Studium Mathe und Physik Vorbereitung

Meine Aussage war jetzt auf Sachsen bezogen (zählt ja angeblihc zu den bildungsstarken Ländern)

Ableitung der Umkehrfunktion/Satz vom lokalen Inversen macht man anscheinend auch nicht mehr. Damit kann man ja auch sowas wie 1/(1+x^2) integrieren.
Ja, dass wird meines Wissens nicht behandelt, dafür aber ein paar Grundlagen der linearen Algebra. Es ist meiner Meinung nahc aber auch kein wirklicher Nachteil nur Grundkursler gewesen zu sein. Zumindetens sehe ich keinen Vorteil darin damals Mathe LK gemacht zu haben.
Aber es variiert ja von Bundesland zu Bundesland. Z.B. steht vollständige Induktion nur bei sehr wenigen auf dem Lehrplan.
 
Spielen komplexe Zahlen ne Rolle finde sowas recht interessant, wird aber auch nicht rankommen.
Generell muss man sagen dass man und der Schule eine Möglichkeit beigebracht bekommt gewisse Aufgabentypen zu lösen, man geht strikt nach einem Schema vor, dazu kommt dass die Komplexität der Aufgaben konstant ist und so weitere Herausfoderung gegeben ist.

Unser Lehrer legt viel Wert auf korrekte Ausdrucks und schreibformen z.b. Dass "=>" nur bei mathematischen Zusammenhängen und nicht bspw nach einem Stichpunkt. Auch gibt es keine Folgefehler in Arbeiten bei falsch eingesetzten Werten...
Kann mir jmd von euch sagen wie wichtig dass ganze im Studium ist, und wie wichtig eine saubere Schreibweise für einen Lösungsansatz ist. Gibt es Unterschiede zwischen den Schreibweisen bei Uni und Schule?
 
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Ja. Wirst du als Physiker wohl recht oft brauchen. Genauso wie viele Ing.
 
Also die Ingenieure legen meiner Meinung nach eher weniger Wert auf die strenge Formalität der Mathematik.
Auch die Physiker sehen das ein bisschen laxer. Die kürzen ja auch einfach die dx Terme in Integralen :)

Folgefehler schaut man sich schon an. Gerade mit Minuszeichen kann man sich so leicht vertun. Wenn dann aber noch ein paar Fehler auftauchen korrigiert man nicht weiter.
 
Mhh der TE hat seinen Post ja erweitert.^^
Meine Aussage oben ging um die komplexen Zahlen.

Zum Thema Formalität. Klar solange man keine grundlegenden Fehler macht, ist es auch nur halb so schlimm. Selbst an der Hochschule gibt es Punkte auf Folgefehler. Wenn nicht würden so etwa 80-90 Prozent selbst mit herabgesetzten Maßstab durch die Prüfung fallen.


Unser Lehrer legt viel Wert auf korrekte Ausdrucks und schreibformen z.b. Dass "=>" nur bei mathematischen Zusammenhängen und nicht bspw nach einem Stichpunkt.

Stichpunkte sind so wieso nie erlaubt. Von daher wird man wohl nie in die Gelegenheit kommen einen Implikationspfeil dafür zu verwenden. Was man aber wissen sollte, ist dass ein Beiweis für die richtige Implikationsrichtung zu führen ist und nicht in irgendeine und für Äquivalenz sogar beide.

edit:
Außerdem geht es beim => um Aussagen also müssen es nicht zwangsläufig mathematische Zusammenhänge sein. Das hat euer Lehrer euch falsch vermitteln.
Es kann auch heißen "Aus der Mond ist ein blaues Objekt, folgt dass die Sonne ein Grünes ist". Hier wäre ein Implikationspfeil zwischen den zwei Aussagen angebracht. Natürlich kann man wie immer alles Abstrahieren,wie "wenn der Mond ein Element der Menge Blau ist, folgt dass die Sonne ein Element der Menge Grün ist "
 
Zuletzt bearbeitet:
Quickbeam2k1 schrieb:
Wo die Ingenieure in 4 Semestern je 4 SWS haben, machen die Mathematiker den "gleichen" stoff in mindestens je 8SWS und können sogar noch etwas mehr.

Bei mir waren es im 1. Semester Mathe und Physik:
Analysis 1: 8SWS (4VL+2x2Üb), 1 Zettel pro Woche 50% der Punkte für Klausurteilname.
Lineare Algebra 1: 8SWS(4VL+2x2Üb) 1 Zettel pro Woche 50% der Punkte für Klausurteilname.
(+2SWS jeden 2. Samstag freiwillig. Dort wurden nur aufgaben vorgerechnet).
Zahlentheorie: 2 oder 3 SWS (weiß ich nicht mehr)
Physik 1: Mechanik und Wärmelehre: 6SWS (4VL+2ÜB) 4SWS+2SWS Gleiche Zettel Geschichte
VL über physikalische Methoden oder sowas, die eigentlich egal war, und zu der ich auch nicht weiter gegangen bin.
+Nebenfach 5SWS (3VL+2Üb). Gleiche Sache bei Zettel.

Zettel sollen in Gruppen von max. 3 Personen abgegeben werden.
Insgesammt bleibt da nicht mehr viel Zeit.

Der Vergleich zu LA und Ana bei Ingenieuren ist schleppend. Haben 2 Geschwister von mir in Aachen studiert. Sind zwei unterschiedliche Absichten. Die einen wollen irgendwie damit rechnen, die anderen sollen es weiter entwickeln. Dementsprechend sind auch die Aufgaben und der Inhalt andere.
Ich wäre da vorsichtig mit solchen Vergleichen.
 
Alpenbruder schrieb:
[...] korrekte Ausdrucks und schreibformen [...]

Kann mir jmd von euch sagen wie wichtig dass ganze im Studium ist, und wie wichtig eine saubere Schreibweise für einen Lösungsansatz ist. Gibt es Unterschiede zwischen den Schreibweisen bei Uni und Schule?
Das hängt vom Prof. ab. Jeder Prof macht da mehr oder weniger sein eigenes Ding. Einige sind laxer und erlauben Schreibweisen, die rein formal betrachtet falsch sind. Andere sind sehr strikt und lassen keine Ausnahmen zu. Da muss man einfach aufpassen, wie es der Prof. haben will.
Ich habe bei zwei verschiedenen Profs Mathe gehabt und der eine lässt kaum eine Möglichkeit aus, über den anderen herzuziehen, weil er eben etwas laxer ist. ("Wie Prof xy machen wir das nicht, wir schreiben es so auf, weil das formal richtig ist. blabla")
Es gibt auch hin und wieder verschiedene Schreibweisen, die alle richtig sind, wovon der Prof aber nur eine bestimmte sehen will.

Im Zweifelsfall einfach fragen, wie er es gerne haben will.



Für das Studium Vorlernen bringt kaum etwas. Gerade in der Mathematik wird es so abstrakt, dass man ohne Lehrer eigentlich auf verlorenen Posten steht. In der Schule/Gymnasium ist es so, dass man 90% der Zeit mit Zahlen jongliert und 10% der Zeit irgendwelche Formel durch nimmt und auch ab und zu mal einen einfachen Beweis bringt. Im Studium jongliert man 90% der Zeit mit Formeln und Beweisen und 10% mit Zahlen (wenn überhaupt).
Die geforderte Lerngeschwindigkeit im Studium ist auch sehr viel größer. Wofür man sich am Gymme etwa ein Jahr Zeit nimmt, bleibt an einer Hochschule kaum 1 Semester Zeit. Z.B. Vektor-, Integral- und Differenzialrechnung war an meinem Gymme ca. zwei Jahre lang dran. An meiner Hochschule haben wir das in unter einem Semester durch genommen und dabei auch noch die Mathematik dahinter auf abstrakte Weise betrachtet. Das Pensum ist enorm. Nicht ohne Grund ist Mathematik DAS Fach zum Aussieben an einer Hochschule.

Um den Text mit den (ungefähren) Worten meines Mathe-Profs zu schließen: "An der letzten Prüfung waren 250 Leute angemeldet. Die Hälfte kam nicht, 1/4 ist durchgefallen und 1/4 hat bestanden."
Von ~130 Leuten zu Beginn des 1. Semesters sind im 4. nur ca. 100 da und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten auf das Konto der Matheprüfung ging.
 
@ Z-Boson.

meine angaben waren nur auf die Vorlesungsstunden bezogen Sorry.

Ich sehe aber keinen Widerspruch zu meiner Aussage.
Also in Dortmund machen die ingenieure in den ersten beiden Semestern in der Regel Teile der linearen Algebra und dann grundlegende Analysis mit Differentialgleichungen. Dabei wird mehrdimensional differenziert aber nicht integriert.

Mittlerweile haben die Mathematiker bei uns irgendwie schon die gleiche Stoffauwahl. Man geht halt nur viel mehr in die Tiefe.
Mehr wollte ich auch nicht sagen :)
 
e-Laurin schrieb:
Um den Text mit den (ungefähren) Worten meines Mathe-Profs zu schließen: "An der letzten Prüfung waren 250 Leute angemeldet. Die Hälfte kam nicht, 1/4 ist durchgefallen und 1/4 hat bestanden."
Von ~130 Leuten zu Beginn des 1. Semesters sind im 4. nur ca. 100 da und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten auf das Konto der Matheprüfung ging.

Passt, bei mir waren damals 850 Leute für das Modul angemeldet gewesen. 650 haben sich für die Klausur angemeldet. 100-150 sind garnicht erst gekommen. Die Hälfte vom Rest ist in etwa durchgefallen, nach dem man die Bestehensgrenze herab gesetzt hat(obwohl viele 6-7 Bonuspunkte hatten - auf 60Pkt bezogen die gesamt zu erreichen waren und 25Pkt die man normalerweise zum Bestehen gebraucht hat).

edit:
Ist aber nur Mathe für Informatiker worauf ich mich beziehe. Es ist aber bzgl. Ingenieuerfächern dem Mathe für Mathematiker wohl am Nächstens.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wie ich es herauslese gibt es wirklich noch einen Unterschied zwischen den Ing. Fächern (ich z.B. Etechnik) und den reinen Mathematiker. Hätte gedacht das würde ungefähr gleich sein :)
Bei mir siehts mit den Quoten auch nicht gut aus. Mathe siebt bei uns sehr sehr viel raus.
Haben eigentlich immer Durchfallquoten von 70% so rum. Von Anfangs 50 Leuten sind jetzt 10 in der Regelstudienzeit. Es sind vielleicht noch 25da. Der rest ist weg. Ich würde da einem großen Anteil Mathe zurechnen =)
Komplexe Zahlen, ja gerade für Etechniker eigentlich überall. In der Mathematik, in Etechnik, in Maschienen und Antriebe usw. Wo man in der Schule mit sqrt(-2) aufgehört hat und sich sicher war, falsch gerechnet zu haben fängt heute der SPass erst an :)
Hatte "nur" Mathe GK dies zwar sehr unterschiedlich vom Studiumsstoff.
Formalität ist bei uns(Etechnik) nicht super wichtig. In Mathe hat da jeder Dozent sowieso, wie oben schon erwähnt, seine eigene "RIchtigkeit".
Hatte selber so eine schlunz Dozentin die hatte, nachdem die Folie voll war einfach UMGEDREHT und mit einer anderen Farbe weiter geschrieben...
Mathe im STudium ist eigentlich eine riesen Wissensanhäufung und gerade wenn einem die Intelligenz nicht so zugeflogen kommt muss man sehr viel mit Fleiß kompensieren, das Stresst!
Häufig ist man einfach aufgehoben wenn man Aufgabentyp XY nicht schon 2 mal gerechnet hat, da dort wieder irgend ein Trick angewandt wurde. Weiß man diesen "Trick" nicht, kannstes knicken.
Ich bin auch kein Fan von Mathe, in anderen Fächern ist es gezielter irgendwie.

//EDIT: Ach so, ich schreibe mal dabei, Raum Köln(NRW) damit man es einordnen kann :)

MFG Jubeltrubel
 
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