Als Beispiel, wie lange SSDs in etwa halten:
Lebensdauer einer Speicherzelle: ca. 0,1 bis 5 Mio Schreibzyklen
Dank eines Wear Leveling Algorithmus werden die Schreibzyklen möglichst gleichmäßig auf alle Speicherzellen verteilt. Das ist natürlich nicht immer möglich und Teile der SSDs nutzen schneller ab.
Gehen wir mal von einer Größe von 32 GB aus. Schreibdatenrate liegt bei 100 MB/s.
Daraus folgt, dass bei 0,1 Mio Schreibzyklen pro 1-Byte-Zelle* die SSD
100.000 * 64 GB / 100 MB/s = 65.536.000 s = 2,07 Jahre hält.
Danach sind alle Speicherzellen kaputt (aber nur, wenn das Wear Leveling Algorithmus perfekt funktioniert). So, wer läßt seine Platte konstant 2 Jahre lang durchgängig 100 MB/s (8,2 TB pro Tag!) beschreiben?
Realistischer sind 1 GB geänderte Daten pro Tag (bei einer einen OS-Platte), wodurch sich die Lebenszeit (mit perfekten Wear Leveling Algorithmus) auf 17.000 Jahre erhöht. Dürfte mehr als ausreichend sein.
Und das war ein Beispiel mit den qualitativ minderwertigsten Speicher. Die teureren, die 5 Mio Schreibzyklen überleben, leben das 50fache der Zeit (103,5 Jahre bei 8,2 TB/Tag; 852.000 Jahre bei 1 GB/Tag).
Das reicht ganz locker. SSDs muss man nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen.
Ich habe die Auslagerungsdatei auch nur auf eine andere Festplatte verschoben, damit nicht ein paar GB Speicher für nichts blockiert werden. Ich habe ja doch eine recht kleine SSD.
*Ich hab's der Einfachheit halber auf 1 Byte pro Zelle gesetzt. Normalerweise werden ja pro Zelle nur 1 Bit (SLC) oder bis zu 4 Bits (MLC) gespeichert.