Stuttgart 21 / Proteste allgegenwärtig ...

Wie steht ihr zum Bauprojekt "Stuttgart 21"?

  • Ich bin für "Stuttgart 21".

    Stimmen: 327 48,2%
  • Mir ist es egal, ob gebaut wird.

    Stimmen: 119 17,6%
  • Ich bin gegen "Stuttgart 21".

    Stimmen: 232 34,2%

  • Umfrageteilnehmer
    678
Eher mehr - von 186 Millionen auf nun 502 Millionen ... also knapp 170% Kostensteigerung :freak: ... und Zeitgleich den Eltern erzählen, daß die Kita-Gebüren kräftig steigen müßten ... ( ist schließlich kein Geld mehr in der Stadtkasse :rolleyes: ) - sowas kommt immer gut an
 
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... der Staat ist der beste Bauherr bzw. di öffentliche Hand. Da kann man ordentlich nachbessern wenn es ums Geld geht. Deswegen reißen sich Bauunternehmen um staatliche Bauprojekte.
 
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nicoc schrieb:
Nach unserem Wahlsystem wäre eine Partei auch dann legitimiert wenn nur 10 Leute wählen gehen. Wir hatten hier bei uns eine Wahlbeteiligung von 40%. Konsens herrscht darüber, dass das schlecht ist. Keiner hat aber Neuwahlen gefordert.

Wozu auch? Die 60% sind ja bewußt nicht wählen gegangen. Deshalb kann man davon ausgehen, dass sie die andern 40% darum bitten die Entscheidung für sie zu fällen.
Schließlich bedeutet das Recht zu wählen auch, dass man sich enthalten darf.

Also kann auch eine Bundesregierung von nur 10 Wählern legitimiert werden.


PS: Bei einer Abstimmung per Handzeichen wird auch immer dreierlei gefragt: Ja, nein und Enthaltung.
 
Das kommt drauf an... Bei einer Abstimmung per Handzeichen wird nur dann in Abstimmungen die Gegenprobe mit den Nein-Stimmen und die Enthaltungen abgefragt, wenn es um die Ermittlung von einfachen oder relativen Mehrheiten geht. Ist eine absolute Mehrheit für eine Abstimmung erforderlich, so werden nur die Ja-Stimmen per Handzeichen erfasst.
 
Meiner Meinung nach geht es hier doch erstrangig gar nicht um den Bahnhof oder die

Kostensteigerung. Ich habe den Eindruck, das da eine neue, junge Generation heran wächst

die Macht wollen. Natürlich will ich nicht verleugnen, das auch eine Form der Basisdemokratie

dabei ist. Gut oder Schlecht, das mag ich nicht zu beurteilen.

Auf jeden Fall ist die dortige regierende Politik von der Situation überfahren worden.

Und/oder sie haben vergessen ihre Hausaufgaben zu machen und sonnten sich schon in

ihrer Unabwählbarkeit. Hochmut kommt eben vor dem Fall.

Wir haben unsere 68´er gehabt, die ja auch die Macht wollten. Einiges hat sich zum Guten

verändert, aber einiges ist absolut auf der Strecke geblieben. So ist das nun mal, wenn

Macho´s älter werden und ihre Versorgungssicherheit im Vordergrund steht. Die

Gleichberechtigung ist in D nach wie vor eine riesen Baustelle.

Als gutes Beispiel sehe ich hier das Wort "Frauenquote". Das ist doch wohl ein Begriff der

weit weg von der Wirklichkeit ist. Bestimmt geprägt von Männern.

Letztendlich hat das doch nichts mit Frauen oder Männern zu tun, sondern mit

Gleichberechtigung. Ups, da werden aber einige aufstöhnen.

Laßt uns doch mal die Begriffe tauschen dann sieht die Angelegenheit schon anders aus.

So ist es wohl auch in Stuttgart. Die Probleme die sich dahinter heraus kristallisieren sind

doch wohl noch eine Nummer größer.
 
achnu schrieb:
Meiner Meinung nach geht es hier doch erstrangig gar nicht um den Bahnhof oder die

Kostensteigerung. Ich habe den Eindruck, das da eine neue, junge Generation heran wächst

die Macht wollen...

Nette Idee, passt aber nicht. Oder warum hat dann plötzlich ein Typ die Macht, der deutlich älter als Mappus ist (Jahrgang 48 gegen 66)!?
 
Hallo, der Mann ist nett, integrativ, kann gut mit jungen Menschen und spricht auch

konservative Wähler an. Da hätten sie wohl keinen besseren finden können. Aber er war

nicht der Initiator. Die Kraft die hinter den Protesten stand/steht ist eine jugendliche Kraft des

Aufbegehrens.

Da beißt die Maus nicht den Faden ab.

Deshalb ist die Politik auch sehr verunsichert, weil eine vermeintliche "Revolution" kommt

immer aus den Kreisen junger Menschen.
 
Das sind für mich zu viele Axiome für einen Beitrag.

Wieso steckt hinter den Protesten die "jugendliche Kraft des Aufbegehrens"? Bei den Protesten gegen S21 haben sich alle möglichen Altersgruppen beteiligt, ich kann da auf Anhieb keine Altersverzerrung feststellen.

Und wer ist "die Politik" und warum ist sie (er, es...) verunsichert ob einer "vermeintlichen Revolution" und woran machst Du das fest? Und wo findet eigentlich gerade eine Revolution statt? In Lybien und Tunesien ja, aber nicht in Baden-Württemberg. Die Grünen sind dort seit je her bürgerlich-konservativ, weshalb BW auch das erste Bundesland war, in dem eine Zusammenarbeit zwischen der CDU und den Grünen diskutiert wurde.

Und wenn man die Sonntagsfragen der letzten Wochen vor der Wahl ansieht, dann muss man die Vorkommnisse in Japan als "Initiator" des Politikwechsels sehen. Denn die wenigen, fehlenden Prozentpunkte bekamen die Grünen erst durch diese unsägliche Katastrophe, die weder jung noch alt, sondern einfach nur grauenhaft ist.
 
@Deliberation:
Eher geht auch ein Kamel durch ein Nadelöhr, ehe ein großer Mann durch eine Wahl "entdeckt" wird
 
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ist es eigentlich schon in Vergessenheit geraten, dass der "Hauptbahnhof" als Durchgangsbahnhof geplant und gebaut wurde, die heutige Schalterhalle war der Bahnhof. Erst durch Umbauten wurde er aus Platzmangel zum Kopfbahnhof.
Nur das wissen die Herangekarrten, viele Busse aus ganz Deutschland, nicht. Hauptsache Protest ohne Sachwissen.
Aber man könnte um elektr. Energie zu sparen auch wieder Dampflokomotiven einsetzen ebenso eine Handkurbel an die PC's anbringen. Spart doch auch Strom oder?
Was ist aber dann mit E10?
 
Ich denke das wird in Vergessenheit geraten sein, weil das blanker Unsinn ist. Es gab tatsächlich Pläne für eine Durchgangsbahnhof, der wurde aber aus den gleiche Gründen nicht realisiert, aus dem gegen den aktuellen Plan protestiert wird. Erstens problematischer Bau aufgrund der Lage Stuttgarts, zum anderen vorhersehbare Kapazitätsprobleme.

Nachzulesen z.b. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_Hauptbahnhof

PS. Die Tatsache, dass die wenigen Meter Gleise vom ehemaligen Hauptbahnhof zum jetzigen in der Bauphase weiterhin bestanden, macht den aktuellen Kopfbahnhof nicht zu einem ehemaligen Durchgangsbahnhof, zumal die Gleisführung eben keineswegs anders war.

Und Deliberation hat absolut recht mit der Anmerkung, dass dies generell eine seltsame Argumentation ist. :p
 
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Und überhaupt, der Bahnhof wurde 1922 fertiggestellt. Was hat das mit dem heutigen Fahrgastaufkommen zu tun? Da demontiert die eigene Polemik ja die eigene Argumentation...
 
Haudrauff schrieb:
Wozu auch? Die 60% sind ja bewußt nicht wählen gegangen. Deshalb kann man davon ausgehen, dass sie die andern 40% darum bitten die Entscheidung für sie zu fällen...

... nicht dein Ernst? Die momentane Politik in Deutschland erreicht viele nicht mehr. Ein Beispiel: die im Niedriglohnbereich arbeitenden müssen (knapp 25%), gehen zu einem Großteil nicht mehr zu Wahlen. Warum auch, für sie ändert sich sowieso nichts mehr. Egal welche Partei an der Macht ist. Dass man nicht zur Wahl geht weil man animmt, dass die Verkäuferin, der e.on Chef oder Theo Albrecht schon das richtige für einen Mitwählt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, das könnte man dann unter Aristokratie oder Oligarchie verbuchen oder sogar sozialistisches Gedankengut zugrunde legen. Die Idee, dass wenige Herrschen, entweder weil "es halt so ist", sie die besten sind oder einfach schneller wissen, was für die anderen das Beste ist, wurde nicht gerade von Haudruff erfunden, sondern hat eine Jahrhunderte andauernde Tradition.

Aber ich stimme Dir zu, einen aktuellen Bezug hat das nicht, sondern eher das, was u.a. Herr Niedermayer oder Korte dazu zu sagen haben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtwähler#Typen_von_Nichtw.C3.A4hlern

Für die aktuelle Wahl in BW gilt das zudem nicht, hier ist die Wahlbeteiligung deutlich gestiegen, auch der Erfolg der Grünen basiert auf der Aktivierung von Nichtwählern.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke viele die mal "falsch" gewählt haben haben einfach keinen Bock mehr danach 4 JAhre lang sich rechtfertigen zu müssen.

so geschehen mit nem Kollegen von mir der zur Bundetagswahl 2006 die fdp wählte.
Etwa alle 2 Wochen bekommt er andere Dings um die Ohren gehauen die der nette Westerwelle verbricht, oder eben der Rösler.

Der wird garantiert keinen Elan mehr entwickeln sich da einzubringen, weil er damit so auf der Schnauze landete.

Und auch ich als relativ informierter Bürger (soweit das ein berufstätiger sein kann) stolpere immer wieder über Dinge die mich daran zweifeln lassen ob meine Stimme nun fundiert ist und ich wirklich abschätzen kann was das Beste für mich und Deutschland ist.
 
Das ist klar. Deshalb ist Stuttgart 21 auch ein so dankbares Thema beim Wahlkampf gewesen (wie auch die Atomkraft, aber das ist hier OT). Selten hat man eine Parteienlandschaft, in der sich so polarisierend für Themen ausgesprochen wurde. Und das könnte auch der Grund dafür sein, weshalb viele Nichtwähler aktiviert werden konnten. Es gab letztendlich Inhalte, mit denen man sich identifizieren konnte und Parteien, die entweder dafür oder dagegen waren.
 
Eine Revolution bedeutet nicht immer, das 100.000 ´sende Menschen auf die Straße gehen

und Tote zu beklagen sind.

Fakt ist: 56 Jahre CDU Regierung, länger als die SED durchgehalten hat, werden von Rot-Grün

beendet.

Das ist für mich eine Revolution.

Und ich stehe weiter zu meiner Behauptung, das die Jugend oder auch im Kopf jung

Gebliebene Initiatoren der Proteste waren. Die Masse läuft immer mit, wenn sie richtig

motiviert bzw. emotionalisiert werden. Das ist über die Jugend erfolgt.

Die Proteste gegen den Bahnhof sind deshalb auch nur eine Ersatzhandlung für die

eigentlichen gravierenden Probleme. Ich sag nur; Finanz-, Umweltkrise, die

Machtlosigkeit und Überheblichkeit der konservativen Politik als auch eine weithin fehlende

Basisdemokratie mit Bürgereinbeziehung bei wichtigen Entscheidungen.
 
achnu schrieb:
.. Ich habe den Eindruck, das da eine neue, junge Generation heran wächst die Macht wollen.

... denke verstanden zu haben was du schreibst. Ich fand nur obiges etwas zweideutig: die wollen ja nur an die Macht oder so ähnlich. Das Palmer usw. ein Teil der treibenden Kraft waren ist richtig. Kretschmann un Wölfle sind jetzt aber nicht mehr die Jüngsten und bei der Demo gab es nicht nur unter 30 Jährige, im Gegenteil.
 
achnu schrieb:
Eine Revolution bedeutet nicht immer, das 100.000 ´sende Menschen auf die Straße gehen und Tote zu beklagen sind.

Nun, 100-Tausende sind auf die Straße gegangen und es gab zumindest Verletzte. Eine Revolution ist aber eine grundlegende, politische Veränderung innerhalb eines Systems und davon kann hier keine Rede sein.

achnu schrieb:
Fakt ist: 56 Jahre CDU Regierung, länger als die SED durchgehalten hat, werden von Rot-Grün beendet.

Das ist bemerkenswert und in einer Demokratie durchaus häufiger notwendig, aber eine Revolution ist das nicht. Nicht nur wegen der konservativen Stoßrichtung der Grünen in Baden-Württemberg aber auch schon aus Erfahrung mit der Rot-Grünen Bundesregierung.

achnu schrieb:
Das ist für mich eine Revolution.

Für mich wäre es eine Revolution, wenn wir nun eine Einheitspartei im real existierenden Sozialismus hätten. ;)

achnu schrieb:
Und ich stehe weiter zu meiner Behauptung, das die Jugend oder auch im Kopf jung Gebliebene Initiatoren der Proteste waren. ... Das ist über die Jugend erfolgt.

Natürlich kannst Du das behaupten. Ich kann auch ungehindert behaupten, dass Arnold Schwarzenegger in Wirklichkeit eine Frau ist. Das stimmt trotz meiner Behauptung dennoch nicht, zumal es ebenso unbegründet ist, wie Deine Behauptung.

achnu schrieb:
Die Proteste gegen den Bahnhof sind deshalb auch nur eine Ersatzhandlung für die eigentlichen gravierenden Probleme. Ich sag nur; Finanz-, Umweltkrise, die Machtlosigkeit und Überheblichkeit der konservativen Politik als auch eine weithin fehlende Basisdemokratie mit Bürgereinbeziehung bei wichtigen Entscheidungen.

Dem stimme ich vorbehaltlos zu. Allerdings ist diese Motivation nicht vom geistigen oder körperlichen Alter der beteiligten Personen abhängig, sondern von den Gründen, die Du selbst richtig erkannt hast.
 
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