Schrammler
Commander
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andiac schrieb:Ich hab mir in meinem bisher fast 37-jährigen Leben sehr oft die Mühe gemacht, mein Umfeld zu verstehen und hab oftmals die Beweggründe deren Verhaltens erforscht und erfragt.
Dabei ist für mich das rausgekommen, was ich eben beschrieben hab. Die meisten trauen sich einfach nicht, etwas zu tun, da sie Angst haben, ihren fragwürdigen Status zu verlieren.
Simpelstes Mitläufertum, daher war auch im Mai '45 plötzlich kein Deutscher mehr Nazi, "man hat ja nur den Befehlen gehorcht"
andiac schrieb:Die Leute, die das System sogar bejahen, habe ich auch kennengelernt. Aber das sind meiner Erfahrung nach meistens "Menschen" in Machtpositionen. Und die sind glücklicherweise deutlich in der Minderheit.
Um in Machtpositionen zu gelangen, musst du einige Dinge mitbringen, die mit "sozial" nichts zu tun haben, eher mit Ignoranz und perfektionierter Verdrängung nebst einem Drang bestimmen zu wollen. Schau dir unsere nächsten Verwandten, die Primaten, an. Dort gibt es einen Clanchef und seine Helfershelfer, die durch ihn begünstigt werden und das mit unabdingbarer Loyalität begleichen, aber auch völlige Verlierer in der Gruppe, die beim Essen nicht bevorzugt werden, die nicht an die Weibchen dürfen..
andiac schrieb:Wir müssen es also nur schaffen, uns zusammen zu raufen und gemeinsam stark zu werden. D.h. auch, dass wir uns durch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel eine nicht-wirklich-böse-gemeinte Bezeichnung als "Blödsinn", spalten lassen.![]()
Der Begriff Spalterei, quer durch die angepasste Ellenbogengesellschaft, passt besser als "Sozialrassismus", wenn du das ansprichst, was sich zunehmend im Land breit gemacht hat. Statt von Zusammenraufen zu sprechen, was letztlich in ebenso hierarchische Strukturen ausarten würde, sollte man sich gerade jetzt einiges mehr zutrauen und bewusst angehen. Dazu zähle ich Aufklärung über Manipulation (durch die Medien/Politik/Wirtschaft), eine Grundsatzdiskussion was der Mensch eigentlich braucht um deutlich Glücklicher als heute zu sein, was wirklich lebensnotwendig ist, was krank macht, welche Dinge uns nur etwas vorspielen und welche purer Unfug sind.
Würden wir alle nackt herumlaufen und uns nicht mit (unnützen) Statussymbolen schmücken dürfen, welche nur eine Utopie darstellen um eine Urangst zu verdrängen, wäre diese Welt des Menschen eine völlig andere.