Störungsanalyse: Regelt ASSIA DLM meine DSL-Leitung herunter?

@DLMttH Aber es hilft die syncrate zu begrenzen.

, mir hat doch 1und1 und die telekom das profil immer max speed gegeben 250-mbit , dauernt Abbrüche und dlm bzw assia hat nie gedrosselt. Hat den nicht interessiert

Nun kam maingau und hat auf 240-230 runtergeregelt und der anschluss lief ohne problem mehrere wochen ohne abbrüche
 
sTyLzYo schrieb:
@Schrotti ach du Shice, im "Bestfall" nur 4dB mit Dips runter auf 1dB, dass die Leitung mit 4dB überhaupt noch synchron war ist schon ein "Highlight"

Ach, ich hatte so um 2012 damals einen Easybell VDSL 50 Anschluß. Damals gab es noch Kollokation in den Vermittlungsstellen und der Anschluß lief über Telefonica Technik in der Vermittlungsstelle. Von DLM/Assia war auch weit und breit noch nichts zu sehen.

Offiziell war VDSL 50 damals auch das Maximum. Es war aber möglich, per EMail/Anruf bei Easybell, die Leitung auf ein VDSL 100 Profil setzen zu lassen. Ohne Vectoring, was es damals auch noch nicht gab. Aus VDSL 50 wurden dann stabile 75 Mbit. Mit ein wenig Tuning an der FB 3370 waren auch knapp 80 Mbit mit 1 db SNRM drinne. Das war aufgrund des äußerst gering SNRM aber doch ein wenig instabil und es kam desöfteren zu Resyncs. Leitungslänge zum HVT waren damals knapp 300m. 75 Mbit statt 50 Mbit war damals aber richtig nice to have.

3370_1.jpg3370_2.jpg3370.jpg
 
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Vanguardboy schrieb:
Ob ich die Leitung begrenze oder der Anbieter dürfte egal sein.
Das ist definitiv nicht egal, das eine beeinflusst den DSL-Sync (Schicht 1), das andere nicht (Schicht 3). Das passiert also jeweils auf unterschiedlichen Schichten des OSI-Modell und hat dementsprechend auch unterschiedliche Auswirkungen.

sTyLzYo schrieb:
es wird laut AVM / Fritz sogar empfohlen "DSL Syncrate begrenzen auf verfügbare Bitrate"
Sollte diese Empfehlung tatsächlich seitens AVM/FRITZ! ausgesprochen worden sein, dann entweder aus Unwissenheit bzw. es wurde dabei ein DLM nicht berücksichtigt. Wenn ein DLM aktiv ist, dann sind solche Empfehlungen kontraproduktiv. Bei Bedarf regelt das DLM sowieso die DSLAM-Datenrate entsprechend um den Anschluss zu stabilisieren.
 
@NDiCB wenn der Tarif nur 250Mbit vorsieht, die Leitung es physikalisch eh nicht schafft, sollte es der Standard sein, dass der DSLAM erst gar keine 292xxx kbits zur Verfügung stellt, das gleiche gilt für noch langsamere Tarife

jetzt regelt der DLM wie es ihm passiert, Leitung instabil, es wird runtergedreht, 3-4 Wochen später, DLM trennt den Sync um die Leitung neu auszuhandeln, hui es wird hochgedreht, Leitung ist aber instabil, also wieder Desync und wieder runtergedreht, sowas ist einfach unnötig

niemandem bringen DSLAM Maxwerte etwas, wenn diese einen schlechten/negativen Einfluss auf die ohnehin schon anfällige Leitung haben

bei allen DSL-Boxen die ich betreue und unter den gleiche Problemen litten, bin ich auf die vorherige DSL Version zurückgegangen und hab den DSL Sync auf die maximal verfügbare Bitrate begrenzt und keiner der Anschlüsse leidet mehr unter den ständigen Verbindungsabbrüchen, die mit dem DSL Sync in Verbindung stehen
 
Ich werde die Situation vorerst beobachten, da die Leitung aktuell stabil und ohne Probleme läuft. Sollte das DLM-System (ASSIA) meine Bandbreite drosseln, nehme ich das so hin. Falls nicht, bin ich mit dem aktuellen Zustand vollkommen zufrieden.
 
Zu meinen DSL Zeiten (jetzt Glasfaser) hatte DLM mich auch runter geregelt. Obere Profilgrenze war glatt 250000 kbit/s. Die Leitung aber gab das gar nicht mehr her. Sync war etwas über 232000 kbit/s mit einem SNRM von 6dB bei knapp 280m Leitungslänge. Die Leitung selbst war aber bombenstabil. Der Sync selbst hielt in der Regel über 6 Monate. Es kam fast immer nur die automatische Trennung der Verbindung nach 6 Monaten. Letzter Resync vor der Umstellung auf Glasfaser (18. April 2026) war 5 Oktober 2025. Also auch mit einem auf den ersten Blick niedrigen SNRM kann die Leitung sehr stabil sein. Es dürfen halt nur keine Störungen vorhanden sein.
 
sTyLzYo schrieb:
wenn der Tarif nur 250Mbit vorsieht, die Leitung es physikalisch eh nicht schafft, sollte es der Standard sein, dass der DSLAM erst gar keine 292xxx kbits zur Verfügung stellt, das gleiche gilt für noch langsamere Tarife
Hierbei muss man noch zwischen Brutto-Sync und der erzielbaren Netto-Datenrate unterscheiden. Bei einem Brutto-Sync von 292Mb/s sind auch "nur" ca. 274Mb/s Nutzdatenrate möglich, mit IPv6 noch etwas weniger. Und da man bei den 250Mb/s Tarifen i.d.R. (bei Fullsync) auch die 270Mb/s im DS als Nutzdatenrate erreicht (zumindest Telekom direkt), muss man den Brutto-Sync nicht (unnötig) nach unten drehen, wenn der Anschluss mit 292Mb/s brutto bzw. "DSLAM-Datenrate Max" im DS stabil ist.

Denn normalerweise sorgt der Target-SNR (i.d.R. 6dB) im DSLAM-Profil dafür, dass der Anschluss im Regelfall stabil genug läuft (und nicht primär die DSLAM-Datenrate Max.). Daher sollte es nicht schaden, dass da 292Mb/s im DS bei DSLAM-Datenrate stehen, auch wenn das der Anschluss mit 6dB SNR bei weitem nicht schafft. Erst wenn der Target-SNR dazu nicht genügt, regelt ggf. das DLM die DSLAM-Datenrate entsprechend runter. Aber normalerweise ist das (seit dem RAM bei xDSL) primär die Aufgabe des Target-SNR (ggf. kann auch dieser angepasst werden, z.B. auf 9dB anstatt 6dB). Nur bei Fixed-Rate Anschlüssen, die man noch aus ADSL-Zeiten kennt, ist das anders.

sTyLzYo schrieb:
jetzt regelt der DLM wie es ihm passiert, Leitung instabil, es wird runtergedreht, 3-4 Wochen später, DLM trennt den Sync um die Leitung neu auszuhandeln, hui es wird hochgedreht, Leitung ist aber instabil, also wieder Desync und wieder runtergedreht, sowas ist einfach unnötig
Das passiert i.d.R. auch nicht. Zumindest nicht grundlos. Bzw. wenn, dann provoziert man mit der genannten Einstellungen zur Begrenzung des Sync ggf. solche ständigen DLM-Regelaktionen anstatt diese damit zu verhindern. Daher lässt man besser die Finger davon.
Die DLM-Systeme berücksichtigten i.d.R. auch nicht nur die Anzahl an ReSyncs oder die Fehlerhäufigkeit (korrigierbare und unkorrigierbare) sondern ggf. auch Störungen/Beeinflussungen durch andere Anschlüsse im Kabelbündel (nicht alles kann durch Vectoring kompensiert werden), daher lässt man das DLM i.d.R. besser einfach seine Arbeit tun.

Ständiges Hoch- unter Runter-Regeln ist mir bisher in der Praxis jedenfalls noch nicht begegnet, von vereinzelten gestörten Anschlüssen mal abgesehen (wo dann jedoch besser die eigentliche Störung beseitigt werden sollte). Wenn, dann hat das DLM den Sync dauerhaft nach unten begrenzt (bzw. solange bis eine ggf. vorh. Störung beseitigt wurde).

Von entsprechenden "Hoch-/Runterregelungen" hat der TO bisher auch nicht berichtet, also noch weniger ein Grund hier vorweg mit solchen "Tipps" eingreifen zu müssen. Zudem er jetzt schon weniger Bandbreite erhält, als der Tarif ihm erlauben würde (aufgrund des geringen Brutto-Sync).

Was soll man also in diesem Fall überhaupt mit dieser Einstellungen erreichen wollen? Der Sync begrenzt ja jetzt jedenfalls schon die max. Bandbreite und nicht umgekehrt! Bzw. eigentlich nur eines, durch die Re-Syncs kurz hintereinander (die bei Aktivierung dieser Option i.d.R. erfolgen, auch bei einem Reboot der Box, so war das zumindest bei früheren FRITZ!OS-Versionen weil diese Information nicht im TFFS abgespeichert wurde, da beim ersten Sync erst einmal "nur" der Inhalt des PPPoE-AuthAck ausgelesen wird) nur eine ggf. völlig unnötige Provokation des DLM…
 
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