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News Stop Destroying Videogames: EU-Bürgerinitiative hat Mindestziel erreicht

Das freut mich jetzt
 
rhewa schrieb:
Es geht um Videospiele?
Man kann solche Gesetze und Fälle aber auch auf andere Software Produkte ummünzen. Z.B. wenn Microsoft die Lizenz Server für die alten gekauften Office Lizenzen abschaltet.

Man braucht halt erstmal ein Thema um etwas ins rollen zu bringen. Inwiefern es dann andere nützt hängt dann von der EU ab wie sie ein Gesetz dafür erstellen, falls dafür eins erstellt wird.

Bin für alles was die Nutzerrechte stärkt.

Naru schrieb:
Diese ganze Aktion ist zum Scheitern verurteilt. Kein Gesetz darf ein Unternehmen dazu zwingen, eine Dienstleistung bereitzustellen. Wenn Microsoft von heute auf morgen entscheidet, der weiterführende Support für Windows solle eingestellt werden, dann ist das so.
Wer sagt das die Firma gezwungen wird Dienstleistungen bereitzustellen. Die können die Server Applikation als open Source auslagern, wenn das Produkt eingestellt wird. Dann liegt die kosten und arbeit bei der Community.
 
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Interessant, wie viele Nutzer nicht mal die Basics der Wirtschaft verstehen.
Wir haben keinen freien Markt und das ist gut so!
Ohne Regulierung würde >90% der Menschheit damit beschäftigt sein, um Wasser und Nahrung zu kämpfen. Es gäbe keinen Luxus und keine Rechte, die wir in Industrieländern als Selbstverständlichkeit erachten!

Damit das Leben fair(er) wird, brauchen wir eine Regierung, welche die einseitige Bevorzugung abschwächt.
Da Unternehmen schon immer mächtiger als die Bürger waren, brauchen wir Gesetze, um das Machtverhältnis auszugleichen.
Letztlich profitieren beide Seiten davon, auch wenn man aus dem aktuellen Status Quo als Unternehmen glaubt, dass es unfair ist.

Wenn man eine Software nicht verkauft und damit kein Kaufvertrag entsteht, muss man es eindeutig als Leihe oder Miete mit angegebener Frist, etc. deklarieren. Und weil es sich direkt negativ auf die Verkaufszahlen auswirkt, versteckt man selbst erfundene Definitionen von Begriffen von "kaufen" in den AGBs. Da AGBs aber zum Glück niemals über dem Gesetz stehen, sind solche Klauseln für die Bürger irrelevant.
Hat man also ein Produkt zum Kauf angeboten, müssen entsprechende Verpflichtungen eingehalten werden, die mit einem Kauf (laut Gesetz) einhergehen!
Und wenn man den Käufer einseitig benachteiligt, muss man eine entsprechende Nachbesserung oder Entschädigung anbieten.

Mit den ~1,1 Mio Unterschriften ist es aber noch nicht vorbei.
Wenn 200.000 davon ungültig sind, war alles umsonst.
 
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Bright0001 schrieb:
die Namen werden sicherlich nicht mit dem Wahlregister abgeglichen
Während die Petition noch läuft, wird da tatsächlich erstmal nichts abgeglichen. Aber wenn die endet wird durchaus mit irgendwelchen Melderegister geprüft, welche Unterschriften gültig sind und welche nicht.
 
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Stahlseele schrieb:
Firmen sollten in solchen Fällen gezwungen werden das Geld an die Benutzer zurück zu zahlen, das für Lizenzen ausgegeben wurde.
Wenn Sie das Geld behalten wollen, dann müssen Sie die Server weiter laufen lassen
Wie lange? 70 Jahre bis garantiert der letzte Käufer verstorben ist? Wie viel hundert Euro soll dann ein Game kosten um das zu ermöglichen..
Aber es geht hier ohnehin nicht um Server sondern darum dass Spiele die eh 95% offline funktionieren, wie The Crew, nicht abgeschalten werden obwohl das Weiterlaufen den Entwickler absolut keine Kosten oder Arbeit verursachen würde.
 
Kuristina schrieb:
End of Life (EOL) ist dir ein Begriff? :)
Hast du denn die Initiative gelesen? Natürlich dürfen die online services (beim Publisher!) ein eol haben.
 
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iGameKudan schrieb:
Am Ende sorgen solche Vorhaben schlimmstenfalls dafür, dass Spiele hier garnicht, stark verzögert oder eingeschränkt released werden.

Sicher. Die Publisher verzichten gerne auf Hunderte Millionen potenzielle Käufer.
Wie auch Apple mit USB-C.. oh wait.
 
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mibbio schrieb:
Während die Petition noch läuft, wird da tatsächlich erstmal nichts abgeglichen. Aber wenn die endet wird durchaus mit irgendwelchen Melderegister geprüft, welche Unterschriften gültig sind und welche nicht.
Ist das so, sprich du weißt, dass die das machen?

Eine EU-weite Petition mit Melderegistern abzugleichen bedeutet ja potenziell hunderte - wahrscheinlich eher tausende - Stellen und Gemeinden abfragen zu müssen. Wir haben ja allein in Deutschland >5000 Meldeämter. Und die meisten von denen haben sicherlich keine praktische API, bei der man kurz checken kann. :D

Und wenn man es auf Bundesebene macht, sprich gegen ein anderes Register prüft (Finanzamt, Soz. Versicherung oder ähnlich), dann wird man zwar potenziell Validität von Name+Geburtsdatum prüfen können, aber halt nicht die Übereinstimmung mit der Meldeadresse. Was die Zweckmäßigkeit etwas in Frage stellt, da man dann trotzdem einfach mit zwei Listen von beliebten Vornamen und verbreiteten Nachnamen eine Unmenge an Einträgen erzeugen kann. Sprich [Stefan, Peter, Sabine, Lucas, Christian...] und [Müller, Meier, Meyer, Schneider, Schmidt...], dazu dann Geburtsdaten einfach ab 1960 durch-iterieren, und fertig hast du eine große Menge "valider" Einträge.

Also das nur als Ausführung, warum ich mir mehr als reine Stichproben und Sichtung von Doppel-Einträgen nicht wirklich vorstellen kann - und da hab ich organisatorische und technische Kompetenzen legislativer Entitäten noch gar nicht angefasst. :D
 
Wollen wir etwas erreichen dann müssen wir auch ehrlich und ordentlich mit den Unterschriften umgehen und nicht die Glaubwürdigkeit des Anliegens untergraben in dem man versucht die Unterstützerzahl mit gefälschten Unterschriften aufzublähen.
 
Selbst wenn das Ganze erfolgreich ist mit genug validen Stimmen, man darf sich sicher sein dass dieser Punkt am Ende trotzdem von den Gegnern der Game Preservation als Angriffs Punkt genutzt wird.

Ich finds aber natürlich dennoch schön dass das Ziel erreicht wurde. Dass erhöht die Chance auf irgendeine Form von Game Preservation massiv, selbst wenn hier Publisher Gier versuchen wird den Status Quo beizubehalten.
 
Naru schrieb:
Da lobe ich mir Battlefield 2: Der Online-Modus kann die Host auf den eigenen Rechner umleiten.
Schön das du dir das lobst. Im Endeffekt ist es genau das was man für Spiele mit online zwang fordert. The Crew ist ja nur ein Beispiel. Das Spiel ist unspielbar weil Ubisoft die Server abgestellt hat. Anstatt das sie einfach eine Möglichkeit anbieten das man seinen Server lokal selbst hosted macht man einfach gar nichts und keiner kann mehr auf das Spiel zugreifen für das man Geld bezahlt hat.

Man bist du kleingeistig. Echt faszinierend wie man über 6-7 Seiten einfach nicht versteht um was es eigentlich geht.
 
Bright0001 schrieb:
Eine EU-weite Petition mit Melderegistern abzugleichen bedeutet ja potenziell hunderte - wahrscheinlich eher tausende - Stellen und Gemeinden abfragen zu müssen. Wir haben ja allein in Deutschland >5000 Meldeämter. Und die meisten von denen haben sicherlich keine praktische API, bei der man kurz checken kann.
Die Prüfung der Unterschriften ist Aufgabe der nationalen Behörden. Am Ende der Petition werden also alle Unterschriften nach Länder geordnet und die Listen dann den entsprechenden Stellen im jeweiligen Land übergeben, das dann die Liste mit den eigenen Möglichkeiten validiert. Wie die einzelnen Behörden die dann überprüfen, ist denen überlassen. Manche machen es nur stichprobenhaft und andere gehen wirklich jede Unterschrift durch.

Auch beim Abgeben der Unterschrift gibt es schon Unterschiede, je nachdem welches Land man zu Beginn auswählt, weil da jedes Land andere Angaben haben will. Im Falle von Deutschland muss man nur Name, Anschrift und Geburtsdatum angeben, bei anderen Ländern mitunter auch die Personalausweisnummer (oder eine ähnliche Kennziffer). Wenn man die Unterschrift per eID leistet, wird die sogar direkt implizit validiert.
 
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BetA schrieb:
@rhewa nö, es geht um konsumer rechte ;)
Im großen und ganzen, ja. Aber in diesem Fall geht es eben nur um Videospiele und deswegen wird diese Liste beispielsweise meine Mutter nicht erreichen. Daher kann man eben nicht erwarten, dass die Anzahl der Unterschriften unfassbar viel höher sein "müsste", wie in dem Kommentar hier
DJMadMax schrieb:
Es ist eine Schande, dass sich so wenige Menschen für ihre eigenen (nicht vorhandenen) Rechte interessieren.
erwartet wird.

Ich habe mittlerweile auch unetrschrieben, weil ich es gut finde. Rechne aber nicht damit, dass da groß was bei rum kommt. Schließlich wird die EU ja mit der Liste nicht verpflichtet auch wirklich etwas zu tun, außer sich damit zu befassen und zu sagen, was man jetzt vor hat. Soweit ich verstehe, kann dieses Ergebnis auch lauten: "Wir machen nichts weil geht nicht."
 
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Da sollten sich alle mal ein Beispiel an Blizzard nehmen. Man mag im jetzigen Zustand von Blizzard halten was man will, aber die haben noch nie ein Spiel abgeschaltet, auch Online nicht.
Ich kann dort immer noch alle Blizzard Spiele eben auch Online spielen über deren Hauseigenes battle.net.
Warcraft 2 und WC3 Starcraft 1 Diablo 1/2, alles kein Problem, läuft alles noch Online und wird es auch solange Blizzard lebt.
 
Naru schrieb:
Diese ganze Aktion ist zum Scheitern verurteilt. Kein Gesetz darf ein Unternehmen dazu zwingen, eine Dienstleistung bereitzustellen. Wenn Microsoft von heute auf morgen entscheidet, der weiterführende Support für Windows solle eingestellt werden, dann ist das so.

Und diese Petition beschränkt sich zudem auf die UEFA-Ebene: Ubisoft ist ein global agierendes Unternehmen. Was ist dann mit den anderen Kontinenten? Nur für Europa mache Ubisoft auf keine Extrawurst. Und wer bezahle das Ganze dann? Solle Ubisoft für die Bereitstellung der Server von den Kunden zusätzliche Mittel abzapfen?

es soll keine Dienstleistung bereitgestellt werden, sondern das verkaufte Produkt muss so designt werden, dass es unabhängig des Providers weiterbetrieben werden kann, wenn sich dieser für entscheidet den Support einzustellen.
 
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Ich bin kein Profi auf diesem Gebiet, aber ich spiele gelegentlich Quake Champions online. Mir reicht das für ab und zu vollkommen aus, aber! irgendwo müssen ja auch Gelder herkommen. Man kann ja schlecht erwarten das Programmierer das ehrenamtloich machen und das SPenden für den Betrieb der Hardware gemacht werden.
 
Mit ist das ehrlich gesagt viel zu wenig, unterstützt habe ich es dennoch.
Ich würde viel lieber sehen, dass aktuelle Lizensierungsmodelle verboten werden, und gekaufte Software zu Besitz des Kunden werden muss, also mit dem Recht auf Weiterverkauf.
 
FrAGgi schrieb:
Soweit ich verstehe, kann dieses Ergebnis auch lauten: "Wir machen nichts weil geht nicht."
Gnaz so einfach kann das Thema dann doch nicht abgehakt werden. Bei einer erfolgreichen Bürgerinitiative muss die Kommission erstmal den Initator zu einer öffentlich Anhörung einladen, wo er das Anliegen nochmal genau präsentieren und erklären kann. Danach muss die Kommision dann innerhalb von 6 Monaten eine schriftliche Stellungnahmen veröffentlichen, in der sie erklärt, ob und wie sie weiter tätig werden will, und sie muss diese Entscheidung in der Stellungnahme vernünftig begründen.
 
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R4nd0 schrieb:
Als Schweizer bringt es wohl nichts zu Unterzeichnen? Sorry falls es im Text steht, Überschrift lässt gut erahnen worum es geht.

Also ich musste die Nummer von nem Ausweisdokument angeben von dem Land für das ich abgestimmt hab... Schweizer Nummern dürften wohl nicht funktionieren. Ich hab einfach meinen alten Pass aus Österreich genommen :D
 
mibbio schrieb:
Wie die einzelnen Behörden die dann überprüfen, ist denen überlassen.
...was ja genau der Krux an der Sache ist. Aber ich hab mal nachgeschaut, §3 Gesetz zur Europäischen Bürgerinitiative (EBIG):
(2) Die Überprüfung erfolgt anhand von Stichproben. Die Zahl der Stichproben wird durch das Bundesverwaltungsamt unter Verwendung eines 95-Prozent-Konfidenzintervalls bestimmt. Als Zahl der von deutschen Staatsangehörigen gesammelten gültigen Unterstützungsbekundungen im Sinne von Anhang VI der Verordnung (EU) 2019/788 wird die Zahl gewertet, die der Obergrenze des 95-Prozent-Konfidenzintervalls des Schätzwertes entspricht.

piccolo85 schrieb:
Mit ist das ehrlich gesagt viel zu wenig, unterstützt habe ich es dennoch.
Ich würde viel lieber sehen, dass aktuelle Lizensierungsmodelle verboten werden, und gekaufte Software zu Besitz des Kunden werden muss, also mit dem Recht auf Weiterverkauf.
Das klingt schön, ist aus meiner Sicht aber schlicht nicht machbar. Wenn du ein Spiel auf gog kaufst, dann bekommst du eine exe mit dem Spiel. Was genau verkaufst du dann weiter? Die physischen Daten, also die Bits deiner Festplatte, kannst du ja nicht einfach so (getrennt) veräußern. Dann die exe als Ansammlung von Daten? In Ordnung, aber wenn du die Daten weiterverkaufen darfst, darfst du das dann nicht auch mehrfach machen?

Und wenn nein, wieso nicht? Hast du mit dem Kauf des Spiels dann eine "Lizenz" zum einmaligen Weiterverkauf? Und was ist mit Verleih? Wenn du das Spiel "ausleihst", bist du dann per Gesetz gezwungen die spielbare Kopie auf deiner Platte zu löschen?

Und was ist, wenn der Ausleiher dein Spiel weiterkauft? Hat dieser mit der Ausleihe auch automatisch das Verkaufsrecht geliehen bekommen, oder lag das immer noch bei dir, weil du ja weiterhin Eigentümer bist?

Ohne physische Datenträger kommst du um einen Lizenz-Dschungel nicht herum. Da find ich den Ansatz von SKG besser: Du bezahlst für ein spielbares Spiel, und der Publisher soll nicht das Recht haben, dir den bezahlten Wert nach Gutdünken zu entziehen. Was im Schluss dann nichts anderes bedeutet, dass man bei der Entwicklung halt eine Exit-Strategie im Kopf hat, die greift, wenn man den Support für ein Spiel einstellt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man auf diese Weise neue Gesetze teleologisch formulieren kann: Bedeutet im Kern, dass es nicht auf den genauen Wortlaut, sondern auf den Sinn und Zweck bzw. das Ziel einer Vorschrift ankommt, wenn man vor Gericht darüber streitet. Das wird dann relevant, wenn Publisher und Stores versuchen die Gesetze durch Lücken in den Formulierungen zu unterwandern.
 
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