News Sicherungen und Backups: Habt ihr schon mal Daten verloren und wie schützt ihr euch?

Mein Beinahe-Datenverlust war zum frühen Studium: Wie schon x-mal bei der Neuinstallation von Windows war der Ansatz: C plattmachen, den restlichen Partitionen ist das egal. Und dabei vergessen, dass große Festplatten (also irgendwas in der Marke 200 GB) nicht mit Windows XP Basis erkannt werden, sondern erst mit einem Service Pack. Da hab ich einiges rumgetan. Am Ende war (soweit ich mich noch erinnern kann) die Lösung einfach: Windows Service Pack drauf, und die fehlende Partition wurde auf wundersame Weise inkl. aller Daten wieder erkannt.

Da es zudem die Zeit war, wo ich wegen Pendelei meine HDDs viel herumgetragen habe, war es mir dann auch eine Lehre, seitdem nutze ich externe HDDs als Backup.

Meine Backup-Strategie heute:
  • Vor Ort liegen 2 HDDs rum. Ein Outlook-Serientermin erinnert mich alle zwei Wochen daran, ein Backup zu machen. Dazu nutze ich FreeFileSync, um nur die tatsächlich geänderten Daten zu kopieren
  • Die 3. HDD liegt bei meinen Eltern. Bei fast jedem Besuch nehme ich also meinen Datei-Master mit und spiegle es dort

Zum Glück gab es seitdem selten das Szenario, dass ich was gebraucht habe. Es waren vielleicht einzelne Fotos, die ich vorschnell beim Sortieren gelöscht habe. Oder mal eine korrumptiere Excel-Tabelle.


Zum Thema "Keine Sicherung - kein Mitleid":
Für die jüngere Generation, die quasi mit PCs aufgewachsen ist: Ja, da gebe ich dem insgesamt Recht. Eine zusätzliche Festplatte kostet vielleicht 100€, da passen dann schon ~4 TB drauf. Gute Spiegelungssoftware gibt es auch umsonst und ist so aufgebaut, dass man damit nach ein paar Minuten gut zurechtkommt. Das steht in einem so günstigen Verhältnis zum Aufwand, mal Daten zu rekonstruieren. Also ein Muss für jeden.

Wenn ich an die Generation meiner Eltern zurückdenke: Die tun sich damit schwer, ich glaub da fehlt einfach der natürliche Zugang zur IT. Genauso wie die denken, dass mir der Zugang zu den kleinen handwerklichen Reparaturen fehlt :rolleyes: . Aktuell handhabe ich das so, dass ich die Datensicherung für meine Eltern mitübernehme. Zwar da nur auf einer Festplatte vor Ort, und dann vielleicht alle 1-2 Monate. Aber zumindest besser als gar nichts ist das auf alle Fälle.
 
  • Alle meine wichtigen Daten werden automatisiert auf dem File-Server zusammengetragen. Dafür nutze ich SyncBackPro.
  • Mein gesamter Homeserver (inkl. dem File-Server und der Nextcloud) werden per Veeam auf ein lokales NAS gesichert.
  • Es gibt von den Daten des File-Server sowie der Nextcloud eine Kopie auf einem NAS bei meinen Eltern (per VPN angebunden), per SyncBackPro aktuell gehalten.
  • Zusätzlich gibt es drei HDDs als offline Backup: eine im Tresor bei den Eltern, eine in der Schublade auf der Arbeit, eine bei mir im Schrank. Die werden regelmäßig durchgetauscht und dabei aktualisiert. Die anschließen ist der einzige manuelle Schritt.
Zugegeben ist die VPN aktuell down weil Zertifikat abgelaufen und ich hatte es beim ersten Versuch nicht hinbekommen ein neues Cert zu generieren und aktuell habe ich andere Dinge im Kopf.
 
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Ich habe meine Daten auf sehr vielen Platten und PC verteilt und erstelle regelmäßig Backups. Ich bin nur immer wieder erstaunt wie viele Menschen kein Backupmachen. Wieso die Daten sind doch im PC heißt es meistens. Den dämlichen Spruch kein Bckup Kein Mitleid kann ich nicht mehr hören. Viele wissen einfach nichts davon. Und gerne helfe Ich denen dann weiter.

Mfg
 
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Ehrlich gesagt hatte ich die lange Zeit in der ich keine Backups hatte vermutlich einfach Glück dass nie etwas passiert ist. 😂
Heute sichere ich mich zum Glück weiträumig ab.

Grundsätzlich halte ich das Thema Backup jedoch nach wie vor für zu wenig present in der breiten (nicht-technikaffinen) Bevölkerung.
Alle reden über Datenschutz, aber dabei irgendwie wie nie über den Schutz der Daten vor Verlust.
Zumindest sichern Android und Apple Geräte nach einfacher Einrichtung auf Google Drive / iCloud.
Grade bei der Boomer Generation und älter nehme ich aber bei dem allergrößten Teil meines Umfelds keinerlei Bewusstsein war.
Wenn ich um Hilfe („kannste mal rumkommen, der Computer macht wieder komische Sachen“) gefragt werde, weise ich zwar immer gerne darauf hin, jedoch ist die Ablehnung da noch immer groß, weil kein direkter Wehrwert gesehen wird.
 
Falls du schon einmal einen solchen Datenverlust hattest, wie kam es dazu?

Es fehlt der Punkt:

- Die Polizei hat meinen PC beschlagnahmt und nicht mehr rausgerückt.



😂😂😂 Gibt bestimmt einige hier im Forum
 
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Engaged schrieb:
Habe mit Windows 10 mal neu aufgesetzt, und meine externe Platte aus Versehen schnell formatiert, Gott sei Dank war die Musik noch bei Google play music damals, und Fotos etc sowieso in Google Drive und mega, das war mein größter Unfall, mit etwas Bastelarbeit und Geduld konnte ich aber alles wiederherstellen.

Inzwischen ist alles auf zwei Rechnern, meiner next Cloud, 2 externe Datenträger, und Google Drive, sowie mega. 👌😅
damals? Das war vor kurzem, so lange gibt es Google Drive etc. noch gar nicht. Ich werde offenbar alt...
 
Nette musikalisch unterstützte Erinnerung vielleicht doch mal ein Backup zu machen:

;)
 
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Die IBM Deathstar sollte ein eigenes Auswahlfeld erhalten ;)
Das ist mehr als 20 Jahre her und bei mir Anlass für eine vernünftige Backup-Strategie gewesen. Ansonsten sind mir nur diverse USB-Sticks (Sandisk, Kingston) abgeschmiert. Die waren aber stets nur dafür da, um im Arbeitsprozess kleinere Datenmengen von einem Computer auf einen anderen zu transferieren.
 
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Toms schrieb:
Ich hasse diesen Spruch "Kein Backup, kein Mitleid" wie die Pest. Ich kann das gar nicht ab wenn das jemand unter einen Beitrag postet, wo jemand um Hilfe bei Datenverlust bittet. Jeder, der schonmal wichtige Daten verloren hat weiß, wie sich das anfühlt und so ein "nachtreten" ist selten hilfreich und erst recht nicht notwendig. Dennoch fühlen sich einige immer wieder dazu berufen, das zu posten.
Verständlich und da bin ich 100% bei dir!
Nachtreten und Häme sind ein nogo!

Jedoch hält sich auch mein Mitleid in Grenzen, wenn es Menschen trifft, die es klar wissen müssen oder es auf mehrheitlichem anraten nicht machen.
 
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Ich arbeite auf einem NAS, wo wichtige Dokumente und Bilder auf 2 separaten Storagepools, auf separaten Datenträgern synchronisiert werden.
Zudem werden die Daten automatisch mit OneDrive synchronisiert.

Daten wie Aufnahmen aus dem TV oder andere Videos werden nicht in die Cloud gesichert, da verlasse ich mich auf mein RAID5 System, wenn das dann wirklich sterben sollte, wäre das aber kein riesiger Verlust.

Auf den genutzen PCs ist lokal quasi nichts wichtiges drauf, das sich zu sichern lohnt, unsere Macs werden per Time Machine auf dem NAS gesichert.

Ansonsten ist von iPhones, iPads und co. alles in iCloud gesichert.
 
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Ich habe noch nie Backups von meinem PC gemacht und werde es auch so halten.
Handy ist mehr oder weniger in der Cloud und Passwörter auch. Alles andere ist überflüssig in meinen Augen.
 
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Meine WD Mybook mit 8TB gab eines Morgens nurnoch Klick Geräusche von sich, leider gab es kein Backup, zumindest kein halbwegs aktuelles.

Da ich eh über den Kauf eines NAS nachgedacht hatte, hab ich den Plan dann in die Tat umgesetzt und werde die defekte Festplatte wohl über die Datenrettung retten lassen, da dort auch viel drauf ist, was ich nirgends sonst gespeichert hatte.Hoffe es wird nicht all zu teuer.
 
5lacker schrieb:
Problem bei meinem Datenverlust war dass ich die Daten verschlüsselt habe und den Key jeweils verlegt hatte…
Ab in einen physischen Tresor damit!
 
Gutes Thema für eine Umfrage. Bei mir beginnen alle sicherungsrelevanten Ordner auf dem Datenlaufwerk mit einem "_". Das sind vor allem private Fotos, Videos und Dokumente. Ich habe einen USB-Stick mit 256GB, auf dem ich relativ regelmäßig ein Backup erstelle. Außerdem habe ich eine externe Festplatte, die ich woanders aufbewahre.

Dazu kommt noch, dass die Daten teilweise redundant auf mehreren Systemen vorgehalten werden oder zusätzlich in der Cloud liegen.

@Vitche
Bei den Fragen gibt es teilweise keine zutreffenden Antwortmöglichkeiten. Bspw. Bei der ersten Frage: Ich hatte noch nie einen Datenverlust und habe Backups. Ich muss aber entweder sagen, dass ich keine Backups anlege oder dass mich meine Backups mindestens einmal vor einem Datenverlust bewahrt haben.
  • Nein, noch nie – obwohl ich keine systematischen Backups anlege.
    16,2 %
  • Nein, noch nie – dank meines Backups, das hat mich schon mindestens einmal vor einem Datenverlust bewahrt.
    14,8 %
 
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Mir ist die m.2 SSD beim RAM OC abgeschmiert...
Konnte das sogar mal ungewollt reproduzieren. Musste die dann neu partitionieren damit sie wieder erkannt wird.

Da ich aber alle wichtigen Daten auf dem NAS habe waren das nur ein par Screenshots aus dem eigene Bilder Folder die verloren gingen.

Im NAS werkelt eine 2 TB SSD die auf ein Raid-z1 gespiegelt wird.
Von da gibts nen Offshore Backup außer Haus.

neutrongummi schrieb:
Selbst Schuld" ist zu einfach gesagt. Viele Leute sind halt nicht tief in der IT Materie drin.
Dazu muss man nicht in der Materie drin sein...
Mein Chef hat letzthin gesehen wie jemandem sein Handy kaputt ging...
Da hat er mich gefragt "Ja sind denn dort alle Daten einfach so weg? Ist das nicht in der Cloud" hab ich ihn erklärt das er dazu mit Google Photos ein Abo lösen müsse, diese aber alles durchscannen und daher keine Privatsphäre existiert.
Seither haben wir Immich auf dem Firmen NAS laufen.
Das macht in der Nacht backups.



Screenshot_20251109-123424_Firefox_1.png

@Vitche da fehlt noch "Mein NAS erstellt ein automatisches Offshore Backup"
 
Habe viele externe HDDs für Backups.
Unwichtige Daten landen auf 2 unterschiedlichen HDDs.
Wichtige Daten sind zudem mindestens noch ein weiteres Mal intern vorhanden (der wichtige Kram ist zum Vergleich zum Unwichtigen recht klein).

Das Backupprozedere ist an sich komplett automatisiert (eigens gebautes Python-Skript). Muss nur die händisch die Festplatten anschließen; will die auch auf keinen Fall dauerhaft laufen lassen.

Das Skript archiviert definierte Ordner mit vielen Dateien in ein Zip, da der Umgang mit vielen Dateien immer recht eklig ist.
Es werden inkrementell immer nur die Daten des aktuellen Jahres gespeichert (fast alle meine Dateien speichere ich jahresweise, das funktioniert für mich als erzwungene Ordnungsmaßnahme recht gut).
Zudem werden automatisch Prüfsummen generiert, sodass man auch mal die gesamten Backups gegen Bit-Rot gegenprüfen kann (da gabs auch irgendein Dateisystem, das dass automatisch macht, aber ich glaube nicht für Windows?!).
 
Ich nicht, aber zu Zeiten meines B2C Telefonvertriebs eines großen Resellers hab ich erlebt wie uns jemand angefleht hat seine externe Festplatte zu reparieren da er nur auf dieser Fotos von seiner Hochzeit und seinem Ersrgeborenen hatte. Manche Daten kann man nicht mit Geld aufwiegen und das Beispiel hat mir im Laufe meiner Karriere geholfen viele Backuplösungen zu verkaufen 😅
 
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Schon mal Daten verloren?

Ja.
Rechner neu aufgesetzt, Backupplatte nicht ausgebaut und beim Partitionen gelöscht mit gekillt.

War aber irgendwie auch gut so, hat seit dem bei allen Resets und so weiter als Mahnung gereicht und seitdem keine Verluste mehr.

Nas daheim für jeden Reset als Backup vorher, 2. Nas außerhalb, komprimierte Backups in der Cloud.
 
Moin,

Aktuell bin ich noch dabei die Passwörter auf Vordermann zu bringen. Am sichersten ist natürlich Keepass, plus Hardware Key, lokal und offline Backup an zwei Standorten.

Leider nicht praktikabel da ich auch noch meine Eltern berücksichtigen muss. Vertraue da auf Proton Pass Family + Passkeys und mind. 2FA.

Dann wird sich der Backup Sache angenommen. Aktuell alles in OneDrive bzw. Fotos Noch in der ICloud. Zukünftig kommt noch eine Verschlüsselung der wichtigen Daten in OneDrive hinzu und es wird jeweils eine 1 TB SSD bei mir und meinen Eltern insgesamt 100km Abstand deponiert. Damit sollte man keinerlei Probleme mehr haben.

Zum Thema Datenschutz: Bank, Finanzund Gesundheitsdaten werden verschlüsselt. Der Rest ist okay für uns in der cloud.
 
Ich fertige manuell Backups an in 2 Stufen.
Bei wichtigen Änderungen an Daten, die ich nur lokal vorliegen haben möchte, Briefe, Tabellen, etc, kommen diese auf ein anders Laufwerk auf dem gleichen Rechner. Dann wird in etwa monatlich der Ordner auf 2 externe Laufwerke gebannt. Da sich die Datenmenge dabei im Bereich von wenigen Gigabyte bewegt, sind auch mindestens 3 Vorversionen auf den externen Datenträgern vorhanden. Die Datenträger werden dann wieder an unterschiedlichen Orten verstaut (Georedundanz).

Es kann natürlich sein, dass dann mal ein paar Tage Daten weg sind, die wichtigsten sollten jedoch immer vorhanden sein. Das schöne Thema Überspannung ist eines, das ich bereits 2 Mal hatte und es war nie alles im PC zerstört, somit sind auch hier 2 defekte Datenträger im gleichen System eher selten.
 
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