News Standort vor dem Aus: Apple trennt sich von VARTA als Batterie-Lieferant

noplan724 schrieb:
Das ist sehr wichtig bei den kläglichen Gewinnen mit denen Apple sich über Wasser halten muss.
So was ähnliches wollte ich auch schreiben.

Funfact: wäre iPods eine Firma hätte sie schon vor längerer Zeit Nike überholt.
 
schneup schrieb:
Das ist das Standardverhalten fuer alle Unternehmen. Oder kannst Du Beispiele nennen wo eine Firma ohne Ausnahme guenstigere Einkaufspreise bei Komponenten immer direkt und ohne Verzoegerung an Endkunden weitergibt?
Die Preisgestaltung orientiert sich normalerweise am Marktumfeld und nicht weil sich die BOM verguenstigt hat. Einige Industrien wie z.B. Automotive verlangen von Zulieferern jedes Jahr Preisnachlaesse auf Komponenten in laufenden Produktionen. Denkst Du diese werden an Endkunden weitergegeben?
Es gab tatsächlich mal ein Spiel, welches günstiger im Epic Store, als bei Steam war. Kann mich nur nicht daran erinnern, welches.
Ansonsten: Discounter vs. Marke.
Apple hat bei beim iPhone 17 256 GB statt 128 GB als kleinste Variante verkauft und dennoch ist die UVP gleich geblieben. Gerade im Smartphonemarkt generell zahlt man oft nur den Namen. Es gibt so viele fast gleich ausgestattete Geräte, bspw. mit einem Snapdragin Elite Gen 5, da gibt es Geräte zwischen 500 und 1500 €. Viele sind sehr ähnlich ausgestattet. Und außerdem würde sich Apple keinen Zacken aus der Krone brechen, die AirPods mal 30 € günstiger zu machen. Ich meine, die AirPods Pro 3 sind fantastische Kopfhörer, mit einer extrem guten Geräuschunterdrückung. Ich habe mir diese damals für 250 € gekauft, so gut sie auch sind, aber mMn sind die nicht 250 € gut. Es ist nun halt allseits bekannt, dass Apple extreme Margen hat, aber die werden jetzt dadurch halt einfach noch höher.
 
Apple ist halt einer der schlimmsten Vertreter des Manchesterkapitalismus. Langfristige vertrauensvolle Bindung Fehlanzeige. 2 Cent weniger und ab nach China. Und da wundert sich die ganze Welt, weshalb bald nur noch in China gebaut wird. Da helfen auch keine Trumpschen-Zwangszölle.
 
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@Jadedrache Das stimmt so aber auch nicht. Die Tische, die es garantiert billiger gibt, kommen weiter aus DE. Es kommt immer drauf an, ob es austauschbare Bauteile für die Massenproduktion sind oder doch eher etwas das man sieht und fühlt. Leider sparen sich auch deutsche Hersteller kaputt. 3Cent pro Chip gespart und Jahre weniger Haltbarkeit. Oder umgekehrt: 3Cent pro Chip mehr und 100€ Aufpreis… Ich zahle gerne weiterhin mehr, wenn ich davon auch etwas habe, nur muss das im Rahmen bleiben!
 
natürlich unschön für die mitarbeiter, aber wenn man nen werk für mehr oder weniger genau 1 produkt und einen kunden aufbaut muss man halt dann irgendwie sehn wies weitergeht wen das produkt eingestellt wird oder der kunde abspringt...
hab ich selbst vor jahren erlebt wie das zugeht wen der einzige kunde sagt er schickt für 1 quartal keine neuen bestellungen...da is alarmstufe rot, seht zu das ihr leute losbekommt...und 3 monate später stellt man fest mist ich hab ja gar keine leute für die ganzen aufträge die jetzt reinkommen...

ja das man hierzulande beim preis nicht mit china mithalten kann ist mir klar...scheinbar aber wohl nicht allen...und solange geiz geil ist und der preis wichtiger wie die qualität wird sich da nich viel ändern...die anleger und investoren wollen da jedes jahr größere zahlen sehn also muss der preis gedrückt werden um mehr gewinn zu machen...und die aktionäre sind halt bei den meisten großen firmen wichtiger wie das produkt oder der kunde...
und die kommentare in richtung chinaschrott, muss man aufpassen, die können das echt gut, nur must du da echt jeden schritt kontrollieren das der auch genau so gemacht wird ansonsten versuchen die natürlich auch ihre eigenen margen und gewinne zu optimieren...sieht man ja immer mal wieder da wird billigeres material verwendet oder durch irgendwas ganz billiges ersetzt...
 
seyfhor schrieb:
Na der Apple Chef war doch grad auf Buddy Tour in Peking.....
nun das ist halt das Problem bei Globalisierung und Auslagerung nach China/Afrika.
Und mit diesen Löhnen kommt man hier nicht mit. Alles subventionieren? Geht wohl auch afu Dauer schief.
Was noch?
Einfuhrverbot für Güter die auch hier produziert werden können? Schwer umzusetzen...
 
quakegott schrieb:
Varta wird das schon schaffen
Ob Varta da schafft weiß ich nicht aber der deutsche Steuerzahler schafft das ............. Es wird immer schlimmer, bald sind wir die die kein Land als Flüchtling betretten dürfen weil es wirtschaftlich bergab geht, oder glaubt ihr echt das die Wirtschaft das überlebt?
Ergänzung ()

Alle die Chinamüll schreiben, Leute schaut euch mal in eurer Wohnung um und dann schaut mal auf was alles Made in China drauf steht, es kommt doch schon alles aud CHina und das schon Jahrzehnte lang nur als jetzt dere Chinese selbst die sachen verkauft ist es auf einmal Müll?!? Achso ja es steht ja auf einem Blatt papier und das steht ja über allem weil Gesetz drauf steht ..... wie dumm wir sind
 
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ThirdLife schrieb:
Stimmt. Man kennts ja. Die Klitschen wie CATL, EVE Energy, Sunwoda, Gotion High-Tech. Alles wilde Aliexpress Verkäufer, die damit Milliarden generieren. 😂
Ja genau, warum sollten die auch bei Ali und an Private verkaufen...
 
paganini schrieb:
ich hoffe die Vorstände müssen sich vor Gericht verantworten
Welchen Anklagepunkt siehst du gegeben?
Chaosbreed schrieb:
wenn man halt die Kapazität erweitert, braucht man halt auch eine Ordentliche Liefervereinbarung. Oder man muss sich breiter Aufstellen.
Und wenn es keine bessere Liefervereinbarung gibt? Oder man sich nicht breiter aufstellen kann? Dann hätte man das Werk schon in der Vergangenheit dicht gemacht. Gute Idee!
 
Salamimander schrieb:
@Jadedrache Das stimmt so aber auch nicht. Die Tische, die es garantiert billiger gibt, kommen weiter aus DE. Es kommt immer drauf an, ob es austauschbare Bauteile für die Massenproduktion sind oder doch eher etwas das man sieht und fühlt. Leider sparen sich auch deutsche Hersteller kaputt. 3Cent pro Chip gespart und Jahre weniger Haltbarkeit.
Ich war mal bei einem sehr großen Zulieferer mit Mitarbeiterzahlen im 6-stelligen Bereich beschäftigt. Da gelten knallharte Qualitätssicherungsmaßnahmen. Ein Teil war kaputt und die ganze Palette ging zurück.
Ich weiß auch nicht, wie du jetzt auf Tische kommst. IKEA produziert seine Tische als größter Produzent hauptsächlich in China und Kambodscha. Das sind auch alles "anfassbare" Güter. Meiner Erfahrung nach ist es völlig egal, ob es sich um ein "emotionales" Produkt oder Standardware handelt. Sobald China mit seinen nicht vorhandenem Arbeitsschutz, 2300 Arbeitsstunden im Jahr und im Ergebnis nicht vorhandener Krankheitsquote ruft, rennen alle hin. Manchesterkapitalismus halt..
Eins muss man der vielen Kritik hier lassen. Die Arbeitszeit ist in Deutschland lächerlich. In anderen Großindustrien wie Frankreich liegt sie 10% höher, in den USA 40% höher und die Chinesen arbeiten fast doppelt so lange wie die Deutschen.
Ich persönlich habe eine 41h Woche und liege damit deutlich über dem deutschen Durchschnitt.
Aber selbst eine Verdopplung der Arbeitszeit wird uns vor China nicht retten. Europa insgesamt bekommt es nicht auf die Reihe die Vorteile (ja, die gibt es tatsächlich wie die Infrastruktur) anzupreisen und für Subventionen zu sorgen, um die Großindustrie aus den USA oder Südamerika anzulocken.
Die EU ist der weltweit zweitgrößte Markt und damit die zweitgrößte Kundenbasis. Hier muss man auch mal den Arsch in der Hose haben sich entsprechend zu profilieren.
Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg gab es auch zig Verzögerungen wegen der Bürokratie und abgesehen davon haben wir nur noch von VW/PowerCo. Nothvolt 3 wurde vom US-Konzern Lythen übernommen und war von der Pleite nicht betroffen. Letzter Stand ist hier, dass das Landesamt für Umwelt Schleswig-Holsteins die erste Teilgenehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Errichtung einer Batteriefabrik in Norderwöhrden und Lohe-Rickelshof bei Heide erteilt hat. Das ist der einzige Hoffnungsträger, den wir noch haben! Da muss man den US-Amerikanern von Lyten echt danken, dass sie sich das antun und nicht auch nach Asien abgewandert sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal plump ausgedrückt: Was sind schon 350 Stellen für Unternehmen wie Apple, Facebook und Co.?
Nix. Normalerweise befinden wir uns im 5 stelligen Bereich, wenn es um Stellenkürzungen geht. Das hier sind doch Peanuts.

Dennoch blöd für alle, die dort arbeiten. tut mir Leid.
 
paganini schrieb:
Wie kann man sich nur auf einen Kunden so fixieren. Für die Mitarbeiter tut es mir leid, ich hoffe die Vorstände müssen sich vor Gericht verantworten
Süß dein Verständnis. Vielleicht kannst Du Klage einreichen. Aber danke für deine Eingabe. Habe beim lesen fast meinen Tee verschüttet.
Das sich Hersteller von einem Kunden abhängig machen passiert ständig. Wenn bei mir Apple als Kunde anklopfen würde. Dann würde ich mir das mehr als nur 3x überlegen ob ich den Auftrag annehme. PowerVR kann davon ein Lied singen.

Aber so ist das wenn man nur noch Flitzpiepen von BWLern anstellt. Die nur noch den eigenen Bonus in Aussicht haben. Den sie durch kurzfristige Gewinnmaximierung in der Firma erreichen. Der Aufsichtsrat und die Shareholder haben auch nur € Zeichen in den Augen.
Statt mit einer Vision so einen Konzern zu leiten und für die Zukunft gut aufzustellen.
 
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chrisroh1108 schrieb:
Ob Varta da schafft weiß ich nicht aber der deutsche Steuerzahler schafft das ............. Es wird immer schlimmer, bald sind wir die die kein Land als Flüchtling betretten dürfen weil es wirtschaftlich bergab geht, oder glaubt ihr echt das die Wirtschaft das überlebt?
Wer an obsoleten Technologien kleben bleibt, jegliche Veränderung als Teufelszeug bekämpft und in Folge z.B. Traktoren auf die Straße schickt, um die notwendigen Anpassungen zu unterdrücken, der darf sich nicht wundern, wenn er Probleme bekommt. Wer immer nur die jeglicher Grundlagen entbehrenden AFD-Tiraden unreflektiert nachplappert, muß damit leben, wenn er abgehängt wird.

Man könnte natürlich auch die (in Summe massiv überwiegenden) positiven Aspekte der sowieso unvermeidlichen Veränderungen (wie z.B. der Energiewende) herausstellen und die enormen Chancen, die sich daraus ergeben, nutzen. Aber dann würde man ja optimistisch in die Zukunft blicken und könnte nicht mehr so gehaltlos schwarzmalen.
 
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mischaef schrieb:
Mir hat man selbst im Wirtschaftsunterricht in den 80ern beigebracht, dass niemals alles nur auf eine Säule gesetzt werden sollte.
Nicht böse gemeint. Da hat sich seit den 80er Jahren viel getan. Wenn ich daran denke mit was für Leuten ich vor 15 Jahren BWL studiert habe. Wundert es mich überhaupt nicht.
Im Einkauf wird noch versucht auf 2-4 Lieferanten zu setzen um auch den Preis zu drücken. Aber dann wird auf Just in Time gesetzt. Und wenn dann etwas ausfällt steht die Produktion still weil man im Lager nur Teile für 1-3 Tage Produktion liegen hat. Oder die geniale Idee alles in China Produzieren zu lassen, immer als Joint Venture mit den Chinesen. Dann brauchen die auch in Europa nicht mehr auf Messen Spionieren wenn man ihnen die Geschäftsgeheimnisse direkt auf einem Silbertablett serviert.
 
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Matthias B. V. schrieb:
Wie wäre es einfach damit gewesen bestehende AKWs und Kohlekraftwerke nicht abzuschalten / abzusreißen?
Was hätten die am zu wenigen Gas geändert ? Gut, ich habe keine Kentnisse wie viel von dem Gas zu Strom wurde.
 
ETI1120 schrieb:
Das ist die schöne Theorie.

Und wie soll die Praxis aussehen?
Den Auftrag von Apple gar nicht erst annehmen?
Dein Einwand ist richtig aber man hätte sich das vorher gut überlegen sollen. Spätestens seit dem Vorfall mit Imagination Technologies war bekannt was einem droht. Und das Apple solche Entscheidungen sehr kurzfristig bekannt gibt. Außerdem glaube ich nicht das Varta mit Apple soviel verdient hat. Das sich das jetzt auf lange Sicht rechnet. Die haben laut der News 2022 das Werk erweitert. Und nur 1 oder 2 Jahre später hat Apple die Aufträge zusammengestrichen und jetzt sogar komplett die Zusammenarbeit beendet.
 
ETI1120 schrieb:
Das ist die schöne Theorie.

Und wie soll die Praxis aussehen?
Den Auftrag von Apple gar nicht erst annehmen?
Die Praxis ist sich nicht nur einen Kunden zu suchen, der Großkunde ist für die Gewinne, der Rest für die Rechnungen

In unserer Gegend geht ein Handwerkerbetrieb nach dem anderen pleite weil sie auch nur einen Kund3n bedient haben, die kleineren Aufträge waren die Zeit nicht wert.
 
Jadedrache schrieb:
Ich war mal bei einem sehr großen Zulieferer mit Mitarbeiterzahlen im 6-stelligen Bereich beschäftigt. Da gelten knallharte Qualitätssicherungsmaßnahmen. Ein Teil war kaputt und die ganze Palette ging zurück.
Ich weiß auch nicht, wie du jetzt auf Tische kommst. IKEA produziert seine Tische als größter Produzent hauptsächlich in China und Kambodscha. Das sind auch alles "anfassbare" Güter. Meiner Erfahrung nach ist es völlig egal, ob es sich um ein "emotionales" Produkt oder Standardware handelt. Sobald China mit seinen nicht vorhandenem Arbeitsschutz, 2300 Arbeitsstunden im Jahr und im Ergebnis nicht vorhandener Krankheitsquote ruft, rennen alle hin. Manchesterkapitalismus halt..
Eins muss man der vielen Kritik hier lassen. Die Arbeitszeit ist in Deutschland lächerlich. In anderen Großindustrien wie Frankreich liegt sie 10% höher, in den USA 40% höher und die Chinesen arbeiten fast doppelt so lange wie die Deutschen.
Ich persönlich habe eine 41h Woche und liege damit deutlich über dem deutschen Durchschnitt.
Aber selbst eine Verdopplung der Arbeitszeit wird uns vor China nicht retten. Europa insgesamt bekommt es nicht auf die Reihe die Vorteile (ja, die gibt es tatsächlich wie die Infrastruktur) anzupreisen und für Subventionen zu sorgen, um die Großindustrie aus den USA oder Südamerika anzulocken.
Die EU ist der weltweit zweitgrößte Markt und damit die zweitgrößte Kundenbasis. Hier muss man auch mal den Arsch in der Hose haben sich entsprechend zu profilieren.
Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg gab es auch zig Verzögerungen wegen der Bürokratie und abgesehen davon haben wir nur noch von VW/PowerCo. Nothvolt 3 wurde vom US-Konzern Lythen übernommen und war von der Pleite nicht betroffen. Letzter Stand ist hier, dass das Landesamt für Umwelt Schleswig-Holsteins die erste Teilgenehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Errichtung einer Batteriefabrik in Norderwöhrden und Lohe-Rickelshof bei Heide erteilt hat. Das ist der einzige Hoffnungsträger, den wir noch haben! Da muss man den US-Amerikanern von Lyten echt danken, dass sie sich das antun und nicht auch nach Asien abgewandert sind.
Es geht um die Tische in den AppleStores, so komme ich darauf ;)
 
Bruzla schrieb:
Interessant.

Zu hoch gepokert oder bewusst "geschehen lassen"?

Oder konnte man im Vergleich zu asiatischen Herstellern einfach keine guten Preise anbieten?
Das gleiche Problem, wie alle Teilnehmer unserer Wirtschaft. Die hohen Energiepreise lassen ein wettbewerbsgerechtes Produzieren nicht mehr zu. Wir leben zur Zeit nur noch vom Speck der vergangenen Jahrzehnte. Wenn es auch der Letzte verstanden hat, dass die Politik in D wirtschaftsfeindlich ist, dann ist es leider zu spät. Jede Industrie die schließt, kommt nicht wieder!
 
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