SSD unter Linux

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ali7566

Lieutenant
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Hallo,

da ich nun in den nächsten Tagen einen komplettwechsel von Windows 8 auf Ubuntu 12.04 bzw. Mint 13 plane wollte ich nun hier mal nachfragen wie ich das mit der SSD meines Notebooks zu handeln habe?

Ich habe im Netz mal gesucht und finde teils Antworten das z.B. Ubuntu die SSD wie unter Windows selbst erkennt und selbst entsprechend einrichtet. Auf anderen Seiten findet man dann aber wieder tutorials dazu wie man die SSD einzurichten hat. Hier bin ich mir nicht so ganz sicher ob es nicht einfach nur alte Artikel zu alten Linux Versionen sind.

Was habe ich alles zu beachten bei einer Linux Installation mit meiner SSD?

Gruß Ali.
 
Die meisten Tuts sind von der Zeit überholt.
Einfach wie eine ganz normale HDD behandeln, den Rest macht das System.
 
Hab auch schon einige Distris installiert gehabt, wie schon gesagt, schlagt euch das SSD aus dem Kopf.
Es ist eine HDD.
Dementsprechend genauso zu behandeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein paar gute Anregungen sind hier. Tipp 3 z.B. kann ganz nützlich sein.
 
Ja, wobei gerade Tipp 3 nicht nur für SSD, sondern auch u d gerade für HDD wichtig ist - allerdings würde ich statt "noatime" immer "relatime" einsetzen. Der Unterschied besteht darin, dass atime bei relatime selektiv für die sieben oder acht Anwendungen, die es brauchen, angeschaltet und für alles andere ausgeschaltet ist - nutzt man keine dieser Anwendungen merkt man keinen Unterschied zu noatime, nutzt man eine dieser Anwendungen (darunter ist z.B. ein Mail-Server), funktioniert diese im Gegensatz zu noatime.

Dateisysteme sollten also am besten immer mit relatime eingehängt werden. ;)
 
Solang du ext4 oder btrfs nutzt, solltest du nichts weiter machen muessen.
 
powerfx schrieb:
Ein paar gute Anregungen sind hier. Tipp 3 z.B. kann ganz nützlich sein.
Tip 3 ist was für Paranoiker bzw. veraltet. Aktuellen SSDs macht das bisschen Tempfile-Geschreibsel gar nichts. Die haben so robuste Zellen, dass du 2 Jahre lang am Stück Windows installieren, formatieren und neu installieren könntest.

Ulukay schrieb:
Solang du ext4 oder btrfs nutzt, solltest du nichts weiter machen muessen.
Wer nutzt freiwillig was anderes als ext4?
Von Btrfs ist NOCH abzuraten, zumindest für / und /boot. Der GRUB kann damit noch nicht umgehen. Außerdem ist Btrfs noch ein wenig instabil. Wenns mal wirklich stabil ist wirds das wohl geilste FS unter der Sonne.
 
Daaron schrieb:
.... Aktuellen SSDs macht das bisschen Tempfile-Geschreibsel gar nichts. ....
Da gehts nicht um ein bisschen Geschreibsel Tempdateien! Es geht darum, dass ein Betriebssystem mit --atime eingehängten Dateisystemen für jeden Lesezugriff auf eine Datei immer auch einen Schreibzugriff macht auf das Dateisystem macht um den Lesezugriff zu markieren. das ganze drückt natürlich die Performance eines jeden Dateisystems - Linus Torvalds hat dazu mal angemerkt, dass sämtliche Performance-Verbesserungen durch Optimierungen des Dateisystemcodes im Vergleich zum Performance-Gewinn durch Verzicht auf atime nichtig erscheinen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also fuer grosse Datenplatten benutz ich lieber XFS, fuer viele kleine Dateien reiser4 und als Backup-Space btrfs.
 
Wie oft hast du, zumindest auf einem Heim-PC, schon auf Schreibvorgänge einer SSD gewartet, während du etwas öffnen wolltest? Mess- und fühlbare Performance sind 2 vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe.
An solchen Optimierungen kann man rumbasteln, wenn der Webserver mit den 2-3000k parallelen Besuchern nicht mehr ganz klar kommt und der SQL-Server nur am Schnaufen ist.
 
Lesezugriffszeiten sind auch in anderen Situationen nicht unwichtig, wäre das nicht so, würde niemand im Heim-PC eine SSD verwenden.
 
Hallo,

Danke für die vielen ratschläge. Habe nun ext4 als Dateisystem, und Linux läuft damit in verbindung mit der SSD sehr geschmeidig. ;)

Gruß Ali.
 
Mal kleiner Nachtrag: Bei Fedora und Ubuntu werden seit Kernel 2.6.3* alle Dateisysteme standardmäßig mit relatime eingehängt. ;)
 
Aber leider nicht mit "discard" (wobei ich nur für Fedora sprechen kann).
 
Wozu soll man denn auch manuell syncen? Verstehe ich nicht ganz.
 
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