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News Stop Destroying Videogames: EU-Bürgerinitiative hat Mindestziel erreicht

Alphanerd schrieb:
Der Markt regelt nie und ist nur eine dumme neoliberale Floskel.
Der Markt regel schon, aber ohne externe Eingriffe halt bevorzugt zum eigenen Vorteil und nicht unbedingt im Sinne des Endverbrauchers.
 
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mibbio schrieb:
Der Markt regel schon
Du hast vollkommen Recht und war zu kurz von mir formuliert. Ich dachte natürlich nur an mich als Endverbraucher.
 
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der Markt regelt in Richtung Gewinnmaximierung und eigener Vorteil… „der Markt regelt“ und der viel zitierte „Trickle-down Effekt“ funktionieren, aber nicht so wie man sich das als Endverbraucher vorstellt.

Von daher ist ein Stück Regulierung nötig und angebracht, sonst hat man Kapitalismus in Reinform zum Vorteil weniger und Nachteil der Allgemeinheit.
 
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Als bestes Beispiel wie es gehen kann muss man sich Age of Empires Online anschauen.
Microsoft schaltet nach drei Jahren 2014 die Server ab. Und eine Fangemeinde hat 2017 Project Celeste in Leben gerufen. Dank dieser Leute kann ich AoEO im Jahr 2025 immer noch spielen.

Das ist gar kein grosser Aufwand, wenn einem Hersteller die Reputation wichtig wäre, braucht man nur einen dedicadet Server der Community zum Download geben, und das Spiel kann weiter Leben.
Aber es einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen, ist Ressourcenverschwendung und ein Schlag gegen jeden der das Spiel zum Vollpreis gekauft hat.
 
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Ich bin mal gespannt, was in ein paar Wochen geschieht.

Bestimmt gibt es auch Amis, die versuchten, die EU-Petition zu unterzeichnen.
Diese Stimmen werden entsorgt.

Und dann gibt es noch Menschen, welche auf den VPN Proxy-Zug aufgesprungen sind und den Aluhut bei einer offiziellen EU-Webseite schon so weit ins Gesicht gezogen haben, dass sie sicherlich auch bei der Angabe ihres Wohnorts übervorsichtig waren.

Bullet Tooth schrieb:
Das ist gar kein grosser Aufwand, wenn einem Hersteller die Reputation wichtig wäre, braucht man nur einen dedicadet Server der Community zum Download geben, und das Spiel kann weiter Leben.
Aber es einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen, ist Ressourcenverschwendung und ein Schlag gegen jeden der das Spiel zum Vollpreis gekauft hat.
Mir ist vor allem unverständlich, wie die PC-Community das selbst hosten binnen eines Jahrzehnts scheinbar komplett selbst verlernt hat.

Bis in die frühen 2010er war das alles kein Thema und bei den Konsolen hat sich das ganze mittlerweile so verselbstständigt, dass ab der Dreamcast fast alle Systeme auch von Fans betriebene Dienste mittlerweile haben, so dass damit weiterhin gespielt werden kann.

Ich hätte mich sehr gefreut, wenn jemand hätte Super Bomberman R Online retten können.
Das Teil war kostenlos, ein Battle Royale Bomberman und lief auf PC, Switch, PS4 und XBOX Series.

Vielleicht haben die Kids, welche es heute für selbstverständlich nehmen, dass ihre f2p-Spiele (noch) laufen, ja in Zukunft wieder besser und die Phase des reverse engineerings bei Masterservern war nur eine kurze Epoche in der Geschichte der Videospiele.
 
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Alphanerd schrieb:
Nach Verkauf der letzten Lizenz muss der Server 5/7/10 Jahre noch laufen oder Open source gestellt werden"
Ja, es wird wohl die Verhältnismäßigkeit der Dauer diskutiert werden, um einen "angemessenen" Zeitraum festlegen zu können.
Irgendwie hat sich ubisoft mit ihrem kurzsichtigen Handeln keinen Gefallen getan, wenn es solch eine Petition anstößt, war aber letztlich eh nur eine Frage der Zeit.
 
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Naru schrieb:
Kein Gesetz darf ein Unternehmen dazu zwingen, eine Dienstleistung bereitzustellen.
auch keine für die der kunde bezahlt hat? kommt mir etwas seltsam vor.
 
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Informant777 schrieb:
Nimmt doch mal die Verantwortung selbst in die Hand und gut ist, anstatt noch mehr nach Regularien zu verlangen
So ziemlich jeder Vorteil, den du als Konsument hast, ist durch Regularien entstanden.

Denn wenn der Markt ganz frei regelt, regelt er normalerweise in Richtung maximaler Ausbeutung der Kundschaft.
 
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Gute Initiative!

Persönlich besass ich noch nie ein für mich gutes Spiel das abgeschaltet wurde, aber es wird bestimmt passieren.
Mehr Spiele müssten die Möglichkeit bieten einen unabhängigen Server zu hosten.

Andererseits würde ein Gesetz ja vielleicht eine Mindestlaufzeit festlegen, was den Entwicklern ja auch zu Gute kommt.
Auf jeden Fall sollte diese Laufzeit nicht an die üblichen 2 Jahren der EU-Garantie-Reglung orientiert sein.
 
Informant777 schrieb:
dann gehe ich davon aus, dass die irgendwann mal abgeschaltet werden
Du akzeptierst freiwillig, dass dir ein gekauftes Produkt einfach entzogen wird. Merkst du das eigentlich?

Es ist mittlerweile so üblich, dass du dich still damit abgefunden hast. Aber das ist doch absurd. Das Spiel ist komplett entwickelt, es ist da, es hat Inhalte, aber weil ein Server nicht mehr antwortet, wird dir das endgültig versperrt.

Genau da hakt diese Petition ein und fordert, dass die Spiele immerhin in einem Zustand hinterlassen werden, der für Nutzer irgendwie noch nutzbar ist.

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Mal ganz abseits irgendwelcher persönlichen Lieblingsspiele steckt dahinter auch der Gedanke der Kulturerhaltung. Spiele sind Kunst und Kultur. Der kulturelle Mehrwert mag je nach Spiel schwanken, aber trotzdem sind sie es. Kultur und Kunst sollten erhalten werden.
Wir schreddern ja auch nicht jedes klassische Gemälde, nur weil es ne neue Ausstellung mit neuen Werken gibt.
 
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Powl_0 schrieb:
Du akzeptierst freiwillig, dass dir ein gekauftes Produkt einfach entzogen wird
Besonders weil die Lizenzen noch bis kurz vor knapp verkauft werden.

Kannst heute eine Lizenz kaufen und morgen sagt der Publisher: wir schalten in 3 Monaten ab, ab jetzt können keine Lizenzen oder ingame Kram gekauft werden.

So ist das mMn nicht ok.
 
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Ohne euren Beitrag hier hätte ich nie davon gewusst und dem entsprechend auch nicht unterschrieben. Danke euch dafür.
 
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Hab ich gar nicht mitbekommen.
Das ganze Thema sollte mal rechtlich geprüft werden. Ich zahl und dann schaltet man mir den Service ab, sicher rechtswidrig.
 
Ich warte dabei ja wesentlich drastischer.
Wenn ein Publisher über 2 Jahre keine inhaltlichen Updates mit neuem content veröffentlicht hat für ein Spiel, sollte er verpflichtet sein den Quellcode unter GPL öffentlich und frei zugänglich zu machen.
 
iGameKudan schrieb:
Am Ende sorgen solche Vorhaben schlimmstenfalls dafür, dass Spiele hier gar nicht, stark verzögert oder eingeschränkt released werden.
Ich glaube, über die Folgen hat man nicht wirklich nachgedacht. Bin gespannt.

Alphanerd schrieb:
Seltsam. Obwohl du so handelst, haben fast alle Spiele einen onlinezwang. Ist dein Hebel nicht groß genug?
Der Markt regelt nie
Der Markt besteht doch nicht nur aus Verweigerern. Er ist damit einfach in der Minderheit.

Ich formuliere es anders: Die Anzahl derer, die mit einem Onlinezwang kein Problem haben (mich inklusive) ist groß genug, um ein eigener Markt für die gewünschte Zielgruppe zu sein.
 
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Informant777 schrieb:
Ne, der Markt regelt. Ich kaufe einfach keine only Online Spiele und wenn dann gehe ich davon aus, dass die irgendwann mal abgeschaltet werden.
Es geht ja nicht nur um reine Online-/Multiplayerspiele, wobei man da am Ende halt entsprechende dedizierte Server zum selber Hosten bereitstellen kann. Früher waren solche dedizierten Server sogar die Regel und vom Hersteller betriebene Server die Ausnahme.

Selbst heute gibt es noch Spiele, wie bspw. Satisfactory oder Enshrouded, wo der Hersteller die Server nicht selber betreibt. Da kann man Leute entweder direkt in sein Spiel einladen (der eine Client ist dann gleichzeitig der Server) oder man lädt sich den dedizierten Server runter und hostet den.

Aber von der Abschaltproblematik sind durchaus reine Singleplayer-Spiele betroffen oder solche, die neben Multiplayer auch einen Singleplayer haben. Denn da kann man teils nichtmal mehr den Singleplayer spielen, weil der Hersteller den Server für's Online-DRM abgeschaltet hat oder weil einzelne Spielelemente servergebunden sind.

Ein schönes Beispiel war da auch Anno 2070. Da wäre durch die geplante Abschaltung einiger Onlinedienste auch der Singleplayer betroffen. Unter Anderem ist dort die Arche ein zentrales Gameplayer-Element, dass dann nicht mehr nutzbar gewesen wäre, aber für das Vorankommen im Singleplayer benötigt wird. Da wurde dann tatsächlich ein Patch veröffentlicht, der die Funktion der Arche (erstmal) erhalten hat.
 
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Weyoun schrieb:
Wie soll das gehen, wenn man vor der Unterschrift ein EU-Land auswählen muss, für das man zudem eine gültige Adresse benötigt?
Also auf Maps eine random Andresse anzuklicken und Copy&Paste zu nutzen ist jetzt nicht der große Aufwand - und seien wir mal ehrlich, die Namen werden sicherlich nicht mit dem Wahlregister abgeglichen. :D

Naru schrieb:
Diese ganze Aktion ist zum Scheitern verurteilt. Kein Gesetz darf ein Unternehmen dazu zwingen, eine Dienstleistung bereitzustellen. Wenn Microsoft von heute auf morgen entscheidet, der weiterführende Support für Windows solle eingestellt werden, dann ist das so.
Doch, Gesetze dürfen das nicht nur, sie sind sogar sehr munter dabei. Gewährleistungspflicht, Rücktritt von Fernabsatzverträgen, die Pflicht bestimmte Standards einzuhalten bzw. sich an Normen zu halten: Alles Verpflichtungen, die Unternehmen dazu zwingen bestimmte Dienstleistungen bereitzustellen, wenn sie hier in der EU/in Deutschland Geld verdienen wollen.
 
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