Soundblaster X5 Kurztest und Vergleich zur G6 / X3

Also Hobbys muss man haben 😊, ich hab nix mit Autos oder Fußball am Hut, dafür bin ich eben tech begeistert und hab das zu meinem Beruf gemacht. Mit 4 oder 5 jahren schon am Lötkolben gehangen, bis heute repariere, bastel, tune und Teste gerne und ausgiebig.
Mein Motto ist dabei immer das Optimum zu errreichen, das gilt in so ziehmlich alle Bereiche rein (daher ist bei mir auch vieles nicht "Original", und daran muss sich jeder Vergleich messen.
Durch meinen Job und vieelen B Vitaminen komme ich auch an ziehmlich alles günstig ran was Tech angeht 😉. Bin also nicht nur im Audiobereich unterwegs.
Speziell Audio, ist mir sehr wichtig, dazu gehört auch das trainieren und schonen meines Gehörs, wechsel also auch immer zwischen meinen Reverenzgeräten durch. Voodoopseudo gibts bei mir nicht 🫣.

Zur Gc7. Die ist wirklich nur was für Streamer und co die 2 separate Adioschnittstellen in einem Gerät brauchen. Das kann man auch gezielt mit Einzelgeräten lösen, ich fand das Staubfängerplastik gar nicht toll, ist halt im grunde eine x3 mit mehr Bedienelenten und einen zusätzlichem DSP für Streamer. Akustisch tun sie sich nix. X3/4 bieten dafür vollkonfigurierbare 7.1 Ausgänge, die ich oft brauche.

T1/T5, je nach Gen, sind seh gute KH, keine Frage. Der T5 geschlossen, mag ich nicht, der T1 offen, aber im Vergleich zum 1990pro (vor allem nem selektierten ohne Höhenpeak) ist der 1990 besser. Der t1 klingt nur anders, muss man mögen oder nicht. Der 1990 dagegen spielt in den höheren mitten besser, schaut man sich den Preis beider an, zahlt man heftig Prestige und Materialpreis, was Klanglich aber keinem nützt. Zudem kann man den 1990 besser anpassen, Klinkenmod, Polster, Ersatzteile usw...

Man kann gerade auch im Audiobereich seine Leber lassen, allerdings, und das sage ich immer wieder, ist "teuer und schicker" oft nicht besser. Ich habe zb 3 selektierte 1990er (1x orig zum Vergleichen, 2x unterschiedlich getunt als persöliche Reverenz), die mich trotz "Fabrikpreisen" nichtmal den t1 preis gekostet haben. Dabei gefallen mir persönlich alle 3 besser als der t1, wenn man eben keinen Voodoo oder Prestige Aspekt im Kopf hat.
Vom "Sounding" her bekommt man hier alle KH mit EQ quasi gleich, je nach persönlichen Vorlieben, akustisch wiegt allerdings die Bauart und Treiberbedingte Bühne, Detailfreudigkeit (Schwingverhalten, Membranmaterial) im Fokus, genauso wie das Zusammenspiel von Verstäker und den Schwingspulen.

Für "mich" ist seit einiger Zeit der beste KH mod die 1990 Treiber in 990er gen 1 Schalen inkl Originalfliesscheiben, Dekoni Elite Velour und RigBügel.
Sieht zwar noch Prototypmäßig aus, aber wenn ich dazu komme wird das nochmal otisch richtig schick gemacht, aber dafür:
Leicht wärmeres Sounding, leicht bessere Bühnenstaffelung bei gleichen Details, dafür 1/3 leichter und viel angenehmer auf dauer zu tragen weil kein Metall, kein kaltes starres Leder auf der "Platte" sondern anpassendes Softtouchband (lasse ich beim Neubau dann aber komplett weg, weil so leicht das es nicht nötig ist) und extrem geiler und vor allem gleichmäßigerer Anpressdruck, den ich mit den Byers Metallbügeln nie so hinbekommen habe. (Dickschädel 😄)

Meine Frau hatte sich mit ihm ihre Lieblingsserie angeguckt, und hatte tatsächlich Gänsehaut und sogar immer mal zurück "gezappt". "Das hab ich so noch nie gehört, wie geil ist das denn"... Und sie ist sonst immer mit ihrem rotem Clear MG pro unterwegs, das will schon was Heißen 🫣.
 
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Spannend, spannend!

Als technikbegeistert würde ich mich auch klassifizieren, aber bin da eher der klassische tech-junkie, der sich zwar gern neues kauft, aber aus 5 verschiedenen Kopfhörern werde ich mir in absehbarer Zeit keinen custom KH basteln - dafür fehlt mir auch die Zeit und skill :)

Dass teuer nicht zwingend besser sein muss, ist mir durchaus bekannt - erfahrungsgemäß ist innerhalb einer Marke aber schon ein gewisser Trend festzustellen, das Flagship ist ja meistens doch ein Spitzengerät, auch wenn nicht unbedingt Preis-Leistung stimmen muss.
Den DT1990 werde ich jedenfalls mal probehören, wenn ich den mal wo sehe!

Die 7.1 Ausgänge würden bei mir ohnehin nur verstauben, ich will einfach meine KH am PC anstecken und das beste rausholen, alles andere ist zwar nett, brauche ich aber nicht. Was mich bei den Soundkarten immer etwas stört ist, dass das zum Teil mehrere Jahre alte Plastikwürfel sind, wo ich von vorn herein schon Bedenken habe, ob das noch lange von der Software unterstützt wird.
Gäbs bei den Soundkarten eigentlich von anderen Marken besseres, oder ist Creative da eh Spitzenreiter?

Hättest du, vielleicht auch von andern Marken, Empfehlungen was Kopfhörer angeht? Ich muss dazu sagen, dass ich aber absolut begeistert von der Möglichkeit des Amiron bin, den Kopfhörer stationär mit Kabel und gleichzeitig beim Netflix schauen oder Kochen, oder was auch immer, bequem kabellos nutzen zu können. Am liebsten wärs mir eigentlich, wenn da ein Nachfolger käme, der vielleicht Bluetooth 5 und klanglich noch ein kleines Upgrade liefern würde.
 
In Sachen "Mobil" hast du eigendlich schon von den Móglichkeiten her "Ultra", je nach empfinden... Ein "Upgrade" als mobiles Gerät sehe ich so aktuell nicht, zumindest nix ohne Bastelarbeit und mobilem Dac 😁.

Ich habe natürlich auch andere KH, Senni, Philips, Hifiman und co... Aber das wäre hier zu Aufgeblasen.
"Meine" Favoriten sind ja bekannt, auch wenn ich immer wieder mal andere aufsetze 😉, die auch nicht schlecht sind, aber halt nicht meine Fav's. Es spielt hier halt auch viel individueller Geschmack mit rein.

Was die Software angeht, kann ich von Creative eigendlich nur gutes berichten, auch wenn so mancher Probleme hat.
Das ist bei Asus und Konsorten aber auch nicht besser, ich persönlich hab mit Asussoftware so meinen Twist.
Last Gen Creativekarten bekommt man auch heute noch mit inoffiziellen Treibern gut betrieben. Daher wūrde ich das hier nicht an der Software fest machen.
Gerade USB Soundkarten halten da ewig, und sind einmal Konfiguriert auch von keinem Treiber mehr abhängig und können zB im Fall ab der X3 auch via Bluetooth Konfiguriert werden.

Mir sind hochwertige "Plastikwürfel" lieber als Fingerprint und schnellabgriffige Metallgehäuse (sind eh meist billig Lackierte Alucases).
Enstauben muss man am Ende eh regelmäßig und so oft wurschtelt man auch mit einer SK nicht rum das sich hier Metall oder sowas lohnen würde (wir reden ja hier über SK/DACs und nicht über vollverstärker).
Ich hatte auch fette Röhren aufm tisch, nerfig.
Schwer und unhandlich, noch schwerer sauber zu halten, teuer, anfällig, Platzbedarf ist auch nicht ohne und man hat sich auch irgendwann Satt gesehen.
Gut, der Sound ist nochmal was anderes, da tauscht man dann aber gegen Features und Fähigkeiten besonders beim Surround ein.
Alles wie gesagt persölicher Geschmack und Vorliebe.
 
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MasterWinne schrieb:
Hmmm. Regler oder Software. Normal wird die zuletzt eingestellte Lautstärke für KH und Lautsprecherausgang separat gespeichert. Wenn es also nicht am Regler liegt, würde ich die Treiber erstmal sauber neu installieren und die Soundkarte zurücksetzen. Solltest du die x7 permanent am Netzteil haben auch mal für paar min abziehen. Welches BS?
Der Lautstärke Regler ist mechanisch defekt. Habe schon alles neu installiert. Nutze Win11.
Aber das eigentliche Problem sind ständige aussetzer beim Sound. Es sieht so aus als würde das Gerät komplett die USB Verbindung verlieren.
Ich habe eine zweite X7 aufgetrieben die ich testen kann um auszuschließen, dass es sich um meine handelt. Aber bei der besteht das gleiche Problem
 
@Austronaut
Die Windows USB Energiesparfunktion und Schnellstart aus geschaltet?
Anderes USB Kabel und anderen Port getestet?
Welches MB und ist dessen Bios Aktuell? Nutzt du RAM OC?
Bei der 2. x7 auch mit dem 2. Netzteil getestet? Firmware der x7 von 2020 aktualisiert?

Leider hat Creative die x7 als EoL ohne weiteren Treibersupport fallen gelassen. Hast du "spezielle" Sachen dran laufen die die x7 Power brauchen?
 
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MasterWinne schrieb:
Ansonsten als Kurzversion unabhängig von EQSettings:

Windows auf 7.1 Kanäle, in der App auch 7.1 Kopfhörer - SBX Surround AUS. = DSP berechnet den Surround nach zugespielten Quellen in HRTF ohne Klangverbiegung oder Hall, Stereo bleibt Stereo [wird nicht bearbeitet], bei Quellen mit mehr als 2 Kanälen beginnt der DSP mit standart HRTF. [Meine Empfehlung]

...

@MasterWinne
Du hast hier einen wirklich aufschlussreichen Thread geliefert, der mir auch sehr bei der Auswahl geholfen hat. :daumen:

Ich habe mir jetzt die X4 geholt. Eine Frage, du empfiehlst ja immer, man soll direkt den 7.1-Sound über DSP nutzen. Dazu in App und Windows auf 7.1 stellen. In der App meinst du "Virtual 7.1 Surround"?

1710691690772.png


Weiß jemand, wie man in Windows 11 die X4 auf 7.1 konfiguriert?

1710691812707.png


Ich habe den Eindruck, dass die X4 in Win11 direkt als Kopfhörer gewertet wird und somit keine Surround-Einstellung außer Windows Sonic möglich ist?`Wenn ich richtig liegt, funktioniert dann überhaupt noch das 7.1 per DSP?

P.S.: Die X4 ist bei Creative gerade auch günstig im Angebot Unter 100 €.
 
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@SchlachtGeist

Virtual 7.1 ist richtig. Ob SBX Surround zusätzlich genutzt wird muss man selbst entscheiden, ist aber wie gesagt Geschmackssache.

Win 11 Setting:
Rechts unten in der Taskleiste Rechtsklick auf das Laustsprecher-Symbol und auf Soundeinstellung oder "Soundeinstellung" in der Win - Suchleiste eingeben:
Rest siehe Bild ;)

Erst wenn auch in Windows Mehrkanal eingestellt ist, kann jedes Programm (Games, Mediaplayer usw) je nach Engine das auch beim starten erkennen und nutzen, wenn es entsprechend auch eine Mehrkanalausgabe hat. Wenn natürlich im Windows nur Stereo eingestellt ist, übernehmen das die meisten Programme auch so. IdR sollte Windows sich automatisch mit auf 7.1 setzen, wenn es in der App so eingestellt wird. Allerdings sollte man das zur Sicherheit Checken, vor allem dann, wenn man andere Sachen wie Dolby Atmos, Sonic usw eingestellt hatte, weil dann wird automatisch wieder auf Stereo zurück gesetzt.

Wenn ich zB von 7.1 auf DirektMode wechsle, stellt sich Windows auch auf Stereo, und auch selbst wieder zurück auf 7.1 wenn ich in der App oder an der x4 per Taste umschalte. Das funktioniert bei einigen aber nicht immer, weil da oft irgendwas dazwischen "hängt", meist sind es olle Onboardsoundtreiber zB, wesshalb ich empfehle den Onboardsound schon im Bios zu deaktivieren.
 

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@MasterWinne

Es ist jetzt fast ein Jahr her und ich hab mich zwar gestreubt gegen die Philips Audio Fidelio X2HR, sie aber doch zum testen gekauft.

Was soll ich sagen - für meinen Geschmack waren sie besser als meine Uhralte Senheisser HD540 die mir letzte Woche dann plötzlich das Zeitliche gesegnet haben. Warum auch immer ???

Egal - ich wollte mich ganz herzlich für deinen Tip bedanken - die Phillips sind toll und saubequem. Hoffe die halten auch so lange wie meine fast 40 jahrigen Senheisser HD540.
Es gibt bestimmt bessere als die Phillips, aber das Preisleistungsverhältniss ist, denke ich zumindest - kaum zu schlagen. Besonders nicht wen man die im Sale bekommt - Meine waren mit 120 Dollar zwar nicht so günstig wie in Deutschland wo mn sie schon mal für 80 EEuro bekommt - aber sie sind es definitiv Wert.

Also nochmal einen herzlichen Dank von mir für den Tip

Mfg aus SA
 
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@Fuq

Bei deinen Senni ist evl ein Kabelbruch.

Das PL Verhältnis beim Fidelio x2 ist ohne Frage einzigartig auf dem Markt, wesshalb er auch heute immernoch als PL Vergleichsbasis für mich gilt, an dem sich jeder andere KH messen muss. Materialien, Konstruktionsqualität, gewinkelte 50mm Treiber, 3,5mm Buchse, Kabel und Zubehörqualität.
Und allein damit lässt er alle anderen in der Preisrange bis 350€ schlicht alt aussehen.
Die klanglichen Qualitäten, individuelle "Soundingvorlieben" mal außen vor, suchen ebenfalls bis 200€ hoch ihre Konkurrenz.

Einen Tipp an dich noch, besorge dir jetzt noch ein Paar Ersatzpads, solange man sie noch günstig bekommt 😉.
 
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@MasterWinne

Ja, das mit dem Kabelbruch war auch meine erste Vermutung und Hoffnung - aber nein, leider ist da wohl die Spulle durch.

Hier bei uns sind die klimatischen Bedingungen halt anders - 30 -36 Grad und 70-95% Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr lang, machen allen Sachen schwer zu schaffen.

Egal ob Kunstoffe, Textil und vor allem Elektronik haben da keine lange Lebenszeit zu erwarten.

Aber du hast recht - in der Hoffnung das dei KH etwas länger halten, sind 1-2 Paar Ersatzpads bestimt nicht verkehrt.

Merci


Philips hatte früher ja schon so einige gut klingende KH mit günstigen PL verhältiss - und ich hatte einige - aber die Verarbeitung lies die Teile meist nach 1-2 Jahren wenn überhaupt auseinanderbrechen.
Sie waren halt günstige und nix super Level, waren halt für die Zugfahrt auf Arbeit. Da will man ja nicht viel Geld ausgeben. Und in Ear waren meinen Ansprüchen halt nicht gewachsen - da blieb früher nicht so viel übrig was man günstig und gut kaufen konnte. So blieb ich am Schluss dann meist bei Sony oder Teufel hängen.
Was Teufel allerdings heute so abliefert ist Kuhmelken - überteuerter E Schrott - echt schade...

Aber diese Fidelio x2 ... du hast es gut auf den Punkt gebracht. Da können viele teuerere Mitbewerber einpacken. Und das hätte ich so nicht erwartet und bin sehr dankbar das du uns an deinem Wissen und deiner Erfahrung teilhaben lässt.
Das ist in der heutigen Zeit ja nicht mehr selbstverständlich, das jemand den ganzen Trollen trotzt und so freundlich und prompt Antwortet.
Nochmal herzlichen Dank und sonnige Grüsse aus der SA
 
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@MasterWinne Vielen Dank für die Beiträge, habe mir gerade alles durchgelesen, super interessant! Top Infos, die nirgendwo sonst zu finden sind!

Eine Frage: was für eine Soundkarte würdest du aktuell empfehlen für ein 4.0 Audiosystem? Bei der Sound Blaster Audigy Rx Software kann man 4.0 Ausgabe einstellen. Mich würde sehr interessieren, ob das bei den neueren Karten (X4, AE-7, ...) auch geht und ob 4.0 Ausgabe gut funktioniert?
 
@9julius

4.0 können alle Soundblaster die auch entsprechende Ausgänge haben. Empfehlen kann ich dazu nur externe via USB und das wären in dem Falle die x3 / x4, je nach Preis und ob du die optischen Optionen der x4 brauchst.

In den Optionen einfach die entsprechende Kanalkonfiguration einstellen und fertig.
 
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Ich bin mal so frei und so dreist, diesen Thread für einen >Sanity check zu verwenden, da gier so konstruktiv und kompetent über genau die Geräte und Hersteller diskutiert wird, die ich auch für mein nächstes upgrade ins Auge gefasst habe.

Ausgangslage

Kopfhörer: Fidelio 2XHR
  • Den Klang finde ich auch ohne EQ super. Für mich klingen sie natürlich, ausgewogen, räumlich und in angenehmer Weise warm (natürlich unterliegt meine subjektive Wahrnehmung einem Gewöhnungseffekt). Hier und da nehme aber selbst ich wahr, dass die Kopfhörer im mittel-bis Hochtonbereich schon mal die Kontrolle verlieren und in diesen frequenzbereiche Töne ausspucken, die weh tun (tritt aber insgesamt nicht so häufig auf, dass ich den Kopfhörern hier eine generelle Schwäche attestieren würde).
  • Leider sind die Kopfhörer auch nach über zwei Jahren nicht wirklich bequem für mich geworden. Es ist zwar sehr viel besser als zu Beginn, als ich mich hart zusammen reißen musste, um die Kopfhörer nicht postwendend zurück zu schicken. Trotzdem empfinde ich die Ohrpolster noch immer als hart und auf Dauer unangenehm störend, zumal sie auch bei mir zu Hautirritationen führen. Sollte ich die Fidelio 2XHR doch auf Dauer behalten wollen, müssen für rund 50 Euro Ersatzpolster von Dekoni her.
  • Tragekomnfort ist ein primärer Grund, warum ich mich nach einem neuen Kopfhörer umsehe.

Mikrofon: Beyerdynamic Headset Gear
  • Eigentlich ein Ersatzteil für die BeyerdynaMic Custom Game Serie, nutze ich es ähnlich wie das ModMic als Addon-Mikrofon.
  • Klang ist sehr gut sagen Freunde und Arbeitskollegen.
  • Am Fidelio 2HXR gibt es nichts, was das Mikrofon daran hindert, sich im Klinkenanschluss zu drehen (an einem Custom Game Kopfhörer würde das Mikrofon an einer Haltenase einrasten, was ein Verdrehen verhindert).
-Mittlerweile hat der die Ummantelung des Schwanenhals hässliche Falten geworfen
- Insgesamt finde ich die Konstruktion mittlerweile so nervend, dass ich gerbe wieder ein richtiges Headset hätte.

Primäres Ausgabegerät: Asus Prime X470 Pro mit ALC 1220S onboard Audio
  • Nichts auffällig Negatives zur Soundausgabe zu berichten. Wenn ich die Vorverstärkung auf die höchste Stufe stelle, kann der Fidelio trotz offener Bauweise mein Hirn massieren. Keine Störgeräusche zu vernehmen.
  • Der Treiber ist natürlich ser spartanisch, hat aber die Basics, die ich brauche (EQ!), und fügt sich in der UAD-Version angenehm nahtlos in Windows ein.

Der Plan

Headset: Beyerdynamic MMX 330 Pro
  • Weil wegen offene Bauweise, von der ich mir einen ähnlich räumlichen, natürlichen und einfach guten Klang erhoffe wie vom Fidelio 2XHR.
  • Robuste Konstruktion mit guter Ersatzteilversorgung, falls doch mal was kaputt geht oder unweigerlich irgendwann ausgetauscht werden muss.
  • Aufgrund vieler Reviews gehe ich davon aus, dass Beyerdynamic Tragekomfort besser hinkriegt als Philips.
  • Beim Mikrofon erwarte ich keine böse Überraschung, da ich es ja quasi bereits kenne)
  • meine größte Sorge: Der Beyerpeak. Einige Reviewer (bspw. Damir Franc) sagen, dass die aktuellen MMX-Geräte den Peak nicht mehr haben, während das auf CB ganz anders klingt. Ich möchte nicht 300 Euro ausgeben, nur um festzustellen, dass ich den Klang nicht mag und auch mit EQ nicht dorthin kriege, wo ich zufrieden bin.

Ausgabegerät: SoundblasterX G6
  • Warum ein DAC, wenn ich mit meinem Onboard-Sound zufrieden bin?
  • Weil das Headset auch an meinem Arbeits-PC als hochwertiges Gerät zur Spracheingabe nutzen möchte.
  • Da ich auf dem arbeits-PC keine Software installieren kann, ich aber auch dort die Soundeinstellungen unter Kontrolle haben möchte, bin ich auf ein Ausgabegerät angewiesen, auf dem ich vorzugsweise meine Soundeinstellungen speichern kann.
  • Das Headset soll dann in den DAC gehen, der wiederum mit Tastatur, Maus, und Webcam an einen KVM-Switch (mit zusätzl. Stromversorgung) angeschlossen wird, und vom KVM-Switch soll es dann wahlweise in den Arbeits- und Privat-PC gehen.
  • Den DAC würde ich dann aber in der "Kabelwanne" unter der Tischplatte verschwinden lassen und ausschließlich über die Creative-Software vom Privat-PC aus steuern)
Gibt es etwas an dem Plan, das ich vorher nochmal recherchieren oder überdenken sollte? Vielleicht doch eher zum einem Wireless-Gaming-Headset greifen (bspw. HS80) und mich den Software-Kapriolen von Corsair, SteelSeries, TurtleBeach usw. ausliefern? Kennt jemand die aktuellen MMX-Headsets und kann was dazu sagen, wie ausgeprägt der Beyerpeak wirklich noch ist? Wo in NRW kann man Kopfhörer Probe hören, damit ich mir selber ein "Klangbild) machen kann?

Vielen Dank!
 
Zuletzt bearbeitet:
@sverebom
Also, zu deinem Plan:

Es steht und fällt erstmal mit dem KH. Wenn du vom Fidelio kommst, der gegenüber den Beyers arg "dumpf" Soundet, solltest du dich als erstes mit dem KH versuchen und sehen ob du mit der hellen, deutlich schrilleren Beyer klar kommst, vor allem weil die g6 auch schnell im Hochtonbereich bei Auslastung der geringen USB Powerversorgung spitz wird.
(Nebenbei solltest du bedenken, das die G6 noch analoge Transistoren hat, die g6 also auch entsprechend warm wird, sie irgendwo zu versenken ginge nur mit entsprechender Luftzirkulation sonst kann sie echt auch sehr heiß werden.)

Und ja, die Stellartreiber sind schrill, werden von Beyer genau desshalb mit Dämpfungscheiben verkauft, um das "halbwegs" in den Griff zu kriegen. Auch die 330 sind Schrill, hatte schon paar zum Umbau auf dem Tisch liegen. Der 330 ist übrigens nur semi halb offen, nicht offen 😉.
Auf Damir sollte man mMn nicht mehr so viel geben, der ist halt nen Lauthöhrer der in den hohen Freqs schon einen weg hat, wie sich immer mehr an seinen Empfehlungen zeigt.

Die "Ersatzteile" bei Beyer sind leider so ne Sache, klingt gut, ist aber Teil des Markettings. Beanspruchte Teile wie die Bügelschieber usw sind aus dünnem Plastik mit Sollbruchstelle, neue kosten richtig Geld, die Polster sind auch nicht lange haltbar / schnell platt und auch viel zu teuer zB. Darauf würde ich mich nicht beziehen, zumindest ist da Beyer mit seiner Politik dahingehend nicht wirklich Nutzer/Umweldfreudlich.

-- Desshalb erst die KH ausprobieren, das A und O bei deinem Plan. --
 
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Vielen Dank für die Antwort, die mich auch etwas weiter bringt.

Nebenbei solltest du bedenken, das die G6 noch analoge Transistoren hat, die g6 also auch entsprechend warm wird, sie irgendwo zu versenken ginge nur mit entsprechender Luftzirkulation sonst kann sie echt auch sehr heiß werden.
Ich finde den plan, den DAC verschwinden zu lassen auch nicht super und habe natürlich auch den X4 ins Auge gefasst. Leider macht Creative aber, wie nahezu alle anderen Hersteller, eine dumme Sache, die mir nicht in den Kopf will: Warum sind die Klinken-Anschlüsse immer vorne? Leute, das ist ein stationäres Gerät für meinen stationären Schreibtisch. Da will ich keine Kabel auf meinem Schreibtisch verlegen. Packt die Anschlüsse auf Rückseite, damit ich die Kabel unter der Tischplatte her von hinten an den DAC ranführen kann! Klingt doof, ich weiß, aber das ist so ziemlich der Hauptgrund, warum ich nicht schon vor Jahren auf einen DAC aufgerüstet habe.

Zunächst hatte ich den G3 als "Dongle-DAC" im Blick gehabt (einfach um die Interoperabilität mit meinem Arbeits-PC herzustellen), bin dann aber aufgrund von negativen Reviews bezüglich der Verarbeitung des Mikrofon-Signals auf den G6 gekommen. Mmh, vielleicht sollte ich den G3 doch noch nicht abschreiben (das Bankkonto nickt auch zustimmend).

Und ja, die Stellartreiber sind schrill, werden von Beyer genau desshalb mit Dämpfungscheiben verkauft, um das "halbwegs" in den Griff zu kriegen.
Ich habe immer wieder in Foren gelesen, dass die MMX-Kopfhörer im Grunde Gaming-getunte Studio/Hi-Fi-Kopfhörer aus den hochwertigeren Produktserien sind. Stimmt das, und lässt sich das Schrille weg equalisierien?

Auch die 330 sind Schrill, hatte schon paar zum Umbau auf dem Tisch liegen. Der 330 ist übrigens nur semi halb offen, nicht offen 😉.
Wo würdest du die MMX 330 Pro im Vergleich zum Fidelio und dem MMX 300 Pro einordnen? Vor allem hinsichtlich Räumlichkeit und genereller Klang-Qualität? Macht sich die (partielle) Offenheit positiv bemerkbar? Und was baust du an den Dingern eigentlich um?

Beanspruchte Teile wie die Bügelschieber usw sind aus dünnem Plastik mit Sollbruchstelle, neue kosten richtig Geld, die Polster sind auch nicht lange haltbar / schnell platt und auch viel zu teuer zB. Darauf würde ich mich nicht beziehen, zumindest ist da Beyer mit seiner Politik dahingehend nicht wirklich Nutzer/Umweldfreudlich.
Aber die Ersatzteile sind zumindest für den Moment für die MMC-Serie verfügbar (wobei sich die Einzelbeträge bei einer Generalüberholung schnell bis in in den dreistelligen Berich zusammen läppern würden). Für mich ist das ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung.

Ich sollte vielleicht kurz beschreiben, wie ich hierhergekommen bin: Durch einen Schlaganfall funktioniert meine linke Hand auf der Tastatur nicht mehr so, wie ich es möchte, weshalb ich dazu übergangen bin, längere Texte per Spracheingabe zu verfassen. Mein Arbeitgeber hat mir natürlich ein Headset für meinen Arbeits-PC gestellt (Poly Voayger Focus 2 - ein 08/15 Bluetooth-Headset für die Büroarbeit). Funktioniert alles ganz gut, aber nicht immer zuverlässig.

Irgendwann war ich mal wieder so genervt von den kratzigen Ohrpolstern des Fidelio und meiner Mikrofon-Notlösung, dass ich den Entschluss gefasst habe, das Fidelio wieder durch ein vollwertiges Headset mit besserem Tragekomfort und sauber integriertem Mikrofon zu ersetzen,

Angefixt durch mein Arbeits-Headset war meine erste Idee, ein hochwertiges Wireless-Headset zu kaufen, das nicht nur mein Fidelio, sondern auch mein Arbeits-Headset ersetzt (und so hoffentlich die Zuverlässigkeit der Spracheingabe noch etwas verbessert).

Erst aufgrund meiner Bedenken bezüglich Klangqualität und Haltbarkeit von wireless Gaming-Headsets und der Aussicht, dann auf Software G-hub oder iCue angewiesen, und dem Willen der Hersteller ausgeliefert zu sein, Softwareprobleme zu lösen, bin ich dahin gekommen, das kabelgebunden eigentlich eine recht feine Sache ist - auch wenn ich mich dann um einen USB-DAC kümmern muss (um die Interoperabilität mit meinem Arbeits-PC herzustellen).

Nun tendiere ich aber doch wieder zu einer Wireless-Lösung, weil dort ein USB-Dongle zwangsläufig gleich mit dabei ist und alles in Theorie gleich viel einfacher wird, und tendenziell günstiger wird es auch.

Um doch noch eine Frage zu stellen, die in den Thread passt: Kannst du etwas zum MMX 200 sagen? Guter Klang trotz geschlossener Bauweise?

Bevor es jemand erwähnt: Die Audeze Maxwell habe ich aufgrund zahlreicher Berichte bezüglich arger Qualitätsprobleme fast sicher als Kandidat ausgeschlossen. Außerdem klettert der Preis gerade in Richtung 400 Euro
 
Ich versuche mal Schritt für Schritt auf deine Fragen einzugehen.

Gegen den G3 spricht solange du dich nicht mit mehr als 250Ohm bewegst nichts. Was die "negativen" Reviews zum Mic angeht, so ist es nunmal so das "Qualität" am Eingang auch eine gewisse Empfindlichkeit mit sich bringt.
Kommen schlechte Singnale an, wie meist schon durch "Übersprechen" in schlecht geschirmten Kabeln oder bei ausführungen mit gemeinsamer Masse erhält ( Treiber + Mic ) an, werden diese logisch mit verarbeitet. Ein Grund warum viele Mic-Eingänge dumpf und abgeschnitten klingen, ist eben jener das man bereits von vornherein diese Frequenzen schlicht ausblendet. Viele sind zudem auch nur schlicht zu "blöd" die richtigen Settings zu setzen und meckern gleich drauf los.

Nun zu den Beyers. Die ganzen "Serien" sind zum großteil alles das gleiche. Beyerdynamic baut seit Jahrzehnten bis auf ein paar Ausnahmen immer das gleiche, nur mit anderem Aussehen. Die Abstimmung erfolgt ausschließlich über die Polster, Dämpfung und den eingelegten Scheiben. Wenn es heißt "auf Gaming getunt", bekommt man einfach nur Badewanne = gedämpfte Mitten und weniger gedämpfte Höhen und Polsterseitig mehr Bassdurchlass. "Hifi" definiert jeder anders 🫣, bei den Beyer gehe bei den T Modellen bei Hifi mit, alles andere der gängigen Beyermodelle ist entweder Badewanne oder Analytisch, aber nicht Hifi und stets mit dem berüchtigtem Beyerpeak, der je Nach Serienstreuung, lage der Polster/Filter und natürlich dem pers. Höhrempfinden mehr oder weinger ausgeprägt ist.

Ich persönlich lasse Beyer längst aus, die können nur Dynamiker und die Preisgestaltung (klar, werden zumindest in DE zusammen gebaut) sind für deren Plastik und Einheitstreiber aber zu teuer, für Gamer okay, aber auch da ziehe ich jederzeit offene planare vor.

Fidelio vs 330. Fidelio ist dumpfer im Vergleich mit weniger Mitten. Die Beyer sind generell sehr hell und klarer. In der Räumlichkeit ist der Fidelio "echter", die semi offenen Beyer kommen vielen aufgrund ihrer Helle und Klarheit offener / weiter vor, real, wenn man sich beide zB in Borderlands gibt und nicht auf helle Abstimmung rein fällt gleich.
Fidelio 90/100 330 würde ich geben, wobei der Fidelio mal oft mehr als 3x günstiger zu bekommen ist.
Aber, die Beyer haben deutlich bessere Vorteile beim personellen Tuning. Polser und die Filtereinlagen machen 80 bis 90% vom Sounding aus. Daher kann man auch mit einen 330, wenn man einfach die Filterscheibe entfernt und die Polster vom 1990/1770 aufzieht, landet man schon fast zwischen den beiden letzteren, aber näher am 1990pro dran. Das betrifft alle Byer mit Stellartreibern.

Zum EQ der Peaks: das ist... schwierig, ohne sich das Sounding zu verhunzen. Beyers Tesla/Stellar Treiber sind nicht wirklich linear, heisst, je höher die Lautstärke, umso schärfer potentionieren auch die Peaks. Je niedriger die Ohm, um so schärfer werden sie im Hochtonbereich energetischer. Mit einfachen EQs ist das bei wechselden Lautstärken problematisch.

Bei meinen Umbauten geht es daher je nach Wunsch um andere Filteranpassungen die zB gezielter gegen die Peaks vorgehen, andere Stecker wie zB deren mini XLR gegen Klinke, Reparaturen oder andere Treiber, ersetzen von Plastikteilen mit Metall usw. Tatsächlich sollte ich beim letzten 330 die Stellartreiber gegen die alten aus einem 990pro tauschen und die Filterscheiben weg lassen.

Mmx 200 ... zwar von Beyer konzipiert, wird aber fremtgefertigt. Sprich China und Co. Auch kauft hier Beyer die Treiber dazu, welche 0815 sind. Allein schon durch die Fakelederpolster würde ich die Finger davon lassen. Leider kann man auf so Dichtigkeit ausgelegten KH nicht einfach mit zB Velourpolstern bestücken ohne den Sound enorm zu verdünnen.

Audeeze Maxwell. Naja, das Hauptproblem ist Firmwareseitig, und das sie schwer, auf dauer unbequem und sehr schwitzig sind. Gerade das Schwitzen ist nicht nur ein "Bequemlichkeitsproblem", sonder schlägt sich auch auf die Memrane nieder. Ich hatte vor paar Monaten einen hier, wo selbst die Schrauben schon Rost angesetzt hatten, und der sollte erst nen halbes Jahr alt gewesen sein... Es erübrigt sich zu erwähnen, das die Membrane auch entsprechend aussahen und das Material entsprechend angegriffen war.
Auch wenn man ihn inkl Tongle, Akku, Mic und Technik usw gegenüber soundtechnisch vergleichbare planare inkl nötigem Zubehör noch als "günstig” bezeichnen kann, ist die zu erwartende Langlebigkeit und der miese Kompfort alles andere als gut.

Ich verstehe deine Bedenken mit der ganzen Herstellersoftware vollkommen, ich nutze meine Soundblaster`s auch überall ohne, selbst am TV, natürlich mit entsprechenden vorab im Gerät selbst gespeicherten Settings/Profilen.

Ich persönlich nutze seit längerem Zeit zumindest beim Gaming mit meinen Jungs und Mädels die Edition XS (enstprechend Modifiziert) mit ModMic und bin wunschlos glücklich. Allerdings habe ich meinen eigenen Raum, wo mich niemand nerft und ich andere nicht nerfe, daher sind volloffene KH perfekt.
 
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Ich kann nur sagen, ich habe das G6 3x in der Wohnung im Einsatz. Bester DAC, da nur er auch Dolby AC3 Verarbeiten kann inkl LFE Kanal an den Kopfhörer weitergibt. Geiler Sound einfach.

Falls jemand fragt warum 3 Stück?

Einmal Schlafzimmer, PC Platz und Wohnzimmer am Sofa.
 
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