Studium wechsel zu Ausbildung?

pcseeker

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Hey, ich habe ein Bachelor Studium im Bauingenieurwesen angefangen, bin aber ehrlich gesagt mittlerweile nicht mehr davon überzeugt. Man hört nur schlechtes über den Beruf, schlecht bezahltester Ingenieurberuf, stark Konjunkturabhängig etc. Außerdem habe ich wenig lust auf mind. weitere 3.5 Jahre lernen ( anfang des Jahres Abitur gemacht ), und anschließend noch das Masterstudium, zumindest nicht für das Arbeitszeit-Ausbildungszeit-Gehalt Verhältniss. http://www.gehaltsvergleich.com/index.php?display=search


Ich bin am überlegen eine Ausbildung zu machen, bei der ich mich später weiterbilden kann. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich offen was die Richtung angeht, ich hatte mir überlegt eine Ausbildung zum Bankkaufmann oder Investmentfondskaufmann zu machen, Gehalt scheint zumindest bei letzterem ähnlich zu sein ( http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Investmentfondskaufmann-Investmentfondskauffrau.html ). Muss man zwangsläufig später Studieren oder gibt es auch andere Möglichkeiten in dem Berreich weiter aufzusteigen?

Mein Abitur ist mit 2.4 nicht besonders gut aber auch nicht zu schlecht, hat jemand irgendeine Anregung welche Ausbildungen zukuntfssicher und gut bezahlt sind?
Beim Arbeitsamt wollte ich einen Termin machen, aber da sollte man ja schon genauere Vorstellungen haben, und bei den Infomessen auf unsere Uni damals wurde uns recht viel Mist erzählt ( Einstieggehalt 50k+, direkt nach Studium Job etc ), bin davon nicht mehr so überzeugt.

Ich weiß nicht wirklich was ich von dem Thread erwarte, aber ein Versuch ist es wert,
Mfg =)
 
pcseeker schrieb:
...Außerdem habe ich wenig lust auf mind. weitere 3.5 Jahre lernen...

Was dir ja zumindest bei einer Ausbildung erspart bleibt. ;)

Mein Tipp: mach das Studium zu Ende, du musst doch später nicht als Bau-Ing arbeiten und es gibt auch sehr viele andere Sachen. Aber ein Bachelor ist der Türenöffnen in eine große Welt und zum Thema "Lernen" - du wirst dein Leben lang lernen, nicht nur die nächsten 3,5 Jahre, ich mache mit Ende 30 einen Master, und du machst jetzt schon schlapp?!

Und eine Bankenausbildung ist auch nicht einfach, wobei du ja wohl nicht mal die Frage geklärt hast, ob du überhaupt eine Stelle kriegst, oder?
 
Das war eher so gemeint, dass ich gerne schon zumindest ein wenig Geld verdienen möchte. Um den Schwierigkeitsgrad geht es mir nicht. Ja, wenn würde ich mich während des Studiums für die Ausbildung ( die ja in ca einem Jahr beginnen ) bewerben, und in der Zeit Arbeiten, oder ein Freiwillges halbes/ganzes Jahr machen wollen.
 
Das Geld was du jetzt verdienst wird niemals die Lücke später auffüllen, die du durch ein geringeres Gehalt hast im Vergleich zum studierten Beruf. Das Geld heute ist nicht immer mehr wert als das Geld morgen. Und zum Studium kommt die höhere Jobsicherheit hinzu, Akademiker haben die geringsten Arbeitslosenquoten und sind länger im Job.

Das freiwillige Soziale Jahr hättest du vor dem Studium machen können.

Wie weit bist du mit deinem Studium? Scheine? Oder wirklich grad im September angefangen?

btw: ein Bekannter ist Bau-Ing mit sehr geilen Projekten im Ausland mit fettem Geld. Deutsche Gründlichkeit wird hoch geschätzt in der Welt. Und es muss ja Anfangs einen Grund gegeben haben warum du das Studium angefangen hast. Ist der verloren gegangen?
 
Grade erst angefangen, deswegen habe ich meiner Meinung ja auch noch Zeit mich zu entscheiden. Die Gründe waren, dass ich in der Schule recht gut in Mathe/Physik war, und ich dachte ich könnte gutes Geld verdienen. Aber egal wo ich mich informiere, ich höre nur schlechtes, und dass hat mich halt ziemlich beunruhigt.

Geschichte, Sozialwissenschaften auf Lehramt zu studieren wollte ich erst machen, aber ich war mir nicht sicher ob ich angenommen werde, und hatte mich dann bei verschiedenen Unis für Bauingeniuer und Wirtschaftsing. beworben. Gibt es also in den von mir genannten Ausbildungsberufen keine großartien Aufstiegschancen ohne ein BWL/VWL Studium anzuhängen?
 
Gibt es, zumal du ja erst mal 'nur' den Bachelor machst. In meinem MBA-Studium sitzen einige Mschinen-Ings und Informatiker drin, es gibt später auch andere Masterprogramme um aufzusteigen.

Aber wenn es wirklich nichts ist entscheide dich schnell, noch bist du - wie du ja sagst - erst ganz am Anfang. Wurdest du denn bei Geschichte und Soziales abgelehnt? Oder hattest du dich erst gar nicht beworben. Wenn es das ist was du willst ... dann los.
 
Hatte mich nicht beworben, weil ich mir die Nc´s der letzten Jahre angeschaut habe, im Endeffekt hätte ich es machen sollen , viele meiner Freunde sind auch mit Zeugnissen unter den Nc Werten bei Unis angenommen worden.

Habe grade mal auf Stern.de die Jobampel durchgelesen, und mir sind die 2 Fächer aufgefallen:

http://www.stern.de/wirtschaft/job/...e-studiengaenge-sich-lohnen-539568.html?fb=22

http://www.stern.de/wirtschaft/job/...e-studiengaenge-sich-lohnen-539568.html?fb=23

Wirtschaftingenieur scheint deutlich vielfältiger zu sein, und Verwaltung scheint sehr sicher zu sein. Wie sieht es da mit der Bezahlung aus? Arbeitgeber scheint ja zwangsläufig der Staat zu sein. Hört sich ein wenig trocken an, doch auch politische Aspekte sollen Thema sein.
 
Hi,
Du machst gerade zwei große Fehler:
1. Du willst das Durchschnittsgehalt deine Bildung wählen lassen. Nicht nach dem Geld solltest du dich richten!
2. Du bist höchster Wahrscheinlichkeit schlecht in einem Job der dir kein Spaß macht. Du kannst mit jedem Beruf viel verdienen, wenn du gut bist. Wenn du allerdings arbeitest, um viel zu veridienen, wirst du nie viel verdienen!


Werde dir erst einmal darüber klar was du überhaupt willst, unabhängig vom Geld!

Gruß
 
Ich würde auch sagen, schau nicht zu sehr auf das Geld, sondern lieber auf deine Interessen. Was bringt es dir, wenn du 35+ Jahre mit einem langen Gesicht im Büro sitzt, aus dem Fenster guckst und dir denkst: "Boah ist das öde hier"? Da ist eine gute Bezahlung nur ein schwacher Trost.

Du bist jung und kannst noch problemlos umsteuern, in einigen Jahren wird das deutlich schwerer sein.

Zum Thema Bezahlung in der Verwaltung als Beamter schau dir bitte mal die Besoldungstabelle A an, als Bachelor/dualer Student steigst du in der Regel bei A9 ein, als Master/Diplominhaber bei A13.

http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bund?id=beamte-bund-2012i&matrix=1
 
Ist das Brutto oder Netto, und was haben die Zahlen zu bedeuten, mehr Lohn je länger man dabei ist?

Ihr habt schon Recht was dass ganze angeht, aber ob ich jetzt im Büro sitze und mit Auto Cad irgendwas zeichne, oder etwas verwalte, oder einem Kunden eine Versicherung andrehe.. das hört sich für mich alles ähnlich spannend an.

Lehrerlaufbahn mit Mathe/Geschichte/Sowie würde mich schon interessieren, aber die Frage ist ob man dann auch einen Job kriegt ( Gymnasium ).

http://www.stern.de/wirtschaft/job/...e-studiengaenge-sich-lohnen-539568.html?fb=25
 
Die Angaben sind immer Brutto, da das Netto je nach Familienstand und Kinder usw. anders ist.

Und je länger je mehr >> üblicherweise steigen Gehälter über die Zeit, um so langjährige erfahrene Mitarbeiter zu halten und zu entlohnen.
 
Überleg dir einfach folgendes. Willste in dem Job 40 Jahre arbeiten?

40 Jahre lang gestresster Bänker mit 50+ Arbeitswoche. Viel Spaß mit deinem Geld :) Wirst du meistens nicht haben, weil du viel machen musst auch an Überstunden.

Sieht man immer sehr schön an der Bundeswehr. Freund von mir verdient Offizierslaufbahn ein schweine Geld. Aber er ist nur am Wochenende Zuhause. Bedeutet er hat die 2,8 Brutto in der Ausbildung für ganze 8 Tage im Monat. Macht schon Spaß oder?
 
Das ist der Punkt, in meinem Praktikum für die Uni habe ich in einer Bausanierungsfirma gearbeitet, fast nur im Tiefbau. 5:30 aufstehen, 6:40 im Büro treffen, 7 Uhr Arbeitsbeginn und frühestens um 5 Feierabend, meistens eher gegen 6, 6:30, dann noch Nachhauseweg, Duschen, Essen, und fast wieder schlafen, das ganze mit körperlich recht anstrengender Arbeit.

Sowas in der RIchtung 40 Jahre, hast schon recht, aber hat man das nicht in jedem Beruf, Zeit Stress etc?
 
Als Bauingenieur muss man sein Heil im Ausland suchen. Dort gibt es wirklich gutes Geld.
In Deutschland sieht es schon schlecht aus in der Baubranche, da hast du wohl recht.
 
Hängt davon ab was man wo tut.

Es gibt sehr wohl auch Jobs, die man eben gerne tut. Manche Menschen haben sogar den Traum geschaft und ihr Hobby zum Beruf gemacht, dadurch ist das eben "Freizeit". Und eben einen Job nur zu kategorisieren, wieviel Geld man dafür bekommt, ist für mich der falsche Ansatzpunkt.

Solang man eben, wie Vorposter schon sagten, nicht gerne das tut, was man tut, ist man nicht gut drin, bedeutet man wird keinen Spaß haben und auch vielleicht nicht so einfach Stellen bekommen etc.

Das du natürlich etwas Studieren möchtest, womit man eben Geld verdient, ist mir klar. Du hast eben einen Anspruch auf höheres Gehalt aber stell dir folgendes Szenario vor:

Du hast Dich, der irgendwie Beruf X einfach studiert hat, weil er in ner Tabelle nen Verdienst von 100k+ nach Jahren gesehen hat. Dann haste einen Klaus, der diesen Beruf schon immer haben wollte, Privat sich damit viel beschäftigt hat, mit Freude und Leidenschaft arbeitet etc. Wer glaubst du, wird länger in dem Beruf bleiben?

Sieht man doch oft. Manche Menschen arbeiten mit einer Unlust ihren Job. Sowas finde ich zum kotzen. Aber wenn man eben so sehr auf Geld aus ist, soll man sich doch selbst kaputt machen.
 
Zeit, Stress - ja, aber beim Bau kommen sehr frühes Aufstehen, Wetter- und Jahreszeitenabhängigkeit und die starke körperliche Belastung (bei Bau-Ing evtl nicht so schlimm) hinzu.

In anderen Jobs (Lehrer) werden wiederum deine Nerven blank gelegt, hier musst du wissen wohin die Reise gehen soll. Vergleichbar mit dem Bau erreichen auch Lehrer am seltensten das Rentenalter, viele gehen vorher.

Malock schrieb:
...Manche Menschen haben sogar den Traum geschaft und ihr Hobby zum Beruf gemacht, dadurch ist das eben "Freizeit". ...

Hiervon wird in letzter Zeit wieder vermehrt von Arbeitspsychologen und Medizinern abgeraten, weil ein Großteil der Burnout'ler genau aus so einer Situation kommen. Hobby wird zum Job, dieser wird stressig, man mag es aber und powert sich aus und zum Ausgleich fehlt aber dieses Hobby in der Freizeit und somit der Erholungsfaktor.

Was sagen die meisten Burnout'ler? "Mir hat mein Job immer großen Spaß gemacht und ich habe mich voll reingekniet und nicht gemerkt, wie es bergab ging".

Selbst wenn man nicht in den Burnout geht, man fängt irgendwann an seinen Job nicht mehr zu mögen und verliert somit nicht nur die Lust am Job, sondern auch an Hobby. Kein guter Weg.

Lieber einen guten Job machen, muss nicht der große Spaß sein, Pflichten sind keine Freuden - und dann in seiner Freizeit seinem liebsten Hobby nachgehen und sich entspannen.
 
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pcseeker schrieb:
Das ist der Punkt, in meinem Praktikum für die Uni habe ich in einer Bausanierungsfirma gearbeitet, fast nur im Tiefbau. 5:30 aufstehen, 6:40 im Büro treffen, 7 Uhr Arbeitsbeginn und frühestens um 5 Feierabend, meistens eher gegen 6, 6:30, dann noch Nachhauseweg, Duschen, Essen, und fast wieder schlafen, das ganze mit körperlich recht anstrengender Arbeit.

Sowas in der RIchtung 40 Jahre, hast schon recht, aber hat man das nicht in jedem Beruf, Zeit Stress etc?

brech dein Studium ab, Mimose. Du bist als BI ungeeignet und das sage ich als angehender BI.
 
Danke, zu freundlich, mit dem Verhalten wirst du im Job bestimmt weiter kommen, viel Glück!

Grade aus der Schule raus, praktikum anfangen mit 10-13 ( max ) Stunden als Arbeitssklave ausgenutzt zu werden, ja, da freut man sich drüber. Gibt es etwas daran auszusetzten das ich
mein Leben möglichst nutzen möchte, und nicht 24/7 inklusive Samstag eingebunden sein möchte?
 
pcseeker schrieb:

Eben deswegen habe ich dir zum Abbruch geraten.
In dem Job brauchst du Eier und der Bau ist kein Ponyhof.
Wenn du dich ausnutzen lässt, dann ist das nur dein Problem.
Außerdem erkennt man an deinen Beiträgen, auf welchen Foren du dich rumgetrieben hast.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gibt es etwas daran auszusetzten das ich mein Leben möglichst nutzen möchte, und nicht 24/7 inklusive Samstag eingebunden sein möchte?

Keineswegs. Wie man zu meiner alten WoW Zeit gerne sagte: "Hartz IV und der Tag gehört dir!" :D

Sei nicht so verdrossen gegenüber anderen Forenmitgliedern, viele haben gar nicht mal so unrecht. Hätte ich mal auf ein oder zwei Tipps hier gehört, hätte ich ganze 3 Jahre meines Lebens eingespart inkl. Bachelor-Abschluss. Was mach ich jetzt? Hätte jetzt fast Kloputzen geschrieben, aber es ist dann doch noch ein erstes Semester an der FH.

Das einzige was drückt ist, dass man immer noch bei den Eltern wohnt (zumindest bei mir der Fall, weil Bafög gerade mal 10€ wären). Ist aber mehr so ein Ding aus der deutschen Gesellschaft, bei meinen polnischen Verwandten oder meinem türkischen Freund ist das gang und gebe das die dort teils noch mit 30-35 wohnen, nicht selten sogar der Fall das man sich dann auch um die Eltern kümmert, wenn sie halt selber nicht mehr können.

Und Geld... meh, Ausbildung bringt dir auch nichts wenn du danach nicht übernommen wirst und erstmal 2 Jahre Call-Center-Jobs machen musst. Da musste für paar Kröten dann aber mal richtig leiden. Macht mein Vater gerade durch, mit 61 bei einer größeren Werft als Leiharbeiter für 7,40 die Stunde spurten. Als Absolvent ist das dann doch etwas gemütlicher, Möglichkeiten wurden ja auch schon aufgezählt. Überleg es dir sehr gut, das ist eine der Punkte im Leben, wo sich beruflich doch so einiges entscheidet.
 
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