Ich habe es ja weiter oben geschrieben: ich möchte arbeitende Menschen und keine C Level Pimps oder shareholder mit meinem Kauf bezahlen.nciht schrieb:Aber wenn die KI funktioniert (irgendwann) und ich Story, Design und Artworks von der KI erstellt tatsächlich gut finde, warum soll mich das als Spieler so extrem stören?
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News Spieleentwicklung mit KI: Valve konkretisiert Richtlinien für KI-Kennzeichnung
CountSero
Lieutenant
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- Jan. 2020
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Ich finde es gut, wie Valve vorgeht, aber warum packt man nicht einfach so etwas direkt auf die Shopseite (nur ein Beispiel):
AI kam zum Einsatz bei:
☑ Coding
☒ Models
☒ Textures
☒ Story
☑ Musik
☑ Stimmen
Und zusätzlich könnte man (wie es bei den Systemanforderungen bereits üblich ist) unten eine kurze Texterklärung einfügen, um ein paar Details zu erläutern.
So etwas würde einen einheitlichen Standard schaffen und die Käufer wüssten sofort, woran sie sind.
Die Entwickler und Publisher beschäftigen ohnehin bereits Personen, die die Shopseiten auf den verschiedenen Plattformen pflegen. Da sollten diese zusätzlichen Informationen wirklich kein Beinbruch sein. Aber wahrscheinlich haben sie Angst, dass dadurch die Käufe einbrechen würden, weil einige Kunden dann nicht kaufen würden.
Ich persönlich werde darauf achten, denn ich möchte weiterhin Spiele spielen, die von kreativen Menschen entwickelt wurden.
Für mich kann AI nicht kreativ werden, sondern recycelt lediglich das, was sie gelernt hat.
Den Sound von Turrican kennen wohl die meisten, die in den 90ern mit dem Gaming begonnen haben. Und "To be on Top" war auch nice ^^
Auch Namen wie Manfred Trenz (z. B. The Great Giana Sisters, Turrican, Katakis), Armin Gessert (Giana Sisters) oder Thomas Hertzler (Gründer von Blue Byte, bekannt für Battle Isle und Die Siedler) sind vielen schon einmal begegnet.
Diese Namen reihen sich für mich neben anderen internationalen Größen ein, wie z. B. Roberta und Ken Williams (Sierra), sie haben das Adventure‑Genre geprägt. Will Wright hat mit Simulationen wie SimCity Maßstäbe gesetzt (später The Sims). Richard „Lord British“ Garriott war ein RPG‑Pionier (Ultima‑Serie). John Carmack war ein Pionier im Bereich Shooter und 3D‑Engines.
Früher habe ich mich immer gern mit den Hintergründen beschäftigt, aber heute bleibt bei den großen Studios das Interesse oft auf der Strecke, weil man bei dieser schieren Masse an Beteiligten kaum noch einzelne Personen kennt. Und wenn dann noch KI ihre Finger im Spiel hat, wird sich das Interesse bei mir wohl ganz in Wohlgefallen auflösen.
AI kam zum Einsatz bei:
☑ Coding
☒ Models
☒ Textures
☒ Story
☑ Musik
☑ Stimmen
Und zusätzlich könnte man (wie es bei den Systemanforderungen bereits üblich ist) unten eine kurze Texterklärung einfügen, um ein paar Details zu erläutern.
So etwas würde einen einheitlichen Standard schaffen und die Käufer wüssten sofort, woran sie sind.
Die Entwickler und Publisher beschäftigen ohnehin bereits Personen, die die Shopseiten auf den verschiedenen Plattformen pflegen. Da sollten diese zusätzlichen Informationen wirklich kein Beinbruch sein. Aber wahrscheinlich haben sie Angst, dass dadurch die Käufe einbrechen würden, weil einige Kunden dann nicht kaufen würden.
Ich persönlich werde darauf achten, denn ich möchte weiterhin Spiele spielen, die von kreativen Menschen entwickelt wurden.
Für mich kann AI nicht kreativ werden, sondern recycelt lediglich das, was sie gelernt hat.
Die meisten, die ich kenne und die bereits mit dem Atari 2600, dem VC‑20, dem C64 und später dem 8086 in jungen Jahren zu tun hatten, kennen Hülsbeck. Meiner Meinung nach hat er den Sound des C64 und des Amiga maßgeblich geprägt.sethdiabolos schrieb:Also ich spiele jetzt 38 Jahre Videogames und 27 Jahre davon aktiv am PC. Kenne ich trotzdem nicht. Bin ich jetzt ein junger Hüpfer (bitte sag ja).
Den Sound von Turrican kennen wohl die meisten, die in den 90ern mit dem Gaming begonnen haben. Und "To be on Top" war auch nice ^^
Auch Namen wie Manfred Trenz (z. B. The Great Giana Sisters, Turrican, Katakis), Armin Gessert (Giana Sisters) oder Thomas Hertzler (Gründer von Blue Byte, bekannt für Battle Isle und Die Siedler) sind vielen schon einmal begegnet.
Diese Namen reihen sich für mich neben anderen internationalen Größen ein, wie z. B. Roberta und Ken Williams (Sierra), sie haben das Adventure‑Genre geprägt. Will Wright hat mit Simulationen wie SimCity Maßstäbe gesetzt (später The Sims). Richard „Lord British“ Garriott war ein RPG‑Pionier (Ultima‑Serie). John Carmack war ein Pionier im Bereich Shooter und 3D‑Engines.
Früher habe ich mich immer gern mit den Hintergründen beschäftigt, aber heute bleibt bei den großen Studios das Interesse oft auf der Strecke, weil man bei dieser schieren Masse an Beteiligten kaum noch einzelne Personen kennt. Und wenn dann noch KI ihre Finger im Spiel hat, wird sich das Interesse bei mir wohl ganz in Wohlgefallen auflösen.
Das Motiv der Spieleentwickler liegt doch auf der Hand. Schneller und einfacher mehr Geld verdienen. Wenn man das verstanden hat, dann ist auch klar, dass es mehr Müll geben wird. Ist ja bei Musik jetzt schon so, die Streamingdienste werden überflutet damit. Kann halt jeder irgendwas in paar Minuten zusammenklicken.
Ob das am Ende was Gutes bringt, weiß ich nicht. Aber automatisch davon auszugehen, dass es nicht mehr von anderen zu unterscheiden sein wird, hängt dann wohl auch sehr von einem selber ab. Wenn man sich an gewisse Sachen gewöhnt, kommt es einem normal vor. Und dann kann der eine oder andere auch Fabrikpralinen nicht mehr von handgemachten unterscheiden. ^^
Ob das am Ende was Gutes bringt, weiß ich nicht. Aber automatisch davon auszugehen, dass es nicht mehr von anderen zu unterscheiden sein wird, hängt dann wohl auch sehr von einem selber ab. Wenn man sich an gewisse Sachen gewöhnt, kommt es einem normal vor. Und dann kann der eine oder andere auch Fabrikpralinen nicht mehr von handgemachten unterscheiden. ^^
Die Frage ist vlt auch, ob man Magazine gelesen hat. Aber wer konnte ohne Powerplay, Amiga/PC Joker leben? Das war zwar möglich aber sinnlos, hat Loriot schon gesagt.CountSero schrieb:Die meisten, die ich kenne und die bereits mit dem Atari 2600, dem VC‑20, dem C64 und später dem 8086 in jungen Jahren zu tun hatten, kennen Hülsbeck. Meiner Meinung nach hat er den Sound des C64 und des Amiga maßgeblich geprägt.
sethdiabolos
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Naja gut, das ist dann da gewesen, wo ich selbst ja noch ein Kind war. Da hat man sich nicht wirklich schlau gemacht, von wem die Musik auf der natürlich originalen (hüstel) Diskette war.😅
Wenn die KI dem "C Level Pimp" hilft seine kreative Vision als Indie-Entwickler umzusetzen und dabei ein tatsächlich gutes Spiel herauskommt, obwohl er nicht selber gut Programmiern, Grafiken/Artworks erstellen, etc. kann - muss das mit einem Warnhinweis versehen werden, weil jemand anderes die KI nutzt um kompletten Müll zu produzieren mit möglichst wenig Aufwand?Alphanerd schrieb:ich möchte arbeitende Menschen und keine C Level Pimps oder shareholder not meinem Kauf bezahlen.
Auch ein größeres Studio, dass Milliarden an Umsatz generiert und dann KI nutzt zur maximalen Gewinnmaximierung für die Shareholder ist nicht vergleichbar mit einem kleineren Studio, dass mit 20 Mitarbeitern und beschränkten Ressourcen versucht eine größere Vision zu verwirklichen, welche so ohne KI nicht möglich wäre. Die Spiele werden mit so nem Siegel halt einfach alle in eine Schublade gesteckt, ohne dass das Siegel tatsächlich irgendwas über die Qualität aussagt.
Wie gesagt: Die Kunden sind denke ich allesamt selber (ohne Siegel) dazu fähig, entscheiden zu können, ob ein Spiel Spaß macht oder nicht. Der Argumentation, dass mehr Arbeit in etwas fließen soll, weil es dann "besser" ist, kann ich auch nicht wirklich folgen. Klar wird mit KI viel herzloser Müll erstellt, aber ich halte das für recht überflüssig dem Kunden die Entscheidung abzunehmen, was Müll ist und was nicht.
Creeping.Death
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So viel anders macht es das menschliche Gehirn aber auch nicht. Es lernt von dem was da ist, lässt sich beeinflussen und kombiniert das (im besten Fall) zu etwas Neuem.CountSero schrieb:Für mich kann AI nicht kreativ werden, sondern recycelt lediglich das, was sie gelernt hat.
Je nachdem wie das "Werkzeug" KI eingesetzt wird, muss es aber nicht einmal kreativ werden, weil es einfach nur Standardtasks abarbeiten muss, die jeder Praktikant ausführen könnte.
X-Copy beste.sethdiabolos schrieb:von wem die Musik auf der natürlich originalen (hüstel) Diskette war.😅
Natürlich nur um die originale Floppy Disk zu schonen.
(Edit before Aufschrei: seit ich Geld verdiene, zahle ich gerne für alle meine Software und Medien)
Beim Indie Entwickler arbeitet das C Level sofern vorhanden doch selbst am Spiel mit.nciht schrieb:
Entweder gelten Regeln für alle oder niemanden.nciht schrieb:Auch ein größeres Studio, dass Milliarden an Umsatz generiert und dann KI nutzt zur maximalen Gewinnmaximierung für die Shareholder ist nicht vergleichbar mit einem kleineren Studio, dass mit 20 Mitarbeitern und beschränkten Ressourcen
Azeron
Commodore
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Das ist ja kein Siegel das besagt dass das jeweilige Produkt Müll ist sondern nur zeigt dass KI genutzt wurde. Die Konsumenten können selber ja noch immer entscheiden ob das nun Müll ist oder nicht.nciht schrieb:aber ich halte das für recht überflüssig dem Kunden die Entscheidung abzunehmen, was Müll ist und was nicht.
Sehen wir uns das ganze mal aus ner anderen Perspektive an: Es erscheint ein wirklich sehr gutes Spiel. Gute Story, schöne Assets und Grafikdesigns, guter Sound, gutes Gameplay usw und für all das wurde sehr viel KI genutzt wodurch es in Steam dann auch markiert werden muss dass KI genutzt wurde.
Das Spiel wird dann trotz des Siegels sehr gut bewertet und ein Geheimtipp. Das würde den Konsumenten dann zeigen dass KI nicht heißt dass damit nur Slop generiert wird, damit würde man das Stigma des Siegels etwas entschärfen. Erscheinen dann mehr solcher Spiele, würde das dem ganzen noch mehr Wind aus den Segeln nehmen.
Es liegt einzig und allein an den Entwicklern was sie darauß machen.
Wenn man Assets, die ne KI erstellt hat, noch händisch bearbeitet, können die ja trotzdem gut werden. Wenn man allerdings nur Slop erstellt und den 1:1 so übernimmt, ja dann wird das auch dementsprechend bewertet.
Ich denke die Konsumenten können selbst mit so nem Siegel sehr gut entscheiden ob das Spiel am Ende nun gut oder Müll ist.
Es wird aber natürlich auch immer die Leute geben die aus Prinzip nichts kaufen werden was dieses KI-Siegel hat auch wenn das Spiel noch so gut ist, da kannste halt nichts machen.
Man wird erst in den nächsten Jahren, wenn die KIs besser funktionieren, sehen wie sich das alles entwickelt.
Das Siegel kann auch helfen dass Entwickler sich trotz Nutzung von KI einfach mehr bemühen müssen was ordentliches zu entwickeln und dass man nicht einfach KI-Rotze verkaufen kann und so tun als ob das alles selber entwickelt wurde.
Dazu dann noch was die Preise angeht: Gerade von AAA Publishern will ich wissen was KI generiert wurde, vorallem was in deren Echtgeldshops KI generiert ist weil ganz egal wie gut das ist, das wird dann einfach nicht gekauft und das auch nur weil gerade die AAA Publisher Preiserhöhungen, Shops in Vollpreisspielen, usw seit Jahren immer damit verteidigt haben, dass die Entwicklung so viel Geld kostet und das Geld wieder rein muss.
Gerade wenn sie aber KI Zeug in ihren Echtgeldshops verkaufen, zieht dieses Argument bei mir nicht mehr und das gehört dann zurecht abgestraft.
Ich denke auch es sind dann vorallem die großen Entwickler die eben wegen genau deswegen gegen so ein Siegel sind.
Bei nem kleinen Indie Entwickler oder sogar nur einem 1-2 Personen Entwickler kann ich viel eher nachvollziehen warum der zB für Texturen, Assets usw. KI benutzt und da viel eher ein Auge zudrücken aber diese kleinen Entwickler, die das wirklich mit Herzblut machen und nicht für das schnelle Geld, sind auch nicht so dreist Echtgeldshops in ihre Spiele einzubauen und dergleichen und dort dann ihren KI Slop zu verkaufen wie es die Großen jetzt schon machen. Und gerade bei solchen kleinen Herzblutentwicklern habe ich sowieso eher das Gefühl dass die viel transparenter mit dem Thema "KI Nutzung" umgehen als die Großen.
Zuletzt bearbeitet:
Videospiele sind nur sehr anders als Musik. Selbst wenn bei einem Spiel die gesamten Dialoge von einer KI geschrieben sind, ist das ggf. kein Beinbruch. Wenn die Dialoge bei der Art Spiel nicht so wichtig sind und der Entwickler sich dadurch ggf. auf wichtigere Aspekte des Spiels konzentrieren konnte, könnte das Spiel dank KI sogar besser sein. Gleiches gilt für den Soundtrack, Artworks und alles andere was mit KI für ein Spiel generiert werden kann - Auch da gibt es ja gute Spiele, mit nem richtig miesen Soundtrack (und der ist ggf. nicht mal von ner KI geschrieben). Videospiele spalten sich halt in deutlich mehr Aspekte auf die einzeln mit KI generiert werden können als bei Musik und bei Videospielen bekommt man auch noch kein fertiges AAA-Spiel mit nem Zwei-Zeilen-Prompt, was bei KI-Musik (selbst Lyrics/Vocals) keine Hürde mehr ist.Kuristina schrieb:Ist ja bei Musik jetzt schon so, die Streamingdienste werden überflutet damit.
Ich erkläre, warum die Regel keinen Sinn ergibt (weil damit eben ALLE in eine Schublade gesteckt werden/weil die eben für alle gilt) und du konterst das mit meinem Argument, dass die Regel dann für alle gilt? - denk mal drüber nach. Ich sagte ja nicht, dass die Regel für andere nicht gelten soll, sondern dass A ein Warnhinweis (Achtung hier ist KI drin und KI ist scheiße) auf z.T. wirklich guten Spielen stehen wird und B die Kunden das eigentlich nicht brauchen, da die im Stande sind, selbst zu urteilen ob ein Spiel scheiße ist oder nicht.Alphanerd schrieb:Entweder gelten Regeln für alle oder niemanden.
Wenn "B" zutrifft (Spieler erkennen gute Spiele) gilt das auch, wenn eine KI Kennzeichnung dran ist.nciht schrieb:sondern dass A ein Warnhinweis (Achtung hier ist KI drin und KI ist scheiße) auf z.T. wirklich guten Spielen stehen wird und B die Kunden das eigentlich nicht brauchen, da die im Stande sind, selbst zu urteilen ob ein Spiel scheiße ist oder nicht.
Natürlich gucke ich mir das gut bewertete und spannend aussehende Indie Spiel naher an, auch wenn da KI dran steht. Bin ja wie alle anderen selbst in der Lage zu urteilen. Nur hatte ich gerne soviele Informationen wie möglich, um mir ein Urteil zu bilden.
Edit: was @Azeron sagt. Erst nach dem Posten gelesen.
Das kommt drauf an, welche Ansprüche du hast. Wenn ich mir ein Buch kaufe und die Story mitsamt Dialoge kommt wie Füllmaterial rüber, dann spare ich mir das weiterlesen. Genauso kann ein liebloses NPC Geplapper auch den Spielspaß kaputt machen. Zumindest wenn man sich wirklich in ein Spiel hineinbegibt und nicht nur oberflächlich Zeit totschlagen will. Sicher auch von der Art des Spiels abhängig.nciht schrieb:Selbst wenn bei einem Spiel die gesamten Dialoge von einer KI geschrieben sind, ist das ggf. kein Beinbruch.
Aber generell muss man nicht schlechte Teile eines Spiels mit guten Teilen schönreden. Der Anspruch sollte sein, dass alle Teile eines Spiels mit Aufmerksamkeit und Hingabe erstellt worden sind. Das ist die Messlatte.
So dass das Siegel dann keinen Sinn mehr ergibt.Azeron schrieb:damit würde man das Stigma des Siegels etwas entschärfen.
Das Siegel hat nunmal ein Stigma und welchen Sinn außer einem Warnhinweis soll so ein Siegel bitte vermitteln? Es wertet ein Spiel halt erst mal grundsätzlich ab, ohne wirklich etwas über die Qualität des Spiels auszusagen.
Das würde aber auch unabhängig des Siegels bewertet. Wozu also das Siegel? Wenn ein Spiel kompletter KI-Rotz ist, wird sich das ja in den Bewertungen zeigen.Azeron schrieb:Wenn man Assets, die ne KI erstellt hat, noch händisch bearbeitet, können die ja trotzdem gut werden. Wenn man allerdings nur Slop erstellt und den 1:1 so übernimmt, ja dann wird das auch dementsprechend bewertet.
Genau das tut es ja eben nicht. Ich kann mir so viel Mühe geben wie ich will mit der KI, das Siegel bekomme ich so oder so und es hat unabhängig davon wie viel ich mir Mühe gebe, zunächst mal den gleichen Effekt auf den Kunden, da dieser ja evtl das Siegel sieht, bevor er überhaupt recherchiert hat, ob das Spiel ggf. trotzdem gut ist.Azeron schrieb:Das Siegel kann auch helfen dass Entwickler sich trotz Nutzung von KI einfach mehr bemühen müssen was ordentliches zu entwickeln und dass man nicht einfach KI-Rotze verkaufen kann und so tun als ob das alles selber entwickelt wurde.
Ich persönlich begegne so Shops in Spielen ja nur sehr selten, da das meistens nicht meine Art Spiel ist, aber völlig egal ob etwas mit KI in dem Shop erstellt wurde oder nicht - wenn einem Kunden ein Skin so gut gefällt, dass er dafür mehr zahlen will als ich normalerweise für ein Spiel zahle, dann kann mir das relativ Schnuppe sein. Er darf den Wert einer Sache selbst bewerten und entscheiden was er kaufen will. Hier geht es ja nicht um die Preise von Grundnahrungsmitteln o.Ä. Wenn ihm der KI-Skin mehr gefällt, als der von einem Menschen erstellte, dann hat der für den Kunden auch einen höheren Wert.Azeron schrieb:Gerade wenn sie aber KI Zeug in ihren Echtgeldshops verkaufen, zieht dieses Argument bei mir nicht mehr und das gehört dann zurecht abgestraft.
Ich hab bisher auch kein Siegel gebraucht um von so geldgierigen Spielen abstand halten zu können. Gleichzeitig hilft das Siegel auch null dabei, weil's diese Spiele eben mit allen anderen einfach in die gleiche Schublade steckt. Ein Warnhiweis auf Geldgierige Kacke, ist eben nicht das gleiche wie das hier...
Die großen gierigen Publisher werden eh schon überall in Grund und Boden schlecht geredet und bewertet. Bei "größtenteils negativ" auf Steam und ner 1,6/10 auf Metacritic, glaubst du es braucht noch nen Siegel an CoD Black Ops 7 um zu zeigen dass das Spiel Rotze ist? Aber dann muss es eben auch für alle gelten und das gleiche Siegel kommt auf jedes Spiel (inkl. Indie) dass KI generierte Inhalte nutzt.
Das KI Siegel sagt eben überhaupt nichts darüber aus, ob das Spiel irgendeinen Ingame-Shop mit viel zu teuren digitalen Gegenständen enthält.Azeron schrieb:Ich denke auch es sind dann vorallem die großen Entwickler die eben wegen genau deswegen gegen so ein Siegel sind.
Bei nem kleinen Indie Entwickler oder sogar nur einem 1-2 Personen Entwickler kann ich viel eher nachvollziehen warum der zB für Texturen, Assets usw. KI benutzt und da viel eher ein Auge zudrücken aber diese kleinen Entwickler sind auch nicht so dreist Echtgeldshops in ihre Spiele einzubauen und dort dann ihren KI Slop zu verkaufen wie es die Großen jetzt schon machen.
Dank KI werden die Grenzen zwischen Indie, kleinem Studio und größeren Studios noch mehr zerfließen. Der Kunde weiß ja i.d.R. jetzt schon nicht mehr ob 1-2 Leute, 20, 50, 100, oder 200 an einem Spiel gearbeitet haben. Für die gierigen Giga-Konzerne braucht es das nicht - die bekommen schon das Maximum an Hate und sind trotzdem massig erfolgreich. Daran wird so ein Siegel sicherlich nichts ändern. Nur die anderen zieht man damit mit in die Schublade von KI-Müll.
Der Warnhinweis ergibt dann aber generell keinen Sinn. Wozu der Hinweis, wenn der Spieler den nicht braucht? Den Warnhinweis sieht jeder Spieler zudem bevor, er sich die Mühe macht zu erkennen ob das Spiel trotzdem gut ist.Alphanerd schrieb:Wenn "B" zutrifft (Spieler erkennen gute Spiele) gilt das auch, wenn eine KI Kennzeichnung dran ist.
Denk mal darüber nach, ob die Kunden wirklich davon profitieren, dass Black Ops 7 mit den Userwertungen die es hat noch nen zusätzlichen Warnhinweis bekommt - Braucht es den wirklich? - und welchen Nutzen hat der Warnhinweis an einem Spiel, das trotzdem gut ist?
Zuletzt bearbeitet:
Chismon
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Eventuell überlebten diejenigen, die sich an der besseren und älteren ASM (Aktueller Software Markt, falls es Dir nicht etwas sagen sollte, komischer Weise aber (in falschem Deutsch) als "die" und nicht "der" ASM damals umgangssprachlich benannt) davor schon satt gelesen hattenAlphanerd schrieb:Aber wer konnte ohne Powerplay, Amiga/PC Joker leben?
Creeping.Death
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Da habe ich immer die Spieletests für meinen Schneider CPC464 und 6128 gelesen.Chismon schrieb:Eventuell überlebten diejenigen, die sich an der besseren und älteren ASM
Ja, zusätzlich kommt es auch darauf an. Ich meinte aber, dass z.B. in einem Space-Sim mit relativ generischen Aufträgen, wo der Reiz des Spiels eher an der Progression und dem Aufbau des eigenen "Imperiums" liegt, die Dialoge in den Auftrags-Briefings, für fast jeden Spieler eine derart untergeordnete Rolle spielen, es völlig egal ist, wenn dort KI genutzt wurde. Die würden ohne KI sonst auch extrem lieblos geschrieben sein (weil der Entwickler dafür niemanden extra einstellen kann) und sind mit KI ggf. sogar besser. Dass ein Rollenspiel, oder gar Buch hier komplett verliert, ist klar. Das Rollenspiel wäre wahrscheinlich KI-Rotz wenn alle Dialoge via KI geschrieben sind, der Space-Sim aber nicht und beide bekommen den gleichen Warnhinweis weil eben die Dialoge mit KI geschrieben wurden. Das hat weniger mit den persönlichen Ansprüchen zu tun.Kuristina schrieb:Das kommt drauf an, welche Ansprüche du hast.
Entwickler mussten schon immer irgendwo Abstriche machen. Man darf die halt nicht an den falschen Ecken machen. Nicht alles muss in einem Spiel mit der vollen Hingabe gemacht sein. Wenn ein Entwickler nicht die Ressourcen hat um dem Spiel nen individuellen Soundtrack zu geben, kann das Spiel trotzdem ganz gut sein - Auch hier hatte ich schon einige Spiele gespielt, die so langweilig klangen, trotz echtem Komponisten (was aber nicht so wichtig war für das Spiel), dass jede KI das abwechslungsreicher und besser hinbekommt. Als Medienkomponist, weiß ich ungefähr was da an Kosten entstehen, wenn ich das komponieren soll. Das ist für nen einzelnen Indie-Entwickler oft einfach nicht tragbar. Und bevor er da für sein Budget nen "handgemachten" miesen 30-Sekunden-Track erstellen lässt, der dann in Dauerschleife läuft, wäre es für ihn ggf. besser einfach KI zu nutzen. Wenn das Spiel dann trotz des Soundtracks erfolgreich ist, kann man den im Nachgang immer noch sehr gut austauschen.Kuristina schrieb:Der Anspruch sollte sein, dass alle Teile eines Spiels mit Aufmerksamkeit und Hingabe erstellt worden sind.
Darum ging es auch nicht. Es geht darum das die Teile wo KI schlecht eingesetzt werden den gleichen Stempel bekommen, wie die Teile wo KI gut/sinvoll eingesetzt wird.Kuristina schrieb:Aber generell muss man nicht schlechte Teile eines Spiels mit guten Teilen schönreden.
Zuletzt bearbeitet:
Azeron
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Ein Siegel soll in erster Linie Informationen vermitteln. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn DU diese Information als Warnhinweis interpretierst, ist das dein Problem. Da solltest du vielleicht einfach mal an deiner Einstellung arbeiten und nicht deine persönliche Interpretation auf alle anderen projezieren.nciht schrieb:Das Siegel hat nunmal ein Stigma und welchen Sinn außer einem Warnhinweis soll so ein Siegel bitte vermitteln?
Ich interpretiere es ganz einfach als Information dass hier auch mit KI gearbeitet wurde und da schaue ich dann eben einfach genauer drauf vorallem in Verbindung mit dem Preis und sonstigen Sachen wie Echtgeldshop, vorallem bei Spielen von AAA Publishern.
Das hab ich auch nie behauptet, da hast du nur meinen Post falsch verstanden. Ich wollte darauf hinaus dass AAA Publisher vorallem deswegen gegen so ein KI Siegel sind weil dann sofort offenbart wird quasi dass vorallem auch in deren Echtgeldshops KI Zeug vertickt wird. Ihnen wäre es natürlich lieber wenn es so ein Siegel nicht gibt denn dann können sie unverblühmt weiterlügen dass alles nicht KI generiert ist und die Arbeit für das Zeug im Echtgeldshop auch bezahlt werden muss blablabla, das ganze PR Geschwafel eben. Das zieht dann mit KI Siegel noch weniger als sowieso schon.nciht schrieb:Das KI Siegel sagt eben überhaupt nichts darüber aus, ob das Spiel irgendeinen Ingame-Shop mit viel zu teuren digitalen Gegenständen enthält.
Und ja, jeder kann in Echtgeldshops sovielen Zahlen wie einem das Wert ist egal ob KI oder nicht aber um das ging es mir nicht. Es ging mir darum dass die Publisher diese Preise oder dass es überhaupt Echtgeldshops in Vollpreisspielen gibt (für Dinge die man früher normal in Spielen freischalten konnte ohne Kreditkarte) damit verteidigen dass die Entwicklung dieser Dinge nunmal Geld kostet und man deswegen ein Spiel so mitfinanzieren muss aber wenn das Zeug nur ne KI generiert, spart sich der Entwickler auch wieder sehr viel Geld wodurch die Argumentation ad absurdum geführt wird und man dann ja keinen Echtgeldshop und dergleichen mehr bräuchte bzw. nicht mehr so utopische Preise.
Beispiel: Ne Transmogrüstung in Diablo 4 kostet um die 20€, angenommen die wurde von echten Personen erstellt ist das zwar auch viel Geld dafür aber ok. Wenn diese Rüstung aber ne KI erstellt hat, dann ist es einfach noch frecher als sowieso schon 20€ dafür zu verlangen oder das überhaupt hinter ne Bezahlschranke zu setzen. Da ist es auch irrelevant ob das nur kosmetisch ist und man das nicht kaufen muss oder ob es welche gibt denen das Wert ist, das steht nicht zur Debatte.
Auf den Rest geh ich jetzt nicht weiter ein weil wir uns sowieso nur im Kreis drehen. Du hast da deine Ansicht und ich meine und das ist auch völlig ok.
Wie sich das entwickelt werden wir sehen. Ich für meinen Teil werde bei Spielen, die mit KI Unterstützung entwickelt wurden, aufjedenfall genauer hinschauen und sofern es gut und preislich für mich ok ist, auch kaufen, natürlich sofern es mich das Spiel im allgemeinen interessiert.
Wie das alle anderen handhaben ist mir egal.
Mir ist ehrlich gesagt auch egal wenn Spiele kleinerer Entwickler dadurch kritischer betrachtet werden obwohl die auf KI eher angewiesen sind.
Ich bin nur Konsument. Ich will für mein Geld ein für mich gutes Produkt. Ich nehme mir weiterhin das Recht heraus zu kritisieren wenn mir was nicht passt und ja, ich darf die Kritik auch dann äußern wenn ich es nicht besser machen kann.
Und so oder so ist mein Pile of Shame so riesig, dass ich eigentlich für mein restliches Leben ausgesorgt habe was Spiele angeht und es mich daher eigentlich nicht jucken sollte wie sich die Videospiellandschaft in Zukunft entwickelt aber meinen Senf werde ich trotzdem immer dazugeben, obs anderen passt oder nicht.
Zuletzt bearbeitet:
Es ist ein Fakt. Kunst ist etwas das aus dem Schaffenswillen eines Künstlers entsteht.tollertyp schrieb:@matschei: Stell deine Meinung bitte nicht als Fakt dar.
Kommerz Unterhaltung entsteht aus den Überlegungen was den Kunden gefallen könnte. Es mag Bereiche gehen wo die Grenze nicht ganz klar ist aber bei Blockbuster Filmen und Spielen ist es einfach purer Kommerz. Das ist keine Kunst und das wird eigentlich auch überall so gesehen.
Creeping.Death
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- 6.389
Sag das besser mal nicht so laut vor "Elden Ring"- oder "Clair Obscur: Expedition 33"-Fans.matschei schrieb:bei Blockbuster Filmen und Spielen ist es einfach purer Kommerz. Das ist keine Kunst und das wird eigentlich auch überall so gesehen.
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