Stuttgart 21 / Proteste allgegenwärtig ...

Wie steht ihr zum Bauprojekt "Stuttgart 21"?

  • Ich bin für "Stuttgart 21".

    Stimmen: 327 48,2%
  • Mir ist es egal, ob gebaut wird.

    Stimmen: 119 17,6%
  • Ich bin gegen "Stuttgart 21".

    Stimmen: 232 34,2%

  • Umfrageteilnehmer
    678
das aus sowas so ein Riesendrama gemacht wird versteh ich nicht....

selbst bei der Einführung von hartz 4, Zuzahlungsbeitrag (10 Euro) und Zeitarbeitsversklavung wurde nicht so ein Theater gemacht... Also ehrlich Leute, konzentriert euch auf die wichtigen Dinge (Kürzungen des Wohlstands) statt hier niedlich rumzustehen (oh sorry sowas nennt ihr ja "protestieren")
 
Natürlich hast Du recht - deshalb stehen die Leute ja auch so "niedlich" herum. Du scheinst Dich überhaupt nicht mit den Protesten auseinandergesetzt zu haben, denn eine zentrale Forderung ist ja gerade, dass die sozialen Sicherungssysteme seit Jahren beschnitten werden, hier aber Milliarden für ein Großprojekt mit fragwürdigem Nutzen herausgeworfen werden sollen. Hier protestieren also seit Monaten Tausende Menschen für Deine Anliegen - und Du bekommst es nicht einmal mit. Also ehrlich...
 
Wieso benutzt du den Begriff "protestieren"? Die Krawalle in Frankreich, das kann man als protestieren bezeichnen. Ein friedlicher "Protest" ist kein Protest. Das ähnelt eher einem Streik.


und dein sogenannter Protest bezieht sich lediglich auf S21 und NICHT auf die Einschnitte im Sozialwesen. Als ob jetzt noch jemand wegen hartz 4, Praxisgebühr und Zeitarbeitsversklavung protestieren würde. Wenn es so wäre, dann wären die Proteste ja wohl im ganzen Land verteilt aber doch nicht nur "zufälligerweise" in Stuttgart, oder?

Also ehrlich, was du hier wieder alles verdrehst
 
Wenn dir das Thema nicht wichtig ist, ist es dein gutes Recht dich rauszuhalten und es dir egal sein zu lassen. Aber Protest ist nicht gleich gewaltsamer Protest und ein Streik ist ein Streik und dessen Definition als Arbeitsniederlegung ist ebenso unabhängig vom Grad der möglichen Gewalt (aber ein Streik ist natürlich auch Protest). Die Wege etwas zu erreichen sind vielfältig, das gilt auch für die Formen des Protestes.

Wenn du nichts zu diesem Thema, zu sagen hast, dann bitte poste nicht. Wenn es dir nur darum geht andere zu verunglimpfen (wer genau ist "ihr"?, was schließt dich davon aus?), weil dir ihre Protestform nicht passt oder ihr Anliegen nicht das deine ist, dann bitte erst recht.

Informiere dich bitte über die jeweiligen Thema und äußere dich sachlich zum Thema. Selbst die "Kürzungen des Wohlstands" sind eben genau das nicht, sie sind eher "Kürzungen" des Minimums. Das die Mehrheit sich mit jeweils mit diesen Übeln abfindet hat sicher viele Gründe, aber das führt hier im Thread zu weit.

Zurück zum Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
muzaffe schrieb:
das aus sowas so ein Riesendrama gemacht wird versteh ich nicht....

selbst bei der Einführung von hartz 4, Zuzahlungsbeitrag (10 Euro) und Zeitarbeitsversklavung wurde nicht so ein Theater gemacht...

... wäre interessant, soziologisch betrachtet, warum die Leute, die von Hartz 4 betroffen sind, nicht auf die Straße gehen. Eine Erklärung wäre z.B. (gesellschaftliche) Resignation (was sie schon mal von S21 Nicht Befürwortern unterscheidet). Andererseits wird ja das Demonstrieren gegen S21 nicht schlechter dadurch, dass gegen Hartz 4 (bedauerlicherweise) nicht demonstriert wurde.
 
mal wieder ein schönes beispiel für die freiheit und demokratie in unserer "freien" welt :D
normalerweise sollte man ja meinen das bei SOLCHEN beispielen auch endlich der letzt versteht das wir überhaupt garnichts zu melden haben.

aber das wird wohl nie was:)

trotz grösster kriese aller zeiten, 50 jahre anhaltendem abwärtstrend -weltweit, und s21 glauben noch immer die meisten das unsere lieben politiker ihr bestes geben unsere staaten vertrauenswürdig sind und wir in einer freien demokratie leben :D

ich glaube das denken die auch noch wenn man sie irgendwann mal ins lager karrt:)

1984 lässt grüssen
 
... erschreckendes Beispiel für deine These ist ja, dass nach dem Schlichterspruch die Mehrheit zu den Befürwortern ging. So einfach lässt sich ein Volk hinters Licht führen. Nach dem aber gesagt wurde, dass der "Stresstest" erst ab Mitte 2011 gemacht werden soll müsste jetzt aber Jedem aufgefallen sein, dass er an der Nase herum geführt wurde. Nicht die Politiker bauen Mist sonder "Wir" lassen es zu. 1984 haben wir schon lange nur auf eine wesentlich subtilere Art als von Orwell beschrieben.
 
OT: @madpat: man kanns auch übertreiben mit der Schwarzmahlerei :rolleyes:

Zum Thema: Was soll eigentlich bei dem neuen Stresstest rauskommen? Ich meinte mal gelesen/gehört zu haben, dass die Uni Stuttgart schon einen solchen Test durchgeführt hat und Stuttgart 21 für gut befunden hat. Was wird jetzt anders gemacht?
 
Moin,

nun wird mehr Stress gemacht als seiner Zeit, wenn ich das richtig im Kopf habe 30% mehr.
Ich bin zwar kein Fachmann, kann mir aber durchaus vorstellen, dass so ein Test nicht in 2 Tagen vorbereitet werden kann deshalb der Termin in 2011.

Mein Stresstest beim Augenarzt muss offensichtlich auch vorbereitet werden, 20.11.10 angemeldet und 03.02.11 Termin, aber das ist wieder ein anderes T:Dhema.
 
... nur ist es leider so, dass es keinen Baustopp bis zum Ergebnis des Stresstest gibt. Würde z.B. beim Stresstest herauskommen, dass 1,5 Milliarden notwendig sind um die Leistungsfähigkeit herzustellen, dann dürfte eigentlich nicht weiter gebaut werden: Die Vorgabe von Grube lag bei 4,5 Milliarden. Schon etwas eigenartig.
 
Vielleicht hat man mit dem Schlichterspruch ja nun eine Entschuldigung für "unvorhersehbare" Mehrkosten. Sollte es mehr als die geplanten 4,5 Milliarden kosten, dann liegt dies halt einfach an dem Mehraufwand durch die Vorgaben des Schlichterspruchs. So im Sinne "wir wären ja im Plan gewesen, aber die Proteste und die Schlichtung haben alles unnötig teuer gemacht".
 
Deliberation schrieb:
So im Sinne "wir wären ja im Plan gewesen, aber die Proteste und die Schlichtung haben alles unnötig teuer gemacht".

Ob es unnötig war, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein, treuer wirds nun auf alle Fälle. Der Steuerzahler zahlts, am Ende Befürworter wie Gegner gleichermaßen.

Wie sagte doch jetzt ein sogenannter Umweltschützer bezüglich des Baustopps der Umgehungsstraße Freiberg Sachsen: Wir finden immer einen Grund derartige Baumaßnahmen zu ver(be)hindern. :freak:
 
OMaOle schrieb:
... Wie sagte doch jetzt ein sogenannter Umweltschützer bezüglich des Baustopps der Umgehungsstraße Freiberg Sachsen: Wir finden immer einen Grund derartige Baumaßnahmen zu ver(be)hindern. :freak:

... wenn man den Satz auf "Nicht Umweltschützer" anwenden würde, würde es in etwa so heißen: wir finden immer einen Grund zu Bauen auch wenn es keinen Sinn macht. Dafür sind aber die Gewinne für einzelne enorm.
 
Wenn man die bisherigen Kosten des Projektes betrachtet wäre meiner Ansicht nach ein Baustopp noch eine größere Verschwendung von Geldern als die Durchführung des Projektes.

Die bereits gezahlten Summen würden ja praktisch in Luft verpuffen. Denkt daran auch jemand?
Vielleicht liegt es auch daran dass ich Schwabe bin aber, des kennt ihr doch net mache! ;)

Und wie auch hier oft gelesen möchte ich nochmal betonen dass hier ja nur teilweise Steuergelder draufgehen durch Unterstützung des Landes.
Den Rest würde die Bahn sicher auch nicht für Hartz 4 oder Ganztageskinderstätten ausgeben ;)
 
nicoc schrieb:
... wenn man den Satz auf "Nicht Umweltschützer" anwenden würde, würde es in etwa so heißen: wir finden immer einen Grund zu Bauen auch wenn es keinen Sinn macht. Dafür sind aber die Gewinne für einzelne enorm.

Stimmt, das Problem bei solchen Baumaßnahmen wird immer sein, dass es dem Einen schmeckt und dem Anderen nicht.

"Jedem Recht getan..."

Ist aber von beiden Seiten keine Kommpromisbereitschaft da, wirds schwer bis unmöglich voranzukommen.
 
Cpt. Subtext schrieb:
Wenn man die bisherigen Kosten des Projektes betrachtet wäre meiner Ansicht nach ein Baustopp noch eine größere Verschwendung von Geldern als die Durchführung des Projektes.

... vielleicht wäre aber eine Ende mit Schrecken eben besser als ein Schrecken ohne Ende.
 
Ein anderer Aspekt der bisher etwas untergegangen ist: Sowohl ich als auch Freunde von mir besuchen dieses Jahr den eigentlich sehr schönen Weihnachtsmarkt in Stuttgart nicht, weil wir davon ausgehen, dass sicher wieder irgendeine Demo die Verkehrswege blockiert.

Gibt es denn schon Zahlen über Umsatzeinbußen im Einzelhandel? Ich vemrute mal, dass es nicht nur mir so geht.
 
Ich glaube außer dir wird keiner direkt bis zum Weihnachtsmarkt mit dem Auto fahren (können wollen). War noch nicht da, aber wie klein soll Stuttgart sein, dass selbst eine Demo am Tag ganz Stuttgart lahmlegt. Sind nicht üblicherweise Parkplätze eher außerhalb von solchen Veranstaltungen und öffentliche Verkehrsmittel empfohlen?

Und wenn du davor trotzdem Angst hast (und das nicht nur der alberne Versuch ist noch irgendwie ein Gegenargument da herauszuquetschen): Komm doch direkt mit der Bahn. ;)

Aber mal ehrlich, deine Beiträge bzw. das was du beiträgst wird auch echt nicht besser. Ich mein was hat so eine auf Nullwissen und null Bereitschaft flexibel zu reagieren, falls wirklich demonstriert würde, gegründete Befindlichkeit mit dem diskutierten Projekt zu tun?

Ach und das Demos Einschränkungen verursachen können ist so beabsichtigt. Ich weiß das ist ärgerlich, aber auch kein Weltuntergang. Dafür gibt es Nachrichten, Verkehrsmeldungen usw., sollte man nicht blind reinstolpern wollen. Aber um deine Frage zu beantworten: Ja ich denke das es nur dir so geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
HappyMutant schrieb:
Ich glaube außer dir wird keiner direkt bis zum Weihnachtsmarkt mit dem Auto fahren (können wollen).
Der Weihnachtsmarkt ist in der Regel in der Königsstraße, die vom Bahnhof in die Innenstadt führt. Fußweg Bahnhof Weihnachtsmarkt: 15 Min. Normalerweise parkt man dann am Bahnhof oder kommt mit dem Zug. Im Radio (SWR1 Baden-Württemberg) hört man des öfteren Warnungen die Innenstadt von Stuttgart zu meiden.
HappyMutant schrieb:
Und wenn du davor trotzdem Angst hast (und das nicht nur der alberne Versuch ist noch irgendwie ein Gegenargument da herauszuquetschen): Komm doch direkt mit der Bahn.
2h Bahnhfahrt + Umwege latschen wegen Demos vs. 45 Min Autofahrt? OK...
HappyMutant schrieb:
Aber um deine Frage zu beantworten: Ja ich denke das es nur dir so geht.
Dein wie ich finde pampiger Ton hat mich jetzt doch zum recherchieren ermutigt und siehe da, nur ein Beispiel. Deshalb finde ich dass das Thema Auswirkungen sehr wohl diskutiert werden darf.

Und zum Bau:
Dass wegen dem angeregten Stresstest der Bau gestoppt werden muss, finde ich nicht. Es gab im Vorfeld bereits genügend Untersuchungen dazu. Allerdings frage ich mich, wann und wie die Bahn die Bäume wegräumen will, die für die planmäßigen Bauarbeiten bis März/April weg sein müssen. Da dort auch Landtagswahl ist hat Mappus sicher wenig Lust erneut auf Seite 1 mit ein paar Wasserwerfern zu sein...
 
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