Ob eine "Platte(n) raus . Platte(n) woanders rein " Vorgangsweise zielführend ist,
hängt von mehreren Faktoren ab.
Bei onboard-Controllern funktioniert das nahezu immer, wenn
- der neue Controller vom gleichen Hersteller ist
UND
- die Firmware (BIOS-ROM) des Controllers neuer/gleich der alten ist.
Bei externen Controllern funktioniert das, solange das neue Modell kompatibel zum alten Modell ist.
In allen anderen Kombinationen bedarf es Spezialkennnisse, um den alten RAID an einen anderen Controller zu bekommen. Möglich ist aber alles, auch RAID0 oder 5.
Schlimmstenfalls kann man mit RAID-Rescue-Software den Inhalt auf ein Einzelvolume übertragen.
Bei Hardware-RAID1 eine einzelne Platte problemlos irgendwoanders weiterzuverwenden, funktioniert nur bei Controllern, welche die RAID-Metadaten nicht vorne, sondern hinten auf die Platten schreiben (was bei allen onboard der Fall ist)
Bei software-RAID'1 kann eine einzelne Platte nur dann weiterverwendet werden, wenn das neue System auch dynamische Datenträger im Basis- oder GPT- Format erkennt, und dieser "fremde" Datenträger importiert werden kann.
Es funktioniert also zB überhaupt nicht, einen halben soft-RAID1 von einem Win7 im GPT-Format an einem Netbook mit XP über USB-Adapter lesen zu wollen.
Einen RAID1 als einzige Backuplösung zu verwenden, schützt nicht vor Datenverlust.
Im normalen Heim-Anwenderbereich ist außerdem ein RAID1 eine absolut unnötige Performancebremse.