Ständige Mikroruckler / Frametime-Spikes trotz High-End-PC

Frohes neues Jahr an alle - ich bin zurück!

Leider besteht mein Problem weiterhin.
Ich habe meine Grafikkarte eingeschickt und relativ schnell eine Ersatzkarte erhalten. Auf meine Nachfrage, welcher Defekt vorlag, bekam ich lediglich die Rückmeldung, dass der Fehler bestätigt wurde und alle Benchmarks nicht korrekt funktioniert hätten.

Ich habe die Ersatzkarte eingebaut - und am ersten Tag lief eigentlich alles ganz normal. Ich wollte mich schon nicht zu früh freuen, und tatsächlich war auch am zweiten Tag noch alles in Ordnung.
Doch am zweiten oder dritten Tag waren die Lags plötzlich wieder exakt so da wie vorher. An den ersten beiden Tagen gab es diese Probleme nicht.

Ich habe daraufhin den Treiber mit DDU im abgesicherten Modus vollständig entfernt und alles neu installiert - leider ohne Erfolg. Die Lags sind weiterhin vorhanden.

Danach habe ich zahlreiche Tests durchgeführt:
  • CapFrameX
  • LatencyMon
  • HWiNFO

Um nicht alle endlos zu nerven, habe ich sogar ChatGPT versucht, die Ergebnisse auswerten zu lassen.

Nach dem HWiNFO-Test meinte ChatGPT:

hwinfo test.jpg


Als letzten Schritt habe ich im BIOS sehr vieles getestet - sowohl deaktiviert als auch aktiviert, um beide Richtungen zu prüfen:
  • C-States deaktiviert
  • ErP deaktiviert
  • Platform Power Management deaktiviert
  • Low Latency deaktiviert
Diese Einstellungen habe ich anschließend auch alle wieder aktiviert, um Vergleichswerte zu haben.

Zusätzlich habe ich noch viele Kleinigkeiten ausprobiert:
  • Maus, Tastatur und Monitor gewechselt
  • Nur USB 2.0 getestet
  • Alles per Kabel
  • Treiber aktualisiert
  • Treiber vollständig entfernt und neu installiert
  • Keine Maus-Treiber, keine Zusatzsoftware
  • Soundtreiber deinstalliert
Zwischendurch meinte ChatGPT, dass es laut Aufzeichnungen besser geworden sei - im Spiel selbst blieb jedoch alles gleich: mal weniger schlimm, mal mehr schlimm.
Wenn ich die BIOS-Einstellungen so setze, wie ChatGPT es empfiehlt, fühlt sich sogar Windows extrem „laggy“ an - selbst ohne Spiel. Die Maus fühlt sich dann wie 60 Hz an, obwohl der Monitor auf 165 Hz läuft.

Am Ende hieß es dann, dass angeblich Windows Kernel Scheduling der Bottleneck sei:

Windows Kernel / Timer / Scheduling / Power Management
ntoskrnl.exe als Top-DPC bedeutet:
  • Thread-Scheduling
  • Timer-Handling
  • Interrupt-Verteilung
  • Power-State-Wechsel
  • Core-Parking

Ab hier habe ich ehrlich gesagt aufgegeben - das war mir einfach zu viel.

Vielleicht sieht ja jemand von euch etwas, das mir bisher entgangen ist.
 

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Hallo Zsm.,
es gab zwar schon damals keine weitere reaktion darauf hier, aber eventuell stößt auch in den folgenden Jahren noch jemand auf diesen Beitrag und fragt sich, ob ich herausfinden konnte, woran es letztendlich gelegen hat. Und ja, das konnte ich. Gestern!

Ich habe all die Jahre diese Probleme gehabt und damit sogar meinen neuen PC zerschossen.
Da ich nicht mehr weitergekommen bin und etliche neue Mainboards denselben Fehler hatten, bin ich zu einem IT-Spezialisten gegangen. Vielleicht werden die meisten hier jetzt sagen: "Wie dumm bist du denn?" Aber tatsächlich passieren solche "dummen" Sachen häufiger, als man denkt.
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Um es kurz zu machen, die Ursache: war ein USB-Hub.
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Ich nutzte diesen, weil es schlicht einfacher ist, ein Kabel in den Rechner zu stecken als vier oder fünf.
Daran hingen meine Tastatur, die Maus, eine kleine LED-Birne und USB-Sticks, auf denen sich unter anderem Windows für eine Neuinstallation befand.
Der USB-Hub löste immer einen Kurzschluss aus, machte das Board aber nie komplett kaputt. Deshalb konnte ich nie wirklich von einem Defekt ausgehen. Alles lief ganz normal, bis man ein Spiel gestartet hat. Dann fing es an zu ruckeln und zu hängen. Der IT-Profi testete alles hin und her. Es lief sogar zeitweise ruckelfrei, sobald er nur einen RAM-Riegel verwendet hat. Am RAM lag es aber ebenfalls nicht, weil er auch seinen eigenen eingebaut hat und die Probleme identisch waren. Also ist er wieder zu mir gefahren, und ich habe ihm Schritt für Schritt erklärt, wie ich immer vorgegangen bin.

Ich sollte ihm alles nennen, was ich über die Jahre hinweg bei jedem neuen System wieder angeschlossen habe. Darunter waren meine Lautsprecher und mein USB-Hub. Der Rest hatte sich im Laufe der Zeit immer mal wieder geändert. Er nahm den Hub mit und schrieb mir später, dass wir zu 99 % die Ursache gefunden hätten.

Der Hub löste einen Kurzschluss aus! Anschließend flashte er mein BIOS auf eine ältere, stabile Version, und die Ruckler waren weg.

Danach schaute er sich auf Amazon die Rezensionen zu dem Hub an. Und tatsächlich schrieben dort mehrere Leute Dinge wie: "Hat mir den PC zerschossen." Das stand dort mehrfach, von unterschiedlichen Personen.Ich bin einfach fassungslos.

Es hat mich 1000de Euros gekostet, immer wieder neue Mainboards, ein jahrelanger Kampf, und Endlich, endlich bin ich am Ziel. Ich hoffe, wenn jemand ähnliche Probleme hat, und ebenfalls so einen, oder einen anderen USB Hub nutzt, bitte testet diese, schaut euch Rezensionen an, und bewahrt eure PC's vor Schäden.
 

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FR33 schrieb:
Um es kurz zu machen, die Ursache: war ein USB-Hub.
Das sind halt so Dinge, die ich in diesem Post meinte mit "reduzierter Grundlage für einen Analysestart". Ein zwischengeschalteter USB-Hub (da zählen übrigens auch die Hubs in Monitoren dazu) ist keine Reduktion, sondern eine weitere, potentielle Fehlerquelle.

Das gilt übrigens für sogut wie alle intern oder extern angeschlossenen Geräte, egal ob über USB, PCIe o. Sata angeschlossen. Meine Lieblinge waren da in der Vergangenheit immer interne Kartenleser (seitdem nutze ich nur noch externe, die ich nur noch bei Bedarf anklemme). Auch RGB-/Fancontroller kannst du in diese Problemkategorie einsortieren.

Aber schön, dass du die Ursache gefunden hast, konnte ja nur noch etwas sein, was über deine Systeme hinweg "mitwandert".
 
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Ja, das wäre beim Standardtest mit Minimalkonfiguration halt sofort aufgefallen. Wurdest du öfter drum gebeten in all der Zeit. 🤷‍♂️
Aber schön, dass du eine Sorge weniger hast.
 
qiller schrieb:
alle USB Geräte, intern, sowie extern (auch Kartenleser, USB-Headsets oder USB-Hubs im Monitor) abklemmen, auch sämtlichen RGB-/Fancontroller vom Mainboard
Das war auf Seite 2 ein bereits guter Ansatz mMn :D
Aber schön, dass es nun läuft.
 
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@just_f Genau das hat leider nichts gebracht. Ein einfaches Abstecken, nachdem der Hub einmal angeschlossen war, reicht nicht aus, weil er offenbar einen Kurzschluss verursacht hat. Dadurch lässt sich das Problem im Nachhinein nicht mehr beheben.

Das Board und alle anderen Komponenten funktionieren zwar weiterhin, allerdings nur mit den beschriebenen Problemen. Der Stromfluss scheint gestört zu sein, weshalb die Ruckler und Hänger auch dann bestehen bleiben, wenn der Hub längst wieder entfernt wurde. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, dass der Hub gar nicht die Ursache ist.

Der IT-Techniker hat den Hub deshalb separat getestet und anschließend den Rest meines Systems mit einem neuen Mainboard geprüft. Mit dem neuen Mainboard lief alles einwandfrei. Der Hinweis war also grundsätzlich richtig, hat mein Problem aber nicht gelöst, weil der Hub durch das einmalige Anschließen das ursprüngliche Mainboard bereits beschädigt hatte.

Durch das Flashen des Mainboards läuft es jetzt zwar deutlich besser, aber immer noch nicht so flüssig, wie es sein sollte. Gelegentlich treten weiterhin kleine Ruckler auf und der Sound knistert ebenfalls noch. Ich werde das Mainboard daher auf jeden Fall ersetzen müssen. Immerhin habe ich jetzt die Gewissheit, dass es mit einem neuen Mainboard funktionieren wird.
 
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