Man kann eigentlich nur 3 Fazit's ziehen:
In einer Welt von wahnsinnig, wahnsinniger, am wahnsiggsten ist die EU wahrscheinlich das Einzige (Beste) was uns noch bleibt. Zynismus bringt uns da auch nicht weiter, im Gegenteil ,wir sollten alle Kraft daran setzen notwendige Reformen zu fordern, aber Ihr und damit letztlich uns allen, den Rücken zu stärken, denn sie ist alles was wir noch haben zwischen den ganzen Großmachtblöcken im Spektrum autoritärem Staatskapitalismus (china), autokratischem Totalitarismus (Rußland) und einer failed democracy aka Tech-Bro Oligarchy die ebenso ins autokratische abdriftet. 27 Einzelstaaten werden in dieser Zukunft gar nichts mehr reißen, soviel sollte nun wirklich als sicher gelten, falls noch irgendjemand das bezweifelt hat.
Zweitens hilft es ebenso wenig zu sagen, dass das ja alles nutzlos sei, weil man dagegen eh nichts machen könne. Wenn das ein valides Argument wäre, könnten wir nahezu auch jedes andere Gesetz einfach abschaffen weil die Straftaten ja trotz der Gesetze passieren und auch das Strafmaß hat darauf keinen nennenswerten Einfluss. Es geht vielmehr darum in einer Gesellschaft notwendige Leitplanken zu ziehen, was geht und was nicht, damit ein zusammenleben überhaupt möglich ist, denn oh wunder, die meisten halten sich am Ende des Tages dann doch an die Gesetze, außer vielleicht im Bagatellbereich. Es geht um Signalwirkung was gesellschaftlich akzeptabel ist und was nicht. Wir haben uns halt irgendwann mal weiterwentwickelt und beschlossen, dass man nicht mordend durch die Gegend rennen kann und sich dann das Eigentum der Opfer einverleiben kann. Jetzt mal übertrieben ausgedrückt. Und in so einer Welt will auch niemand leben.
Und drittens muss einem klar sein (und das ist wirklich auch nichts wirklich neues), es ist die Natur der Sache, dass Gesetze IMMER den realen Entwicklungen hinterherhinken MÜSSEN.
Zuerst muss ein Problem auftauchen, dann muss eine Gesellschaft es auch als Problem wahrnehmen, diese nimmt Kontakt mit der Gesetzgebung auf, bei alldem spielt die 4. Gewalt als Aufklärungskomponente auch eine wichtige Rolle und die gesetzgebende Kraft muss sich dann damit auseinandersetzen.
Und das kann in unserer komplexen Welt dauern. Und irgendwann kommt das fertige Gesetz, was dann Anwendung finden kann.
Und dieser ganze, langwierige Prozess fällt auch unter das Schlagwort "Bürokratie" aka Mühlen mahlen langsam. Aber so sehr man diese Bürokratie vielleicht manchmal auch verteufeln mag, am Ende des Tages ist die ungeliebte Bürokratie die einzige Form legaler Herrschaft, denn wenn sich nichts mehr an Gesetze halten muss herrscht die Willkür und damit das Chaos worin das schwächste Glied das einzelne Individuum ist, hilflos ausgeliefert, ohne die Möglichkeit den Staat, das Bundesland, oder die eigene Gemeine zu verklagen und vor Gericht zu ziehen.