hmn. meine erfahrungen die mich zu diesem fazit bringen.... dazu muss ich sagen, dass ich in der hardcore-übergangszeit studiert habe und das leiden der ersten bachelor-versuchskaninchen im eigenen freundeskreis erlebt habe. das problem des bachelor/master abschlusses ist für mich, das es kein richtiges studium im klassischen sinne mehr ist. du musst sehr viele pflichtsachen machen in einem sehr eng gesteckten zeitrahmen mit wenig möglichkeiten dein studium und deine schwerpunkte selber festzulegen. das funktioniert dann schon eher wenn du den bachelor hast und den master hinten dran hängst.
im diplom konnte man nach dem grundstudium (also nach dem vordiplom), relativ frei bestimmen wo man seine credits sammelt. auch fehlversuche oder einfach mal nen semester in dem man nicht so viele scheine schaffte war da kein großes problem. beim bachelor kann dich ein vergeigtes semester das studium kosten, oder es zumindest erheblich erschweren -> unter anderem war das ja auch so gedacht um die langzeitstudentenquote zu drücken.
mittlerweile hat sich der bachelor-workload etwas entlastet, die scheine wurden entschlackt und inhalte rausgenommen. als konsequenz hab ich in hauptstudiumsverantaltungen mit bachelor-kommilitonen gesessen, die am laufenden band so dämliche fragen gestellt haben, dass ich mich echt gefragt hab was die eigentlich noch lernen.
dazu kommt, dass des echt noch kinder sind. von persönlichkeitsentwicklung keine spur. wie auch? bei der konkurrenz und der menge des (gekürzten)stoffs in der kurzen zeit bleibt wenig spielraum für sowas, zumindest wenn man richtig was reissen will und nicht unbedingt zu den begabtesten gehört. grade an diesem letzten punkt hat sich denke ich reichlich wenig geändert bisher. der bachelor in verbindung mit ner ausbildung ist daher nicht so verkehrt in meinen augen, aber ich finde immernoch, dass man dann auch gleich den master dranhängen kann. der bachelor ist halt irgendwie nen 3/5 diplom unter extemen zeitdruck. und die meisten mit nem bachelorabschluss die ich kenne sind erstmal sowas geworden wie vertiebler (also z.B. hardware an großkunden verticken b2b) oder jr. consultant (man ist quasi die drone in projekten). und die verdienen auch nicht wirklich besser (wenn überhaupt) als nen industrie- oder sonstwaskaufmann mit berufserfahrung. die leute mit nem master (oder diplom) die ich kenne, sind entweder an der uni geblieben (dozent / promotion) oder konnten schlicht höher einsteigen oder direkt noch in andere bereiche kommen (promotion in der industrie).
das wären so mal schnell hingekleckert meine erfahrungen....
wenn man heute anfängt zu studieren braucht man vor allem die richtige arbeits- und konkurenzeinstellung. wenig lernmotiviert nen abschluss reissen ging noch zu dipolomzeiten, kein thema, aber das ist nichtmehr angesagt heute. heute rauschen die leute durch die uni im fliessbandverfahren. und jetzt kommen noch die ganzen kids dazu, die nach der 12ten abi gemacht haben. na prost mahlzeit! da fühlt man sich als 22-23jähriger schon als opa.