Snakeeater schrieb:
Wenn ich dir mit AI ein Bild generiere und du dir nichtmal sicher bist ob ich das jetzt mit Photoshop oder AI gemachht habe willst du tatsächlich behaupten es handelt sich nicht um Kunst? Hast du jemals versucht mit einer KI irgend eine Art von Bilder zu erstellen? Ich bezweifle das sehr stark nachdem wie du dich hier ausdrückst.
Nur weil man ein AI Bild mittlerweile nicht mehr von einem Handgemachten unterscheiden kann, heißt das nicht, dass ich den Ersteller automatisch als Zeichner oder Digital Artist bezeichne.
Um auf Leinwand oder digital zu zeichnen, braucht man grundlegendes Wissen über Licht und Schatten, Negativräume, Proportionen, Symmetrien, Anatomie, Winkel, Perspektive, Farben usw.
Das brauchst du für ein KI-generiertes Bild nicht, dafür reicht ein Prompt.
Und woher weißt du, dass ich noch nie KI benutzt habe? Ob für Bilder oder Code?
Natürlich habe ich mit KI herumprobiert und Prompts geschrieben, die zwei bis drei A4‑Seiten gefüllt haben.
Trotzdem macht mich das weder zu jemandem, der zeichnen kann, noch dazu, mich Programmierer zu nennen.
Ich kann programmieren, aber nur auf Hobby-Niveau (autodidakt). Auch wenn ich für Unternehmen, für die ich gearbeitet habe, Code geschrieben oder Tools entwickelt habe, die im Arbeitsalltag genutzt wurden.
Am Ende bin ich kein Programmierer.
Ich bezweifle sehr stark, dass du verstehen möchtest, worauf ich hinauswill.
Snakeeater schrieb:
Du gehst also wirklich davon aus, dass man ohne ansatzweise Programmierkenntnisse Code aus einer AI verwenden kann und dann zum Ergebnis kommt?
Ja, das tue ich. Es gibt mittlerweile immer mehr Videos auf YouTube, die sehr schön beschreiben, wie das gemacht wird.
Hier ein Beispiel:
Ich denke, das spricht für sich selbst. Mit ein bisschen Ehrgeiz und Zeit kommt man schon sehr gut zu einem finalen Produkt.
Snakeeater schrieb:
Das ist deine Annahme oder Meinung, hat aber nichts mit der Realität zu tun, lies dir mal den Thread hier durch. Die Leute die sich an KI stören sind absolut in der Minderheit, anscheinend haben IT/Gaming orienterte Kunden einfach eine andere Vorstellung von der Debatte.
Für mich gibt es nur drei Varianten, warum Valve das macht:
1. Sie haben die Bedenken der Kunden wahrgenommen.
2. Valve hat selbst erkannt, dass KI auch für viel Mist genutzt werden kann und dadurch sowohl Kunden als auch das Geschäft leiden könnten.
3. Eine Kombination aus beidem.
Ich tendiere eindeutig zu Punkt 3.
Snakeeater schrieb:
Was ist das schon wieder für eine Denkweise, rechnest du ohne Taschenrechner irgendetwas abseits von Addition, Subtraktion etc.? Glaubst du nicht die selben Argumente wurden bereits für jede technische Innovation die es bisher in der Geschichte gab benutzt?
Es geht nicht um das Nutzen von Tools oder Hilfsmitteln oder um das Ablehnen technischer Innovationen.
Um einen Taschenrechner benutzen zu können, muss ich trotzdem die grundlegenden mathematischen Grundlagen beherrschen, um ihn überhaupt bedienen zu können.
Das heißt, ich habe die Grundlagen der Mathematik gelernt und musste sie mit Bleistift und Papier in der Schule verinnerlichen: Subtraktion, Addition, Division, Multiplikation, Dreisatz, Zinsrechnung, Algebra usw.
Einen Taschenrechner habe ich in der Schule erst in der Oberstufe wirklich gebraucht, und da primär im Physikunterricht. Somit ist dein Beispiel ein schlechtes.
Mit KI kann ich ein Bild, einen Song oder Python‑Code innerhalb von Minuten erstellen, obwohl ich weder zeichnen, musizieren noch programmieren kann.
Ich muss nur in Gedanken fassen, was ich möchte. Selbst bei einem schlechten Prompt bekommst du ein Ergebnis. Dann entscheidet dein Geschmack beim Bild oder der Musik. Beim Script könntest du allerdings Pech haben, dass es nicht läuft, und du weißt dann nicht, warum.
Snakeeater schrieb:
Was hat das mit KI zu tun? Ich gehe mal davon aus das du mit deinem halbgaren Wissen irgendwie auf ein ChatGPT Abo anspielst. Ist dir bewusst das du LLMs komplett kostenlos selbst auf deinem Rechner nutzen kannst?
Ich schaue über den Tellerrand hinaus und verfolge auch hier auf CB die News – du anscheinend nicht.
Microsoft hat Office 365, dafür braucht man einen Account, und es ist ein Abo. Hier ist bereits KI integriert, und es soll noch mehr kommen.
Windows setzt mittlerweile ebenfalls einen Account voraus, und auch dort soll mehr KI integriert werden.
Apple setzt einen Account voraus, und auch hier kommen immer mehr KI‑Features hinzu. Zudem gibt es Abo‑Modelle für Programme.
Viele Anbieter haben ihre Modelle bereits geändert oder werden sie in Zukunft auf Abo‑Strategien umstellen, auch hier inklusive KI‑Implementierung.
Es gibt sogar Monitore, die KI‑Features erhalten, die Nutzern beim Cheaten helfen usw.
Also sag nicht, dass das nichts mit KI und deren Anwendung zu tun hat.
Ich weiß auch, dass man LLMs lokal nutzen kann. Das habe ich selbst getestet. Aber am Ende des Tages braucht man dafür wieder mehr Know‑how und eine potente Hardware.
Damit wären wir wieder am Anfang: Um das umzusetzen, braucht man Wissen, das man erst lernen muss.
Ein reiner Anwender von KI braucht dagegen hauptsächlich guten Sprachgebrauch und Fantasie, mehr nicht.
Somit wären wir wieder bei meiner Aussage:
Am Ende geht es um Kundenbindung und Geld. Für die Konzerne soll KI am ende doch eine Dienstleistung bleiben.
Snakeeater schrieb:
Ich frag einfach mal nach einer Quelle zu deiner Behauptung. Meines Wissens nach haben die Entwickler mitte Juni 2025 angemerkt das KI genutzt wurde und dann im Dezember wurde offen gelegt, für welch lächerlich geringen Anteil man es nutzte.
Und jetzt sagst du mir mal ob es die Regeln zur Nicht-Nutztung von KI bei den "Indie-Awards" auch schon vor der Nomination gegeben hat. Kleiner Spoiler: Nein, gab es nicht.
Es stand auf der Seite zur Nominierung, und es steht auch aktuell in den FAQ.
Ich habe einen Screenshot aus der Wayback Machine für dich gemacht. Die Seite wurde am 2. September aktualisiert – also knapp 30 Tage vor Ende der Nominierungsphase. Der Hinweis war dort bereits vorhanden.
Wenn man jemandem einen Vorwurf machen kann, dann dem Nominierungskomitee, das das Spiel trotz der bekannten Informationen überhaupt erst in die engere Auswahl genommen hat.
Dann wäre eine nachträgliche Aberkennung nicht nötig gewesen. Aber durch die Nominierung und die Tatsache, dass offenbar doch KI‑Texturen im finalen Spiel gelandet sind, kam das Thema eben erneut auf.
Und wie gesagt, Ich behaupte nicht, dass Clair Obscur dadurch ein schlechtes Spiel ist.
Aber dennoch bin ich mit diesem Post raus aus der Diskussion.