Das ist ja mal ein Thread hier...
@TE das Forum hier ist wohl weniger geeignet für solche Fragen wie du siehst. Es gibt genug Organisationen die sich in diesem Bereich auskennen, oft auch mit Telefonhotline, die helfen dir hier vermutlich mehr als die Anschuldigungen in diesem Thread.
Davon abgesehen sag den Eltern (bzw. je nach dem wo jetzt der Todesfall war, demjenigen der jetzt für dich zuständig ist) bescheid, dass sie sich schlau machen. Die haben bei den Lehrern sicher mehr Einfluss als du, und wissen auch wie man zu professioneller Rechtsberatung kommt.
Naesh schrieb:
Weil damit nen Ausbildungsplatz zu finden ist nicht Möglich. Oder würdest du als Chef jemanden mit solch miserablen Noten einstellen?
Ich kenne Leute die haben nen bunten Mischmasch aus Noten 1-3 und finden keinen Job.
Ganz ehrlich, welchen Einfluss haben die Noten? Ich war einer derjenigen, dummen, die sich die Mühe gemacht haben gute Noten zu bekommen - teilweise auch weil mir die Eltern da nicht viel Freiraum gelassen haben.
Später dann bei Bewerbungen hat man trozdem lieber meine Klassenkollegen eingestellt, die deutlich schlechtere Noten hatten, weil diese bereitwilliger waren unter den gegebenen Umständen zu arbeiten.
Was hab ich also von meiner Mehrleistung? So eine 1 macht mehr als doppelt so viel Arbeit wie eine 3, welches Unternehmen kann es sich noch leisten das angemessen zu entlohnen? Noch dazu wo eine Note nur bedingt etwas über die Qualifikation für eine bestimmte Tätigkeit aussagt, und mit der Zeit immer unbedeutender wird da später die Berufserfahrung mehr zählt...
Hinzu kommt dann noch, dass die paar Einrichtungen die diese Experten benötigen und auch bereit sind dafür zu zahlen, oftmals einen internationalen Pool an Bewerbern zur verfügung haben .. wo man sich also als Normalsterblicher ohne irgend eine besondere Begabnung gleich gar nicht zu bewerben braucht.
Wenn ich zurückdenke was ich da an zeit vergeudet habe mit dem sinnlosen lernen... Würd ich die Schule nochmal machen, würd ich mir den Blödsinn mit den Noten jedenfalls nicht mehr antun - bringt doch nichts, und ne 4 reicht genau so.
Madman1209 schrieb:
Wir sind hier nicht auf dem Bazar wo man die Noten verhandeln kann. 1 ist 1, 3 ist 3, 5 ist 5. Basta. Wäre ja noch schöner.
Tja, so können Theorie und Praxis von einander abweichen. In einer 1 die ich hier auf meiner kleinen Dorfuni in Österreich bekomme stecken sicher gute 10% weniger Leistung drinnen als in einer 1 an der TU in Wien - und bei einer 2/3/etc. ist der Anbstand nochmal viel höher. Und dann könnte man noch anfangen die 1 der TU in Wien mit der 1 in der TU München zu vergleichen, usw.
Ganz abgesehen davon dass je nach Lehrer oft mal eine 4 her gegeben wird weil man mit dem Schüler Mitleid hat. Oder auch anders rum mal aus einer 2 eine 1 wird weil man nicht der einzige Lehrer sein will der dem Schüler eine 2 im Zeugnis verpasst hat.
Bei uns ist sogar schon mal eine Münze geworfen worden bei einer Zwischennote o0
Interessant ist auch welche Wirkung das Erscheinen der Eltern außerhalb des Elternsprechtages für einen Effekt hat.
Bzw. so ein gebrochener Arm im Turnunterricht kann auch schnell mal aus einer 3 eine 1 machen. Da braucht man nachher auch gar nicht mehr mitturnen wenn man keine Lust dazu hat, und kann sich z.B. an den Rand setzen und die Punkte zählen während der Rest der Klasse Fussball, Hockey, usw. spielt.
Also ganz ehrlich, hast du schon mal eine Schule von innen gesehen? Bzw. wann war das zum letzten mal?
KMut schrieb:
mit aller kraft ins nächste schuljahr zu kommen bringt dir 0,0 da es, wie hier bereits mehrfach geschrieben, nur noch fordernder wird und nicht leichter.
Ach ja? Etwa weil man in der ersten Klasse Kopfrechnen beigebracht bekommt und dann die restlichen Jahre einen Taschenrechner verwenden darf? Oder weil man in den ersten 2 Jahren Buchhaltung beigebracht bekommt und sich die folgenden Jahre mit Kostenrechnung beschäftig? Oder etwa weil man in Englisch ab der 3. Klasse keinen Punkteabzug mehr für Grammatikfehler bekommt?
Das einzige Mal wo ich das Wissen aus den Vorjahren ernsthaft gebraucht habe war bei der Matura (Österreichisches gegenstück eurer Arbitur). Aber da ist das alles nochmal schön häppchenweise aufbereitet worden von den Lehrern, weil man genau wusst dass sich kein Mensch mehr daran errinern kann.
KMut schrieb:
hör auf zu jammern und packs an. oder lerne nächstes schuljahr wie man hartz4 anträge ausfüllt. ich habe schon von schulen gelesen, die soetwas im "unterricht" behandeln.
Genau, und Professoren heften McDonalds-Bewerbungsbögen an negative Klausuren,...
Nicht falsch verstehen, ich will den TE hier nicht in Schutz nehmen. Das Zeugnis ist sicher nichts worauf man Stolz sein kann, aber..
Wenn er wirklich einen Todesfall gehabt hat, und die Noten im Vorjahr besser waren, dann sollten das irgendwo auch die Lehrer einsehen und ne Ausnahme machen, das wesentlichste um die kommenden Jahre zu überstehen wird er ja wohl mitgenommen haben wenns in den meisten Fächern noch eine 4 geworen ist - mit 0 Punkten bekommt man ja schließlich keine 4. Außerdem, über die Sommerferien vergessen doch eh alle das meiste was man ihnen beigebracht hat.
Und wenns nur ne blöde Ausrede war, dann wird er beim 2. Durchlauf wohl auch nicht viel mehr lernen als beim ersten, wozu also die Mühe. Wenn das Gesetz hier eine Ausnahme vorsieht warum also nicht die Chance nutzen.