Mr.Zweig schrieb:
Kannst Du ja mal den ganzen freundlichen Game Designern/Kreativen und Künstlern erzählen, denen nicht nur das Copyright ihrer Arbeit durch die Datenkrake geklaut wird, sondern gleich noch noch der Job hinterher verloren geht.
Mal unmoralisch gefragt - wo ist denn aber jetzt der Unterschied zwischen realen Arbeitern, wo es sagen wir einen Job auf zwei Leute gibt und der eine den Job hat, die schlechtere Arbeit abliefert und der andere den Job will und den besseren Output bringt?
Am Ende ist das doch ein Resultat der Leistungsgesellschaft. So unmoralisch das auch klingt. Aber wenn die eine Sache die "bessere" Leistung abliefert, zumindest für die eine Partei gesprochen, dann muss die andere Seite eben zusehen, dass das zu ihren Gunsten zurück geht oder eben eine Alternative, Spezialisierung, whatever suchen!? Und ja, der Kunde sieht das ggf. anders als der Produzent. Aber am Ende unterm Strich ist es doch der Kunde, der es in der Hand hat. Kaufen oder lassen!?
Alphanerd schrieb:
Natürlich gucke ich mir das gut bewertete und spannend aussehende Indie Spiel naher an, auch wenn da KI dran steht. Bin ja wie alle anderen selbst in der Lage zu urteilen. Nur hatte ich gerne soviele Informationen wie möglich, um mir ein Urteil zu bilden.
Unabhängig der Indie Game Thematik - da war doch jüngst erst wieder so eine Art Shitstorm bzgl. Anno 177 und den Artworks im Spiel, die man bei Ladescreens und Co zu sehen bekommt. Weil da irgendwie die KI drin rumgefingert hat?
Am Ende geht es dort bei der Diskussion zumindest von einer lautstarken Gruppe gar nicht um Argumente, sondern nur um "KI ist doof, ich zahle voll, also will ich das nicht" -> und das ist mMn ein schon größeres Problem. Der Anspruch ist vielleicht da, aber dass man darauf ein Anrecht hat? Sehe ich nicht... Das ist ein Angebot von der Entwickler/Publisher Seite - und der Kunde kann kaufen oder es lassen.
MMn läuft bei dem KI Kram die Welt irgendwie gerade verkehrt, weil die Kundenseite das Angebot nicht gut findet und mehr fordert, aber nicht (mehr) bereit ist dafür zu zahlen. Wäre es nicht auch eine Option zu sagen, ich gebe euch das doppelte vom Geld und ihr liefert ohne KI?
Kuristina schrieb:
Hast du ein Beispiel, wo KI so eingesetzt worden ist, dass man es auch "händisch" nicht hätte besser machen können?
Woher stammt denn die Logik, dass alles was "händisch" gemacht wird, besser ist als das was die KI macht?
Das ist mMn viel zu schwarz/weis gedacht. Zudem es in dem Thema auch einen großen Interessenkonflikt gibt. Wir leben immernoch in einer Kapitalgesellschaft. Das heißt doch am Ende, möglichst wenig Aufwand für möglichst viel Output aus Sicht dessen, der die Leistung oder Ware liefern soll. Und möglichst maximalen Output für möglichst geringsten Mittelaufwand für die Gegenpartei - nämlich die die den Kram konsumieren soll.
Warum ist etwas, was manuell erstellt wurde, besser als das was irgend ein geartetes maschinelles Werkzeug erzeugt? Wo ist das denn definiert? Technisch gesehen gibt es soooo ultra viele Dinge, die der Mensch nicht perse besser kann als die Maschine. Und dafür diese Kennzeichnung? Das erschließt sich mir nicht so ganz. Also den Sinn dahinter.