HDD-Klonen & Defragmentierung

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oskdueh

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hi, was meint ihr zum folgende, szenario ?

a) hdd1 wird auf hdd2 geklont bit für bit. anschliessender vergleich = pass
b) dann wird die hdd1 defragmentiert.
c) was sagt eure logik ? würde ein erneuter compare der beiden hdds fehlerfrei verlaufen ?
oder aber würde es zu fehler kommen, weil die daten auf der hdd1 woanders liegen auf der hdd durch die defragmentierung ?

es ist ein wenig verwirrend.
auf der einen seite sind ja die daten da...auf beiden hdds. nur jetzt halt auf hdd1 woanders als vorher. würde das ein externes compare gerät, welches bit für bit vergleicht, checken ? oder eher nicht ?

eine software-basierte compare-lösung wie "beyond compare" , welche lediglich dateien vergleicht...eürde sicher höchstwahrscheinlich eine fehler anzeigen...
 
oskdueh schrieb:
welche lediglich dateien vergleicht...eürde sicher höchstwahrscheinlich eine fehler anzeigen...
warum sollte sie? die dateien sind die gleichen...

warum überhaupt defragmentieren? wenn du entsprechende zugriffszeiten brauchst, nimm eine ssd. mit dem defragmentieren einer hdd braucht man mehr zeit als dass man das später mit evtl. kürzeren zugriffszeiten wieder rausholen würde.
 
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0x8100 schrieb:
warum sollte sie? die dateien sind die gleichen...
Genau das, da die CRC-Werte dieselben sind.
Ansonsten wäre ja auch der CRC-Abgleich nach Download sinnlos, da dann die Datei definitiv an einer anderen Stelle liegt!
 
oskdueh schrieb:
es ist ein wenig verwirrend.
auf der einen seite sind ja die daten da...auf beiden hdds. nur jetzt halt auf hdd1 woanders als vorher. würde das ein externes compare gerät, welches bit für bit vergleicht, checken ? oder eher nicht ?
Viele tools, wie rsync schaue bspw auf die Metadaten. Wie groß ist eine Datei und wann wurde sie zuletzt modifiziert.

Andere Tools schauen auf hash / prüfsumme.

Das Dateisystem zerlegt jede Datei in bspw. 4kb Große Blöcke und hat eine Liste welche Blöcke in welcher Reihenfolge zusammen und zu welcher Datei gehören.

Beim defragmentieren verändert sich physisch der ort auf dem datenträger
 
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Kommt drauf an, ob Datei-weise oder wirklich komplett Bit-weise verglichen wird. Wenn du einen Abgleich der Dateien vornimmst, dann wird das Ergebnis identisch sein (sofern alles korrekt gelaufen ist). Hierbei werden schließlich die Prüfsummen der eigentlichen Dateien verglichen, nicht die derer Metadaten. Die Inhalte dieser Datenblöcke bleiben gleich; deren Adressierung ist egal.
Wenn hingegen wirklich die komplette Festplatte Bit-Weise verglichen würde, dann würde es sicherlich zu Abweichungen kommen; denn wenn sich die Adresse von Speicherblöcken in den Meta-Daten ändert, wird sich deren Prüfsumme, also die Meta-Daten, verändern. Würdest du also ein Image der Festplatte anlegen, einmal vor und einmal nach Defragmentierung, würden sich diese sicherlich unterscheiden, weil hier auch komplett die Metadaten mit drinnen sind bzw. berücksichtigt werden.
 
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oskdueh schrieb:
a) hdd1 wird auf hdd2 geklont bit für bit.
hier musst du genauer werden!
welches OS? welches Tool? Welche Devices/Geräte/Filesystem?

würdest du das z.B. bei Linux mit dem "raw-device" machen, dann hast du hinterher natürlich Unterschiede. Machst du das "über das File-System" gar nicht auf Device Ebene sondern "bit für bit" nur jeweils für eine Datei, dann sollte das hinterher gleich sein.

es gibt auch Tools, die irgendwo dazwischen agieren, also schon auf Geräte Ebene aber "unbenutzte" Bereiche beim Klonen auslassen, um schneller zu sein.
 
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Interessant, was man in einem Thema lernen kann und über was man sich selbst Gedanken macht.

Mir sind dazu nämlich folgende Fragen eingefallen:
  • macht es bei heutigen HDD-Größen zeitlich überhaupt Sinn eine komplette Platte samt Leerblöcken zu klonen?
  • Ist eine exakte Kopie nicht nur mit dem gleichen HDD-Modell (Größe und Anzahl der Sektoren) möglich?
    Denn ansonsten sitzen die Daten physisch sicherlich in anderen Sektoren der HDD, wenn z.B. eine 5,25" HDD auf eine 3,5"-HDD gleicher Kapazität geklont wird. Nur die Anzahl an Leerbits zwischen den Daten wird gleich sein.
 
00Julius schrieb:
macht es bei heutigen HDD-Größen zeitlich überhaupt Sinn eine komplette Platte samt Leerblöcken zu klonen?
kommt wie immer darauf an...
vielleicht möchte man nur sicherstellen, dass wirklich alle Blöcke lesbar sind. Ob das jetzt Sinn macht oder nicht, egal, schaden kann es doch auch nicht (wann man es nicht völlig übertreibt).

00Julius schrieb:
Ist eine exakte Kopie nicht nur mit dem gleichen HDD-Modell (Größe und Anzahl der Sektoren) möglich? Denn ansonsten sitzen die Daten physisch sicherlich in anderen Sektoren der HDD, wenn z.B. eine 5,25" HDD auf eine 3,5"-HDD gleicher Kapazität geklont wird.
auch hier jain, seit LBA muss das Ziel ja nur >= Sektoren haben (ob man davon booten kann, ist eine andere Sache), du kannst das doch sogar in eine Image Datei klonen.
 
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Mickey Mouse schrieb:
du kannst das doch sogar in eine Image Datei klonen.
Stimmt, das habe ich sogar schon mal gemacht aber wieder vergessen. 🫢
 
oskdueh schrieb:
würde ein erneuter compare der beiden hdds fehlerfrei verlaufen ?

Was für ein compare? Bitweise auf der Festplatte die Rohdaten oder über das Dateisystem die Inhalte der Dateien?


oskdueh schrieb:
es ist ein wenig verwirrend.

Nein kein Stück.
Ergänzung ()

oskdueh schrieb:
eine software-basierte compare-lösung wie "beyond compare" , welche lediglich dateien vergleicht...eürde sicher höchstwahrscheinlich eine fehler anzeigen...

Bitte kümmere dich mal um mehr Fachwissen.
 
oskdueh schrieb:
c) was sagt eure logik ? würde ein erneuter compare der beiden hdds fehlerfrei verlaufen ?
oder aber würde es zu fehler kommen, weil die daten auf der hdd1 woanders liegen auf der hdd durch die defragmentierung ?

hier ist die frage, wie der Compare arbeitet:
Auf Filesystem Basis, das der die einzelnen Dateien vergleicht oder auf hardwarebasis, wo die jeweiligen physichen Sektoradressen verglichen werden.

Ersteres wird durchs defragmentieren etc nicht beeinflusst, letzteres schon.
 
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JumpingCat schrieb:
Bitweise auf der Festplatte die Rohdaten oder über das Dateisystem die Inhalte der Dateien?

Das ist der entscheidende Punkt, denke ich, bei dieser Fragestellung. Wenn ich eine geklonte HDD defragmentiere, sind die Rohdaten danach natürlich anders. Die Dateien aber sollten davon logischerweise nicht betroffen sein. Bei ersterem wird ein Unterschied festgestellt werden, bei letzterem sollte es keine Unterschiede geben, sofern dabei keine Daten beschädigt wurden.
 
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Ich frage mich, welches Interesse man daran haben sollte (außer vielleicht im IT-forensischen Umfeld), die Integrität der Rohdaten zu überprüfen. Entscheidend sollte doch die logische Integrität auf Dateisystemebene sein.
 
@Banned
Denkbar wäre bspw., dass man von einer defekten Platte bzw. Dateisystem eine RAW Kopie macht und überprüfen will, ob auch alles korrekt gesichert wurde, bevor man die Arbeit an der defekten Platte beginnt.

Ansonsten fiele mir dazu auch nix ein.
 
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sagen wir mal so: wer solche Tools einsetzt, der sollte sich die Fragen auch selber beantworten können, warum setzt er sonst diese Tools ein?
 
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https://en.wikipedia.org/wiki/Dd_(Unix)
Und ein paar Sata adapter. Mehr brauchst du nicht, wenn du Festplatten klonen willst.

Aber was hast du überhaupt vor? Warum machst du dir so viele Gedanken über klonen von Festplatten? Daran hat sich seit 50 Jahren nix geändert.
Wenn dich die Logik dahinter interessiert, lies silberschatz und tanenbaun

Wenn es dir nur um Backups geht stellst du die falschen Fragen
 
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