrad mit Maximalleistung schon an den 120dB kratzen. Aber garantiert nicht bei den angegebenen 25Hz. Aber gut - das braucht man hier ja auch nicht.

duskstalker schrieb:
80€ hört sich für mich nach ungeprüfter china ware an - würd ich die finger von lassen - ob da wirklich "pa" drin ist, würde ich auch mal bezweifeln. im datenblatt steht 13kg :freak:

13kg zu wenig meinst du?

Bei 18mm MDF sollte das Gehäuse zwischen 7 und 12 Kg wiegen. Der Rest ganz grob für die Chassis. Die HT sehen etwas mit Plastik aus, sollte man also vernachlässigen können.

Als Vergleich: Ein 15'' Visaton wiegt 5,4Kg. Also könnte das alles schon in Etwa hinkommen.


Unabhängig davon halt ich es für unrealistisch, mit nem einzelnen 50€ 12'' Chassis ohne Kenntnisse was brauchbares für hohe Lautstärken gebastelt zu bekommen. Zumal Material für Gehäuse, Werkzeuge etc.. ja auch bezahlt werden muss.

Daher würde ich mir eher was fertiges kaufen, aktiv oder passiv ...
 
InteGralFormat schrieb:
13kg zu wenig meinst du?

ja - gefühlt an dem was ich herumgetragen habe sind 13kg für einen PA subwoofer ziemlich wenig. ein hochwertiger Electro Voice 15" hat alleine schon einen 4kg magneten, insgesamt 10kg - für nen PA sub sind aber 15" relativ wenig, das müssen schon eher 18" sein, und dann wiegt das bass chassis schon mehr als der ganze "PA lautsprecher" von conrad. und dann ist noch kein stabiles holzgehäuse drum rum, das das chassis richtig druck machen lässt.
 
Das stimmt schon. Aber das muss kein zwingendes Ausschlusskriterium sein.

Ich meine - man kann Lautsprechergehäuse auch aus Panzerstahl bauen, damit das Gehäuse nicht mit mitschwingt.
Und der Korb kann auch extra verstärkt sein, um bei großen Auslenkungen schwerer Membranen möglichst steif zu sein.

Alles Sachen, die man alleine schon wegen der Materialkosten nicht bei den günstigsten Lautsprechern finden wird.
Ich würde zumindest eher den Conrad Speaker mal probieren, anstatt mir was eigenes zusammenzuschustern.
Rückgabe ist ja immerhin möglich.
 
Also lieber einen aktiven Sub kaufen, der wenigstens bisschen Kickbass kann?
 
InteGralFormat schrieb:
Wir reden hier über PA. Da gibt's eh keinen "Klang".

Wenn Du Dich da mal nicht täuschst. Ich betreibe schon seit längerer Zeit vor allem (passive) Bühnenmonitore an meiner Anlage und bin mit deren Klang mehr als zufrieden, da kommen selbst meine MB Quart nur schwer mit. Auch auf geringen Lautstärken.

Auch für PA gilt: Was billig ist, klingt auch nur billig. Es gibt aber auch gute PA-Lautsprecher, die durchaus mit dem gehobenen HiFi-Müll für Heimgebrauch mithalten können. Es ist ja nicht plötzlich so, als wenn die gesamten Gesetze der Physik aufgehoben wären, nur weil man die Lautsprecher plötzlich auf der Bühne benutzt und nicht mehr im Wohnzimmer. Auch PA-Boxen werden auf die gleiche Weise berechnet, wie HiFi-Lautsprecher. Was anders ist, ist die Fertigung und Verwendung.

Ich meine - man kann Lautsprechergehäuse auch aus Panzerstahl bauen, damit das Gehäuse nicht mit mitschwingt.
Marmor ist besser.


Für die Verwendung im Freien wäre übrigens ein Tractrix-Horn in Verbindung mit einem BR-Gehäuse die bessere Wahl als ein reines BR-Gehäuse. Nachteil allerdings ist dann eindeutig die Größe... Und das Gewicht, denn idealerweise verbaut man gleich vier Tieftöner. Aber das ist wohl auch eher etwas für die zuvor erwähnten Line-Arrays...
 
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