Simfy, Spotify, Grooveshark... oder was?

Au wei, deshalb ist es wohl um Napster etwas ruhig geworden. Wenn sie sich damit nur nicht ins eigene Bein geschossen haben...
 
Hm, was heißt ins eigene Bein geschossen. Im Prinzip sind die nur auf eine den Mittbewerbern ähnliche Technologie gewechselt. Die Hardwarehersteller werden, sofern der Dienst seine Nutzer halten/ausbauen kann, die neue API anpsrechen. Die sind eben Oportunisten. Das sind aber auch die User. Napster war vor allem deshalb beliebt weil sie WMA Files mit Microsoft DRM verwendeten. Das war leicht zu entfernen und man konnte die über die Flatrate bezogenen Dateien verwenden wie man wollte. Naja, und das hat eben viele gelockt und dann auch verprellt als es nichtmehr ging. Im Prinzip geht das heute auch noch, ist allerdings etwas aufwändiger.
Ist ein bisschen wie mit Windows. Wäre es in den 90ern nicht so einfach gewesen es zu kopieren hätte es nie diese Verbreitung erfahren.
Was mich aber bei der Suche nach dem passenden Streaming Dienst nicht wirklich weiter bringt;-)
 
gaunt schrieb:
Hm, was heißt ins eigene Bein geschossen. Im Prinzip sind die nur auf eine den Mittbewerbern ähnliche Technologie gewechselt.

Ich meine damit, Napster hatte die Gunst des frühen Markteinstiegs. Und weil der Markt für Audio-Streaming anfangs nur wenige Anbieter wie Deezer und Napster kannte, Napster aber das breitere Angebot hatte, entschieden sich viele User früh für diesen Dienst. Vor allem die frühe Integration in Hardwareplayer und die problemlose Bedienung, brachten Napster eine recht große Community ein. Deshalb hat Napster vor einigen Jahren sogar Sonderpreise für langjährige Nutzer eingeführt. Hier wurde also nicht mehr nur auf Expansion, sondern auf Liquidität geachtet, die eben durch einen bequemen Sockel an zahlenden Nutzern ermöglicht wurde.

Und nach diesen harten Jahren der Marktdurchdringung den langjährigen Usern einen Grund zu geben, sich mal auf dem mittlerweile heiß umkämpften Markt umzusehen, DAS halte ich für eine gefährliche Sache. Denn dadurch verliert man Marktanteile, was den Shareholdern sicher nicht gefallen dürfte.

Zurück zum Thema: ich habe gerade gelesen, dass Napster auch Hörbücher und Hörspiele anbietet. Kennt jemand eine Übersicht, welche Dienste das anbieten und wie der Umfang ist?
 
Bei Grooveshark reicht es übrigens, wenn du die Hauptseite per Proxy betrittst.. danach kannst den Proxy ausmachen und "innerhalb" der Grooveshark seite mit deinem normalen Speed surfen. Habe ich irgendwo gehört.
 
@FreeZer
Ja, geht. Es gibt Browser Plugins die genau das recht komfortabel machen. Groveshark selber ist ja auch nicht wirklich dran interessiert seinen Usern das Leben schwer zu machen. Deshalb wird der Geotargeting Check nur zu Beginn der Session ausgeführt und du kannst deine Session auf einen andere IP mitnehmen.
Das hilft dir aber i.d.R. nix auf deinem Handy oder wenn du in einem Firmennetzwerk sitzt welches über eigenen Proxys/FW geht.
Für deinen Desktop PC daheim aber durchaus machbar.

Wie die rechtliche Lage ausschaut kann ich nicht sagen (mal davon abgesehen das Groveshark eh in einer Grauzone aktiv ist). Soweit ich weiß gab es nicht mal einen handfesten Grund das deutsche Angebot zu "blocken". Ist durchaus möglich das die GEMA hier nur vorgeschoben wurde und man sich nicht wirklich drumm bemühte eine Lösung zu finden.

Für mich ist Groveshark bei der Suche nach nem guten Streaming Dienst immer ein bisschen außen vor, da es zu viele funktionale Einschränkungen und rechtliche Unklarheiten gibt.
 
ich kann nur spotify empfehlen. kostenlos, aber es kommt alle 30 min kurz werbung. ich kann damit leben. ansonsten kann man noch n monatsbeitrag zahlen, (nicht viel) und man hat keine werbung und kann auch unterwegs spotify benutzen.

finde die radio funktion sehr sehr gut, weil man so schnell neue gute musik findet!
Ergänzung ()

bin für spotify =)
 
Ich hab' Simfy und Spotify ausprobiert und muss zugeben, ich finde weder beim einen noch beim anderen irgendwelche Playlisten außer der üblichen "Neu im Angebot" und "Top 50". Bei beiden Anbietern muss ich mir die Playlisten also mühsam selbst zusammen stellen. Das ist ziemlich schwach, weil ich so ja nicht auch mal mir unbekannte Musik entdecken kann. Daher werde ich wohl erst mal bei Spotify bleiben, da dieses kostenlos ist. Aber letztendlich höre ich dann wohl wieder Radio, denn da stellt mir eine Musikredaktion eine Playlist zusammen. Etwas was halt bei Spotify und Simfiy vollkommen fehlt.
 
Die einzige Möglichkeit ist derzeit wohl, die Playlisten anderer User zu nutzen. Bei Deezer gibt es glaube ich so 'ne Art "Deezer Radio". Vielleicht ist das ja was für Dich?

Für mich ist aber noch immer am unverständlichsten, dass keine dynamischen Playlisten möglich sind. Laut Spotify ist die Entwicklung dieses Standards nicht einmal in Planung (Stand Anfang Januar 2013).

Quelle: http://community.spotify.com/t5/ide.../ideaexchange/article-id/1352/page/1#comments
 
Soweit ich es gesehen habe (jedoch noch nicht ausprobiert) gibt es bei Spotify Apps die genau sowas können. Man gibt einen bestimmten Wunsch ein (z.B. Soundtracks) und dann wird dynamisch eine Playlist abgespielt bzw. ein solches Radio abgespielt, ähnlich wie in Last.fm dann mit der Suche nach Genre/Richtung.
 
Grooveshark ist das non plus ultra. Deswegen ist es auch von der Gema in Deutschland untersagt.

Es gibt keine komplette online-musik bibliothek, es fehlen immer irgendwelche songs aber bei Grooveshark findest du das mit Abstand breiteste und am besten gestreute Angebot.
Ebenfalls sehr gut funktioniert dort die "like/dislike" Funktion bei songs, die dir beim Radiohören dann neue Songs vorschlägt, die dir gefallen könnten. Das funktioniert bei Grooveshark wesentlich besser als irgendwo sonst, obwohl das natürlich meine subjektive Einschätzung ist.

In Deutschland kann man auf Grooveshark mit 2 Wegen weiterhin zugreifen:
1) indem man einen Premium account gekauft hatte, bevor die Gema wieder über uns alle drübergekotzt hat (oder kann man heute auch noch nen Premium account kaufen?)

2) man geht über einen proxy auf die grooveshark seite und macht den proxy wieder aus. Dann ist man ohne proxy auf grooveshark und kann ganz normal die Seite benutzen. Wenn man den Browser/Grooveshark tab schließt, muss man allerdings wieder mit proxy rein gehen und kann den dann wieder ausmachen.

Ist total lächerlich und zeugt von der Tech-Unfähigkeit von so idiotischen Lutschervereinen wie der Gema.

Mir ist die Proxy-Umgehung von Grooveshark zwar ein Dorn im Auge aber das geht so schnell und funktioniert danach einwandfrei, das ich keinerlei Sinn hinter so Sachen wie spotify und co sehe. Habe die seiten mal ausprobiert aber es sind alles Gängeleien, die mit Werbung und Co überladen sind oder einfach grausam designed. Ferner ist das Musikangebot auf diesen seiten immer wesentlich "pop-lastiger". Man findet also viel weniger "nicht mainstream" musik.

Man sollte auch anmerken, das so Seiten wie spotify und co erst überhaupt einen Fuß in den Markt bekommen haben, als die Gema Grooveshark zugemacht hat. Vorher waren das total irrelevante Anbieter. Bin mir sicher, da sind an die Gema auch entsprechende Schmiergelder geflossen.


Das einzige, was mir bei Grooveshark fehlt, ist das ich es noch nicht auf meinem Android tablet zum Laufen bringen konnte, weil ich nicht weis, wie ich da ne Proxy Umgehung schaffe bzw. dort eine entsprechende App brauche. Hatte da schon Ansätze gefunden aber bin irgendwann hängen geblieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze Spotify und bin ziemlich zufrieden.
Ich finde fast alles was ich höre (bis auf wenige Ausnahmen, aber das ist bei jedem Dienst so).

Was ich negativ bewerte:
- Spotify setzt auf P2P um ihre Server zu entlasten. Finde ich eine absolute schweinerei, vorallem wenn Premium Kunden ebenfalls als P2P genutzt werden. Deshalb habe ich mir Netlimiter installiert und den Upload von Spotify auf 3kb/s begrenzt.
- Die Oberfläche könnte (in der Desktop Version) mal langsam eine Überarbeitung bekommen. Die Playlisten könnten leichter zu managen sein, zudemm könnte Platz besser genutzt werden.
- Es fehlt - in jeder App (Windows, Android..) eine Repeat-Track Funktion. Man kann nur komplette Playlisten wiederholen, einzelne Tracks NICHT! Warum auch immer die das nicht eingebaut habe... Schwachköpfe.

Das wars eigentlich.

Ich hatte alternativ Rdio und Deezer getestet.

Rdio ist ebenfalls super, die Oberfläche ist besser als bei Spotify, zudem gibts auch eine Repeat-Track Funktion. Dafür gabs ein paar Sachen, die ich höre, auf Rdio nicht bzw. waren für Deutschland nicht freigeschaltet (auf Spotify schon o_O). Zudem bietet Rdio eine Web-Oberfläche (wobei das für Spotify auch angekündigt ist und im 1Q 2013 kommen soll, hoffentlich mit diversen Updates für die anderen Apps).
Vom Song-Katalog sind Rdio und Spotify ähnlich gut - es gibt halt hier und da Sachen, die es auf Spotify nicht gibt und vice versa!

Deezer fande ich nicht so besonders, weder die Web-Oberfläche noch die Android-App! Damit machen die sich einiges kaputt, weil der Song-Katalog eigentlich ebenfalls ganz okay ist.


Zusammenfassend:

Ich kann Spotify und Rdio empfehlen, bin aktuell aber Spotify Kunde und finde die 10€ monatlich eigentlich sehr fair - zumal ich sehr sehr viel Musik höre und bei Spotify sehr viel neue Musik entdecke.



Insgesamt muss man bei diesen Streaming-Diensten aber folgendes im Hinterkopf behalten:

Euch gehört hier nichts! Sobald ihr euren Account kündigt bzw. das Abo nicht verlängert, habt ihr diese Musik nicht mehr, könnt eure Playlisten nicht mehr hören etc.
Wenn ihr Musik kauft (CD, iTunes oder bei Amazon MP3 etc.) gehört euch die Musik, ihr könnt damit (im Prinzip) machen was ihr wollt und euch kann sie keiner mehr wegnehmen.
Ergänzung ()

6shop schrieb:
es interessiert mich doch, nur ist es (bis jetzt) unbegreiflich für solche dienste 10€/monat auszugeben. kauf ein album, dann gehört es dir bis zum sankt nimmerleinstag - egal wo du bist. und auch youtube funktioniert daheim, unterwegs und in der arbeit

Du verstehst das ganze scheinbar kein bisschen, oder?

Klar kannst du dir das Album kaufen und es gehört dir.
Aber du bezahlst für ein Album schon mehr als für Spotify im Monat. Und bei Spotify bekommst du deutlich mehr als ein Album - du kannst soviel hören wie du willst, undzwar alles was Spotify im Song-Katalog hat!
Wenn du all das, was du dort hörst, dir auf CD kaufen würdest - dann wärst du ganz schnell arm. Das geht (für mich zumindest) nicht!
Bei mir würde es drauf rauslaufen, meine Lieblings-CDs zu kaufen, den Rest aber zu downloaden - weil ich einfach nicht soviel Geld habe mir alles zu kaufen.

Spotify ist für mich eine Lösung! Ich kann alles hören, und das was mir super gefällt kann ich mir immernoch auf CD kaufen (so handhabe ich es aktuell).

Spotify funktioniert auch überall. Entweder per Desktop-App, Web-Oberfläche (aktuell in der Beta) oder Android/iOS. Zudem kannst du dir deine Playlisten downloaden, dh. eine Internetverbindung ist dann nicht notwendig.
 
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Acrylium schrieb:
Ich hab' Simfy und Spotify ausprobiert und muss zugeben, ich finde weder beim einen noch beim anderen irgendwelche Playlisten außer der üblichen "Neu im Angebot" und "Top 50". Bei beiden Anbietern muss ich mir die Playlisten also mühsam selbst zusammen stellen. Das ist ziemlich schwach, weil ich so ja nicht auch mal mir unbekannte Musik entdecken kann.

Nochmal etwas zu diesem Thema, da ich gerade eine ältere c't durchgeblättert habe:

Laut c't 1/2013 Seite 29 soll es in der Browser-Oberfläche von Spotify eine Funktion namens "Discover-Feed" geben. Diese schlägt Lieder anhand des eigenen Nutzungsverhaltens vor und ermöglicht damit genau das, was Du bisher vermisst: das Entdecken neuer Musik.

@voodoo_child: das mit dem P2P-System ist bisher völlig an mir vorbeigegangen. Wird dies irgendw offiziell erwähnt und weißt Du, ob das bei der Nutzung des Browserinterface auch so funktioniert? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen!? Und wie ist das bei der Nutzung der mobilen Variante? Hier wäre das P2P-System doch absolut wahnsinnig!
 
Deliberation schrieb:
Nochmal etwas zu diesem Thema, da ich gerade eine ältere c't durchgeblättert habe:

Laut c't 1/2013 Seite 29 soll es in der Browser-Oberfläche von Spotify eine Funktion namens "Discover-Feed" geben. Diese schlägt Lieder anhand des eigenen Nutzungsverhaltens vor und ermöglicht damit genau das, was Du bisher vermisst: das Entdecken neuer Musik.

@voodoo_child: das mit dem P2P-System ist bisher völlig an mir vorbeigegangen. Wird dies irgendw offiziell erwähnt und weißt Du, ob das bei der Nutzung des Browserinterface auch so funktioniert? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen!? Und wie ist das bei der Nutzung der mobilen Variante? Hier wäre das P2P-System doch absolut wahnsinnig!

Irgendwo wirds erwähnt, glaub im FAQ oder so. Obs bei den mobilen Apps auch so ist weiß ich nicht, hab das noch nicht kontrolliert, aber ich glaub nicht.
Müsste es mal testen, mal sehen ob ich ne App finde die den Upload-Traffic loggen kann, nicht nur den Gesamtraffic.
Ich höre nämlich, wenn ich nicht im WLAN bin, eigentlich nur meine runtergeladenen Playlists und aktuell hab ich nen Verbrauch von 70mb über 3G (innerhalb der letzten 14 Tage) - also relativ wenig.


Hier steht folgendes:

There is no way to disable P2P, but you can use a Mobile Spotify. Mobile app does not use a P2P.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deliberation schrieb:
Laut c't 1/2013 Seite 29 soll es in der Browser-Oberfläche von Spotify eine Funktion namens "Discover-Feed" geben. Diese schlägt Lieder anhand des eigenen Nutzungsverhaltens vor und ermöglicht damit genau das, was Du bisher vermisst: das Entdecken neuer Musik.
Die Funktion gibt's nur in der Browser-Version und nicht in der normalen Windows-Anwendung, oder? Weil ich sie nicht finde...
Mir würd's ja schon reichen ein paar Playlisten zu finden wie z.B. "Neu bei Klassik" oder "Chillout", "Romantic", etc.
 
Von der Windows-Software war keine Rede, der Artikel bezog sich nur auf die Browser-Version. Aber was spricht dagegen, die Version zu nutzen, welche die gewünschten Features hat?
 
Spotify ist Top

Offline Modus und keine Werbung lohnt sich
 
Also Napster hat i.d.R. aac mit 192 VBR. Das ist so gut dass ich selbst auf einer guten Anlage keinen Unterschied zu einer CD höre.

hab mich gestern mal zur Probe angemeldet. Den Unterschied von Napsters 192aac zu Spotify 320ogg hört man auf guten Kopfhörern sehr deutlich. Dafür hat Napster angeblich viele Hörbücher.
 
Den Unterschied von Napsters 192aac zu Spotify 320ogg hört man auf guten Kopfhörern sehr deutlich
Das erstaunliche ist: Wenn die Leute es wissen hören sie einen Unterschied. In einem Doppelblindtest erkennt den Unterschied so gut wie niemand mehr. Ist so ein bisschen wie mit den Wünschelrutengängern.
Was aber sein kann: Nicht alle Files bei Napster sind in 192kBits verfügbar. Einige wenige laufen auf nur 64kBits. Und den Unterschied hört man dann tatsächlich sehr deutlich.
 
Worin drückt sich dieses "deutlich" denn aus? O.o

Klingt das eine evtl nur basslastiger, und damit in den Augen einiger "besser", obwohl das Orginal nicht diese Eigenschaft hatte?
 
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