Stuttgart 21 / Proteste allgegenwärtig ...

Wie steht ihr zum Bauprojekt "Stuttgart 21"?

  • Ich bin für "Stuttgart 21".

    Stimmen: 327 48,2%
  • Mir ist es egal, ob gebaut wird.

    Stimmen: 119 17,6%
  • Ich bin gegen "Stuttgart 21".

    Stimmen: 232 34,2%

  • Umfrageteilnehmer
    678
Nehmen wir die Zahlen der Befürworter: derzeit geht die Bahn von Gesamtkosten von 7 Milliarden Euro aus (zur Erinnerung, am Anfang waren es drei) und ein Ausstieg kostet laut den größten Pessimisten drei Milliarden Euro. D.h. wir hätten durch den Rückbau einen sanierten Bahnhof und vier Milliarden Euro gespart. Ist das nicht super!? :D

Hier noch ein Auszug aus dem Stern:

Nach einem Projektausstieg, egal ob mit oder ohne Neubaustrecke, beginnt natürlich ein neues Verfahren zum Umbau des Stuttgarter Bahnknotens, neue Planspiele, neue Verhandlungen. Aber: Trotz der Ausstiegskosten würde ein Alternativprojekt nie so teuer wie Stuttgart 21 werden. Es ließen sich Milliarden sparen - die dann in andere Bahn- und Schienenprojekte gepumpt werden können. So wie das namhafte Experten schon seit langem fordern.

Quelle: http://www.stern.de/politik/deutsch...gart-21-3000000000-euro-oder-nix-1610446.html
 
Um mal in der Computerwelt zu bleiben

Du Bestellst einen Alienware Computer. Die Kiste ist teuer, sieht gut aus kann aber unterm strich nicht mehr als ein normaler computer. Der Computer soll 5000€ kosten wenn du die bestellung stonierst musst du trozdem noch 2000€ bezahlen das würde aber niemand machen oder ? selbst wenn die einen Gleichleistungsstarken Computer für 2500€ bekommen würdest.

Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege
 
TheLordofWar schrieb:
Der Computer soll 5000€ kosten wenn du die bestellung stonierst musst du trozdem noch 2000€ bezahlen das würde aber niemand machen oder ?

Wenn Du Dir von Alienware einen individuellen Super-Zock-PC zusammenstellen lässt und den dann später doch nicht willst, musst Du dem Anbieter auf jeden Fall etwas zahlen. Du hast ja schließlich einen Vertrag abgeschlossen, aus dem sich die Verpflichtung Deinerseits ergibt, den Kaufpreis zu zahlen. Wenn der Anbieter aus Kulanz Deine Stornierung zulässt, dann lässt er sich mit Sicherheit einen Ausgleich zahlen. Genau so, wie die Firmen das machen werden, die bei Stuttgart 21 beteiligt sind.
 
Das "das würde aber niemand machen oder ?" Bezog sich auf das abbrechen nicht darauf das das jemand nach berechnet;)
 
Ach so, völlig falsch verstanden. ;)

Dann halt so herum: Du lässt Dir bei Alienware einen PC für 5000,- Euro zusammenstellen, weil Du mal so richtig zocken willst. Dann sagt Dein Anwalt, dass Du die Eidesstattliche unterschrieben hast und es rechtlich nicht okay ist, einen PC zu bestellen, den Du Dir nicht leisten kannst. Zuerst zierst Du Dich, aber als dann auch noch Bekannte erzählen, dass Du sie vorher hättest fragen müssen, weil der PC nicht zum Spielen, sondern nur für Videoschnitt geeignet ist, suchst Du nach Lösungen. Entweder Du kaufst Dir den teuren PC, den Du Dir überhaupt nicht leisten kannst und der für Deine Zwecke nicht wirklich passt. Oder Du suchst mit Alienware einen Ausgleich, um den Schaden möglichst gering zu halten. Letzteres wäre sinnvoller, denn Schulden hast Du schon genug und eigentlich kannst Du Dir gar nichts leisten. Sogar Deine Tochter kann keine Nachhilfe bekommen, weil Du das Geld eingespart hast...
 
Deliberation schrieb:
Hier noch ein Auszug aus dem Stern:
Wenn der Stern das schreibt muss es nicht stimmen. Stern hat auch wochenlang (und versucht es immer noch) den mittlerweile teils erblindeten Demonstrant Dietrich Wagner als Opfer dargestellt. Selbst als in Polizeivideos dessen Selbstverschulden offensichtlich wurde, hat der Stern ihn noch in Schutz genommen.
 
Tja, so dreht eben jeder die Wahrheit so wie er sie braucht. Es ist also wie immer, erst mal ein paar Mrd verschleudern für nix und wieder nix und dann doch alles beim alten lassen.
 
Einhörnchen schrieb:
Wenn der Stern das schreibt muss es nicht stimmen.

Mit diesem Argument kann man alles plattmachen. :D

Na gut, dann werfe ich die heutigen Zahlen vom Spiegel in die Runde: der Ausstieg kostet 1,4 Milliarden. Was? Der Spiegel hat sich auch schon mal geirrt? Na dann wird vielleicht beruhigen, dass die Angabe der 1,4 Milliarden von Herrn Grube kommen. Was? Der hat auch schon mal die Unwahrheit gesprochen? Verdammt, was machen wir jetzt?

Fakt ist, ein Ausstieg spart etliche Milliarden und verhindert ein Projekt mit fragwürdigem Nutzen. Wo man das Geld besser anlegen könnte? Es spreche Herr Trittin:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723471,00.html

Ja ich weiß, der hat sicher auch mal die Unwahrheit gesagt. Aber gebt ihm nochmal eine Chance. ;)
 
Hi
hab auch gelesen, das die Verbindung nach Ulm im Schnellstreckennetz nach 865 Mio. über 2800 Mio. jetzt sogar 11000 Mio. kosten soll. Nicht mehr lange und sie knacken die 20.ooo Mio.
Dann macht zumindest "21" Sinn. ;)

Cu

Edit: Alternativ nimm diesen http://railomotive.com/2010/09/wendlingen-ulm-ist-bis-zu-10-milliarden-teuer/
Wendlingen – Ulm ist bis zu 10 Milliarden teuer
"wäre mit Baukosten von rund 10 Mrd. Euro zu rechnen"
 
Zuletzt bearbeitet:
20.000Mio?
Da is ja der Transrapid günstiger.


Halte ich jetzt auch für ein klein wenig zu hochgegriffen.
 
Es bleibt zu bedenken, dass die für Stuttgart21 gesammelten Gelder zu großen Teilen nur für dieses Projekt verwendet werden dürfen und bei nichtverwendung in anderen Regionen oder EU Staaten eingesetzt werden.

Die Bahn würde die eigenen frei werdenden Gelder auch nicht plötzlich in marode Nahverkehrsnetze stecken, sondern eben in einer anderen Stadt einen großen Bahnhof bauen.


Was passiert, wenn man etwas wagt, sieht man derzeit in der Schweiz. Der Gotthard-Basistunnel führt auch durch viele Kilometer unsicheren und unbekannten Berg und offensichtlich ging es trotzdem.

Edit:
@ longi

Tolle Quellen gibst du hier an. Ich zitiere mal aus http://railomotive.com/2010/09/wendlingen-ulm-ist-bis-zu-10-milliarden-teuer/

Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg haben heute eine Studie des renommierten Münchner Eisenbahn-Consultingunternehmens Vieregg & Rößler veröffentlicht, das eine möglichst verlässliche Kostenschätzung für die geplante Neubaustrecke (NBS) Wendlingen-Ulm enthält.

Bereits 2008 gab es ein Papier von Vieregg & Rößler zu Stuttgart 21, in dem falsche Prämissen unterstellt und unzulässige Schlüsse gezogen wurden.

Ich bin zwar kein Fachjournalist, aber ich baue doch nicht eine Quelle auf, auf welche ich mich stütze, und stelle dann etwas weiter fest, dass diese Quelle für ihre Unzuverlässigkeit bekannt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
C3rone schrieb:
Ich bin zwar kein Fachjournalist, aber ich baue doch nicht eine Quelle auf, auf welche ich mich stütze, und stelle dann etwas weiter fest, dass diese Quelle für ihre Unzuverlässigkeit bekannt ist.
Der Satz ist kursiv, also eine Aussage der DBahn und nicht vom Journalisten selbst. ;)
Seine Anmerkung folgt gleich darauf.

Die berechneten Kosten anderer Grossprojekte sollten ihnen wohl eher recht geben, schließlich wissen sie aus Erfahrung, was sie machen.

Dafür war auch der link Frankfurter Rundschau - "Stuttgart 21 Mrd." Kostenexplosion
http://www.fr-online.de/wirtschaft/...nen-mit-system/-/1473636/2679164/-/index.html
"Die Prognose bestätigte sich" mal wieder "- das Projekt wurde eingestellt".

Cu
 
Zuletzt bearbeitet:
C3rone schrieb:
Es bleibt zu bedenken, dass die für Stuttgart21 gesammelten Gelder zu großen Teilen nur für dieses Projekt verwendet werden dürfen und bei nichtverwendung in anderen Regionen oder EU Staaten eingesetzt werden.

Warum soll dann das (eigentlich nicht vorhandene) Geld in andere EU Staaten fliessen?

Die EU beteiligt sich ja nur mit sehr geringen Mitteln an dem Projekt.
 
Deliberation schrieb:
Mit diesem Argument kann man alles plattmachen. :D

Fakt ist, ein Ausstieg spart etliche Milliarden und verhindert ein Projekt mit fragwürdigem Nutzen. Wo man das Geld besser anlegen könnte? Es spreche Herr Trittin:

...

Ja ich weiß, der hat sicher auch mal die Unwahrheit gesagt. Aber gebt ihm nochmal eine Chance. ;)
Ich halte es da eher mit Juristen, insbesondere ehemaligen Verfassungsrichtern:
http://www.focus.de/politik/deutsch...lksentscheid-fuer-unzulaessig_aid_559346.html

Dass Stern, Telepolis und Sueddeutsche das anders sehen, ist mir bekannt. Ohne die Zustimmung der Bahn gibt es da kein Aussieg.

Wie hoch die tatsächlichen Kosten eines Ausstiegs sind kann jetzt vermutlich keiner genau sagen, da werden sie alle Lügen. Letztendlich wird man das erst wissen, wenn nach dem Ausstieg die Klageflut losgeht und Schadensansprüche folgen. Lediglich bei den bereits geleisteten Arbeiten dürften die Ausstiegskosten eindeutig sein.
 
Einhörnchen schrieb:
Dass Stern, Telepolis und Sueddeutsche das anders sehen, ist mir bekannt. Ohne die Zustimmung der Bahn gibt es da kein Aussieg.

Wie gesagt, die letzten von mir genannten Zahlen stammen von der Deutschen Bahn AG...
 
C3rone schrieb:
Es bleibt zu bedenken, dass die für Stuttgart21 gesammelten Gelder zu großen Teilen nur für dieses Projekt verwendet werden dürfen und bei nichtverwendung in anderen Regionen oder EU Staaten eingesetzt werden.


... meinst du jetzt EU Gelder? Die sind sowieso nur für die Strecke Stuttgart-Ulm. Ansonsten: das Geld das dann frei wird, wird meines Wissens nicht verbrannt und kann aus diesem Grund sicher in sinnvollere andere Projekte gesteckt werden. Der Bund ist mit ~50% an der Bahn beteiligt. Der muss der Bahn nur Dampf machen, Geld in die Strecken zu investieren.
 
Das Geld wird mit Sicherheit nicht frei und kann dann für andere Projekte eingesetzt werden.
Vielmehr wohl ehr um die Löcher im Haushalt zu stopfen.

Meine Meinung.
 
... das wird man sehen wenn es soweit ist.
 
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