Sinn des Defragmentierens bei FAT

9dem0n9

Ensign
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Hi ihr Forumnutzer,

ich habe hier mal ne Frage, die mir das Internet leider nicht zufriedenstellend beantworten konnte:
Warum wird bei einem Computer der ein FAT Dateisystem verwendet immer empfohlen zu defragmentieren? Wie das Defragmentieren funktioniert ist mir ja schon klar, nur wo genau soll dadurch ein Vorteil entstehen?
Die FAT enthält ja die Adressen der Blöcke, die zu einer Datei gehören und dieser sollte es daher ja egal sein, ob eine Datei in den Blöcken 1, 2 und 3 oder 7, 3 und 5 ist.

Und wie sieht das eigentlich bei NTFS aus, bzw. wie habe ich mir die Funktionsweise von NTFS vorzustellen?

mfg 9dem09n9
 
Der Vorteil ist einfach, dass die Blöcke näher beieinander liegen. Es kostet Zeit, wenn der Lesekopf der HDD für eine Datei ständig vom Anfang bis zum Ende der Platte springen muss.
 
Und um das noch zu Ende zu führen, eine defragmentierte Platte kann demnach Daten eben merklich flotter Datenauslesen als eine Fragmentierte.
 
Natürlich könnte es egal sein, wo die Daten abgelegt sind, ist es aber nicht, da die Festplatten fragmentierte Dateien sich zusammensuchen müssen, was natürlich alles langsamer macht. Besonders bei vielen weit verstreuten Blöcken, springt der Schreib/Lesekopf der Platte zu häufig, bzw. muss Rotationszyklen verstreichen lassen, um in Reiehfolge zu lesen oder schreiben. Bei einer stark fragmentierten Platte kann man in der Analyse (XP) erkennen wie die Verteilung auf der Platte ist. Bei größeren Platten ist es sogar noch schlimmer, da die Wege dort länger werden.
Bei ntfs ist diese Problematik immer noch vorhanden, jedoch glaube ich entschärft. Frag mich jetzt keiner genau. ;) .
Müssten aber genügend Erklärungen im Netz oder sogar hier im Forum existieren.
 
Bei einer stark fragmentierten Platte tritt oft ein stottern auf, was man auch deutlich hört.
Bei NTFS gibt es einige Optimierungen, bspw. werden häufig genutzte Daten, auf das innere des Platters gelegt, da dort der Zugriff kürzer ist. Die Daten im inneren werden schneller gelesen und geschrieben.

Bei einer SSD demgegenüber ist es irrelevant wo die Daten liegen, der Zugriff auf jedes Bit ist gleich.
 
Demnach sollte das Problem dann aber unabhängig vom verwendeten Dateisystem sein. Die Daten sind bei NTFS bzw. I-Node basierten Dateisystemen ja genauso auf der Festplatte verteilt wie bei FAT. Wieso spielt hier das Defragmentieren dann keine so große Rolle mehr? Was wird hier dann geschickter gemacht als bei FAT? Hier könnte man höchstens etwas verbessern, indem man über einen Algorithmus den optimalen (was auch immer das dann ist) freien Speicherplatz ermittelt, bevor etwas geschrieben wird, aber das ist ja dann eigentlich nicht mehr Teil des Dateisystems.

Der Vorteil, den das Defragmentieren demnach bringt, liegt nur darin, dass der Lesekopf der Festplatte nicht so viele Bewegungen machen muss, sondern in einer Bahn die Daten lesen kann. Dachte nicht, dass das so viel ausmacht bei den Zugriffszeiten (mehr oder weniger) moderner Festplatten.

Danke und Gruß
9dem0n9
 
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