SSD als OS Platte: Was muss man alles tun, damit es ideal laeuft?

voon

Commander
Registriert
Aug. 2006
Beiträge
2.145
Es gibt ja diverses, was man bedenken kann/soll, wie zB Auslagerungsdatei und Temp Ordner etc umleiten. Gibts irgendwo einen umfassenden Artikel, der all diese Dinge auflistet und auch gleich erklaert, wie man es anstellt? Wuerde ungern etwas vergessen, das mir einfach nicht eingefallen ist.
 
Du machst dir zuviele Sorgen ;)
Es ist ja nicht so, dass die SSDs sofort explodieren, wenn die Swap-Datei da drauf liegt.

Ich würde nur die Swap auf eine andere Platte legen, wenn die SSD relativ klein ist. Ich zB habe eine 32 GB SSD, auf der das OS liegt. Gestern habe ich die Auslagerungsdatei auf eine andere Festplatte geworfen, weil 8 GB (wegen der RAM-Größe) von 32 GB doch ein großer Stück vom Kuchen ist. Wenn du dir eine 128 GB SSD besorgst, ist das aber auch wieder wurst.

Die modernen SSDs halten bei 50 GB Schreiben/Tag ca. 100 Jahre. Das wirst du also nie schaffen.
 
e-Laurin schrieb:
Gestern habe ich die Auslagerungsdatei auf eine andere Festplatte geworfen, weil 8 GB (wegen der RAM-Größe) von 32 GB doch ein großer Stück vom Kuchen ist.
Du redest hier nicht von der Auslagerungsdatei (pagefile.sys), sondern von hiberfil.sys, die für den Ruhezustand nötig ist. hiberfil.sys kann man leider nicht auf ein anderes Laufwerk legen.

Und, wichtiger, die Auslagerungsdatei sollte man KEINESFALLS auf ein anderes (non-SSD) Laufwerk legen. Denn was wäre ein besserer virtueller Speicher als ein SSD?

Also:
1. hiberfil.sys (den Ruhezustand) ggf. abschalten, da er die volle RAM-Größe auf der Systemplatte einnimmt.
2. Die Auslagerungsdatei höchstens 1-2GB groß einstellen und auf die Systemplatte legen. Die Auslagerungsdatei auf ein anderes Laufwerk zu legen, ist eine ganz ganz schlechte Idee.
siehe auch Posting #1571 ff. , die ich euch extra rausgesucht habe: https://www.computerbase.de/forum/threads/sammelthread-kaufberatung-ssds.602017/page-79
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm, ich werde einer 160 GB SSD der neuen G2 Generation von Intel betreiben (die MLC Variante). Ich wollte einfach moeglichst wenig unnoetige Schreiberei darauf .... bei mir waer das zB der Temp Ordner ... oder wenn ich weiter ueberlegen, die temporaeren Internetdateien usw. Einfach alles, wo andauernd irgendwas geschrieben wird, um somit die SSD ein wenig zu schonen. Ich hab sie primaer, um meoglichst schenll zu booten bzw Appliaktionen zu starten. Unglaubliche Geschwindigkeitsvorteile durch Temporaerordner usw versprech ichmir ejtzt nicht unbedingt davon, wenn sie auf der SSD liegen (?).
 
@Merlin-.-
Doch, doch, ich rede von der Ausslagerungsdatei (pagefile.sys). Hibernation ist bei mir abgeschaltet.
Bei mir bringt es auch nichts, die Auslagerungsdatei auf der SSD zu lassen, weil ich 8 GB RAM im Rechner lasse. Sprich, es wird ohnehin nur sehr selten ausgelagert.
Der Threaderstarter hat 6 GB RAM, ich denke, da wird es auch zu keinen Problemen kommen, falls die Auslagerung auf einer anderen Platte ist. Bei 160 GB würde ich sie aber lassen, wo sie ist.
 
Dann macht halt ne 512MB Auslagerungsdatei. Ich sehe trotzdem nicht den Sinn, die Datei auf eine lahme Platte zu legen.
 
Für Notebook-User und Leute, die Nachladeruckler erleben, wäre es dennoch empfehlenswert, die Auslagerungsdatei auf der SSD zu belassen.
Siehe mein Link oben mit der Crysis-Beschreibung.
Dein Tipp, das Laufwerk zu wechseln, macht eben nur Sinn für Leute mit "genügend" RAM (heißt: wo der adressierbare(!) RAM nie voll ist), wie Du ja schon schreibst.
 
Zuletzt bearbeitet:
also wenns um speicherplatz ging würd ich sagen dass man die Auslagerungsdatei verkleinern soll und ruhezustand deaktivieren.

da es dem TE aber darum geht seine SSD möglichst mit Samthandschuhen anzufassen sollte er Hisns tipps befolgen :D Wobei meiner Meinung nach SSDs ja dazu da sind um genutzt zu werden, also warum alles auslagern und abdrehen? Bei mir wurde nur der Ruhezustand deaktiviert wegen dem Speicherplatz, da ich am Laptop ja auch meine Daten gespeichert hab und ned nur das OS. Anfangs war auch Auslagerungsdatei aus, aber mittlerweile rennt die auf 512mb und das passt!
 
Wenn die Angst vor einem Ausfall der SSD so groß ist, warum nicht gleich SLC-SSD? Die halten doch 10mal so lange...
 
Macht halt einfach monatlich Backup und gut ist.
Aber SSDs "schonen"?????????
Wer will die SSD schon mehr als 2-3 Jahre benutzen? Bis dahin gibt's schon wieder was viel viel besseres... ;-)

Und ein paar Jahre halten die ja sowieso. Ich meine, 50GB pro Tag sind ja "zugelassen" laut Herstellerangaben. Soviel benutzt man die SSD vielleicht die ersten Wochen, weil man sich an der Geschwindigkeit aufgeilt, aber danach?

Immer locker bleiben, die Samthandschuhe werden woanders eher benötigt als im Umgang mit SSDs.
 
Unqualifiziertes Geschrei ist nicht noetig. Man hat lange gehoert, das Flash nicht allzuviel Beschreiben aushaelt, die Sorgen sind also fuer nicht perfekt zum Thema Flashbaustein ausgebildete Kaeufer durchaus berechtigt. Und ja, auch selbst wenn sie mittlerweile nicht mehr haltbar sind, da das ganze durch intelligente Controller und grosse Platten evtl minimiert wird. Es geht hier nicht um "Samthandschuhe", sondern machbare Reduktion von unnoetigem, die natuerlich nicht wieder alle Vorteile negieren sollen, aber das tun die genannten Moeglichkeiten ja kaum. Es geht schleisslich um ein recht teures Stueck Hardware, das man gerne so seine 5 Jahre behalten moechte. Ich nehme an, keiner hier hat wirkliche Langzeiterfahrung mit neueren SSDs und lehnt sich daher mit gewissen Kommentaren vermutlich ganz schoen weit aus dem Fenster.

Anyway ... wenns wirklich so ist, dass 50 GB schreiben am Tag 100 Jahre halten soll, dann waer das eigentlich ganz gut :) Ich belaste die Disk gerne mit normalem Vollbetrieb. Aber ichmoechte sie eben morgen noch haben.
 
Das einzige was man machen sollte ist unter Vista / Windows 7 die automatische Defragmentierung abschalten (die ist auf einer SSD eh unnötig).

Auslagerungsdatei und Temp-Ordner hab ich drauf gelassen, das System soll ja schneller werden ;-)
 
voon schrieb:
Es geht schleisslich um ein recht teures Stueck Hardware, das man gerne so seine 5 Jahre behalten moechte.
Als ob irgendwas in Deiner Sig auch nur annähernd 5 Jahre alt wär... ;)
Hardware ewig behalten ist m.E. höchstens für Firmen interessant.


Übrigens beziehen sich die 50GB/d auf die Herstellergarantie afaik, also 2,3 (oder so) Jahre.
 
Als ob irgendwas in Deiner Sig auch nur annähernd 5 Jahre alt wär...

Hm? Was hat denn das damit zu tun? Das Zeug ist neu, richtig, nachdem ich zuvor ca 7 Jahre nen anderen PC hatte (ok, der bekam mal ne neue GraKa, aber das wars dann...). Aber eben ... mit ca 5 Jahren waer ich zufrieden, dann kommt dann wirklich wieder was neues. Bis dahin sollte ein i7 auf 3.2 GHz und 6 GB RAM wirklich fuer fast alles reichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ich bin mal gespannt, wann erste Käufer der aktuellen SSDs defekte Sektoren vermelden. Zumindest wenn man den MTBF Angaben der Hersteller Glauben schenken darf, dann werden SSDs genauso wenig "kaputt gehen" wie normale Festplatten.
Wir dürfen gespannt sein. :)
 
Als Beispiel, wie lange SSDs in etwa halten:

Lebensdauer einer Speicherzelle: ca. 0,1 bis 5 Mio Schreibzyklen
Dank eines Wear Leveling Algorithmus werden die Schreibzyklen möglichst gleichmäßig auf alle Speicherzellen verteilt. Das ist natürlich nicht immer möglich und Teile der SSDs nutzen schneller ab.

Gehen wir mal von einer Größe von 32 GB aus. Schreibdatenrate liegt bei 100 MB/s.

Daraus folgt, dass bei 0,1 Mio Schreibzyklen pro 1-Byte-Zelle* die SSD
100.000 * 64 GB / 100 MB/s = 65.536.000 s = 2,07 Jahre hält.
Danach sind alle Speicherzellen kaputt (aber nur, wenn das Wear Leveling Algorithmus perfekt funktioniert). So, wer läßt seine Platte konstant 2 Jahre lang durchgängig 100 MB/s (8,2 TB pro Tag!) beschreiben?

Realistischer sind 1 GB geänderte Daten pro Tag (bei einer einen OS-Platte), wodurch sich die Lebenszeit (mit perfekten Wear Leveling Algorithmus) auf 17.000 Jahre erhöht. Dürfte mehr als ausreichend sein.
Und das war ein Beispiel mit den qualitativ minderwertigsten Speicher. Die teureren, die 5 Mio Schreibzyklen überleben, leben das 50fache der Zeit (103,5 Jahre bei 8,2 TB/Tag; 852.000 Jahre bei 1 GB/Tag).

Das reicht ganz locker. SSDs muss man nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen.
Ich habe die Auslagerungsdatei auch nur auf eine andere Festplatte verschoben, damit nicht ein paar GB Speicher für nichts blockiert werden. Ich habe ja doch eine recht kleine SSD.


*Ich hab's der Einfachheit halber auf 1 Byte pro Zelle gesetzt. Normalerweise werden ja pro Zelle nur 1 Bit (SLC) oder bis zu 4 Bits (MLC) gespeichert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Dein Vorrechnen. :)
Das sollte den Einen oder die Andere beruhigen, wenn sie z.B. daran denken, die Indizierung abzuschalten.

Dein Argument, aus Knappheit die Auslagerungsdatei zu verschieben finde ich jetzt auch sehr plausibel. Zumal ich auch nur effektiv 30GB habe, kann ich es nachvollziehen.

Der einzige Haken an der Rechnung könnte meiner Laienmeinung nach sein, dass die SSD schon dann nicht mehr zu gebrauchen ist, wenn einige % zerstört sind, fehlerhafte Sektoren vorhanden sind.
Aber selbst das sollte nach der Rechnung ja eine ganze zeitlang dauern.

Viele Grüße,
M
 
Ich will nochmal darauf hinweisen, dass meine Rechnung stark idealisiert ist. Die Realität wird davon abweichen.
Es gibt keinen perfekten Wear Leveling Algorithmus, die Speicherzellen werden sich unterschiedlich stark abnutzen. Dadurch wird die maximale Lebensdauer nie erreicht.

Es sollte dann aber immer noch genug Lebenszeit übrig bleiben (852.000 Jahre werden jetzt nicht auf 2 Tage zusammenschrumpfen).

Btw, SSDs haben genauso wie HDDs ein paar Reserve-Sektoren.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben