Metallmann schrieb:
Hat Linux denn auch einen "Defender". Also eine integrierte Sicherheitssoftware?
Unter Linux läuft das etwas anders ab.
Es gibt Sicherheitsmodule wie SELinux oder AppArmor, davon bekommt man im normalen Betrieb aber herzlich wenig mit.
So einen richtigen Virenscanner in dem Stil, wie es bei Windows seit jeher der Fall ist, gibt es eher selten.
Vielleicht ClamAV, doch das Sicherheitskonzept bei Linux (und BSD und macOS) ist ein anderes und oftmals sind die Sicherheitsupdates bei den großen Distributionen schneller da, als dass Dich die Meldung für Probleme überhaupt erreichen kann.
Es gab zwar auch in diesem Jahr ein paar gravierende Probleme, die wurden allerdings oft schon binnen eines Tages gefixed.
Mit der Verbreitung auf dem Desktop ist natürlich auch die Anzahl an Schädlingen eine andere.
JEDOCH(!) wenn Du auf die Idee kommst, jegliche Windows-Software einfach über Wine auszuführen und da ist irgendwo ein Virus dabei, der Dateien umschreibt, auf welche dieser zugreifen kann, wird dieser auch so lange in diesem Bereich wüten, bis Du diese Wine-Instanz (die Grundlage von Proton) abwürgst.
Ergänzend sei noch erwähnt dass es bis vor ein paar Wochen zum Beispiel im User Software Repository von Arch unter anderem Firefox-Pakete gegeben hat, welche vom Ersteller absichtlich korrumpiert wurden.
Deshalb gilt bei Software aus Fremdquellen, also solchen, die nicht direkt der eigens gewählten Distribution entspringen (wozu auch Flatpak gehört), dass man immer darauf achten sollte, ob es sich um offizielle Pakete handelt und wie gut diese bewertet sind, falls es entsprechende Verweise gibt.
Auch unter Linux ist brain.sh durchaus sinnvoll.