Studium oder Job - Zwickmühle...

@FAT B:

Das klingt jetzt interessant. Was waren das denn für Erfahrungen die dich zu einem solchen Fazit bringen? :)

BTW: So wie ich das von den WIlern bei mir mitbekommen habe ist das wohl schön gedrittelt. Die angepeilte Hochschule wäre im übrigen Furtwangen.
 
Ich studiere selbst WI (Diplom) und das Grundstudium ist schon sehr hart. Vor allem die technischen Fächer.
 
wie wärs mit nem teilzeit studium?
ganz normal weiterarbeiten (job aufrecht erhalten und geld verdienen) und abends dann an die FH. Kenne viele Leute die das so machen. Meist Dienstag und Donnerstag Abend und dann Samstag morgens. Das ganze geht ca 4 Jahre.

Sicher ist es etwas anstrengender als das "normale studentenlotterleben", aber dafür behälst du deinen arbeitsplatz und wenn dich deine eltern nicht grad sponsorn kannst du dein studium und freizeit finanzieren.
 
das ist natürlich auch eine interessante Variante. Was ich allerdings noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich bei beginn eines Studium auch wieder meine Halbweisenrente beziehen würde, was das ganze auch recht angenehm macht (ich wäre nicht auf BaföG und vermtl. auch nicht auf jobben angewiesen).
 
da ein Freund mit sagen wir mal recht geringer Lernmotivation sein Diplom demnächst macht, denke ich das ich das, natürlich mit entsprechendem Zeitaufwand, auch packen kann.
Ich werde mal mit meinem Vorgesetzten reden. Evtl. gibt es auch die Möglichkeit das ganze als Trainee zu machen oder es ergeben sich noch andere Möglichkeiten.
 
hmn. meine erfahrungen die mich zu diesem fazit bringen.... dazu muss ich sagen, dass ich in der hardcore-übergangszeit studiert habe und das leiden der ersten bachelor-versuchskaninchen im eigenen freundeskreis erlebt habe. das problem des bachelor/master abschlusses ist für mich, das es kein richtiges studium im klassischen sinne mehr ist. du musst sehr viele pflichtsachen machen in einem sehr eng gesteckten zeitrahmen mit wenig möglichkeiten dein studium und deine schwerpunkte selber festzulegen. das funktioniert dann schon eher wenn du den bachelor hast und den master hinten dran hängst.
im diplom konnte man nach dem grundstudium (also nach dem vordiplom), relativ frei bestimmen wo man seine credits sammelt. auch fehlversuche oder einfach mal nen semester in dem man nicht so viele scheine schaffte war da kein großes problem. beim bachelor kann dich ein vergeigtes semester das studium kosten, oder es zumindest erheblich erschweren -> unter anderem war das ja auch so gedacht um die langzeitstudentenquote zu drücken.

mittlerweile hat sich der bachelor-workload etwas entlastet, die scheine wurden entschlackt und inhalte rausgenommen. als konsequenz hab ich in hauptstudiumsverantaltungen mit bachelor-kommilitonen gesessen, die am laufenden band so dämliche fragen gestellt haben, dass ich mich echt gefragt hab was die eigentlich noch lernen.
dazu kommt, dass des echt noch kinder sind. von persönlichkeitsentwicklung keine spur. wie auch? bei der konkurrenz und der menge des (gekürzten)stoffs in der kurzen zeit bleibt wenig spielraum für sowas, zumindest wenn man richtig was reissen will und nicht unbedingt zu den begabtesten gehört. grade an diesem letzten punkt hat sich denke ich reichlich wenig geändert bisher. der bachelor in verbindung mit ner ausbildung ist daher nicht so verkehrt in meinen augen, aber ich finde immernoch, dass man dann auch gleich den master dranhängen kann. der bachelor ist halt irgendwie nen 3/5 diplom unter extemen zeitdruck. und die meisten mit nem bachelorabschluss die ich kenne sind erstmal sowas geworden wie vertiebler (also z.B. hardware an großkunden verticken b2b) oder jr. consultant (man ist quasi die drone in projekten). und die verdienen auch nicht wirklich besser (wenn überhaupt) als nen industrie- oder sonstwaskaufmann mit berufserfahrung. die leute mit nem master (oder diplom) die ich kenne, sind entweder an der uni geblieben (dozent / promotion) oder konnten schlicht höher einsteigen oder direkt noch in andere bereiche kommen (promotion in der industrie).

das wären so mal schnell hingekleckert meine erfahrungen....

wenn man heute anfängt zu studieren braucht man vor allem die richtige arbeits- und konkurenzeinstellung. wenig lernmotiviert nen abschluss reissen ging noch zu dipolomzeiten, kein thema, aber das ist nichtmehr angesagt heute. heute rauschen die leute durch die uni im fliessbandverfahren. und jetzt kommen noch die ganzen kids dazu, die nach der 12ten abi gemacht haben. na prost mahlzeit! da fühlt man sich als 22-23jähriger schon als opa.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man darf auch nicht die Einstellmöglichkeiten in den öffentlichen Dienst vergessen.

Da geht es streng nach Abschluss, fast egal wie gut du bist...mit dem Bachelor wirst du dann dort sehr wahrscheinlich mehr verdienen können als nur mit Ausbildung.
 
Danke FAT B für deinen ausführlichen Post. Auch wenn jetzt die ganzen 12er Abiturienten kommen, denke ich nicht das Informatik überlaufen sein wird. Es wird ja schon seit langem gesagt das es zu wenig Informatiker gibt und dennoch wählen kaum mehr Leute diesen Weg.
An und für sich spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen den Master zu machen, allerdings würde ich das davon abhängig machen wie ich durch den Bachelor durchkomme.

Wenn ich alles mal grob zusammenfasse komme ich zu dem Fazit studieren ja, wenn ich bereit bin mich dahinterzuklemmen und das ganze am besten auch mit Master durchzuziehen. Für den Job spricht eurer Meinung nach ja recht wenig... :)
 
mit den 12er abiturienten meinte ich weniger, dass es überlaufen sein wird, sondern das die konkurenz steigt... aber an sich hast dus gut zusammengefasst.
 
Gut, da hast du recht, aber ich denke das ich auch aufgrund dessen das ich keine 18 mehr bin und ausserdem bereits eine Ausbildung sowie über ein Jahr Berufserfahrung mitbringe einen kleinen Vorteil habe.
Nach dem momentanen Stand werde ich wohl studieren gehen, da das in meiner Situation wohl der logisch betrachtet sinnvollste Schritt ist. Auch wenn das finanzielle Einschränkungen und auch wieder deutlich mehr Lernaufwand mit sich bringt. Aber hey, man lernt ja fürs Leben... ;)
 
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