Sie seien aktuell dabei, mit Microsoft über ihre Unabhängigkeit zu verhandeln, um einer Schließung zu entgehen, berichtet die Seite unter Berufung auf Quellen aus den Studios selbst.
Das liest sich wie damals die Trennung von
HareBrained Schemes (HBS) beim wenig rühmlichen Publisher Paradox Interactive, als man das Studio - nachdem man es noch während der Entwicklung zusammengekürzt hatte und ebenso idiotischer Weise das Spielemarketing vorzeitig auf ein Minimum gedrosselt hatte - ganz ohne die eigens von HBS entwickelten Spielemarken/IPs/Lizenzen (die bei Paradox verblieben, auch wenn die keine Studios mit Bezug dazu haben und seitdem diese Marken/IPs/Lizenzen brach liegen lassen) gehen liess.
Ob das mit dem berappeln bei HBS (mit
Graft) gelingen wird, bleibt abzuwarten, und ähnliches dürfte dann wohl für Compulsion Games, Ninja Theory oder Double Fine (trotz der branchenweiten Connections von Tim Sch
äafer) gelten, es sei denn diese werden von einem anderen interessierten Publisher übernommen/eingegliedert wie damals Tango Gameworks bei Krafton.
Da sollte man sich auch Sorgen machen und falls Microsoft es wirklich wagen sollte deren gesamten Gamingbereich abzuspalten oder zu verkaufen, dürften sich evt. nicht wenige Gamer und ggf. Entwickler mit einem endgültigen Weggang von Microsoft Windows und anderen Microsoft Produkten (Office, Azure, etc.) zur Konkurrenz (Linux, LibreOffice, Office EU, IONOS, Centron, AWS, Google Cloud, etc.) revanchieren.
Um Obsidian und inXile muss man sich - auch wenn diese nicht angeführt wurden - auch bzgl. eines Verbleibs bei XBOX Sorgen machen, auch wenn die irgendwie zwischen AA und AAA liegen, aber im Falle von Obsidian leider nicht alles super erfolgreich war (auch bspw. wegen Microsofts konterkarierender Preispolitik) und bei inXile steht das (unter erschwerten Verkaufs-Bedingungen als PC/XBOX-Exklusivspiel) auch noch aus.
Natürlich hat man sich mit den ganzen Publisher- und Studioeinkäufen bei Microsoft auch übernommen, aber trotzdem werfen diese noch insgesamt Profit ab, nur leider zu wenig für die Ansprüche der Geschäftsführung von Microsoft (die fehlgeleitet glauben die höchsten Wachstumsraten und Profite im Konzern wären auf die Gamingsparte übertragbar und dafür erwartbar) und die Aktionäre des Konzerns.
Das ist eben das Problem, wenn "Anzüge" ohne Bezug zum Gaming (wie Nadella, Sharma, usw.) bei solchen Konzernen wie Microsoft ebenso wie bei den meisten anderen Spielepublishern (Guillemot von UbiSoft und Strauss-Zelnick von Take 2 seien hier noch als Beispiele genannt) das Sagen haben (Larian mit Sven Vincke ist da bspw. eine große Ausnahme von der Regel, aber die sind auch erst durch Baldur's Gate 3 größer/relevanter/unabhängiger in der Spieleindustrie geworden) und keine Gamer.
Hoffentlich endet es nicht so unrühmlich wie zu Spencers Anfängen bei Microsoft (bzgl. Fable Legends und dem eingestellten Scalebound, die aber als Blockbuster gedacht waren, was auch zeigt, dass nur ein Blockbusterspiel-Ansatz nicht unbedingt eine Besserung verspricht) mit Studioschließungen (wie damals von Lionhead).
Was übrigens Bullfrog angeht, so standen die m.E. eher für Spiele-Innovation und auch Erfolg - nicht wirklich für Experimente (gescheitert ist man dort eher an der Organisation/Umstellung laut Riccitiello und Molyneux, nicht an Spiele-Experimenten) - denn bspw. die Populous Serie, die Dungeon Keeper Serie, Magic Carpet Serie, Theme Park und Syndicate (Wars) waren für damalige Verhältnisse ziemlich erfolgreich, also eher Hits und meist keine Nischenspiele (ja gut, das spaßige Flood wäre so eine Ausnahme und war eher nischig), auch wenn der Markt damals insgesamt natürlich viel kleiner/nischiger war
@AbstaubBaer .