Ich hab jetzt eine knappe Woche die 80er Intel in meinem Laptop im "Praxistest". Von der Boot-Zeit her hatte ich von vornherein auch keinen großen Unterschied gemerkt, ist mir aber wurscht, das Laptop wird eh maximal einmal am Tag abgeschaltet (wenn ich schlafen gehe). Somit geht mir die ach so wichtige Boot-Zeit sonstwo vorbei.
Sonstige Auswirkungen der SSD bemerke ich im Betrieb schon. Dass Programme merklich schneller starten brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vor allem bemerkt man aber überhaupt kein "Herumrödeln" mehr. Die Installation aller Win7 Updates lief wohl in Rekordzeit, Entpacken von Daten geht auch sehr fix.
Also an sich schon positiv. Nur, ist das etwa 130-150€ Aufpreis gegenüber einer normalen Festplatte der gleichen Größe wert? Hier kann ich kein klares "Ja" geben. Gerade da ich viele Programme (Browser etc.) eh schon auch danach ausgewählt habe, dass sie nicht ewig zum Starten brauchen und Windows 7 schon recht gut dabei ist, Anwendungsstarts etc. auch bei normalen Festplatten zu beschleunigen. Wie gesagt, ein Unterschied ist durchaus zu merken, aber er ist auch nicht so riesig.
Dazu muss ich aber sagen, dass das recht langsame Laptop die Intel Platte wohl auch hier und da ausbremst (Single Core Celeron). Der Unterschied wird auf dem Quad-Core Desktop somit wohl nochmal deutlicher ausfallen. Und dort mache ich auch eher genau die Dinge, bei welchen sich die schnellere Platte bezahlt macht (größere Programme kompilieren u.A.) - das mache ich auf dem Laptop zwar auch, dauert aber mit SSD fast genauso lange wie ohne, da die CPU eh die ganze Zeit über auf 100% Auslastung ist.
Das wird ab heute Abend oder morgen dann nochmal ein paar Tage getestet, bin schon gespannt. Anschließend entscheidet sich, ob ich sie wirklich behalte oder eher doch nicht. Aber klar dürfte schon sein: Wenn es sich wirklich lohnen soll, dann muss auch der restliche Rechner passen. Ist ja letztlich auch logisch, eine High-End Grafikkarte schiebt man sich ja schließlich auch nicht zu einer grottigen CPU in den Rechner.