Relak schrieb:
Naja, soweit hergeholt ist das nicht. Wenn ich mich heute dafür entscheide, nur mit einem Tanga und Netzhemd bekleidet durch die örtliche Einkaufspassage zu gehen, dann muss mir klar sein, dass die Leute mich schräg anschauen, Bilder machen und mich vielleicht sogar auslachen oder anfeinden. Stichwort Außenwirkung.
Wenn ich mich als Person freiwillig dazu entscheide, ein öffentliches Leben zu führen, ist unter anderem eine Konsequenz meiner Handlung, dass Leute mir eventuell nachstellen oder sogar parasoziale Bindungen aufbauen. Natürlich kann so etwas belastend sein und die Schwelle zum Ungesunden ist bestimmt fließend. Auf der anderen Seite gibt es bestimmt auch positive Aspekte. Alles hat Vor- und Nachteile.
Entscheidungen im Leben haben nun mal Konsequenzen.
PS: Mir ist bewusst, dass Stalking eine Straftat ist und man das „Recht am eigenen Bild“ hat; damit will ich die Opfer in keiner Weise diskreditieren!
PPS: Meine persönliche Meinung. Ich würde es ein bisschen differenzieren.
- Kinder (bis 14) haben für mein Empfinden nichts auf/in Social Media zu suchen. Da auch mal ein Wink an die Eltern: Lasst eure Kinder aus dem Internet raus. Die Plattformen sollten/müssten auch dementsprechend aussortieren.
- Jugendliche (bis 18) dahingehend schulen, dass sie schnellstmöglich eigenverantwortlich handeln. Verbieten wird nicht viel bringen; verbotene Früchte schmecken einfach zu gut.
- Erwachsene (ü18) sollten wissen, wie sie mit ihren Daten im Netz umgehen und was damit eventuell angestellt wird.
KIs sollten erkennen, sobald Kinder involviert sind, und einen Riegel vorschieben. Bei Jugendlichen einen Filter drüberzuklatschen (z. B. mit Hasenohren), lasse ich mir gefallen. Alles, was sexualisiert/ungesund ist, geht nicht.
Erwachsene: Wenn ich mich dafür entscheide, mir über die KI einen Bikini anziehen zu lassen, absolut fein. Sollte ich einer fremden Person einen Bikini anziehen wollen: nein. Person aus der
Öffentlichkeit: Moralisch absolut unterste Schublade, aber mit ganz viel Bauchschmerzen kann man es verstehen (nicht gutfinden).
Wenn ich mir das bisschen Social Media so anschaue, das ich nutze (YouTube), bekomme ich manchmal echt das Kotzen. Wie da die Kinder zum Teil für Klicks vor die Kamera (
Jindaouis) gezogen werden... Jetzt noch mit dem Wissen, dass irgendwelche Lustmolche sich daraus „KiPos“ basteln könnten... Für meinen Geschmack zu viel des Guten, aber es sind nicht meine Kinder und daher geht mich die Erziehung auch nichts an.
Und mal wieder viel zu weit ausgeholt... Aber ich hoffe, ihr versteht: Nicht nur die KI ist das Problem, sondern viel mehr wir Nutzer.