STRIX 1080TI im "Safemode" nach VRM Überhitzung

RWD

Cadet 1st Year
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  • Prozessor (CPU): R5 1600 @ 3,7 GHz
  • Arbeitsspeicher (RAM): Trident RGB 3 GHz
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  • Grafikkarte: Rog Strix 1080TI
Moin Experten,

Zur Vorgeschichte:
ich habe folgendes Problem, und zwar sind mir die Spannungswandler der 1080TI überhitzt.
Dies ist schon mehrfach aufgetreten, da ich die Karte auf Kleinanzeigen erworben habe, und sie mir rund drei Minuten nach Inbetriebnahme abgestürzt ist.
Nun hatte ich das Wärmeleitpad Provisorisch gegen 2* 0,5 mm Pads von Thermal Grizzly getauscht, und es Funktionierte hervorragend.
Da es aber nur ein Provisorium war, wechselte ich anschließend zu 1,5mm Pads da 1mm signifikant zu wenig ist.
Jetzt ist es scheinbar zu viel und die Karte schaltet sich wieder aus.

Zum Problem:
Die Karte will nicht aus dem von mir ernannten Safemode (abgesicherter Modus).
Dieser lässt die Karte nur bis maximal dem Standarttakt boosten.
Die Lüfter lassen sich gar nicht mehr ansprechen. Weder ob die Temperatur steigt oder manuell über den Afterburner. Spannungen bis maximal 0.89V. Standard ist ca. 1,06V.
Der Treiber und Gerätemanager erkennt die Grafikkarte. Übertakten führt zum Treibercrash.
Falls jemand genau weiß, worum es sich hierbei handelt bitte berichten.

Dieser scheint dann einzutreten, wenn die Karte gezwungen ist sich selbst auszuschalten um Schäden zu vermeiden, oder zu wenig Leistung in W vorhanden ist.
Normalerweise hat eine Treiberdeinstallation mithilfe von DDU im abgesicherten Modus geholfen auch wenn ich es teilweise 5x durchführen musste.
Jetzt verweigert sie allerdings jeden versuch.
Leider konnte ich noch keine Zusammenhänge finden, welche dazu führen, dass die Karte resettet und in den normalen Betrieb übergeht.
Es scheint als würde es nicht mit dem Treiber zusammenhängen, da sich die Lüfter sowohl mit als auch ohne Treiber nicht bewegen bzw. ansprechen lassen. (Normalerweise drehen sie ja kurz bei der Treiberinitialisierung/Hochfahren).

Interessant ist, dass die Lüfter einmal ohne Grund und mitten im Betrieb (Idle) für ca. fünf sec zu 100% aufgedreht sind obwohl die Temp bei 45°C lag (bis 55°C fanstop) und das im Safemode. Nach einem Neustart funktionierter sie wieder.

Ich habe eine Idee, wie ich das VRM Problem lösen kann aber um das zu testen muss die Karte laufen.

Für jeden Aspekt, noch so kleinen Tipp oder Hilfestellung wäre ich sehr dankbar.

Gruß RWD
 
Moin. Also wenn die Spawas schon überhitzt waren, dann auch noch mehrfach und sich jetzt die gewechselten Druckverhältnisse auf diese Weise bemerkbar machen, liegt es nahe das hier auch der Fehler liegt. Überhitzte Spawas liegen verdammt nahe am Schmelzpunkt vom Lot, zudem sich das Trägersupstrat [Leiterplatte] mit verformt, die Hitze über die Leiterbahnen mit läuft usw. Es können also Fehlkontakte oder gar gerissene Leiter sein. Oder gar das Spawas | Kondies nicht mehr sauber arbeiten. Damit fällt logisch Leistung weg, kann sogar auch sein das zB der Lüftersteuerung eine Teilspannung weggebrochen ist.

Ich würde, sofern sich das noch bei der Karte Lohnt erstmal die Versorgungszweige Durchmessen. Sollte sich kein direkter Fehler ermitteln lassen dann je einmal mit Druck vom Kühlkörper und einmal Ohne wie sich das verhält. Dabei kanns natürlich sein, das der Fehler erst unter Temperatur zum Vorschein kommt wenn sich die Bauteile entsprechend ausgedehnt haben, was schwierig im Betireb zu Messen sein wird.
 
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Du meinst die VRMs überhitzen auch wenn die Karte nur im Idle ist bzw. Noch garnicht damit gespielt wird?
Dann hats aber nix mit der Kühlung zutun - im idle dürfen die nur mäßig warm werden auch wenn gar kein Kühler auf dem VRM ist... Da ist eher eine der Phasen hinüber und schießt gegen die anderen...Also je mehr du die Karte so versuchst zum laufen zu bringen oder die VRMs gar mit Stickstoff kühlst um sie zum laufen zu zwingen- machts das alles nur noch limmer am Ende...
Oszilloskop vorhanden?
 
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Um die Karte aus der Zange zu befreien würde ich einfach das Bios updaten oder neu installieren mit NVFlash , zuvor jedoch die Wärmeleitpads erneuern und richtig montieren.

Hier findest du die Bios für deine Grafikkarte


Using NVFlash to Flash VBIOS on NVIDIA GPUS - 1080 ti Example

Screenshot (103).png
 
cscmptrbs schrieb:
Je dicker die sind desto besser
NEIN! Wenn der Hersteller ein 3mm Pad verbaut - solltest du auch ein 3mm Pad nehmen und nicht 5mm! Ein zu dickes Pad kann dazuführen, dass z.B. die RAM Chips via Pad mit dem Kühler verbunden sind, aber durch das dickere Pad erreichen die SPAWAS den Kühlkörper nicht mehr. Ebenso könnte/kann es passieren, dass du beim Anschrauben des Kühlkörpers zu viel Druch auf andere Komponenten gibst -> wegen dem dickeren Pads und das kann nicht nur Chips sonder auch das ganze PCB zerstören!

TLDR Messt die Originalen Pads aus bevor ihr diese Tauscht und nehmt die Pads mit der richtigen Stärke (Dicke) - wenn keine Original Pads mehr verbaut sind -> Informiert euch im Internet welche Pads vom Hersteller verbaut werden und nehmt die "gleichen" im Bezug auf die Stärke/Dicke.

/e: Wenn ich diesen Thread richtig lese: https://rog.asus.com/forum/showthre...Pads-Size-for-ROG-STRIX-GTX1080TI-O11G-GAMING

Sollten die VRAM MOSFET ICS etc 1mm dicke Pads benötigen und die MOSFETs selber 2mm

@TE kauf dir bitte die Pads in der korrekten Stärke, verbaue diese mal und Teste nochmals! Das wenn du 1.5mm Pads Verbaust und probleme hast kann ich mir gut Vorstellen, du sagtest ja selber:
Mit 2* 0,5 mm Pads von Thermal Grizzly getauscht, und es Funktionierte hervorragend.
wechselte ich anschließend zu 1,5mm Pads, Jetzt ist es scheinbar zu viel und die Karte schaltet sich wieder aus.

/e2: Am besten alle Pads durch die richtige Stärke ersetzen!
 
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@cscmptrbs aber achtung diese angabe wie gut die Leiten / Die Messungen dazu sind NICHT genormt. also nur innerhalt eines herstellers vergleichen.

@Kenny [CH] hats schon ganz gut geschrieben.

Zudem einfach dicker=besser ist blödsinn, um so dünner die sind umso weniger schlecht leitendes Material ist vorhanden bis zum Kühlkörper. Wobei das schlecht Leitende Material natürlich immernoch viel besser Wärme ableitet als Luft.

Das wichtigste ist das die Lücke bis zum Kühlkörper überbrückt wird mit so dünnen wie möglichen Pads die beim aufbau nur ein klein wenig gequetscht werden.

Was man aber auch machen kann ist so weiche Pads besorgen, die bei sehr geringem druck schon in die breite gehen. die sind quasi nur etwas fester als WLP.
Ich weiß nicht wie die heißen, habe ich noch nie verwendet. Ich glaube die hatte Igorslab mal gezeigt.
 
Vielen Dank für eure Antworten.
Habe beschlossen einen endgültigen Bericht zu erstellen, wenn ich das Problem Behoben habe.

Von Seiten des Herstellers wurden sowohl für den VRAM als auch für die Mosfets 1,5mm Starke Pads verwendet. Die des VRAMS waren etwas weicher. Die Lücke Zwischen dem Speicher und des Kühlrahmens betrug ca. 1,1 -1,2 mm. Dasselbe habe ich auch bei den Mosfets in Erfahrung bringen können.
Habe für den VRAM momentan noch die 1,5er von Thermal Grizzly verbaut.
Allerdings finde ich das etwas besorgniserregend, da diese Härter sind als die Originalen und dazu führten (wie bereits beschrieben) dass die 2x0,5 bzw. 1mm Pads keinen Kontakt zu dem Rahmen hatten.

Jedoch ist auch beizufügen, dass die 1mm Lösung die Mosfets nur zu ca 80% bedeckten im Zusammenhang mit den Originalen Pads des Vrams. Deshalb bin ich letztendlich gezwungen für alle Komponenten 1,5mm Pads zu verwenden.

Nochmals zusammengefasst.

VRAM 1,5mm 8 W/mK (Vielleicht gegen weichere tauschen da sie zu viel Druck ausüben?)
MOSFETS 1,5 14 W/mK

Durch den Verlauf der Tests hatte ich festgestellt, dass der Kühlrahmen seine Wärmekapazität in einer gewissen Zeit erreicht und nicht in der Lage ist, die wärme bei 30% Lüftergeschwindigkeit an die Umgebungsluft abzugeben.

Demensprechend habe ich beschlossen die Karte mithilfe einer Kraken G12 ink x53 zu kühlen und hatte bisher keine Probleme. Der Kühlrahmen ist zusätzlich mit einem Heatsink einer NVME versehen worden. (Die stelle mit dem 2mm Pad auf der Oberseite.)

Temperatur des Kühlrahmens beträgt in diesem fall maximal 60°C nach weinigen Stunden Volllast bei 25 °C Zimmertemperatur. Gemessen mit einem Pyrometer an Sämtlichen Stellen.
 
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