Sozialrassismus in Deutschland

andiac schrieb:
Ich hab mir in meinem bisher fast 37-jährigen Leben sehr oft die Mühe gemacht, mein Umfeld zu verstehen und hab oftmals die Beweggründe deren Verhaltens erforscht und erfragt.
Dabei ist für mich das rausgekommen, was ich eben beschrieben hab. Die meisten trauen sich einfach nicht, etwas zu tun, da sie Angst haben, ihren fragwürdigen Status zu verlieren.

Simpelstes Mitläufertum, daher war auch im Mai '45 plötzlich kein Deutscher mehr Nazi, "man hat ja nur den Befehlen gehorcht" ;) Wenn Mitlaufen nutzt, wird es getan, egal ob es Menschenverachtend ist oder den eigenen Tod beschleunigen könnte.

andiac schrieb:
Die Leute, die das System sogar bejahen, habe ich auch kennengelernt. Aber das sind meiner Erfahrung nach meistens "Menschen" in Machtpositionen. Und die sind glücklicherweise deutlich in der Minderheit.

Um in Machtpositionen zu gelangen, musst du einige Dinge mitbringen, die mit "sozial" nichts zu tun haben, eher mit Ignoranz und perfektionierter Verdrängung nebst einem Drang bestimmen zu wollen. Schau dir unsere nächsten Verwandten, die Primaten, an. Dort gibt es einen Clanchef und seine Helfershelfer, die durch ihn begünstigt werden und das mit unabdingbarer Loyalität begleichen, aber auch völlige Verlierer in der Gruppe, die beim Essen nicht bevorzugt werden, die nicht an die Weibchen dürfen..


andiac schrieb:
Wir müssen es also nur schaffen, uns zusammen zu raufen und gemeinsam stark zu werden. D.h. auch, dass wir uns durch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel eine nicht-wirklich-böse-gemeinte Bezeichnung als "Blödsinn", spalten lassen. ;)

Der Begriff Spalterei, quer durch die angepasste Ellenbogengesellschaft, passt besser als "Sozialrassismus", wenn du das ansprichst, was sich zunehmend im Land breit gemacht hat. Statt von Zusammenraufen zu sprechen, was letztlich in ebenso hierarchische Strukturen ausarten würde, sollte man sich gerade jetzt einiges mehr zutrauen und bewusst angehen. Dazu zähle ich Aufklärung über Manipulation (durch die Medien/Politik/Wirtschaft), eine Grundsatzdiskussion was der Mensch eigentlich braucht um deutlich Glücklicher als heute zu sein, was wirklich lebensnotwendig ist, was krank macht, welche Dinge uns nur etwas vorspielen und welche purer Unfug sind.
Würden wir alle nackt herumlaufen und uns nicht mit (unnützen) Statussymbolen schmücken dürfen, welche nur eine Utopie darstellen um eine Urangst zu verdrängen, wäre diese Welt des Menschen eine völlig andere.
 
"simpelstes Mitläufertum, daher war auch im Mai '45 plötzlich kein Deutscher mehr Nazi, "man hat ja nur den Befehlen gehorcht""

Das wird auch nach der nächsten "Revolution" so sein.
Die betreffenden Leute (eigentlich sind es Schwerverbrecher und Massenmörder) geben sich einvernehmlich die Hand. Und alle sind sie raus aus der Verantwortung.

Ich hab manchmal wirklich das Gefühl, als gäbe es zwei (oder drei) Sorten "Menschen".

"Um in Machtpositionen zu gelangen, musst du einige Dinge mitbringen, die mit "sozial" nichts zu tun haben, "

Seh ich auch so. Zumindest ist das sehr oft der Fall. Nicht immer und überall. Aber es ist nach meiner Erfahrung die Regel. Es sind auch nicht alle gleich schlimm. Aber einen unsozialen Touch haben sehr viele.

"Der Begriff Spalterei, quer durch die angepasste Ellenbogengesellschaft, passt besser als "Sozialrassismus""

Ich denke beides hat seinen unrühmlichen Platz in der Geschichte des Planeten.
Aber die Spalterei hat uns alle voneinander getrennt und diese "böse Macht" am Leben gehalten.
Besser gesagt: Die betreffenden Leute haben es zugelassen, voneinander getrennt zu werden.

"was letztlich in ebenso hierarchische Strukturen ausarten würde"

Da sehe ich das Problem (noch?) nicht wirklich.
Denn wie ich bereits angedeutet habe, gibt es eh unterschiedliche Sorten Menschen. Und eine gewisse Hierarchie ist von der Natur vielleicht sogar gewollt (oder vorgegeben). Allerdings bestimmen/leiten/führen bislang meistens die falschen Leute.
 
andiac schrieb:
Dann kann man es so machen, dass ALLE in den Schulen mit einer bestimmten Karte bezahlen müssen.
Und dann müsste man nur noch ein paar andere Dinge umsetzen, und alles wäre hier ja wie im Paradies...
- von Behindertenparkplätze werden die blauen Schilder und Markierungen entfernt, es könnte sich ja jemand stigmatisiert fühlen, wenn er dort parkt
- Ermäßigungen für Rentner, Studenten und Schüler gibt es auch nur noch über ein Kartensystem (das natürlich jeder Mensch dann in Deutschland braucht), man will ja niemanden diskriminieren
Man müsste sich dann nur noch was für Rollstuhlfahrer überlegen. Es kann ja nicht angehen, dass man auf den ersten Blick sieht, dass sie anders sind...

Nachdem ich diesen Thread gelesen habe, würde ich mich wahrscheinlich auch schämen, mit einer Bildungskarte etwas zu bezahlen. Ich werde ja schließlich diskriminiert, stigmatisiert und bevormundet. Dabei wollte ich doch nur eine vergünstigte Dienstleistung in Anspruch nehmen, die ich mir sonst nicht leisten hätte können oder wollen...
Ein Glück, dass einige Leute hier sind, die einem die Augen geöffnet haben, dass man anders ist...
Anstelle ständig darauf herumzureiten, wie diskriminiert hier alle werden, sollte man das Bewusstsein stärken, dass diese Handlungen völlig normal sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann müsste man nur noch ein paar andere Dinge umsetzen, und alles wäre hier ja wie im Paradies...
- von Behindertenparkplätze werden die blauen Schilder und Markierungen entfernt, es könnte sich ja jemand stigmatisiert fühlen, wenn er dort parkt
- Ermäßigungen für Rentner, Studenten und Schüler gibt es auch nur noch über ein Kartensystem (das natürlich jeder Mensch dann in Deutschland braucht), man will ja niemanden diskriminieren

was hat bitte eine Behinderung mit sozialer Herkunft zu tun?
Die anderen Gruppen, die du aufzählst haben wohl eine ganz klar gute Reputation oder nicht? Ein Rentner hat sich ja die Rente verdient...zur Schule geht wohl jeder oder nicht?
Falls du damit meinst, man solle akzeptieren, dass es eben "Arme" gibt und mit denen nomral umzugehen, dann stimme ich dir zu. Das ist aber die Aufgabe der Gesellschaft, und solange das nicht funktioniert, muss man die Minderheiten schützen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ging nicht um die soziale Herkunft, sondern um die Diskriminierung.
Und wenn du meinst, dass meine genannten Gruppen eine ganz klar gute Reputation haben, dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich kenne deinen Ausbildungsweg nicht. Ich kann dir aber aus persönlicher Erfahrung versichern, dass der Ruf von Schülern und Studenten im Schnitt eher negativ als positiv ist.
Witzigerweise hatte ich vor ein paar Wochen eine Diskussion mit ein paar Kollegen genau über dieses Thema, die meine Erfahrungen einstimmig bestätigt haben.
Ja, zur Schule geht (meist) jeder. Aber nicht jeder geht auf die gleiche Schule und gleich lang.

Man sollte endlich mal von dieser "alle Menschen sind gleich"-Floskel wegkommen. Jeder Mensch ist nun mal anders und verschieden. Entscheidend ist, wie man eben mit dem "Verschiedensein" umgeht.
 
Godde schrieb:
was hat bitte eine Behinderung mit sozialer Herkunft zu tun?
Die anderen Gruppen, die du aufzählst haben wohl eine ganz klar gute Reputation oder nicht? Ein Rentner hat sich ja die Rente verdient...zur Schule geht wohl jeder oder nicht?
Falls du damit meinst, man solle akzeptieren, dass es eben "Arme" gibt und mit denen nomral umzugehen, dann stimme ich dir zu. Das ist aber die Aufgabe der Gesellschaft, und solange das nicht funktioniert, muss man die Minderheiten schützen.

Macht sich die Gesellschaft derweil zur Aufgabe, Arme, Behinderte und Minderheiten zu schützen? Gerade in diesem Jahr wurden wir durch Regierungsparteien eines besseren belehrt. Es war noch nicht einmal Sarrazin der damit anfing, es war Westerwelle, der ALG Empfänger der spätrömischen Dekadenz bezichtigte. Dahinter steckte simpelstes Sündenbockprinzip, Projektion, des eigenen Versagens auf Minderheiten eingeschlossen und mit finanziellen Vorteilen für das eigene Klientel, nebst Ablenkung, garniert. Dass die wahren Verursacher der Krise ungeschoren davon kamen, macht die Sache nur noch schlimmer. Was macht die Gesellschaft? Manche Personen in der Öffentlichkeit sprechen von einem "Neuanfang", löblich, aber der geschieht nicht, stattdessen wird sich weiter angepasst, schließlich glaubt man noch immer an die Lüge des "Teilhabens" am wirtschaftlichen Erfolg, durch genügend Ellenbogeneinsatz. Das dem nicht so ist, belegt das Statistische Bundesamt jährlich.



andiac schrieb:
Das wird auch nach der nächsten "Revolution" so sein.
Die betreffenden Leute (eigentlich sind es Schwerverbrecher und Massenmörder) geben sich einvernehmlich die Hand. Und alle sind sie raus aus der Verantwortung.

Ein Problem dabei ist immer: Auf die Täter und Mitläufer kann keine Gesellschaft verzichten. Schau dir Kanzlerin Merkel an, wäre sie in der DDR bereits gegen das System gewesen, sie hätte sich Abitur, Studium und ihre Promotion schenken können, stattdessen spielte sie den angepassten Wendehals und tut es noch heute.

andiac schrieb:
Ich denke beides hat seinen unrühmlichen Platz in der Geschichte des Planeten.
Aber die Spalterei hat uns alle voneinander getrennt und diese "böse Macht" am Leben gehalten.
Besser gesagt: Die betreffenden Leute haben es zugelassen, voneinander getrennt zu werden.

Wir sprechen diesbezüglich von der Mehrheit einer Bevölkerung, die nehmen Spaltung bewusst in Kauf, nach oben wird sich geduckt, nach unten getreten, natürlich weil man an den eigenen Vorteil glaubt.

andiac schrieb:
Da sehe ich das Problem (noch?) nicht wirklich.
Denn wie ich bereits angedeutet habe, gibt es eh unterschiedliche Sorten Menschen. Und eine gewisse Hierarchie ist von der Natur vielleicht sogar gewollt (oder vorgegeben). Allerdings bestimmen/leiten/führen bislang meistens die falschen Leute.

In der Politik nennt man das wohl Anpassung, Visionäre werden dort, in Machtpositionen vorgerückt, wundersam schnell zu (angeblichen) Realisten, d.h. die passen sich den Gepflogenheiten an und aggieren im Amt nicht merklich anders als ihre Vorgänger. Tun sie das aus tiefster innerer Überzeugung nicht, werden sie als "regierungsunfähig" gebrandmarkt, wenn auch ohne Beweise dafür. Wer ist dann eigentlich falsch, der verführbare Mensch oder das System (bestimmendes Netz im Hintergrund)? Ich glaube Letzteres und um das Stück für Stück zu entmachten kann jeder von uns etwas tun, täglich.
 
Schrammler schrieb:
um das Stück für Stück zu entmachten kann jeder von uns etwas tun, täglich.

was man auch tun kann ist: aufhören wählen zu gehen; damit wird dem herrschaftsapparat einfach die legitimation entzogen; das ist die beste art und weise zu zeigen dass man gegen diese herrschaftsordnung ist.
die schlechteste art und weise das zu zeigen wäre: alle 4 jahre brav sein kreuz beim "geringsten übel" machen und sich dann darüber beschweren, dass sich nichts ändert.
wer wählen geht, der unterschreibt die parlamentarische demokratie ohne wenn und aber.
zurecht wird einem dann vorgehalten, was man dann bitteschön rumweint, wenn etwa renten gekürzt werden, löhne gedrückt werden, versicherungsbeiträge angehoben werden usw.
es ist doch alles mit demokratischen mitteln von statten gegangen.
deswegen verstehe ich auch diesen dummen einwurf von der linkspartei oftmals nicht wonach irgendwas "undemokratisch" sei -> da fragt man sich: na was denn sonst, wenn nicht demokratisch?!
 
Wer ist dann eigentlich falsch, der verführbare Mensch oder das System (bestimmendes Netz im Hintergrund)? Ich glaube Letzteres und um das Stück für Stück zu entmachten kann jeder von uns etwas tun, täglich.

Du hast es etwas vereinfacht ausgedrückt. Natürlich ist in allererster Linie das System falsch. Allerdings gibt es soviele Menschen, die sich so leicht und unverhältnismäßig verführen lassen, dass man auch deren Gesinnung infrage stellen muss.
Nehmen wir einfach mal an, 9/11 war eine Lüge. Und schauen wir uns dann mal an, was u.a. Journalisten daraus gemacht haben. Es hat mit Sicherheit viele viele Journalisten gegeben, die einfach nur ihren Bericht so gemacht haben, wie er "von oben" vorgeschrieben war. Hinterfragen und Infragestellen der offiziellen Version war mehr als unerwünscht (an der Stelle sei nochmal erwähnt, dass der Journalist Gerhard Wisnewski vom WDR tatsächlich gefeuert wurde, nachdem seine 9/11-kritische Reportage "9/11 Mysteries" ausgestrahlt worden ist). Jetzt wurden und werden aber infolge dieser von diesen Journalisten verbreiteten Lügengeschichte Millionen Menschenleben zerstört. Und das war auch schon sehr früh klar. Viele haben es also gewusst. Aber dennoch, nur um ihren Job zu erhalten, haben sie weiterhin die Lügengeschichte verkauft und somit den Tod von Millionen Menschen inkauf genommen.
Solche "Menschen" sollten sich schämen bis an ihr Lebensende.

P.S.: Es ist doch nicht schlimm seinen Job zu verlieren. In Deutschland gibt es ja keinen Sozialrassismus. Und wenn doch, dann muss man damit umgehen können. (Ironie)
 
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Wie kann jemand vom WDR gefeuert werden, der dort nicht mal angestellt war?
Und gerade wenn man Wisnewski nennt und die Kritik an entsprechenden Werken betrachtet, ist eine Kündigung der Zusammenarbeit mehr als legitim...
Wenn ein Zulieferer bei BMW seine Arbeit nicht vernünftig macht, dann bekommt er auch keine Aufträge mehr.
Du kritisierst gerade Journalisten, weil sie möglicherweise nicht objektiv berichten, machst es bei deiner Weitergabe von Informationen auch nicht besser...
 
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Dann klär uns doch mal auf, wie es um die Zusammenarbeit zwischen Wisnewski und dem WDR vor und nach Sendung von 9/11 Mysteries bestellt war!

"nicht vernünftig" ist ja wohl ein Witz.. was ist denn eigentlich vernünftig?

Zudem habe ich mich mit einem anderen Journalisten schonmal selbst unterhalten. Und der bestätigte mir das genannte Vorgehen der Redaktionsvorsitze. Er selbst arbeitet deshalb mittlerweile selbständig.
 
Nach dem Vorfall haben er und sein Kollege vom WDR keine Aufträge mehr bekommen.
Was vernünftige Arbeit für einen Journalisten ist? Wenn ein Journalist Quellen auswertet und objektiv darüber berichtet, ohne seinen eigenen Glauben und seine eigene Meinung als Fakt zu verkaufen...
Was z.B. an Vorwürfen der Manipulation von einem Interview witzig sein soll (Stichwort: Ernie Stull), verstehe ich nicht.
Aber gut, jeder hat seinen eigenen Humor.
Aber das ist noch kein Grund, eine nicht unumstrittene Person wie Wisnewski unreflektiert als Opfer hinzustellen. Insbesondere dann, wenn man im gleichen Absatz noch die fehlende Objektivität kritisiert...
 
Danke für deine Antwort!

(Selbst wikipedia nennt es "Kündigung": http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Wisnewski) ;)

"Was z.B. an Vorwürfen der Manipulation von einem Interview witzig sein soll (Stichwort: Ernie Stull), verstehe ich nicht."

Gut. Das hätte ich vielleicht noch erwähnen sollen. Aber ich fand es schwer, dass in dem betreffenden Post von mir noch unterzubringen.
Ich glaube bei dem Thema Wisnewski aber sowieso, dass einfach nur ein paar Gründe gesucht worden sind, um ihm kündigen zu können. (Ich kenne solche Vorgehensweisen auch aus meinem persönlichen Umfeld. Selbst meine Mutter ist mal auf solch eine Art und Weise gekündigt worden.)
Überleg doch einfach mal, was du selber schätzt, wie oft in Medien irgendwas manipuliert worden ist!
Ich vermute, das kommt tagtäglich 1000fach vor. Ich hatte zu dem Thema ja auch mal einen Thread eröffnet. Und die Ergebnisse aus dem Thread bestätigten meinen Eindruck, dass sehr viel und oft manipuliert wird.

Grundsätzlich finde ich gut, dass du schreibst, wenn du mit etwas nicht ganz einverstanden bist. Ich finde aber schade, dass du es nicht erwähnst, wenn du mal irgendwo denkst: "Okay. Da hat er vielleicht nicht ganz unrecht."
Denn ich denke, dass das durchaus vorkommt. Leider geht das aber bei sehr vielen Postern hier unter, weil sie dazu dann meistens nichts schreiben. :(
 
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Man muss mal die Kirche im Dorf lassen. o_O

Die können frei Geld benutzen, weil sie es durch Arbeit verdienen. Die anderen erhalten staatliche Leistungen..
Außerdem sind Gutscheine nun wirklich nicht so schlimm. Ich weiß z.B. von einem Bekannten, dass in seiner Firma Essensgutscheine verteilt werden, da es keine Kantine gibt. Und die sind ausdrücklich nicht für Tabak und Alkohol bestimmt. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen Mitarbeitern. Das sind alles hochbezahlte Fachkräfte mit Uniabschluss. Da fühlt sich auch niemand bevormundet.
 
@Jace

willst du darauf ne Antwort haben? Also irgendwie solltest Du mal die Kirche im Dorf lassen, redest von hochbezahlten Fachkräften, die einen Essengsgutschein bekommen, der nicht für Alkohol und Tabak sein soll=?ähm? Dann kriegen die nicht nur n hohes Gehalt, sondern auch noch n Gutschein fürs Essen...
Wo bitte ist das Problem bei dem Vorschlag, das halt alle so ne KArte bekommen.
 
Ich habe schließlich nichts gegen die Bildungsgutscheine an sich gesagt. Bin ja ein Befürworter.
Nur gegen den Post von andiac. Dort schreibt er, dass diese Bildungsgutscheine eine Form von Diskriminierung sind, da sie gewissen Leuten also vorschreibt, was sie mit ihrem Geld kaufen sollen.
Ich dagegen wollte damit nur sagen, dass ich es völlig ok finde, Gutscheine statt Geld als Sachleistung rauszugeben. Vom ARbeitgeber oder vom Staat, spielt keine Rolle.

Aber entweder hat er seinen Post geändert.. oder irgendwie hab ich mich vertan und habe auf einen älteren Post auf ner anderen Seite geantwortet.. Sehe gerade seinen Post bezüglich der Diskriminierung nicht.
 
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Hi

so hat er auch nicht formuliert. Zumindest hab ich es nicht so gelesen.
Das ging weiter vorn doch um Gutscheine in Schulkantine, als Beispiel.

Was jemand bekommt und was er verdient steht manchmal auch in keinem Verhältnis.
Eher gibt es das Verhältnis was jemand kann und jemand dafür bereit ist zu zahlen.
Das muß aber nicht zwangsläufig auch heißen, das er das verdient hat.
Der Verdienst wird meist schon vor der gebrachten Leistung vereinbart. ;)

Cu
 
Zuletzt bearbeitet:
th3o schrieb:
was man auch tun kann ist: aufhören wählen zu gehen; damit wird dem herrschaftsapparat einfach die legitimation entzogen; das ist die beste art und weise zu zeigen dass man gegen diese herrschaftsordnung ist.

Du musst noch nicht einmal die Politik antasten um etwas zu verändern..

th3o schrieb:
deswegen verstehe ich auch diesen dummen einwurf von der linkspartei oftmals nicht wonach irgendwas "undemokratisch" sei -> da fragt man sich: na was denn sonst, wenn nicht demokratisch?!

Komischerweise wird genau das auch der Linken selber vorgeworfen: Sie seien keine Demokraten. :evillol:

andiac schrieb:
Du hast es etwas vereinfacht ausgedrückt. Natürlich ist in allererster Linie das System falsch. Allerdings gibt es soviele Menschen, die sich so leicht und unverhältnismäßig verführen lassen, dass man auch deren Gesinnung infrage stellen muss.

Die Mehrheit lässt sich belügen, verführen und "lenken", die wenigen die es nicht tun bezahlen böse dafür, letzteres sollte sich langfristig endlich einmal ändern.

andiac schrieb:
Nehmen wir einfach mal an, 9/11 war eine Lüge. Und schauen wir uns dann mal an, was u.a. Journalisten daraus gemacht haben. Es hat mit Sicherheit viele viele Journalisten gegeben, die einfach nur ihren Bericht so gemacht haben, wie er "von oben" vorgeschrieben war. Hinterfragen und Infragestellen der offiziellen Version war mehr als unerwünscht....

Der 9/11 taugt nur bedingt zu Spekulationen oder Verschwörungstheorien, einige Ungereimtheiten sind dabei, letztlich waren und sind allerdings immer die USA die Schuldigen, dazu müssen sie all das noch nicht einmal selbst inszeniert haben, den Terror haben sie durch direkte und bekannte Eingriffe in Saudi Arabien selbst heraufbeschworen, die daraus resultierenden Kriege dienten rein wirtschaftlichen Interessen, auch Deutschland.

Journalismus ist ein pikantes Feld, letztlich findet sich dort fast ausschließlich Propaganda, Fehlinformation, Lüge und Manipulation. Unabhängige Presse gibt es nirgendwo, entweder greift die Politik direkt oder über Werbefirmen ein. Die Werbemaschinerie finanziert den Blätterwald letztlich blendend.

andiac schrieb:
P.S.: Es ist doch nicht schlimm seinen Job zu verlieren. In Deutschland gibt es ja keinen Sozialrassismus. Und wenn doch, dann muss man damit umgehen können. (Ironie)

Jobverlust wäre auch bei uns nicht mit einem derartigem Angstpotential besetzt, wenn nicht gezielt in die Richtung manipuliert werden würde, die Nutznießer dessen haben auch andere Späße zu verantworten. Bei uns ist der Sozialstaat völlig aus den Fugen gelöst worden, die Politik hat den Spieß, im Namen der Wirtschaft (deren eigentliche Drahtzieher in Milliardärskreise reichen), einfach umgedreht, nicht das Volk bestimmt mehr wie es mit seinen Möglichkeiten umsorgt sein will, das tut eine kleine selbsternannte "Elite" in Hinterzimmern, die Politik ist zunehmend nur noch das Sprachrohr, was kläglich versagen muss, weil das ausgesprochene, angeblich alternativlose, nicht mehr erklärbar ist.
 
Jobverlust wäre auch bei uns nicht mit einem derartigem Angstpotential besetzt, wenn nicht gezielt in die Richtung manipuliert werden würde, die Nutznießer dessen haben auch andere Späße zu verantworten. Bei uns ist der Sozialstaat völlig aus den Fugen gelöst worden, die Politik hat den Spieß, im Namen der Wirtschaft (deren eigentliche Drahtzieher in Milliardärskreise reichen), einfach umgedreht, nicht das Volk bestimmt mehr wie es mit seinen Möglichkeiten umsorgt sein will, das tut eine kleine selbsternannte "Elite" in Hinterzimmern, die Politik ist zunehmend nur noch das Sprachrohr, was kläglich versagen muss, weil das ausgesprochene, angeblich alternativlose, nicht mehr erklärbar ist.

Du siehst das alles schon sehr richtig. Wobei du gerade in dieser Diskussion auch feststellen kannst, dass wie du sagst die meisten drauf anspringen.
 
"Der 9/11 taugt nur bedingt zu Spekulationen oder Verschwörungstheorien, einige Ungereimtheiten sind dabei, letztlich waren und sind allerdings immer die USA die Schuldigen, dazu müssen sie all das noch nicht einmal selbst inszeniert haben"

Es geht mir dabei nicht darum, wer der Schuldige ist. Denn natürlich sind die USA die Schuldigen.
Es geht mir darum, auf welchem Wege sich die "Legitimation" für den Krieg geholt wurde.
Und da haben sich letztlich sehr viele blenden lassen. Denn selbst wenn der Anschlag ohne Wissen und Beteiligung der USA geplant und ausgeführt worden wäre: Das ist lange keine Berechtigung dafür, in ein ganzes Land einzumarschieren. Gegen die RAF hat man auch nicht gleich die ganze Bundeswehr (und andere Armeen) eingesetzt und Deutschland bombardiert.


"die wenigen die es nicht tun bezahlen böse dafür,"

Das wäre nicht so, wenn es eben mehr wären, die sich nicht verarschen lassen. Dann könnten sie nicht einfach machen, was wie wollen .
 
Zuletzt bearbeitet:
barista schrieb:
Fakt aber ist es, dass du die Mündigkeit des Menschen bloß durch den Einkommen festlegst, ohne einen Gedanken über die Gründe der Ausgrenzung und Entzug der Rechte der Individuen, die den Spielregeln der 'Arbeit' für das Gewinn anderer unterliegen, zu verschwenden.

Da man vom Einkommen, statistisch, auf das Bildungdniveau schließen kann, bin ich für eine Steuerung von sozialer Hilfe. Das sind lediglich Stellschrauben des Staates. Offensichtlich ist es mit der eigenverantwortlichen Mündigkeit oft nicht weit her. Hier muss der Staat lenken. Das bedeutet, Ünterstützung zweckgebunden zur Verfügung zu stellen.

barista schrieb:
Sie werden in deinen Augen 'unmündig', das heißt sie verlieren ihre Rechte, nur weil sie als Verlierer die Funktionalität des Systems beeinträchtigen. Dass das System selbst sie als Verlierer produziert beeindruckt dich offensichtlich auch nicht, sonst würdest du nicht die 'staatliche' Position zu eigen machen und Stellen dieser Menschen unter Vormundschaft befürworten.

Hier machst Du es Dir zu einfach. Die böse stattliche Vormundschaft ist keine. Welche Rechte spreche ich den Menschan ab? Niemand wird gezwungen, den "Bildungsgutschein" einzulösen. Was ich vielen Menschen abspreche, ist die Fähigkeit, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen und vor allem die Fähigkeit, für ihren Nachwuchs Verantwortung zu übernehmen. Auch wenns weh tut aber die meisten Menschen brauchen Funktionen in Systemen und sind nicht in der Lage, autark zu existieren.

In totalitären religiösen oder ideologischen Systemen ist es recht einfach, da hier die Schwächen durch übergeordnete Gleichschaltung und "Sinngebung" kompensiert werden.

Sobald mehr Freiheit existiert wirds schon komplizierter. Weniger klare Verhaltensregeln, kein vorgekautes Ziel, - nicht unbegrenzte aber zumindest viel weiter gefasste Möglichkeiten zur Bedürfnisbegriedigung.

Für mich ist die "Bevormungung" in erster Linie ein bitter notwendiges "an die Hand nehmen".


andiac schrieb:
Ich finde die angestrebte Bevormundung auch irgendwie unmenschlich und diskriminierend. Man muss sich nur mal vorstellen, wie sich so ein Kind dabei in seiner Haut fühlt. Das muss sich ähnlich anfühlen, wie mit einem Lebensmittelgutschein an der Kasse bei Aldi bezahlen zu müssen.

Entschuldige aber was heute alles als "unmenschlich" bezeichnet wird ist lächerlich. Es wird niemandem ein Ei aus der Hose fallen, wenn er mit nem Gutschein ins Museum geht.
Sich ein wenig aus den persönlichen Komfortzonen zu bewegen, ist manchmal durchaus hilfreich.

MFG
 
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